Ihre Patenschaft in der Coronakrise
 

COVID-19 betrifft uns alle. Sicher sorgen auch Sie sich um die Situation in dem von Ihnen unterstützten Projekt. Wir haben für Sie auf dieser Seite die wichtigsten Fragen und aktuelle Informationen aus unseren Projektändern zusammengefasst.

Ist mein Patenkind betroffen?

Nach aktuellem Stand sind uns keine Fälle von COVID-19-Erkrankungen bei Patenkindern oder ihren Familien bekannt. Falls sich daran etwas ändert, informieren wir Sie schnellstmöglich. 

Damit unsere Arbeit vor Ort weitergehen kann und die Gesundheit der Kinder gewährleistet bleibt, benötigen wir gerade jetzt weiterhin Ihre Unterstützung. Mit einer Kinderpatenschaft fördern Sie langfristig die Gesundheitsversorgung.

Zu unseren Aktivitäten gehören Massnahmen zur Vorsorge sowie zur Eindämmung des Virus. Dabei greifen wir auf unsere jahrelange, umfassende Erfahrung zurück, die wir z.B. durch die Bekämpfung von Ebola oder Zika haben. 

Fragen und Antworten zur COVID-19-Situation

Was passiert, wenn sich mein Patenkind in einer von COVID-19 betroffenen Gemeinde befindet?

Mitarbeitende und Freiwillige von World Vision überwachen die Corona-Virus-Situation genau und passen die Programme laufend an die sich ändernden Bedürfnisse an. Für die 54 Länder, in denen Patenkinder leben, gibt es je nach aktueller Lage drei verschiedene Szenarien:

  1. Unsere Patenschaftsprogramme funktionieren wie gewohnt. Zusätzlich bereiten wir uns intensiv auf die Ausbreitung des Virus vor und/oder reagieren aktiv. Wir konzentrieren uns darauf, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und seine Auswirkungen abzuschwächen. Wir arbeiten auch mit Gesundheitsbehörden zusammen, um unseren Community-Partnern aktuelle, genaue und offizielle Informationen über das Corona-Virus zu übermitteln.
     
  2. Unsere Patenschaftsprogramme laufen, jedoch mit einigen Einschränkungen. Wir haben einige unserer weniger zeitkritischen Arbeiten unterbrochen, um den engen Kontakt zwischen Kindern und anderen Menschen zu begrenzen. Alle anderen Arbeiten werden jedoch fortgesetzt.
     
  3. Unsere Patenschaftsprogramme werden ausgesetzt und es wird ein Notfallplan durchgeführt. Mitarbeitende und Freiwillige konzentrieren sich darauf, die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. Dazu gehört die Verhinderung von sozialer Isolation oder Stigmatisierung der Kindern während der Quarantäne oder auch die Unterstützung beim Lernen zu Hause, indem wir Schulmaterialien und -aktivitäten bereitstellen, wenn Schulen geschlossen sind.

+ Was passiert, wenn mein Patenkind an COVID-19 erkrankt?

Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder, haben für uns höchste Priorität. Wenn Ihr Patenkind aufgrund eines Corona-Virus oder einer anderen Krankheit schwer krank wird, werden wir Sie entsprechend informieren, sobald dies betrieblich möglich ist.

+ Was passiert, wenn mein Patenkind aufgrund von COVID-19 einen Elternteil oder einen Betreuer verliert?

Wir wissen aus unseren Erfahrungen in der Ebola-Krise und anderen Krankheitsausbrüchen, dass die sekundären Auswirkungen des Corona-Virus für in Armut lebende Kinder verheerend sein können, insbesondere der Verlust eines Elternteils oder einer nahestehenden Kontaktperson. Wenn Ihr Patenkind einen Elternteil oder Betreuer – aus welchem Grund auch immer - verliert, werden wir Sie entsprechend informieren, sobald dies betrieblich möglich ist.

+ Kann ich meinem Patenkind noch einen Brief schreiben?

Ja. Wir fänden es sogar schön, wenn Sie es machen!
In solch unsicheren Zeiten könnte Ihr Patenkind oder seine Familie Angst, Isolation oder Unsicherheit ausgesetzt sein und davon profitieren, wenn sie wissen, dass Sie an sie denken und/oder für sie beten. In fast allen Ländern sind Postdienste noch in Betrieb, und die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass das Corona-Virus durch Briefe nicht übertragen wird. In betroffenen Gebieten kann es jedoch länger dauern, bis Ihr Brief zugestellt wird. Sie können jedoch sicher sein, dass wir diesen Service so gut es geht aufrechterhalten. Wenn für Länder, in denen wir arbeiten, internationale Postbeschränkungen gelten, werden wir darüber informieren.

+ Wenn Sie gerade einen Brief an Ihr Patenkind geschrieben haben, erhalten Sie eine Antwort?

Ja. Wenn sich Ihr Patenkind nicht in einem von COVID-19 betroffenen Gebiet befindet, erhalten Sie innerhalb des üblichen Zeitraums eine Antwort von ihm. Wenn sich Ihr Patenkind jedoch in einem betroffenen Gebiet befindet, kann es länger als gewöhnlich dauern, bis Sie eine Antwort erhalten. Dies liegt eventuell daran, dass unsere Bewegungsmöglichkeiten von den Gesundheitsbehörden beschränkt werden. Wenn für Länder, in denen wir arbeiten, internationale Postbeschränkungen gelten, werden wir darüber informieren.

+ Kann ich meinem Patenkind trotzdem ein Geschenk schicken?

Ja. In Gemeinden, in denen unsere Patenschaftsprogramme wie gewohnt ablaufen, werden Geschenke auch wie gewohnt an Kinder und Gemeinden geliefert. In vom Virus betroffenen Gemeinden kann der Prozess etwas länger dauern als gewöhnlich, da wir der Sicherheit von Kindern und ihren Familien Priorität einräumen. Und wenn dies betrieblich möglich ist, erhalten Sie einen Brief und ein Foto, um die Wirkung Ihres Geschenks zu zeigen!

+ Erhalte ich weiterhin einen jährlichen Fortschrittsbericht von meinem Patenkind?

Zu diesem Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass Sie den jährlichen Fortschrittsbericht sowie ein aktuelles Foto Ihres Patenkindes erhalten werden. Aufgrund des dynamischen Charakters dieser Pandemie und weil unsere Priorität immer die Sicherheit der Kinder, ihrer Familien sowie unserer Mitarbeitenden und Freiwilligen ist, kann es jedoch zu Verzögerungen oder Schwierigkeiten im Versand kommen. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

+ Erhalte ich weiterhin Fotos und Videos von meinem Patenkind?

Wie bei den Fortschrittsberichten kann es auch hier je nach Situation vor Ort zu Verzögerungen beim Empfang von Foto- und Video-Updates von ihrem Patenkind und der Kindergemeinschaft kommen. In diesem Fall bitten wir Sie um Geduld und halten Sie auf dem Laufenden, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

Aufgrund der Ausnahmesituation können wir einige unserer Aktivitäten wie Geburtstagsaktionen und Besuche vor Ort nicht wie gewohnt aufrechterhalten. Auch Briefe und Pakete können betroffen sein. Bitte nutzen Sie Ihr Patenportal myWorldVision, um Ihrem Patenkind eine Nachricht zukommen zu lassen.
Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen vor Ort stellen wir uns auf die aktuelle Situation ein und führen Massnahmen durch, um die Kinder und ihre Familien zu schützen. In engem Austausch mit Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitssektor müssen wir die Situation in den betroffenen Regionen regelmässig neu bewerten, um sowohl die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die der Familien zu gewährleisten. 

Aktuelle Informationen zum Coronavirus aus unseren Projektländern

Afrika

7. Oktober 2020

+ Mali

Mali bestätigte am 24. März seinen ersten COVID-19-Fall. Bis jetzt gab es über 3'180 bestätigte Fälle. Die Regierung führte im März Lockdown-Massnahmen ein, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, darunter die Schliessung von Grenzen, Märkten, Bars, Universitäten und Schulen, das Verbot öffentlicher Versammlungen und die Verhängung einer landesweiten Ausgangssperre. Die meisten Beschränkungen wurden im April gelockert und die Schulen werden im Herbst wieder geöffnet. Angesichts der grossen Zahl von Vertriebenen und der Tatsache, dass viele von ihnen keinen Zugang zu grundlegender Gesundheits- und Wasserversorgung haben, sind viele Menschen in hohem Masse durch die Sekundärfolgen von COVID-19 betroffen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, indem wir Mitarbeitende, freiwillige Helfer aus der Gemeinde, Gemeindeausschüsse, christliche und muslimische Glaubensführer und Patenkinder schulen, damit sie Präventionsinformationen an lokale Gemeinden weitergeben können. Wir verbreiten Präventionsbotschaften über Radio, installieren Wasserstellen in den Gemeinden, damit sich die Menschen die Hände waschen können, bringen den Menschen bei, wie man Seife herstellt und verteilen Handwaschsets. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitspersonal im Umgang mit COVID-19 schulen und Gesundheitseinrichtungen mit Hygiene-Kits, Isolierzelten und Treibstoff für Krankenwagen ausstatten. Wir verringern auch die Auswirkungen der Krise auf gefährdete Familien, indem wir Bargeld verteilen, psychosoziale Unterstützung für Kinder ermöglichen und Glaubensführer zur psychologischen Unterstützung von Gemeinden mobilisieren. Und wir setzen uns für eine stärkere staatliche Kinderschutzpolitik ein.

In Mali kann unsere Projektarbeit derzeit ohne Einschränkungen fortgeführt werden.

+ Mauretanien

Am 13. März wurde der erste COVID-19-Fall in Mauretanien bestätigt. In der Zwischenzeit wurden über 7'500 Fälle bestätigt. Die Regierung schloss im März alle Land- und Flussgrenzen und Flughäfen, Schulen, Universitäten, Restaurants, Märkte und Kirchen, verbot alle öffentlichen Versammlungen und verhängte eine Ausgangssperre von 18.00 Uhr bis 08.00 Uhr täglich. Die Beschränkungen wurden grösstenteils aufgehoben und die Schulen im Juli wiedereröffnet, obwohl die Menschen in der Öffentlichkeit weiterhin Gesichtsmasken tragen müssen. COVID-19 verschärft eine bereits kritische humanitäre Situation, vor allem in ländlichen Gebieten, die durch die ausbleibenden Regenfälle im vergangenen Jahr entstanden ist. World Vision arbeitet daran, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, indem wir Präventionsbotschaften über Fernsehen, Radio, SMS und mit gedrucktem Material verbreiten, indem wir Glaubensführer und kommunale Führungspersönlichkeiten zur Förderung von Präventionsbotschaften ausbilden. Wir stärken auch die Gesundheitssysteme, indem wir persönliche Schutzausrüstung wie Masken und Handschuhe verteilen, Hygienesets und Handwascheinrichtungen in Gesundheitszentren bereitstellen und Sanitärbedarf und -ausrüstung für das Gesundheitsministerium finanzieren. Wir unterstützen Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir Geldtransfers und Nahrungsergänzungsmittel für ihre Familien ermöglichen und Schulmaterial für Kinder bereitstellen. Und wir setzen uns für die Rechte und den Schutz der Kinder während der Krise ein. Mit diesen Hilfsmassnahemen will World Vision 1, 25 Millionen Menschen in Mauretanien erreichen.

In Mauretanien kann unsere Projektarbeit derzeit nur mit gewissen Restriktionen fortgeführt werden.

+ Mosambik

In Mosambik wurden Ende März die ersten COVID-19-Fälle bestätigt. Bis dato wurden 9'190 Fälle bestätigt. Als Reaktion darauf schloss die Regierung alle Schulen, beschränkte Versammlungen auf weniger als 50 Personen, schloss die Grenzen und stoppte die meisten internationalen Flüge. Es gilt immer noch der Ausnahmezustand und öffentliche Versammlungen bleiben verboten. Universitäten und Kirchen sind seit August wieder geöffnet, die Schulen seit Oktober. Das Gesundheitssystem steht unter Druck, und die öffentlichen Krankenhäuser versorgen bisher nur Notfälle, Schwangere und chronisch Kranke. Ziel von World Vision ist es, mit unserer Hilfsaktion 700'000 Menschen direkt zu erreichen, darunter 400'000 Kinder, und 15 Millionen Menschen indirekt. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, indem wir Präventionsbotschaften im Radio, durch gedrucktes Material und durch die Ausbildung von Glaubensführern verbreiten, indem wir die Haushalte mit Seife und Desinfektionsmitteln versorgen und indem wir die Haushalte mit sauberem Wasser und Materialien zum Bau von Handwaschanlagen versorgen. Wir haben Schulungen für den Rat der Religionen von Mosambik durchgeführt, und der Rat hat seinerseits Schulungsveranstaltungen für 300 Glaubensführer in anderen Provinzen durchgeführt. Wir stärken die Gesundheitssysteme, indem wir Gemeindegesundheitspersonal in der Prävention von COVID-19 und im Kinderschutz schulen, Gesundheitspersonal mit persönlicher Schutzausrüstung wie Handschuhen und Masken ausstatten, Wasserspeicher, Handwasch- und Toilettenanlagen in Gesundheitseinrichtungen und Isolierstationen installieren und Hygienesets für Menschen in Isolation bereitstellen. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir Schulen bei der Verteilung von Lernmaterialien und der Entwicklung von Lernprogrammen für das Gemeinschaftsradio unterstützen, Lebensmittel, Bargeld und Gutscheine an die am stärksten gefährdeten Familien verteilen und die Haushalte mit Saatgut, Vieh und anderen einkommensschaffenden Geräten und Schulungen versorgen. Und wir setzen uns dafür ein, den Kinderschutz während der gesamten Reaktion der Regierung auf COVID-19 zu stärken.

Zurzeit ist die Projektarbeit in Mosambik nur mit starken Einschränkungen möglich.

+ Niger

Niger hat über 1'200 bestätigte COVID-19-Fälle. Im März verbot die Regierung alle öffentlichen Versammlungen, schloss Schulen und Gebetsstätten, führte eine tägliche Sperre von 19.00 Uhr bis 06.00 Uhr ein und beschränkte die Reisemöglichkeiten in das Land und innerhalb des Landes, obwohl Schulen und Gebetsstätten bereits im Juni wieder geöffnet wurden. Mit mehr als 450'000 Binnenvertriebenen und einem hohen Grad an Ernährungsunsicherheit in Niger stellt COVID-19 für viele Menschen ein grosses Risiko dar. World Vision will mit der Hilfsaktion 2,8 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Kinder, erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, indem wir Gesundheitspersonal in den Gemeinden ausbilden, Präventionsbotschaften über Glaubensführer, gedrucktes Material und Fernsehsendungen weitergeben, Hygienesets, einschliesslich Seife und Eimer sowie persönliche Schutzausrüstung wie Gesichtsmasken an gefährdete Haushalte verteilen und Wasserversorgungssysteme in den Gemeinden bauen oder reparieren, um das Händewaschen zu ermöglichen. Wir stärken die Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitsarbeiter in den Gemeinden in der Kontaktverfolgung und Überweisung von Kontaktpersonen ausbilden, Treibstoff für Krankenwagen liefern und medizinische Hilfsgüter für isolierte Gebiete und Gesundheitseinrichtungen bereitstellen. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir sie mit Lernaktivitäten unterstützen, Gemeindeleiter und Glaubensführer im Bereich Kinderschutz und psychosoziale Unterstützung schulen und die am stärksten gefährdeten Haushalte mit Nahrungsmitteln, Bargeld und einkommensschaffender Hilfe versorgen. Und wir setzen uns gemeinsam mit unseren Partnern dafür ein, dass die Regierung während der Krise Massnahmen zur sozialen Grundversorgung und zum Schutz gefährdeter Menschen ergreift.

Die Projektarbeit in Niger ist zurzeit nur mit erheblichen Einschränkungen möglich.

+ Simbabwe

In Simbabwe gibt es mehr als 7'800 bestätigte COVID-19-Fälle. Als Reaktion auf die COVID-19-Krise verhängte die Regierung Ende März eine landesweite Abriegelung, die Ende Juli verlängert wurde, dazu zählen eine nächtliche Ausgangssperre und das Verbot öffentlicher Versammlungen. Ziel von World Vision ist es, 3,2 Millionen Menschen, darunter 330'000 Kinder und 69'000 Patenkinder, mit der Hilfsaktion zu erreichen. Wir arbeiten daran, die Ernährungssicherheit zu verbessern, indem wir Nahrungsmittel und Bargeld an Menschen in Gebieten verteilen, die von der Dürre betroffen sind, und stellen gleichzeitig Informationen über COVID-19 und Kinderschutz bereit.  Darüber hinaus geben wir Informationen über COVID-19 und den Kinderschutz per SMS, Radio und gedrucktes Material an Eltern, Lehrer und andere Gemeindemitglieder weiter. Darüber hinaus haben wir mehr als 1'400 Glaubensführer geschult, damit sie in ihren Gemeinden Informationen über COVID-19 weitergeben und über WhatsApp-Gruppen weiterverbreiten. Wir schulen diese Glaubenspartner auch in der Überwachung von Berichten über häusliche Gewalt und bieten Beratung zum Schutz von Kindern und anderen gefährdeten Menschen an. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir dem Gesundheitspersonal Leitfäden zu Infektion, Prävention und Kontrolle zur Verfügung stellen, die Reaktionskoordination auf nationaler, provinzieller und Distrikt-Ebene unterstützen, Gesundheitseinrichtungen mit Seife und Desinfektionsmitteln ausstatten und das Gesundheitsministerium mit persönlicher Schutzausrüstung und Testkits versorgen. Wir installieren auch saubere Wasserquellen und sanitäre Einrichtungen in Schulen und Gesundheitszentren. Und wir setzen uns dafür ein, dass starke Kinderschutzmassnahmen in die nationale COVID-19-Hilfsaktion aufgenommen werden.

In Simbabwe ist die Projektarbeit zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

+ Tansania

In Tansania gibt es mehr als 500 bestätigte COVID-19-Fälle. Die Regierung schloss im März alle Schulen und Universitäten und schränkte öffentliche Versammlungen und internationale Reisen ein. Im Mai wurden die Beschränkungen gelockert, und im Juni wurden Schulen und Universitäten wieder vollständig geöffnet. World Vision will mit der Hilfsaktion mehr als 12,6 Millionen Menschen, darunter 5,5 Millionen Kinder, erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir Glaubensführer ausbilden, damit sie ihre Gemeinden für den Kinderschutz und wichtige COVID-19-Schutzmassnahmen sensibilisieren, und indem wir freiwillige Helfer der Gemeinden mit Desinfektionsmitteln, Masken, Handschuhen, Informationen über COVID-19 und Kinderschutzschulungen unterstützen. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitshelfer im Umgang mit COVID-19 schulen, beim Transport von Gesundheitshelfern und bei der Untersuchung von Proben helfen, Gesundheitshelfer, Gesundheitseinrichtungen und Isolations-/Quarantänestätten mit medizinischer Ausrüstung und Material versorgen und uns bei der Regierung für stärkere Sozialdienste, Kinderschutz und geschlechtsspezifische Gewaltprävention einsetzen. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir Lehrer und lokale Gemeindeleiter in psychischer Gesundheit und psychologischer Unterstützung schulen, bei der Verteilung von Lernmaterialien des Tansanischen Bildungsinstituts in entlegenen Gebieten und für Kinder mit Behinderungen helfen, Nahrungsmittel und Bargeld für gefährdete Haushalte bereitstellen, Kinder in der Schule mit Mahlzeiten versorgen und Haushalte mit Ressourcen zur Einkommenserzielung wie Saatgut, Hühnern und Werkzeug ausstatten.

Die Projektarbeit in Tansania ist zum grössten Teil wieder uneingeschränkt möglich, nur in wenigen Projekten gibt es noch starke Einschränkungen.

Asien

7. Oktober 2020

+ Bangladesch

Bangladesch hat 370'100 bestätigte COVID-19-Fälle. Die Regierung verhängte im März eine landesweite Schliessung, schränkte die Bewegungsfreiheit der Menschen ein, schloss Schulen, Märkte und Geschäfte, verbot öffentliche Versammlungen und verhängte eine nächtliche Ausgangssperre. Die Beschränkungen wurden bis August verlängert und machen es sehr schwierig, in den Gemeinden, die am 20. Mai vom Zyklon Amphan heimgesucht wurden, dringend benötigte Hilfe zu leisten. Die Ausgangssperre und regionale Reisebeschränkungen wurden aufgehoben, aber die Maskenpflicht und andere Einschränkungen sind immer noch in Kraft. Ziel von World Vision ist es, 3,25 Millionen Menschen mit der Hilfsaktion zu erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen, indem wir Präventionsbotschaften über die soziale Medien, via SMS, gedrucktes Material, Radio und Fernsehen verbreiten. Wir arbeiten mit Frauengruppen, Glaubensführern und freiwilligen Helfern in den Gemeinden zusammen, die ihre Gemeinden informieren, und richteten ein gebührenfreies Informationstelefon ein. World Vision unterstützt mit Handwaschutensilien und Hygienesets, mit Seife und Eimern für gefährdete Familien, Wasserzugängen und sanitären Einrichtungen. Wir stärken auch die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitspersonal mit persönlicher Schutzausrüstung wie Masken, Handschuhen und Hygieneartikeln ausstatten und bei der Koordinierung der Hilfsaktion auf nationaler, Distrikt- und Unterdistriktebene helfen. Wir unterstützen Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, durch die Verteilung von Nahrungsmitteln und Bargeld an ihre Familien und in weiteren Belangen.  

Die Projektarbeit in Bangladesch ist zurzeit nur mit einigen Einschränkungen möglich.

+ Indien

In Indien gibt es mehr als 6,7 Millionen bestätigte COVID-19-Fälle. Die Regierung verhängte am 24. März eine 40-tägige landesweite Abriegelung ein. Im April stieg die Arbeitslosigkeit innerhalb eines Monats um fast 19 Prozent auf 26 Prozent. Die Restriktionen wurden ausgeweitet, einige aber seit Anfang August wieder gelockert. Auch die Schulen sind ab Oktober wieder offen. Zehntausende von Menschen in Ostindien sind auch vom Zyklon Amphan betroffen, der die Region am 20. Mai heimsuchte und die Herausforderungen der COVID-19-Krise noch verschärfte. Ziel von World Vision ist es, mit der COVID-19-Hilfsaktion mehr als 3,5 Millionen Menschen zu erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen, indem wir Präventionsbotschaften über gedrucktes Material, digitale Kanäle, Radio und unsere Glaubensführernetzwerke verbreiten, die am stärksten gefährdeten Familien mit Hygieneartikeln wie Seife versorgen und eine kommunale Wasser- und Abwasserinfrastruktur aufbauen und unterhalten. Wir unterstützen die lokalen Gesundheitssysteme durch die Ausbildung von Gesundheitspersonal in den Gemeinden und die Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstung für Gesundheitseinrichtungen. Gefährdete Familien unterstützen wir mit Bargeld, Gutscheinen und Nahrungsmitteln. Wir unterstützen Familien beim Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen. Wir arbeiten mit anderen Organisationen zusammen und machen uns auch unter diesen erschwerten Umständen für die Rechte der Kinder stark. 

Ein Grossteil unserer Projektarbeit in Indien ist nur mit Einschränkungen möglich.

+ Mongolei

In der Mongolei gibt es 314 bestätigte Fälle von COVID-19. Im Januar beschränkte die Regierung die Einreise von Reisenden über internationale Häfen und zwischen Provinzen, schloss Schulen und verbot Kindern den Zugang zu öffentlichen Plätzen. Diese Massnahmen wurden bis September verlängert. Zwar bleiben die Grenzen für Ausländer weiter geschlossen, die meisten Restriktionen wurden jedoch inzwischen wieder gelockert und die Schulen sind seit September wieder offen. World Vision will mit der Hilfsaktion 93'000 Kinder und 38'000 Erwachsene sowie eine Million Menschen mit Informationen erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir Präventionsbotschaften in Form von Comics, Zeichentrickfilmen und Demonstrationsvideos zum Händewaschen verbreiten, bei der Sanierung von Schulen, Kindergärten und Schlafsälen helfen, Grenzinspektoren und staatliches Gesundheitspersonal mit persönlicher Schutzausrüstung ausstatten und die sanitären und hygienischen Einrichtungen in Schulen renovieren. Wir unterstützen Familien, die von COVID-19 betroffen sind, durch die Bereitstellung von Bargeld, Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln, durch die Entwicklung und Verteilung von Unterrichtsmaterialien für das Lernen zu Hause und durch die Bereitstellung von Tablets für den Zugang der Kinder zu Unterrichtsmaterialien. In Zusammenarbeit mit der Regierung haben wir eine Fernseh- und Sozialmedienkampagne zur Prävention von COVID-19 und zum Kinderschutz lanciert, und haben Informationsblätter für Eltern über positive Disziplin, Stressbewältigung und wertvolle Zeit mit Kindern erstellt. Und wir arbeiten mit anderen Organisationen zusammen, um die Hilfsaktion zu koordinieren. 

Die Projektarbeit in der Mongolei ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

+ Nepal

In Nepal gibt es mehr als 89'200 bestätigte COVID-19-Fälle. Die Regierung schloss alle nicht lebensnotwendigen Betriebe und Schulen, verbot öffentliche Versammlungen, setzte alle Inlands- und internationalen Flüge und den öffentlichen Langstreckentransport aus und schloss die Grenzen zu China und Indien.Viele Beschränkungen wurden Mitte Juli wieder aufgehoben, im Tal von Kathmandu wurde Mitte August jedoch ein Lockdown verhängt und alle nicht lebenswichtigen Geschäfte geschlossen. Im September wurden die Restriktionen allmählich wieder aufgehoben. Die Auswirkungen von COVID-19 auf das Land sind gross: Viele Menschen haben infolge der Regierungsrestriktionen ihren Arbeitsplatz und ihre Einkommensquellen verloren, saisonale Überschwemmungen und Erdrutsche verschlimmern die Situation der Bevölkerung zusätzlich. World Vision zielt darauf ab, mit der Hilfsaktion rund 390'000 Menschen zu erreichen, und indirekt 1,5 Millionen weitere Menschen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir Präventionsbotschaften über Radio und animierte Videos für das Fernsehen und soziale Medien entwickeln und verbreiten, Hygienesets für Familien bereitstellen und Handwascheinrichtungen in Schulen und Quarantänestationen installieren. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir persönliche Schutzausrüstungen und anderes Material wie Desinfektionsmittel und Thermometer bereitstellen, Handwascheinrichtungen in Gesundheitsposten installieren und Isolations- und Quarantänestationen mit Hygieneartikeln ausstatten. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, durch die Ausstrahlung von Fernlernprogrammen in Radio und Fernsehen, durch die Stärkung von Kinderschutzdiensten, durch die Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Organisation, die den Gemeinden psychosoziale Unterstützungsdienste anbietet, und durch die Versorgung gefährdeter Familien mit Nährstoffzusätzen, Nahrungsmittelhilfe, Geldgutscheinen und landwirtschaftlichen Geräten und Betriebsmitteln. Und wir arbeiten mit der Regierung und anderen Organisationen zusammen, um die nationale Hilfsaktion zu koordinieren.

Die Projektarbeit in Nepal ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

+ Vietnam

In Vietnam gibt es mehr als 1`090 bestätigte COVID-19-Fälle. Im März schloss die Regierung mit dem Ziel, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, alle Schulen und viele Geschäfte, schränkte Reisen ein und verbot grosse öffentliche Versammlungen. Im April kamen die ersten Lockerungen und die Schulen wurden wieder geöffnet. World Vision will mit der Hilfsaktion 612'000 Menschen, und 1,1 Millionen Menschen indirekt erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir unter den Kindern und Betreuern Informationen über das Händewaschen und andere Präventivmassnahmen verteilen, die Haushalte mit Masken, Seife und Desinfektionsmitteln ausstatten und in Gesundheitszentren und Schulen Wassertanks und Handwaschstationen bauen oder unterhalten. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitszentren mit Thermometern, Betten, Decken und persönlicher Schutzausrüstung wie Masken und Handschuhen ausstatten. Wir unterstützen Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir gefährdete Haushalte mit Reis, Nudeln und Milch sowie mit landwirtschaftlicher Ausbildung und Hilfsgütern wie Saatgut und Vieh versorgen. Und wir setzen uns dafür ein, dass Kinder im Rahmen der Hilfsaktion geschützt und prioritär behandelt werden. 

Die Projektarbeit in Vietnam ist zum grössten Teil wieder uneingeschränkt möglich, in einigen Projekten gibt es noch Einschränkungen.

Lateinamerika

7. Oktober 2020

+ Bolivien

In Bolivien gibt es mehr als 136'800 bestätigte COVID-19-Fälle. Die Bewegungseinschränkungen begannen im Juni nachzulassen, aber Quarantänemassnahmen sind immer noch in Kraft und die Schulen bleiben weiterhin geschlossen. World Vision möchte mit der Hilfsaktion 235'600 Menschen erreichen. Wir arbeiten daran, die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen, indem wir Hygienesets mit Seife, Desinfektionsmitteln und Gesichtsmasken an Familien verteilen, kommunale Wassersysteme, Toiletten und Handwascheinrichtungen in Gesundheitszentren und Schulen bauen und über Glaubensführer und die Medien präventive Botschaften in den Gemeinden verbreiten. Wir stärken die Gesundheitssysteme durch die Bereitstellung von medizinischen Hilfsgütern, Desinfektionsmitteln, persönlicher Schutzausrüstung, Wiederbelebungsgeräten und Tragen. Wir unterstützen Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, durch die Verteilung von Grundnahrungspaketen an die am stärksten gefährdeten Familien und durch die Schaffung virtueller Lernräume und die Einbeziehung der Kinder in virtuelle Herausforderungen für schnelles Lesen und Geschichtenschreiben, durch die Bereitstellung psychosozialer Unterstützung für Kinder durch Lieder und Videos; und durch die Unterstützung von Betreuern beim Zugang zu Mikrofinanzierung und beim Wiederaufbau von Kleinunternehmen und landwirtschaftlicher Produktion. Wir setzen uns aktiv für den Kinderschutz ein. 

Die Projektarbeit in Bolivien ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

+ Dominikanische Republik

Die Dominikanische Republik hat über 115'000 bestätigte COVID-19 Fälle. Die Regierung rief im März den Ausnahmezustand aus, wobei alle kommerziellen Aktivitäten und öffentlichen Versammlungen verboten, Grenzen und Schulen geschlossen und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wurden. Die Schulen bleiben vorerst geschlossen. World Vision hat mit der Hilfsaktion bereits mehr als 126'000 Menschen, darunter 75'000 Kinder, erreicht. Wir arbeiten daran, die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen, indem wir präventive Botschaften verbreiten, Handwaschutensilien und Masken verteilen und mit Glaubensführern zusammenarbeiten, um über sie Informationen über COVID-19 an ihre Gemeinden weiterzugeben. Wir unterstützen die lokalen Gesundheitssysteme durch die Bereitstellung von Handschuhen und Desinfektionssets für medizinisches Personal und unterstützen medizinische Einrichtungen bei der Prävention und Reaktion auf COVID-19. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir ihre Familien mit Nahrungsmitteln versorgen und Ressourcen wie Werkzeuge und Vieh zur Verfügung stellen, damit sie ihre Lebensgrundlage wieder aufbauen können. Wir arbeiten an der Stärkung der Kinderschutzsysteme auf nationaler Ebene.

Die Projektarbeit in der Dominikanischen Republik ist je nach Regione nur mit starken oder einigen Einschränkungen möglich.

+ Nicaragua

In Nicaragua gibt es mehr als 4'100 bestätigte COVID-19-Fälle. Die Regierung hat wegen des hohen Anteils der Bevölkerung, die ihren Lebensunterhalt mit Kleinunternehmen bestreitet, keine Einschränkungen erlassen. Öffentliche Schulen sind nach wie vor in Betrieb. Die Menschen ergreifen ihre eigenen Präventivmassnahmen, und viele Unternehmen haben ihre Mitarbeitenden gebeten, von zu Hause aus zu arbeiten. World Vision setzt sich zum Ziel mit der Hilfsaktion 44'100 Menschen zu erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern, indem wir Hygiene- und Präventionsbotschaften über Glaubensführer und freiwillige Helfer in Schulen und Gemeinden sowie über Lokalradio, Videos und Plakate verbreiten, die Haushalte mit Reinigungssets und persönlicher Schutzausrüstung wie Gesichtsmasken ausstatten und in Gesundheitszentren Wasser- und Sanitäreinrichtungen wie Wasserspeichersysteme und Handwaschhähne bauen oder instand halten. Wir haben uns auch mit anderen Organisationen zusammengetan, um Präventionsinformationen in Miskito-Sprache zu erstellen, die an der Karibikküste verteilt werden sollen. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme durch die Ausbildung von Gesundheitshelfern, wir stellen Gesundheitseinrichtungen und anderen Diensten an vorderster Front Reinigungssets und persönliche Schutzausrüstung wie Handschuhe und Masken zur Verfügung und unterstützen medizinische Einrichtungen bei Präventions- und Reaktionsmassnahmen im Zusammenhang mit COVID-19, einschliesslich des Transports von Testproben. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir Glaubensführer, Gemeindemitglieder, Kinder und Jugendliche in friedlicher Konfliktlösung und Kinderschutz schulen, Grundschulen mit Lernmaterialien und Aktivitätspaketen für Kinder aus der Ferne ausstatten, Betreuer und Freiwillige aus der Gemeinde ausbilden, um sie beim Lernen zu Hause zu unterstützen, Geschäftsschulungen für Jugendliche anbieten, um sie auf zukünftige Arbeitsmöglichkeiten vorzubereiten, Lebensmittelpakete an die am meisten gefährdeten Familien verteilen und Familien mit landwirtschaftlichen Geräten und Ressourcen für den Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen versorgen. 

Die Projektarbeit in Nicaragua ist nur mit einigen Einschränkungen möglich.

+ Peru

Peru hat bis dato über 828'000 bestätigte COVID-19-Fälle. Die Regierung rief einen nationalen Gesundheitsnotstand aus und verhängte eine Abriegelung einschliesslich Grenz- und Schulschliessungen, eine nächtliche Ausgangssperre und ein Verbot der Bewegung zwischen den Provinzen sowie aller nicht lebensnotwendigen Aktivitäten. In den meisten Regionen wurden die Einschränkungen teilweise wieder aufgehoben und die Schulen im Split-Betrieb wieder geöffnet. Quarantänemassnahmen und Ausgangssperren wurden im August aber wieder ausgeweitet. World Vision setzt sich zum Ziel, mit der Hilfsaktion über eine Million Menschen zu erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern, indem wir die Gemeinden durch unser Netzwerk ausgebildeter freiwilliger Helfer im Bereich der kommunalen Gesundheit überwachen und Botschaften zu Hygiene und Prävention sowie Informationen über Ernährung, Stressbewältigung und gewaltfreie Konfliktlösung an Hochrisikogruppen wie Migranten und Flüchtlinge weitergeben. Wir unterstützen Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, durch die Förderung gesunder Beziehungen zwischen Eltern und Kindern, durch die Bereitstellung von Bildungsmaterialien und Unterstützung beim Lernen zu Hause, durch virtuelle Schulungen für Jugendliche in Bezug auf Ausbildung und durch die Bereitstellung von lebensnotwendigen Gütern wie Nahrungsmitteln und Unterkunft für die am stärksten gefährdeten Familien, einschliesslich Flüchtlinge. Wir arbeiten auch mit anderen Organisationen zusammen, um den Kinderschutz zu stärken und die Stimmen der Kinder im Rahmen der nationalen COVID-19-Hilfsaktion zu verstärken. 

Die Projektarbeit in Peru ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

Osteuropa

7. Oktober 2020

+ Armenien

Armenien hat mehr als 53'000 Fälle von COVID-19. Die Regierung rief im März den Notstand aus, schloss Schulen und nicht lebenswichtige Geschäfte und schränkte die Bewegungsfreiheit der Menschen ein. Der Ausnahmezustand wurde Mitte September aufgehoben und damit auch viele Einschränkungen. Jedes dritte Kind in Armenien lebt in Armut, so dass viele von ihnen den Auswirkungen der COVID-19-Krise ausgesetzt sind. World Vision möchte mit der Hilfsaktion 9'200 Menschen direkt und 27.000 Menschen indirekt erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, indem wir Hygiene- und Präventionsbotschaften über soziale Medien und andere Online-Kanäle verbreiten, Handwasch- und Hygienesets mit Seife und Masken an gefährdete Familien und Kindergärten verteilen und uns mit Glaubensführern zusammenschliessen, um Informationen über COVID-19 an ihre Gemeinden weiterzugeben. Wir stärken die Gesundheitssysteme, indem wir online COVID-19-Schulungen und medizinisches Material wie Masken und Thermometer für das Gesundheitspersonal bereitstellen. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir Lebensmittelpakete an gefährdete Kinder verteilen, eine Übersicht über Kinder erstellen, die derzeit keine Ausbildung erhalten, und die Informationen mit dem Bildungsministerium austauschen, den Internetzugang für gefährdete Kinder sicherstellen, damit sie Zugang zu Online-Bildungsplattformen erhalten, Mitarbeitende an vorderster Front im Kinderschutz schulen und Kinder bei Bedarf mit Online-Sozialarbeitern und Psychologen verbinden. Und wir setzen uns dafür ein, dass das Wohlergehen und der Schutz von Kindern in der nationalen COVID-19-Hilfsaktion vorrangig behandelt werden. 

Die Projektarbeit in Armenien ist zurzeit mit einigen Einschränkungen möglich.

+ Georgien

Georgien hat über 9'200 bestätigte COVID-19-Fälle. Schulen und alle Geschäfte mit Ausnahme von Apotheken und Lebensmittelmärkten wurden geschlossen. Der Ausnahmezustand wurde im Mai aufgehoben und die meisten Beschränkungen wurden gelockert, auch die Schulen sind ab Oktober wieder offen. In der Öffentlichkeit müssen weiterhin Gesichtsmasken getragen werden und die Grenzen bleiben geschlossen. World Vision hat Lebensmittel- und Hygienepakete an gefährdete Familien verteilt und sichere Quarantänebereiche für Strassenkinder eingerichtet. Wir konzentrieren uns auf die Unterstützung von Kindern, die durch COVID-19 gefährdet sind, und haben Programme zur Förderung von Hygiene, Sicherheit und Bildung entwickelt. Zu diesen Programmen gehören Lernmaterialien und Aktivitätspakete zur Unterstützung der Online-Bildung, Richtlinien für Eltern, die sich um das emotionale Wohlbefinden der Kinder kümmern, die Einbeziehung von Schulkräften zur Unterstützung der Familien bei der Früherziehung, die Weitergabe von Informationen zur Prävention von COVID-19 durch Informationsmaterial, ein Kindergeschichtenbuch, Glaubensführer und Elternclubs sowie das Eintreten bei der Regierung für den Schutz der Kinder vor den zusätzlichen Risiken von COVID-19. 

In Georgien ist die Projektarbeit zurzeit wieder uneingeschränkt möglich.

News zu Covid-19

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Mobiltelefone gehören für die meisten Menschen zum Alltag dazu. Aber warum braucht eine Familie, die sich weder Essen noch Schulgebühren leisten kann, ... Weiterlesen
11. Oktober 2020

Von der Beschneiderin zur Lebensretterin

In Kenia sind Beschneidungen von Mädchen Teil einer schrecklichen Tradition. Corona verschärft die Situation. Eine ehemalige Beschneiderin setzt sich ... Weiterlesen
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