Mayra ist 14 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in der Region Riobamba. Dort unterstützt ein Patenschaftsprogramm von World Vision Kinder und Jugendliche dabei, ihre Stärken zu entdecken, Selbstvertrauen zu entwickeln und neue Perspektiven für ihre Zukunft zu gewinnen.
Mayra liebt Fussball. Jede Woche trainiert sie mit anderen Kindern aus ihrer Gemeinschaft. Inzwischen übernimmt sie selbst Verantwortung: Sie leitet ein eigenes Team und ist für viele Kinder im Quartier zu einer echten Führungspersönlichkeit geworden.
Doch das Programm geht weit über den Sport hinaus. Die Kinder lernen, welche Rechte sie haben, wie sie gesund aufwachsen, sich schützen und ihre Stimme in der Gemeinschaft einbringen können.
Gerade für Mädchen ist das entscheidend. Denn in einigen ländlichen Regionen Ecuadors bestimmen traditionelle Rollenbilder noch immer den Alltag. Viele Mädchen haben weniger Chancen auf Bildung, Mitsprache und Selbstbestimmung. Manche sind zudem einem erhöhten Risiko von früher Schwangerschaft, Gewalt oder Ausgrenzung ausgesetzt.
Selbstvertrauen wächst im Team
Auf dem Fussballplatz erleben Kinder, was Gemeinschaft bedeutet: Fairness, Zusammenhalt, Verantwortung und gegenseitige Unterstützung. Gleichzeitig entstehen sichere Räume, in denen sie einfach Kind sein dürfen – frei, stark und gesehen.
Auch die Eltern werden aktiv einbezogen. In Schulungen zu positiver Erziehung, gesunden Beziehungen und Gleichberechtigung setzen sich Familien mit Themen auseinander, die langfristig Veränderung ermöglichen.
Mayras Mutter Gladys (links im Bild) spürt diesen Wandel deutlich. Als sie selbst jung war, hatten Mädchen viel weniger Möglichkeiten als Jungen. Heute sieht sie mit Stolz, wie ihre Tochter mutig ihren eigenen Weg geht.
Und genau darum geht es: Gemeinsam mit lokalen Partnern unterstützt World Vision Familien in Riobamba dabei, Kindern bessere Chancen zu eröffnen – durch Bildung, Schutz, psychosoziale Begleitung und Freizeitangebote wie Fussball.
Für Mayra bedeutet das: träumen zu dürfen. Verantwortung zu übernehmen. An sich selbst zu glauben.
Denn manchmal beginnt Veränderung genau dort, wo man sie vielleicht nicht zuerst vermutet: auf einem Fussballplatz. Im Zusammenspiel mit anderen. Und mit dem Mut, die eigene Stimme zu erheben.