Bolivien: Jetzt geht Richard gerne zur Schule

30. April 2019

Monitoring der Patenkinder im World Vision-Entwicklungsprojekt Sumaj Muju

Die Lehrerin Marlene (rechts) füllt zusammen mit dem Patenkind Richard (9) den Monitoring-Fragebogen aus. Die anderen Kinder warten darauf, auch dran zu kommen.

Text: Hector Aranibar Chono, World Vision Bolivien, und Monika Hartmann, World Vision Schweiz

Richard (9) ist Patenkind in unserem Entwicklungsprojekt Sumaj Muju. Seine Mutter ist schon gestorben, sein Vater versucht, in Chile etwas Geld zu verdienen. Und so lebt Richard bei seinen Grosseltern in einem abgelegenen Bergdorf, das in einer der ärmsten Regionen Boliviens liegt. Zwei Stunden ist er täglich zur Schule unterwegs, gemeinsam mit 18 anderen Patenkindern aus seinem Dorf.

Freiwillige übernehmen Verantwortung
Wie stellt man sicher, dass Kinder wie Richard sich gesund entwickeln und Probleme rechtzeitig erkannt werden? Ohne freiwillige Helfer vor Ort geht das nicht. Lehrpersonen, Verantwortungsträger und andere Freiwillige engagieren sich unentgeltlich für die Kinder und werden dafür von World Vision geschult. Sie treffen sich regelmässig mit den Kindern, gehen beispielsweise gemeinsam mit ihnen den Monitoring-Fragebogen durch oder helfen beim Verfassen der Briefe an die Patinnen und Paten. Die freiwilligen Helfer haben auch gelernt, was sie bei schwierigen Situationen tun können, um die Kinder zu unterstützen.

Das Monitoring wirkt
Richard sagt dazu: «Wir finden dieses Monitoring richtig gut. Denn wir werden tatsächlich besser behandelt als früher, und die Behörden und Lehrer schützen uns besser. Unsere Lehrerin Marlene prüft jeden Monat unsere Gesundheit, wie gut wir vor Gewalt geschützt sind und wie es uns in der Schule geht. Das ist sehr wichtig. Denn mein Vater ist weit weg und meine Grosseltern sind schon alt und können mir nicht richtig helfen. Ich hatte darum keine Lust mehr, in die Schule zu gehen. Doch unsere Lehrerin Marlene hat das Problem erkannt und dafür gesorgt, dass ich Schulmaterial bekomme. Jetzt macht mir Schule wieder Spass.»

Langfristige Perspektive
Marlene ergänzt: «Durch das regelmässige Monitoring werden wir viel schneller auf Probleme aufmerksam und können die Kinder rechtzeitig unterstützen. Ich bin froh, dass World Vision uns in diesen Prozess mit einbezieht, so dass wir als Gemeinschaft Verantwortung für das Wohlergehen unserer Kinder übernehmen können, auch wenn World Vision eines Tages nicht mehr hier ist. Unsere Verantwortungsträger verstehen nun, wie wichtig es ist, Kindern eine gute Entwicklung zu ermöglichen.»

Ermöglichen Sie Kindern wie Richard eine gesunde Entwicklung – mit einer Kinderpatenschaft 

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