500 Kinder im Südsudan zeigen: Ja, das kann es. In einem Land, das von Konflikten, Flucht und Unsicherheit geprägt ist, wird ein Fussballturnier zu mehr als nur einem Spiel. Es wird zu einem Symbol für Hoffnung, Gemeinschaft und eine friedlichere Zukunft.

Wenn Kinder Krieg kennen, aber Frieden wollen

Kinder im Südsudan wachsen mit Konflikten, Unsicherheit und Angst auf. Viele von ihnen sind geflohen, haben Familienmitglieder verloren oder leben heute als Binnenvertriebene. Und doch tragen sie einen starken Wunsch in sich: Ihre Zukunft soll eine andere Geschichte erzählen. Eine Geschichte des Friedens.

Beim Fussballturnier, das World Vision gemeinsam mit lokalen Partnern organisiert hat, begegnen wir 500 Kindern, die genau dafür spielen.

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Fussball: Mehr als ein Spiel

In einer Umgebung, in der Hoffnung oft verloren scheint, ist Fussball weit mehr als ein Zeitvertreib. Er schenkt den Kindern Momente von Freude, Normalität und Erfolg – Dinge, die für ihre psychische Gesundheit enorm wichtig sind.

Ein Tor, ein Jubel, eine Umarmung: Das alles mag klein wirken, doch in einem fragilen Kontext ist es ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Resilienz und Zuversicht.

Alle wünschen sich Frieden
«Es gibt so viel Hoffnung und Erwartung im Südsudan. Alle wünschen sich, dass Frieden einkehrt – damit sie wieder ihr Leben führen, ihre Kinder versorgen und ihr Land aufbauen können.»
Dr. Mesfin Loha
Nationaldirektor World Vision Südsudan

500 Kinder, die Krieg erlebt haben

Jedes Kind auf dem Spielfeld hat eine Geschichte:

• Flucht über Grenzen
• Gewalt, die sie erlebt oder gesehen haben
• der Verlust von Angehörigen
• das Leben in Unsicherheit und Angst

Laut UNHCR lebten im Oktober 2024 über eine halbe Million Geflüchtete im Südsudan – das Land ist eines der grössten Aufnahmeländer für Menschen, die aus dem Konflikt im Sudan fliehen mussten. 

Ein Mädchen im Südsudan bei einem Fussballspiel für den Frieden.

Sichtbarkeit für Mädchen – ein Spiel verändert Perspektiven

Besonders beeindruckend: Mädchen stehen beim Turnier genauso im Mittelpunkt wie Jungen.
In vielen Kontexten werden Mädchen im Sport kaum gesehen oder gar nicht berücksichtigt. Doch hier spielen sie auf dem Hauptfeld – sichtbar, selbstbewusst und unterstützt.

Das ist kein Zufall, sondern ein strategischer Ansatz:
• Mädchen sollen teilhaben
• Mädchen sollen gesehen werden
• Mädchen sollen Zukunftschancen haben

World Visions «Sports for Peace»-Programm stärkt gezielt Mädchen und schafft sichere Räume, in denen sie sich entfalten können.

Warum Sport Frieden fördert

Als humanitäre Organisation hilft World Vision Kindern zu überleben. Doch: Was bedeutet Überleben ohne Zukunftsperspektive?

Deshalb fördern wir Programme, die Kindern Wege zum Frieden – durch Sport, Kunst, Spiel und gemeinsames Erleben – zeigen.

Friedensarbeit gelingt nur, wenn auch jene einbezogen werden, die oft nicht gehört werden – Kinder, Frauen und Mädchen. Sie gestalten Zukunft. Sie tragen sie weiter.

Hoffnungsbringende Projekte wie dieses können Sie mit einer Patenschaft für Kinder in Not unterstützen.