Vor zwei Wochen erschütterte ein schweres Erdbeben Venezuela und veränderte das Leben von Tausenden Familien von einem Moment auf den anderen. Mehr als 3’600 Menschen kamen ums Leben, über 16’700 wurden verletzt und fast 18’000 Menschen verloren ihr Zuhause. Viele Familien leben weiterhin in Notunterkünften oder provisorischen Unterkünften und sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Dank der grosszügigen Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender konnte World Vision sofort reagieren und den betroffenen Menschen lebenswichtige Hilfe leisten.
Bereits über 35’000 Menschen erreicht
Seit Beginn der Nothilfe hat World Vision 35’762 Menschen in den besonders stark betroffenen Regionen La Guaira, Caracas und Miranda erreicht.
Dass diese Hilfe so schnell möglich ist, hat einen wichtigen Grund: World Vision arbeitet in Katastrophengebieten bewusst mit bestehenden lokalen Strukturen zusammen. Statt neue Strukturen aufzubauen, stützen wir uns auf unsere langjährigen Partnerschaften mit lokalen Gemeinden und Organisationen. Im Katastrophenfall helfen alle mit – gemeinsam können betroffene Familien rasch identifiziert und dort unterstützt werden, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird.
In Venezuela engagieren sich dafür mehr als 2’000 Freiwillige aus dem Netzwerk Esperanza Sin Fronteras. Gemeinsam mit unseren lokalen Mitarbeitenden verteilen sie Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und Hygieneartikel. In Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm (WFP) unterstützt World Vision zudem die Versorgung betroffener Menschen mit warmen Mahlzeiten.
Kinder brauchen mehr als das Nötigste
Kinder gehören zu den verletzlichsten Betroffenen einer Katastrophe. Sie verlieren nicht nur ihr Zuhause oder ihre Schule – viele erleben Angst, Unsicherheit und den Verlust vertrauter Strukturen.
Deshalb ist Kinderschutz ein zentraler Bestandteil unserer Nothilfe. In sogenannten Child-Friendly Spaces finden Mädchen und Jungen einen geschützten Ort zum Spielen und Lernen. Gleichzeitig erhalten sie psychosoziale Unterstützung, die ihnen hilft, belastende Erlebnisse zu verarbeiten und inmitten der Krise wieder Sicherheit und Orientierung zu finden.
Die nächste Phase beginnt jetzt
Mit dem Abschluss der internationalen Such- und Rettungseinsätze rückt nun der Wiederaufbau in den Mittelpunkt. Für die betroffenen Familien beginnt damit die herausfordernde Aufgabe, ihr Leben Schritt für Schritt neu aufzubauen.
Viele Menschen leben weiterhin in Notunterkünften. Heftige Regenfälle verschärfen die Situation zusätzlich und erhöhen das Risiko von Krankheiten. Gleichzeitig wurden Zehntausende Gebäude beschädigt oder zerstört, Schulen sind betroffen und zahlreiche Familien haben ihre Existenzgrundlage verloren. Der Wiederaufbau wird viele Monate, teilweise Jahre dauern.
«Solidarität macht in Venezuela einen echten Unterschied. Dank des Einsatzes unserer Mitarbeitenden, Freiwilligen, Kirchen und Partner erreichen wir Tausende Menschen, die von dieser Katastrophe betroffen sind. Doch das Ausmass der Krise erfordert anhaltende Unterstützung. Wir setzen alles daran, dass jedes Kind und jede Familie Schutz, Hoffnung und die Chance auf einen Neuanfang erhält.»
Peter Gape, National Director, World Vision Colombia & Venezuela
Danke für Ihre Unterstützung
Bereits 35’762 Menschen konnten in den ersten zwei Wochen nach dem Erdbeben erreicht werden. Hinter dieser Zahl stehen Familien, die dringend benötigte Unterstützung erhalten haben, und Kinder, die in geschützten Räumen psychosoziale Begleitung erfahren konnten.
Dass diese Hilfe möglich ist, verdanken wir der Solidarität vieler Menschen in der Schweiz. Dafür danken wir Ihnen von Herzen.
World Vision bleibt an der Seite der betroffenen Kinder und Familien und begleitet sie auf dem Weg vom Überleben zum Wiederaufbau.
👉 Unterstützen Sie jetzt die Hilfe von World Vision in Venezuela.