COVID-19 wütet in Indien und Nepal

Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe

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Ein alarmierender Anstieg der Fallzahlen und ein Gesundheitssystem vor dem Kollaps: Die zweite COVID-19-Welle hat Indien und Nepal fest im Griff. Sowohl die Infektionszahlen als auch die tragischen Todesfälle erreichen fast täglich neue Höchststände. Die Pandemie trifft auf ein ohnehin völlig überlastetes Gesundheitssystem. Den Krankenhäusern im ganzen Land gehen die Betten, die Sauerstoffvorräte und die Beatmungsgeräte aus. Ausserdem gibt es einen Mangel des dringend benötigten Impfstoffs.

                          

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Die Menschen in Indien und Nepal sind über einem Jahr nach Ausbruch der Pandemie gebeutelt von der Not im Land. Viele arbeiten als wandernde Tagelöhnerinnen und Tagelöhner oder Kleinbäuerinnen und -bauern und haben infolge der Ausgangssperren ihr Einkommen und damit ihre Lebensgrundlage verloren. Die ohnehin von Armut gefährdeten Familien sind am stärksten betroffen, viele Eltern können ihre Kinder nicht mehr richtig ernähren. Die Gewalt gegenüber Kindern nimmt zu und unzählige Mädchen und Jungen haben keinen Zugang mehr zu Schutz und Bildung. Nach Indien ist auch in Nepal die Situation eindeutig ausser Kontrolle geraten. Das Gesundheitssystem ist überfordert. Die Positiv-Rate der COVID-Tests liegt landesweit bei besorgniserregenden 50 Prozent - mehr als doppelt so hoch wie in Indien. Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe!

COVID-19: Unser Engagement für die Prävention

In enger Zusammenarbeit mit UN-Organisationen und anderen Nichtregierungsorganisationen (NGO) unterstützen wir 72 Millionen Kinder und ihre Familien sowie die Gesundheitssysteme in 70 besonders fragilen Ländern. Dank Sondergenehmigungen können wir uns fast überall bewegen und arbeiten. Schwerpunkte unserer Hilfeleistungen im Umfang von 350 Millionen US-Dollar sind: 

Prävention: Hände waschen, sauberes Wasser, Hygiene-Schulungen 
Kinderschutz: Essen, Bildung, psychologische Betreuung 
Unterstützung der Gesundheitssysteme: Schutzkleidung, Hygiene-Mittel 

Als Mitglied der Impfinitiative COVAX der Weltgesundheitsorganisation WHO engagieren wir uns für die schnelle und gerechte Verteilung der COVID-19-Impfstoffe auch an arme Länder. 

Impfinitiative COVAX

COVID-19 Situation Indien und Nepal

+ Wie sind unsere Schweizer Projektgebiete Khariar und East Kameng in Indien und Lamjung in Nepal betroffen?

Da der Fokus von World Vision derzeit auf den am meisten betroffenen Regionen ist, haben wir noch keine Informationen aus unseren Projektgebieten erhalten. Khariar und East Kameng liegen in Bundesstaaten, die bisher noch weniger stark betroffen sind.

In Lamjung in Nepal ist derzeit kein Patenkind am COVID-19 erkrankt, letztes Jahr hatte sich eines infiziert. 

+ Wie ist die aktuelle Covid-19-Situation in Indien?

Indien erlebt zurzeit eine zweite Welle mit einem alarmierenden Anstieg der Anzahl von COVID-19-Fällen. Die Infektionsrate des Landes ist seit  März erneut angestiegen, nachdem sie seit September letzten Jahres rückläufig gewesen ist. Der aktuelle Anstieg der COVID-19-Fälle ist der schlimmste, den Indien je erlebt hat. Die neuesten Todes- und Fallzahlen finden Sie auf der Webseite der WHO.

Städte oder Landeshauptstädte sind derzeit am stärksten betroffen.  Das Virus breitet sich jedoch auch in ländlichen Gebieten aus. Die Situation könnte sich in den nächsten 4 bis 6 Wochen verschlimmern. Die Regierung erhöht die Anzahl der Abriegelungen und Einschränkungen. Die Eindämmung der Pandemie hat Priorität.

Insbesondere sechs Bundesstaaten verzeichnen extrem hohe Infektionsraten - Maharashtra, Chhattisgarh, Karnataka, Uttar Pradesh, Kerala und Delhi.

+ Wie ist die aktuelle Covid-19-Situation in Nepal?

Nepal rangiert auf Platz 9 der 10 Top-Länder in Bezug auf den täglichen Anstieg der Covid-19-Fälle. Von all diesen Ländern hat Nepal die kleinste Bevölkerung, aber die höchste Fallpositivitätsrate.

Die zweite Phase der COVID-19-Bekämpfung des WV Nepal ist auf den Nationalen Bereitschafts- und Reaktionsplan der nepalesischen Regierung, die globalen Leitlinien von World Vision für COVER sowie auf die spezifischen Bedürfnisse von Kindern und den am meisten gefährdeten Gruppen in Nepal, insbesondere in den Gebietsprogrammen, abgestimmt. Es wird versucht, Ressourcen aus internen und externen Quellen zu mobilisieren, um in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten so viele Kinder und besonders gefährdete Gruppen wie möglich zu erreichen. Der Zeitrahmen für die Reaktion wird 90 Tage betragen, beginnend von Mai-Juli 2021.

+ Wie reagiert World Vision Indien auf die Krise?

World Vision arbeitet seit mehr als sechs Jahrzehnten in Indien und hat bereits auf zahlreiche humanitäre Katastrophen - natürliche und vom Menschen verursachte - reagiert, aber die zweite Welle der COVID-19-Pandemie ist eine Premiere. World Vision Indien entlastet die Regierung, indem es vor Ort die Gesundheitsversorgungssysteme an der Basis unterstützt. 

World Vision Indien hat die Gesundheitssysteme mit der Lieferung von PSA und Zubehör unterstützt und dazu beigetragen, die Verbreitung von COVID-19 unter Kindern und Familien zu verhindern. World Vision Indien prüft Unterstützung für die Grundversorgung, Informations-, Bildungs- und Kommunikationsmaterialien (IEC), Nahrungsmittel, bedingungslose Geldtransfers, PSA-Kits und Handwaschanlagen.

WV India wird Sauerstoffkonzentratoren, Kinderbetten, PSA und andere medizinische Ausrüstung beschaffen, um die Krankenhäuser zu unterstützen. Die Kosten für jedes Set (Sauerstoffkonzentratoren, Kinderbetten) liegen bei etwa 950 US$ pro Set. WV India hat 93 Krankenhäuser identifiziert und beabsichtigt, 1500-1800 Kits bereitzustellen. Krankenhäuser, die nicht genug Platz haben, um diese Kits zu installieren, erhalten eine Ad-hoc-Infrastruktur (Zelte etc.), die die stationäre Versorgung, Testzentren, Impfzentren etc. unterstützen wird.

Leben zu retten ist jetzt das wichtigste Bedürfnis. Es ist wichtig für WV India, so zu reagieren, dass die öffentlichen Gesundheitssysteme gestärkt werden.

+ Wie reagiert World Vision Nepal auf die Krise?

Nach einem massiven Anstieg der COVID-19-Fälle im Land verhängte die Regierung eine Abriegelung in 74 von 77 Distrikten und schränkte die Bewegungsfreiheit im ganzen Land ein.

Nach der Bestätigung von zwei Varianten des Coronavirus bestätigte das nepalesische Ministerium für Gesundheit und Bevölkerung am 18. Mai 2021 das Vorhandensein einer dritten und neuen Variante des Coronavirus.

+ Wie hat sich diese Pandemie auf die Programme von World Vision Indien ausgewirkt?

Die COVID-19-Pandemie ist eine Katastrophe für die öffentliche Gesundheit. Normalerweise werden unsere Gemeinden für den Katastrophenfall geschult. Doch die Pandemie ist eine völlig neue humanitäre Notlage. Die Mitarbeiter haben zusätzliche Ausbildungen, einen Kapazitätsaufbau sowie die erforderlichen persönliche Schutzausrüstungen erhalten, um die Arbeit in den Gemeinden fortzusetzen. Diese sind nun geschult und ausgerüstet, um gemeindebasierte COVID-19 Pflege- und Unterstützungsinitiativen zu leiten.

Die Massnahmen in den Gemeinden sind in die Covid-19-Maßnahmen von WV India integriert.

+ Wie wirkt sich die Pandemie auf die Programme von World Vision Nepal aus?

Im Gegensatz zur ersten Welle hat die zweite Welle direkte Auswirkungen auf Kinder mit einer höheren Infektionsrate auch unter ihnen. Kinder und Familien in den Gemeinden, die das WV Nepal betreut, tragen weiterhin Covid-19-bedingte Risiken, sowohl in wirtschaftlicher, sozialer, physischer als auch psychischer Hinsicht.

Wie schon im Jahr 2020 haben Einkommensrückgänge direkte Auswirkungen auf den Zugang zu Nahrungsmitteln und richtiger Ernährung und könnten zu negativen Bewältigungsstrategien führen, wenn keine zusätzliche Unterstützung bereitgestellt wird. Etwa 3 000 000 Arbeiter sind aufgrund der von der Regierung erlassenen Verbotsverfügungen zur Kontrolle der Covid-19-Infektion landesweit arbeitslos geworden.

+ Warum ist es wichtig, dass WorldVision Indien und Nepal jetzt unterstützt?

Der rapide Anstieg der COVID-19-Fälle lähmt die ohnehin schon überlasteten Gesundheitssysteme beider Länder. Den Krankenhäusernin Indien und Nepal gehen die Betten, die Sauerstoffvorräte auf den Intensivstationen sowie die Beatmungsgeräte aus. Viele schwerkranke Patienten haben keinen Zugang zu einer Behandlung.

Die weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern ist eine Herausforderung. Das Coronavirus wird die grössten Auswirkungen auf die am stärksten gefährdeten Gemeinschaften haben. Diese Gruppierungen haben oft keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, Isolierung und Schutzmaßnahmen wie Desinfektionsmittel, Handschuhe, Masken und Seife. Wasser ist für diese Menschen ein Luxusgut.

+ Wie wirkt sich die Krise auf gefährdete Kinder in Indien und Nepal aus?

Kinder werden bei Pandemien oft vernachlässigt. Die zweite Infektionswelle hat einen rasanten Anstieg der Infektionen bei Kindern aller Altersgruppen gezeigt, da sich die Krankheit innerhalb der Familien schnell verbreitet. Die grösste Herausforderung ist es, eine Konsultation bei einem Kinderarzt zu bekommen, besonders in Unterbezirken und ländlichen Gebieten, wo die Ärzte rar und überfordert sind. Wenn die Eltern krank werden oder die Lebensgrundlage verlieren, dann werden die Kinder Hunger leiden, die Schule abbrechen und eine Verschlechterung der Schutzsituation spüren. Möglicherweise benötigen sie dann psychosoziale Unterstützung.

+ Was sind die langfristigen Pläne?

Die COVID-19-Massnahmen von World Vision Indien konzentrieren sich auf Präventionsmassnahmen, auf Stärkung von Gesundheitseinrichtungen und auf die sektorübergreifende Unterstützung bzw. die Förderung des Lebensunterhalts (in einer späteren Phase). In jeder Gemeinde, in der wir arbeiten, beobachten die Mitarbeiter und Freiwilligen von World Vision Indien die Situation  und reagieren auf die sich ändernden Bedürfnisse. Wir behalten die Lebensgrundlagen, der am meisten gefährdeten Menschen, im Auge. Je nach Entwicklung der Situation werden entsprechende Massnahmen ergriffen.

Wir brauchen dringend Ihre Hilfe, um unsere Hygienemassnahmen auszuweiten, medizinisches Material zur Verfügung zu stellen und die Mitarbeitenden der Gesundheitssysteme mit kompletter Schutzausrüstung zu unterstützen. 

88

Ermöglicht 3 Pflegepersonen Schutz vor Ansteckung.

191

finanziert 4 Spitalbetten mit Ausstattung.

343

Verhilft einer schwer erkrankten Person zu überleben.

Freier Betrag

Prävention

Wir informieren sachlich und kindergerecht über die Gefahren von COVID-19, stellen sauberes Wasser, Seife und Waschstationen zur Verfügung und intensivieren unsere Hygiene-Schulungen.

 

Kinderschutz

Wir besuchen die Familien, schützen Kinder vor Gewalt, informieren über COVID-19, helfen ihnen mit ihren Ängsten umzugehen, versorgen sie mit gesunder Nahrung und stellen Bildungsangebote sicher, wenn der Schulbetrieb ausfällt.

Unterstützung der Gesundheitssysteme

Freiwillige und Mitarbeitende der Gesundheitssysteme erhalten von uns Hygieneartikel, Schutzkleidung und einfaches medizinisches Material, um mit den vorhandenen Mitteln effiziente Hilfe zu leisten.

Was passiert, wenn sich mein Patenkind in einer von COVID-19 betroffenen Gemeinde befindet?

 

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Fragen und Antworten

+ Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Helfer dieses Virus nicht verbreiten oder es sogar in die Flüchtlingslager bringen?

  • Die meisten unserer Mitarbeitenden leben vor Ort und sind in ihren eigenen Wohngemeinden im Einsatz. Wir nehmen die Gesundheit unserer Mitarbeitenden genauso ernst wie die der lokalen Bevölkerung.
  • Wir schulen unser Personal entsprechend, damit sie selbst gesund bleiben und sich sicher um andere kümmern können.

+ Wieviel Geld werden Sie für die Nothilfe aufwenden?

  • Wir rechnen derzeit mit 350 Millionen Dollar, die wir für unsere Massnahmen während 18 Monaten benötigen. 100 Millionen Dollar stehen bereits fix aus bestehenden Projekten bereit, wir wollen aber weitere 250 Millionen Dollar aufbringen, um insgesamt 72 Millionen Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen.
  • Weil die COVID-19-Pandemie fast jedes Land der Erde betrifft, reagiert World Vision entsprechend und stellt einen Teil der Patenschaftsbeiträge zum Schutz der Kinder und ihrer Gemeinden vor den potenziell verheerenden Auswirkungen des Virus bereit.
  • Wir werden uns zudem um Zuschüsse von Regierungen und internationalen Organisationen bemühen.
  • Und wir wenden uns an die Öffentlichkeit und bitten sie um ihre Hilfe, damit die gefährdeten Kinder und ihren Familien überleben und sich von dieser Krise erholen können.

+ Wie wirkt sich diese Krise auf Ihre Arbeit aus?

  • Die Situation verändert sich nach wie vor sehr schnell und wir sind besorgt über die langfristigen Auswirkungen auf Kinder. Wir müssen uns jeden Tag neu ausrichten und anpassen.
  • Zu den Auswirkungen, die wir bereits jetzt sehen, gehören die Einstellung eines Teils unserer Geld- und Lebensmittelverteilungsprogramme und abgesagte Schulungs- und Trainingsprogramme.
  • Je nachdem wie gut die Menschen hier mit dieser Krise zurechtkommen und, weil wir nicht mehr in der Lage sind, mit potenziellen Spendern von Angesicht zu Angesicht in Kontakt zu treten, erleben wir zwangsläufig einen Rückgang des Spendenaufkommens.
  • Aber unsere Unterstützer haben den Kindern, Familien und Gemeinschaften 70 Jahre lang beigestanden und wir glauben, dass sie dies auch in dieser Krise tun werden. Unsere Fähigkeit Kindern aus der Armut zu helfen und sich ein eigenständiges Leben aufzubauen hängt von Unterstützern und Spendern auf der ganzen Welt ab – und wir bitten sie dringend, das zu geben, was sie können.

+ Sind irgendwelche Patenkinder vom Coronavirus betroffen?

  • Das Virus tritt an Orten auf, an denen World Vision bereits Entwicklungsprojekte durchführt, und einige Kinder zeigen Symptome des Virus. Die Sicherheit und das Wohlergehen der gefährdeten Kinder hat für uns höchste Priorität.
  • Wenn ein Kind ernsthaft am Coronavirus oder an einer anderen Krankheit erkrankt und auch damit einverstanden ist, dass wir dies an die Patinnen und Paten berichten, werden wir uns mit entsprechenden Informationen an die Sponsoren wenden, sobald dies operativ möglich ist.

+ Ist MEIN Patenkind betroffen?

Nein. Nach heutigem Wissensstand (11. Mai 2020), sind keine Kinder in von Schweizerinnen und Schweizern finanzierten Projekten betroffen.

+ Können Ihre Mitarbeitenden vor Ort arbeiten und die Hilfsgüter verteilen? /Warum fordern Sie, dass sich Ihr Personal frei bewegen kann

  • Die Restriktionen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 stellt unsere Fähigkeit, auf Menschen in Not zu reagieren, vor grosse Herausforderungen. An einigen Orten haben Ausgangssperren und Grenzschliessungen dazu geführt, dass lebensrettende Nahrungsmittelhilfen, Bargeld und Programme zur Grundversorgung, von denen das Überleben der Kinder und ihre Familien abhängt, massenhaft ausgesetzt wurden.
  • Wir fordern die Regierungen auf, Mitarbeiter von NGOs in die Kategorie der unentbehrlichen Arbeitskräfte aufzunehmen, damit wir bei der Durchführung von COVID-19-Gesundheitseinsätzen und anderen laufenden lebensrettenden Massnahmen helfen können. Wir brauchen diese Genehmigungen für alle Massnahmen, die im Rahmen unserer humanitären Einsätze notwendig sind, einschliesslich der Reise- und Bewegungsfreiheit. Damit humanitäre Helfer diejenigen, die am stärksten von den verheerenden Auswirkungen dieser Pandemie bedroht sind, auch erreichen.
  • Wo es angebracht und möglich ist, fordern wir die Regierungen auf, Helfer als unverzichtbares Personal anzuerkennen und die Reisebeschränkungen entsprechend aufzuheben, um sicherzustellen, dass sie sicheren Zugang zu den Bedürftigsten haben.

+ Warum für Menschen im Ausland spenden, wenn wir hier in der Schweiz selbst so viele Probleme haben?

  • Die Gesundheitsversorgung ist in den meisten Ländern deutlich schlechter als in der CH, die Menschen können gar nicht oder nur unzureichend versorgt werden so dass die Folgen von Unfällen und Krankheiten oftmals verheerende Auswirkungen haben.
  • Der Gesundheitszustand der Armen oder der Flüchtlinge ist vielfach sehr viel schlechter, so dass voraussichtlich viel mehr Menschen (auch jüngere) an dem Virus sterben werden.
  • Wenn wir es nicht schaffen, das Virus in Afrika, Lateinamerika etc. einzudämmen, dann wird es auch massive Auswirkungen auf Europa und den Rest der Welt haben. Die Pandemie kann NUR global bekämpft werden.
  • Gerade jetzt ist Solidarität mit den Schwächsten nötig. Denn gerade sie werden durch diese Pandemie noch mehr geschwächt.

+ Aber das Corona Virus ist doch gar nicht gefährlich für Kinder, oder?

  • Doch, wenn die Kinder gesundheitlich geschwächt sind (durch harte physische Arbeit, Mangelernährung, Stress etc)
  • Doch, wenn die Eltern oder Grosseltern sterben, sind die Kinder allein
  • Psychologische Belastungen durch Angst und Tod
  • Fehlende Betreuung - schlechte Ernährung – Krankheit – schlechte/ keine Versorgung

+ Spenden? Damit sich die korrupten Politiker in diesen Ländern einmal mehr bereichern?

Unsere Spendengelder gehen nicht an Dritte und von daher kann auch kein Geld an Politiker oder andere Machthaber gelangen. Wir haben unsere eigene Infrastruktur mit eigenem Personal und verwenden das Geld für Sachleistungen, also Infrastruktur, Personal oder Güter. Es wird niemandem Geld ausbezahlt.
Die Korruption ist in der Tat ein grosses Problem und darf nicht zur Selbstverständlichkeit werden. In unseren Projekten lernen die Menschen daher nicht nur wie sie sich selbst helfen, sondern auch wie sie miteinander arbeiten und fair und ohne Betrug und Korruption Geschäfte miteinander machen können.  

+ Die Menschen sind selbst schuld. Jegliches wirtschaftliche Wachstum wird vom Bevölkerungswachstum wieder aufgefressen. Wenn sie weniger Kinder bekommen würden, ginge es allen besser und sie müssten nicht fliehen. Ich spende nur für Verhütungsmassnahmen.

Bevölkerungswachstum ist in vielen Ländern ein Problem, weil viele Eltern ihre Kinder nicht ausreichend ernähren und versorgen können. Dessen sind sich auch viele Regierungen (z.B. die von Ägypten) bewusst und versuchen das Bevölkerungswachstum einzudämmen. Die Frage ist nun aber: Was ist die beste Methode, Menschen dazu bewegen, nur so viele Kinder zu bekommen, wie sie auch ernähren/versorgen können? Wir sind davon überzeugt, dass unser Ansatz am besten geeignet ist. Das heisst:

  • Verhinderung von Frühverheiratung
  • Bildung und Gleichberechtigung
  • Familienplanung
  • Hilfe bei der Einkommenssicherung

Die ägyptische Regierung hat erst kürzlich versucht, mit einer Kommunikationskampagne ihre Bewohner dazu zu bewegen, weniger Kinder zu bekommen. Das Ergebnis war, dass die Geburtenrate gestiegen ist weil die Menschen sich nicht von der Politik vorschreiben lassen wollen, wie viele Kinder sie haben dürfen.
Unser Ansatz, für Mädchen gleiche Rechte wie für Jungen und insbesondere auch Bildung einzufordern und durchzusetzen, ist wesentlich erfolgversprechender.
 

+ Was genau wird mit der COVID-19-Response in unseren Projekten gemacht?

Diese beiden Dokumente geben euch den besten Einblick in den aktuellen Stand der weltweiten World Vision Covid-19 Response.

COVID-19 Emergency Response

COVID-19 Response Plan

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