Nach zwei schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 in Venezuela ist die Lage weiterhin unübersichtlich. Während in der Schweiz der Tag beginnt, verbringen die Menschen in Venezuela eine Nacht voller Angst. Viele Familien haben ihre Häuser verlassen und suchen Schutz im Freien oder in Notunterkünften, da weitere Nachbeben befürchtet werden. Das Ausmass der Schäden und die Zahl der Betroffenen werden derzeit noch erfasst.
María Andreína Pernalete, Communications Manager von World Vision Venezuela, erlebte das Erdbeben in Caracas, einer der am stärksten betroffenen Regionen:
„Ich war mit meinem zweijährigen Kind, meiner Mutter und meinem Mann zu Hause, als alles zu beben begann. Wir umarmten uns und beteten. Unser Wohnhaus wurde beschädigt – wir können nicht zurück. Jetzt finden wir Schutz in einem Kloster. Diese Nacht wird sehr lang.“
Auch Luis Colmenarez, Regional Emergency Content and Communications Specialist von World Vision beschreibt die dramatischen Momente während des Bebens:
„Mitten im Film wurde alles dunkel und die Erde begann zu beben. Menschen schrien, Kinder weinten, manche beteten. Wegen der Dunkelheit war der Notausgang kaum zu finden. Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit.“
World Vision ist seit 2019 mit Hilfsmassnahmen in Venezuela aktiv. In den bisherigen Projekten setzte die Organisation den Schwerpunkt der Hilfe auf Ernährungssicherung, Kinderschutz und Gesundheit. Besondere Sorgen bereitet nun eine mögliche Überlastung des schon zuvor angeschlagenen Gesundheitssystems im Land, das mit einer hohen Zahl von Verletzten überlastet wäre.
Aktuell hilft World Vision unter anderem bei der Versorgung mit Trinkwasser, dem Aufbau von Notunterkünften und der psychosozialen Hilfe für Kinder.
Hier gibt es weitere Infos und die Möglichkeit zu helfen!
Lisa von Zobeltitz | Corporate Communications and Public Relations | T +41 44 510 15 05 | lisa.vonzobeltitz@worldvision.ch