Ihre Kinderpatenschaft in der Coronakrise
 

COVID-19 betrifft uns alle. Sicher sorgen Sie sich auch um die Gesundheit Ihres Patenkinds. Wir haben für Sie auf dieser Seite die wichtigsten Fragen und aktuelle Informationen aus unseren Projektändern zusammengefasst. 
 

Ist mein Patenkind betroffen?

Nach aktuellem Stand sind uns keine Fälle von COVID-19-Erkrankungen bei Patenkindern oder ihren Familien bekannt. Falls sich daran etwas ändert, informieren wir Sie schnellstmöglich. Weitere Informationen zur aktuellen Lage finden Sie auf Ihrem persönlichen Patenportal myWorldVision. 

Damit unsere Arbeit vor Ort weitergehen kann und die Gesundheit der Kinder gewährleistet bleibt, benötigen wir gerade jetzt weiterhin Ihre Unterstützung. Mit einer Kinderpatenschaft fördern Sie langfristig die Gesundheitsversorgung.

Zu unseren Aktivitäten gehören Massnahmen zur Vorsorge sowie zur Eindämmung des Virus. Dabei greifen wir auf unsere jahrelange, umfassende Erfahrung zurück, die wir z.B. durch die Bekämpfung von Ebola oder Zika haben. 

Fragen und Antworten zur COVID-19-Situation

Was passiert, wenn sich mein Patenkind in einer von COVID-19 betroffenen Gemeinde befindet?

Mitarbeitende und Freiwillige von World Vision überwachen die Corona-Virus-Situation genau und passen die Programme laufend an die sich ändernden Bedürfnisse an. Für die 54 Länder, in denen Patenkinder leben, gibt es je nach aktueller Lage drei verschiedene Szenarien:

  1. Unsere Patenschaftsprogramme funktionieren wie gewohnt. Zusätzlich bereiten wir uns intensiv auf die Ausbreitung des Virus vor und/oder reagieren aktiv. Wir konzentrieren uns darauf, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und seine Auswirkungen abzuschwächen. Wir arbeiten auch mit Gesundheitsbehörden zusammen, um unseren Community-Partnern aktuelle, genaue und offizielle Informationen über das Corona-Virus zu übermitteln.
     
  2. Unsere Patenschaftsprogramme laufen, jedoch mit einigen Einschränkungen. Wir haben einige unserer weniger zeitkritischen Arbeiten unterbrochen, um den engen Kontakt zwischen Kindern und anderen Menschen zu begrenzen. Alle anderen Arbeiten werden jedoch fortgesetzt.
     
  3. Unsere Patenschaftsprogramme werden ausgesetzt und es wird ein Notfallplan durchgeführt. Mitarbeitende und Freiwillige konzentrieren sich darauf, die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. Dazu gehört die Verhinderung von sozialer Isolation oder Stigmatisierung der Kindern während der Quarantäne oder auch die Unterstützung beim Lernen zu Hause, indem wir Schulmaterialien und -aktivitäten bereitstellen, wenn Schulen geschlossen sind.

+ Was passiert, wenn mein Patenkind an COVID-19 erkrankt?

Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder, haben für uns höchste Priorität. Wenn Ihr Patenkind aufgrund eines Corona-Virus oder einer anderen Krankheit schwer krank wird, werden wir Sie entsprechend informieren, sobald dies betrieblich möglich ist.

+ Was passiert, wenn mein Patenkind aufgrund von COVID-19 einen Elternteil oder einen Betreuer verliert?

Wir wissen aus unseren Erfahrungen in der Ebola-Krise und anderen Krankheitsausbrüchen, dass die sekundären Auswirkungen des Corona-Virus für in Armut lebende Kinder verheerend sein können, insbesondere der Verlust eines Elternteils oder einer nahestehenden Kontaktperson. Wenn Ihr Patenkind einen Elternteil oder Betreuer – aus welchem Grund auch immer - verliert, werden wir Sie entsprechend informieren, sobald dies betrieblich möglich ist.

+ Kann ich meinem Patenkind noch einen Brief schreiben?

Ja. Wir fänden es sogar schön, wenn Sie es machen!
In solch unsicheren Zeiten könnte Ihr Patenkind oder seine Familie Angst, Isolation oder Unsicherheit ausgesetzt sein und davon profitieren, wenn sie wissen, dass Sie an sie denken und/oder für sie beten. In fast allen Ländern sind Postdienste noch in Betrieb, und die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass das Corona-Virus durch Briefe nicht übertragen wird. In betroffenen Gebieten kann es jedoch länger dauern, bis Ihr Brief zugestellt wird. Sie können jedoch sicher sein, dass wir diesen Service so gut es geht aufrechterhalten. Wenn für Länder, in denen wir arbeiten, internationale Postbeschränkungen gelten, werden wir darüber informieren.

+ Wenn Sie gerade einen Brief an Ihr Patenkind geschrieben haben, erhalten Sie eine Antwort?

Ja. Wenn sich Ihr Patenkind nicht in einem von COVID-19 betroffenen Gebiet befindet, erhalten Sie innerhalb des üblichen Zeitraums eine Antwort von ihm. Wenn sich Ihr Patenkind jedoch in einem betroffenen Gebiet befindet, kann es länger als gewöhnlich dauern, bis Sie eine Antwort erhalten. Dies liegt eventuell daran, dass unsere Bewegungsmöglichkeiten von den Gesundheitsbehörden beschränkt werden. Wenn für Länder, in denen wir arbeiten, internationale Postbeschränkungen gelten, werden wir darüber informieren.

+ Kann ich meinem Patenkind trotzdem ein Geschenk schicken?

Ja. In Gemeinden, in denen unsere Patenschaftsprogramme wie gewohnt ablaufen, werden Geschenke auch wie gewohnt an Kinder und Gemeinden geliefert. In vom Virus betroffenen Gemeinden kann der Prozess etwas länger dauern als gewöhnlich, da wir der Sicherheit von Kindern und ihren Familien Priorität einräumen. Und wenn dies betrieblich möglich ist, erhalten Sie einen Brief und ein Foto, um die Wirkung Ihres Geschenks zu zeigen!

+ Erhalte ich weiterhin einen jährlichen Fortschrittsbericht von meinem Patenkind?

Zu diesem Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass Sie den jährlichen Fortschrittsbericht sowie ein aktuelles Foto Ihres Patenkindes erhalten werden. Aufgrund des dynamischen Charakters dieser Pandemie und weil unsere Priorität immer die Sicherheit der Kinder, ihrer Familien sowie unserer Mitarbeitenden und Freiwilligen ist, kann es jedoch zu Verzögerungen oder Schwierigkeiten im Versand kommen. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

+ Erhalte ich weiterhin Fotos und Videos von meinem Patenkind?

Wie bei den Fortschrittsberichten kann es auch hier je nach Situation vor Ort zu Verzögerungen beim Empfang von Foto- und Video-Updates von ihrem Patenkind und der Kindergemeinschaft kommen. In diesem Fall bitten wir Sie um Geduld und halten Sie auf dem Laufenden, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

Aufgrund der Ausnahmesituation können wir einige unserer Aktivitäten wie Geburtstagsaktionen und Besuche vor Ort nicht wie gewohnt aufrechterhalten. Auch Briefe und Pakete können betroffen sein. Bitte nutzen Sie Ihr Patenportal myWorldVision, um Ihrem Patenkind eine Nachricht zukommen zu lassen.
Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen vor Ort stellen wir uns auf die aktuelle Situation ein und führen Massnahmen durch, um die Kinder und ihre Familien zu schützen. In engem Austausch mit Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitssektor müssen wir die Situation in den betroffenen Regionen regelmässig neu bewerten, um sowohl die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die der Familien zu gewährleisten. 

Afrika

7. Juni 2020

+ Mali

Mali bestätigte am 24. März seinen ersten COVID-19-Fall. Die Regierung hat daraufhin Massnahme zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus in Kraft gesetzt, Grenzen und Schulen wurden geschlossen. World Vision arbeitet mit den Gesundheitsbehörden und lokalen Gesundheitsdiensten zusammen, um die Massnahmen zu koordinieren. Über unsere Partnerschaft mit örtlichen Gesundheitszentren und unser grosses Netzwerk aus freiwilligen Helfern, lokalen Verantwortungsträgern und Glaubensvertretern informieren wir über Ansteckungswege und wirksame Prävention. Darüber hinaus haben wir den Gesundheitsbehörden und vier Gesundheitszentren persönliche Schutzausrüstung im Wert von 25’000 US-Dollar zur Verfügung gestellt und mehr als 2700 Handwaschsets und 6700 Seifenpakete an Familien verteilt. Wir verbreiten Informationen über das Virus über sechs Radiosender und informieren auch per Mobiltelefon. Wir arbeiten auch mit anderen humanitären Organisationen zusammen, um bei der Regierung für einen stärkeren Kinderschutz einzutreten.

Alle Gemeinden, mit denen wir in Mali zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen mit Einschränkungen konfrontiert, was wahrscheinlich zu einigen Verzögerungen bei der Durchführung der Operationen führen wird. Wir haben unsere Programme jedoch so angepasst, dass wir Kinderpatenschaften unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen weiterhin durchführen können. Einige Mitarbeiter von WV Mali arbeiten jetzt von zu Hause aus. . 

+ Mauretanien

Am 13. März wurde der erste COVID-19-Fall in Mauretanien bestätigt. Als Reaktion darauf schloss die Regierung alle Land- und Flussgrenzen und Flughäfen, verhängte eine 14-tägige Quarantäne für Reisende, die aus stark betroffenen Gebieten zurückgekehrt waren, schloss Schulen und Universitäten, verbot alle öffentlichen Versammlungen und verhängte eine Ausgangssperre von 18:00 Uhr bis 08:00 Uhr täglich. COVID-19 verschärft die vorher schon kritische humanitäre Situation, vor allem in ländlichen Gebieten, die durch fehlende Niederschläge im vergangenen Jahr entstanden war. World Vision nimmt an den Sitzungen des nationalen COVID-19-Response-Teams teil, unterstützt das Gesundheitsministerium mit medizinischer Ausrüstung, verteilt Hygiene-Kits an lokale Gesundheitszentren und berät diese bei COVID-19-Massnahmen. Ausserdem verteilen wir Trinkwasser, Hygiene-Kits, Informationsmaterial und bei Bedarf auch Essenspakete. Derzeit bilden wir 80 Glaubensvertreter darin aus, ihre Gemeinden  über Präventionsmassnahmen aufzuklären. 

Alle Gemeinden, mit denen wir in Mauretanien zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen mit Einschränkungen konfrontiert, was wahrscheinlich zu einigen operationellen Verzögerungen führen wird. Wir unterstützen die Kinder und Familien in unseren Projektgebieten jedoch weiterhin durch freiwillige Helfer oder Partner vor Ort. Die Mitarbeitenden von World Vision Mauretanien arbeiten grösstenteils von zu Hause aus. Unser COVID-19-Team trifft sich online, um sicherzustellen, dass die Sicherheit von Kindern und Gemeinden gewährleistet ist. 

+ Mosambik

In Mosambik wurden Ende März die ersten COVID-19-Fälle bestätigt. Die Regierung hat alle Schulen geschlossen, Versammlungen auf weniger als 50 Personen beschränkt, die meisten Grenzen geschlossen und die meisten internationalen Flüge gestoppt. Das Gesundheitssystem gerät zunehmend unter Druck und die öffentlichen Krankenhäuser versorgen nur noch Notfälle, Schwangere und chronisch Kranke. 
World Vision wurde als  lebenswichtiger Dienstleister eingestuft und kann die Menschen weiter unterstützen. Ab sofort wird in allen Projekten über COVID-19 informiert. Wir arbeiten mit der lokalen Regierung zusammen, um die Reaktionspläne zu koordinieren. Gemeinsam mit anderen Organisationen  unterstützen wir die Regierung bei der Planung der sozialen und wirtschaflichen Massnahmen. Das Gesundheitsministerium wird von uns beim Aufbau von Isolationsstationen beraten. Wir haben Informationskampagnen gestartet, um das Bewusstsein für die Prävention von COVID-19 zu schärfen, etwa über Radiosendungen für Kinder und die örtlichen Moscheen. Dank der Zusammenarbeit mit dem «Council of Religions» und dem islamischen Rat informieren Glaubensvertreter in allen Provinzen über Präventionsmassnahmen. 

In allen Gemeinden, mit denen wir in Mosambik zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. 

+ Niger

Mit mehr als 450’000 Binnenvertriebenen in Niger stellt COVID-19 für viele Menschen ein grosses Risiko dar, COVID-19 hat das Land inzwischen erreicht. Die Regierung hat alle öffentlichen Versammlungen verboten, eine tägliche Sperre von 19:00 Uhr bis 6:00 Uhr eingeführt und Reisen innerhalb des Landes eingeschränkt. World Vision arbeitet gemeinsam mit der WHO und den lokalen Gesundheitsbehörden daran, das Bewusstsein für COVID-19 zu schärfen. Wir verbreiten Informationen  zum Virus über 22 Radiostationen und erreichen damit 2,9 Mio.Menschen. 1700 Freiwillige, Sparggruppen- und Jugendclubmitglieder wirken als Mulitplikatopren. Wir verteilen Hygienepakete an Haushalte, um Kindern und Familien zu helfen, gesund zu bleiben. Ausserdem bohren wir 7 neue Brunnen in Maradi, um den 6000 Menschen der Region Zugang zu sauberem Wasser zu  verschaffen.

In allen Gemeinden, mit denen wir in Niger zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen Verzögerungen im Betrieb führen werden. Einige Mitarbeiter von World Vision Niger arbeiten jetzt von zu Hause aus. 

+ Simbabwe

Als Reaktion auf die COVID-19-Krise hat die Regierung in Simbabwe einen nationalen Lockdown verhängt. World Vision arbeitet mit dem Welternährungsprogramm (WFP) zusammen, um Nahrungsmittelhilfe an mehr als 1,4 Millionen Menschen zu verteilen und mobile Geldtransfers zu ermöglichen. In Partnerschaft mit lokalen Unternehmen, Berufsverbänden, Bürgerorganisationen und Kirchen versorgen wir Gemeinden in fünf Regionen mit Nahrungsmitteln und Wasser, sanitären Anlagen und Hygieneeinrichtungen. Ausserdem stellen wir Schutzausrüstung, darunter Kittel, Handschuhe und Atemschutzgeräte, an Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung. Wir schärfen das Bewusstsein für COVID-19, indem wir helfen, ein lokales Radioprogramm zu produzieren, das landesweit Botschaften zum Kinderschutz ausstrahlt. Ein von uns unterstütztes TV-Programm über COVID-19, Kinderschutz und Kinderrechte hat mehr als 18'000 Menschen, darunter 15'000 Kinder, erreicht. Darüber hinaus haben wir über 1400 Glaubensvertreter zu COVID-19 geschult, damit sie in ihren Gemeinden Informationen – auch mittels WhatsApp-Gruppen – weitergeben. Zudem unterstützen wir die Regierung bei der Planung ihrer COVID-19-Massnahmen und setzen uns durch Radiointerviews, Fernsehdiskussionsrunden, Sitzungen und Leitfäden für einen starken Kinderschutz ein. 

Alle Gemeinden, mit denen wir in Simbabwe zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen eingeschränkt, was wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen wird. Die World Vision-Büros in Simbabwe sind geschlossen. Einige Mitarbeitende arbeiten von zu Hause aus und nutzen WhatsApp und ähnliche Kommunikationskanäle, um Kinder und Gemeinden über die aktuelle Situation zu informieren.

+ Tansania

Infolge der COVID-19-Pandemie hat die Regierung in Tansania alle Schulen und Universitäten geschlossen sowie öffentliche Versammlungen und internationale Reisen eingeschränkt. Mitarbeitende von World Vision Tansania setzen einen Bereitschafts-, Präventions- und Reaktionsplan für COVID-19 ein. Wir unterstützen die Regierung dabei, in Gebieten mit bestätigten Fällen zu reagieren, und setzen die Verteilung von Nahrungsmitteln in den Flüchtlingscamps fort, um die Sicherheit von Kindern und Gemeinden zu gewährleisten. Wir verteilen Broschüren, Plakate und Transparente, richten öffentliche Handwasch- und andere sanitäre Einrichtungen ein, statten Gesundheitszentren mit Desinfektionssets aus und schulen zusätzlich 700 Mitarbeitende des kommunalen Gesundheitswesens. Wir arbeiten auch mit der Regierung bei der Verbreitung COVID-19-relevanter Informationen zusammen und stellen dafür unser Netzwerk zur Verfügung. Ausserdem wollen wir durch enstprechende Sensibilisierungsmassnahmen Kindesmissbrauch, Kinderheirat und frühe Schwangerschaft in dieser Zeit verhindern. 

Alle Gemeinden, mit denen wir in Tansania zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen mit Einschränkungen konfrontiert, was wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen wird. 

Asien

7. Juni 2020

+ Bangladesch

Inmitten der COVID-19-Krise traf am 20. Mai der Tropensturm Amphan auf Bangladesch – mit verheerenden Folgen für 387'000 Menschen. Am 7. März meldete das Land seinen ersten bestätigten Fall von COVID-19. Die Regierung hat die Bewegungsfreiheit im ganzen Land eingeschränkt und die Menschen aufgefordert, nach Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Der Shutdown macht die dringend nötige Hilfe für die Zyklon-Opfer noch schwieriger. Unsere COVID-19-Hilfsmassnahmen haben bereits über 2 Millionen Menschen erreicht, die Hälfte davon Kinder. World Vision kämpft gegen die Ausbreitung von COVID-19 und schult Kinder, Familien und Gemeinden in Präventionsmethoden – mit speziellem Fokus auf die Flüchltingscamps in Cox's Bazaar, die ebenfalls vom Zyklon betroffen sind. Wir haben bereits über 700'000 von Menschen durch COVID-19-Aufklärungsplakate und über Social Media-Kampagnen erreicht. Seife wurde verteilt, Handwaschstationen eingerichtet, Kinderschutzbeauftragte für die aktuelle Situation sensibilisiert, Lebensmittelpakete und Gutscheine verteilt. Ausserdem bieten wir Kindern, die Unterstützung benötigen, psychologische Hilfe an.

Alle Gemeinden, mit denen wir in Bangladesch zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen mit Einschränkungen konfrontiert, was wahrscheinlich zu einigen Verzögerungen bei der Durchführung unserer Projektarbeit führen wird. Die meisten Mitarbeitenden von World Vision Bangladesch arbeiten von zu Hause aus. Wir haben geplante Lernveranstaltungen und Versammlungen auf Eis gelegt, um Kinder und Gemeinden zu schützen. aber wir halten via Mobiltelefon weiterhin Kontakt zu den Familien und versorgen sie mit Informationen zur Prävention. 

+ Indien

Indien wurde inmitten der COVID-19-Pandemie auch noch vom Trophensturm Amphan getroffen – Zehntausende sind davon betroffen. Ausserdem gibt es Tausende von bestätigten COVID-19-Fällen. Die Regierung verhängte am 24. März einen landesweiten Lockdown. Mehrere Bundesstaaten haben Gesetze gegen öffentliche Versammlungen, nicht lebenswichtige Reisen und zur Durchsetzung sozialer Distanzierung erlassen. Der Eisenbahn-, Strassen- und Luftverkehr, kurz der gesamte Personenverkehr, wurde eingestellt. Die Beschränkungen machen es sehr schwierig, den vom Zyklon betroffenen Gebieten die dringend nötige Hilfe zu leisten. World Vision die COVID-19-Hilfe fort und leistet gleichzeitig Nothilfe für 20'000 vom Zyklon betroffene Familien in Kalkutta, Südparganas und Sunderbans. Wir arbeiten mit der Regierung, anderen Organisationen und glaubensvertretern zusammen, um die Ausbreitung des Virus durch Aufklärung zu verlangsamen und Hilfsmittel bereitzustellen. Darüber hinaus stärken wir das örtliche Gesundheitspersonal durch Schutzausrüstung wie Masken, Handschuhe und Thermometer. Wir unterstützen Familien, die aufgrund der Restriktionen kein Einkommen mehr haben, durch Bargeld und Gutscheinen, damit sie ihre Kinder weiter ernähren können.

In allen Gemeinden, mit denen wir in Indien zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. Die Mitarbeitenden von World Vision Indien arbeiten von zu Hause aus, treffen sich aber weiterhin online, um für die Sicherheit der Kinder und Gemeinden zu sorgen. 

+ Mongolei

Die Mongolei schottete sich bereits kurz nach Ausbruch von COVID-19 im benachbarten China von der Aussenwelt ab. Die Regierung hat die Einreise über internationale Flughäfen eingeschränkt und schult das Gesundheitspersonal am Arbeitsplatz, wie sie sich vor COVID-19 schützen können. World Vision konzentriert sich weiterhin auf die Förderung von Hygienemassnahmen, arbeitet mit dem Gesundheitsministerium, UNICEF und der WHO in einer dreimonatigen Hygiene- und Sanitärkampagne zusammen und kooperiert mit dem Mobilfunkanbieter Mobicom, um die Wasser- und Sanitäranlagen in 20 Schulen zu verbessern. Wir unterstützen unsere Produzentengruppen beim Nähen von Einweg-Schutzartikeln für das nationale Gesundheitszentrum und haben Schutzmaterial wie Masken und Anzüge für den nationalen Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt. In Partnerschaft mit UNICEF haben wir mehr als 7’000 Familien mit Lebensmittel- und Hygienekits versorgt und Geld an besonders bedürftige Familien verteilt. In Zusammenarbeit mit der Regierung lancierte World Vision eine Social Media-Kampagne, um Kinder vor häuslicher Gewalt zu schützen.

Alle Gemeinden, mit denen wir in der Mongolei zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen mit Einschränkungen konfrontiert, was wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen in der Projektarbeit führen wird. 

+ Nepal

In Nepal wurde der erste COVID-19-Fall bereits am 23. Januar registriert. Die Regierung hat daraufhin alle nicht lebensnotwendigen Operationen eingestellt, alle Inlands- und internationalen Flüge und den öffentlichen Langstreckentransport verboten sowie die Grenzen zu China und Indien geschlossen. Die folgen sind schwerwiegend: Viele Menschen haben aufgrund der staatlichen Restriktionen bereits ihren Arbeitsplatz und ihre Einkommensquellen verloren und die Gesundheitseinrichtungen werden einem grossflächigen Ausbruch des Virus nicht gewachsen sein. World Vision arbeitet mit der Regierung und anderen Partnern zusammen, um das Bewusstsein für die Prävention von COVID-19 zu schärfen und Gesundheitspersonal mit Schutzausrüstung auszustatten. Wir haben bereits 250’000 Menschen durch Radiosendungen mit Präventions- und Kinderschutzbotschaften erreicht. Weitere 31’400 Menschen wurden über digitale Plattformen für COVID-19 sensibilisiert. Ausserdem haben wir Seife und Lebensmittel verteilt. Darüber hinaus unterstützen wir 32 Kommunalverwaltungen bei Einrichtung und Betrieb von Quarantänezentren und entwickeln E-Leaning-Tools für die Kinder. 

In allen Gemeinden, mit denen wir in Nepal zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, was wahrscheinlich zu einigen Verzögerungen in der Projektarbeit führen wird. Die Mitarbeitenden von World Vision Nepal arbeiten jetzt von zu Hause aus. Über Mobiltelefone stehen wir in ständigem Kontakt mit den Patenkindern und ihren Familien und unterstützen sie so weiterhin.

+ Vietnam

Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie hat die vietnamesische Regierung alle Schulen geschlossen und grosse öffentliche Versammlungen verboten. Kleine Versammlungen sind jedoch erlaubt, so dass einige Projektmassnahmen weitergeführt werden können. Andere mussten ob der aktuellen Situation auf Eis gelegt werden. World Vision konzentriert sich derzeit auf die Vorbereitung der Lockerungsphase und wird noch im Juni eine Bedarfsanalyse durchführen. Während der gesamten Krise haben wir in unseren Projektgebieten über den Schutz vor COVID-19  aufgeklärt und den Familien bei der Stressbewältigung geholfen. Wir arbeiten mit der Regierung, dem Gesundheitspersonal und der Polizei zusammen, um die Bevölkerung zu schützen.

Die meisten Mitarbeitenden von World Vision Vietnam arbeiten von zu Hause aus. Unsere Projektarbeit haben wir der ausserordentlichen Situation im Land angepasst, um die Kinder und Familien weiterhin bestmöglich unterstützen zu können. 

Lateinamerika

7. Juni 2020

+ Bolivien

Bolivien bestätigte am 10. März seinen ersten Fall von COVID-19. Die Regierung hat den nationalen Notstand ausgerufen und eine nationale Abriegelung einschliesslich der Schliessung von Schulen verfügt. World Vision arbeitet mit der Regierung zusammen, um die Reaktion auf COVID-19 zu unterstützen, unter anderem mit einer Medienkampagne zur Förderung von Hygiene und Prävention. Darüber hinaus stellen wir Familien und Gesundheitszentren Hygienesets zur Verfügung und verteilen Aufklärungsmaterial darüber, wie die Ausbreitung des Virus verhindert werden kann, damit Kinder und Gemeinden gesund bleiben. In unsere Aufklärungskampagnen beziehen wir auch Glaubensvertreter mit ein, 89 kirchliche Führungspersönlichkeiten haben wir bereits darin geschult, wie sie COVID-19- und Kinderschutzbotschaften an ihre Gemeinden weitergeben können. 

In allen Gemeinden, mit denen wir in Bolivien zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. Die Mehrheit der Mitarbeitenden von World Vision Bolivien arbeitet jetzt von zu Hause aus. Freiwillige Helfer aus den Gemeinden überwachen jedoch weiterhin das Wohlergehen der Patenkinder und berichten den Mitarbeitenden beispielsweise über WhatsApp von der aktuellen Situation.
 

+ Dominikanische Republik

Die Dominikanische Republik hat viele COVID-19-Fälle und bereits mehrere bestätigte Todesfälle. Die Regierung hat alle kommerziellen Aktivitäten eingestellt, der Bevölkerung geraten, zu Hause zu bleiben, und eine Ausgangssperre von 18:00 Uhr bis 5:00 Uhr täglich verhängt. World Vision bemüht sich im Rahmen einer öffentlichen Medienkampagne um die Verbreitung von Informationen darüber, wie COVID-19 verhindert werden kann – über 90'000 Menschen haben wir damit bereits erreicht. Wir verteilen Hygiene-Sets an Familien in 15 Distrikten und konnten so bereits 27'000 Kindern helfen. Ausserdem ermutigen wir Unternehmen dazu, Hygieneartikel wie Seife und Desinfektionsmittel zu spenden, damit wir sie an besonders bedürftige Familien verteilen können. 

In allen Gemeinden, mit denen wir in der Dominikanischen Republik zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. Die Mitarbeitenden von World Vision in der Dominikanische Republik arbeiten von zu Hause aus, um die Nothilfe im Rahmen unserer Programme zu planen. 

+ Nicaragua

In Nicaragua gibt es zahlreiche COVID-19-Fälle, die Regierung hat jedoch keine umfassenden Restriktionen beschlossen. Privatschulen sind geschlossen, aber öffentliche Schulen sind noch in Betrieb. Die Menschen ergreifen ihre eigenen Präventivmassnahmen und viele Unternehmen haben ihre Mitarbeiter gebeten, von zu Hause aus zu arbeiten. World Vision konzentriert sich darauf, Hygienesets an die Gemeinden zu verteilen, die Menschen über das Händewaschen aufzuklären und Gesundheitspersonal in der Prävention von COVID-19 zu schulen, damit Kinder und Gemeinden sicher sind. Wir haben uns mit anderen Organisationen zusammengetan, um Präventionsinformationen in der Sprache der Miskito, eines indigenen Volks im Norden von Nicaragua, zu produzieren und zu verteilen. Wir arbeiten auch beim Kinderschutz mit anderen humanitären Organisationen zusammen. 

Die meisten Mitarbeitenden von World Vision Nicaragua arbeiten von zu Hause aus.

+ Peru

Die Regierung von Peru hat den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Häfen, Flughäfen, Landesgrenzen, Schulen, öffentliche Verkehrsmittel, öffentliche Räumen und viele Unternehmen sind geschlossen oder arbeiten nur eingeschränkt. World Vision hat Hygiene-Sets an mehr als 15'000 Menschen verteilt und über Medien und digitale Kampagnen Präventionsinformationen an mehr als 797'000 Menschen weitergegeben. Darüber hinaus verteilen wir Bargeldgutscheine für lebensnotwendige Güter und bereiten Hygiene-Sets und Zelte vor, die bei Bedarf an Isolationszentren verteilt werden können. Der Kontakt zu unseren Patenkinder wird durch unsere Freiwilligen in den Gemeinden aufrechterhalten. Wir schulen diese Freiwilligen zudem in der COVID-19-Prävention und in der Kommunikation mit Migranten- und Flüchtlingspopulationen. 

In allen Gemeinden, mit denen wir in Peru zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. 

Osteuropa

7. Juni 2020

+ Armenien

Die Regierung Armeniens hat als Reaktion auf die COVID-19-Krise den Notstand ausgerufen, Schulen geschlossen und die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung eingeschränkt. World Vision hat Lebensmittelpakete und Hygieneartikel an bedürftige Familien verteilt und arbeitet mit der EU zusammen, um weitere 1000 Familien zu unterstützen. Wir stimmen uns mit der Regierung und Glaubensgemeinschaften ab, um soziale Hilfe für die bedürftigsten Kinder zu leisten – wenn nötig auch online ­– und arbeiten mit dem Bildungsministerium zusammen, um die Kinder beim Lernen zu unterstützen.

Alle Gemeinden, mit denen wir in Armenien zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen mit Einschränkungen konfrontiert, was wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen wird. Die meisten Mitarbeitenden von World Vision Armenien arbeiten von zu Hause aus. Programmaktivitäten, wie Schulungen, werden, wo immer möglich und unter den nötigen Sicherheitsmassnahmen, durchgeführt, um Kinder und Gemeinden zu schützen. 

+ Georgien

Angesichts der bestätigten Fälle von COVID-19 in Georgien hat die Regierung den Ausnahmezustand ausgerufen. Schulen sind geschlossen, alle Geschäfte mit Ausnahme von Apotheken und Lebensmittelmärkten wurden angewiesen zu schliessen und alle Mitarbeitenden wo möglich von Zuhause aus arbeiten zu lassen. World Vision hat Lebensmittel- und Hygienepakete an über 1’500 gefährdete Familien verteilt. Wir konzentrieren uns auf die Unterstützung der durch COVID-19 gefährdeten Kinder und haben Programme zur Förderung von Hygiene, Sicherheit und Bildung entwickelt. Dazu gehören auch Lernmaterialien, ein Kindergeschichtenbuch und Aktivitätspakete, Richtlinien für Eltern, die Einbeziehung von Vorschulkräften zur Unterstützung der Familien bei der Früherziehung, die Weitergabe von Informationsmaterial zur COVID-19-Prävention, sowie die Fürsprache bei der Regierung, um Kinder vor den zusätzlichen Risiken von COVID-19 zu schützen. 

In allen Gemeinden, mit denen wir in Georgien zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. Die Mitarbeitenden von World Vision Georgien arbeiten von zu Hause aus. Wir überwachen weiterhin die Gesundheit, die finanzielle Situation der Familie und das Wohlergehen der Kinder über unsere Gemeinde-Netzwerke und per Mobiltelefon. 

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