Somalia: mobile Teams im Einsatz gegen Hunger und Durst

5. April 2017

Verteilung von Lebensmitteln in Somalia von World Vision

Eine ältere Frau bekommt von World Vision dringend benötigte Lebensmittel.

Zwei ihrer Kinder haben es nicht geschafft. Ibado musste den 5-jährigen Sohn und die vierjährige Tochter am Strassenrand beerdigen. Die kleine Familie hatte sich aufgemacht nach Baidoa. Doch die Anstrengungen der Reise waren zu viel für die von Hunger und Durst geschwächten älteren Kinder von Ibado. Der elf Monate alte Sohn hat überlebt und wird jetzt, so wie auch seine Mutter, im Gesundheitszentrum von World Vision behandelt. Hunderte Menschen kommen jede Woche. Fast alle sind Viehnomaden oder Kleinbauern, deren Tiere gestorben sind oder deren Felder von der erbarmungslosen Dürre versengt wurden.

Seit drei Jahren hat es in weiten Teilen Somalias nicht mehr geregnet. Besonders schlimm ist die Hungerkrise in Puntland und in Zentralsomalia. Im Südwesten des Landes sind bereits hunderte Menschen verhungert. Oft sind die Menschen zu schwach, um die Zentren wie in Baidoa zu erreichen. Deshalb kommen mobile Teams von World Vision zu ihnen. 19 Dörfer werden regelmässig angefahren, teils unter schwierigen Bedingungen, denn die Infrastruktur in der Region ist alles andere als optimal. Aus Tankwagen werden die Menschen mit Trinkwasser versorgt, das mittels Tiefbohrungen gewonnen wird. Medizinische Aufbaunahrung wie die besonders reichhaltige Erdnusspaste «plumpy nut» und Grundnahrungsmittel werden an Familien verteilt.

Mit den Tanklastern kann World Vision jede Familie mit 7,5 Litern Trinkwasser pro Person und Tag versorgen – das absolute Minimum des Benötigten. Bislang konnten knapp 25 Millionen Liter Wasser an über 66‘000 Menschen verteilt werden. Doch mehr als 6 Millionen Menschen, oder mehr als der Hälfte der Bevölkerung Somalias, droht bis im Juni der Hungertod, sollten sie bis dahin nicht genügend humanitäre Hilfe erhalten. Zudem sind Hunger und Durst nicht die einzige Qual, unter der die Menschen leiden. Immer mehr Fälle von Cholera müssen behandelt werden. Ohne Behandlung ist Cholera unter diesen Umständen ein Todesurteil, vor allem für Kinder und ältere Leute. Seit Jahresbeginn haben die Vereinten Nationen knapp 8‘000 Fälle registriert, 200 Menschen sind an den Folgen der Cholera gestorben.

Diesen Beitrag teilen:



0 Kommentare Anzeigen und kommentieren

Kommentar schreiben

Ihr E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht


Das könnte Sie auch interessieren

Kontaktieren Sie uns

Kriesbachstrasse 30
8600 Dübendorf ZH

info@worldvision.ch
T +41 44 510 15 15

ZERTIFIZIERUNGEN

   

FOLGEN SIE UNS

     

 

 

 

Newsletter abonnieren

ALLGEMEINES SPENDENKONTO    Postkonto: 80-142-0   /   IBAN: CH98 0900 0000 8000 0142 0

World Vision Schweiz ist steuerbefreit und als gemeinnützige Organisation anerkannt. CHE-333.958.696