Wirkungsbericht

Transparent und nachhaltig: Der erste Wirkungsbericht von World Vision Schweiz zum Thema Gesundheit + Ernährung.

Vom Input zur Wirkung

Mütter in einem Kurs für gesunde Ernährung

In der Entwicklungszusammenarbeit wird oft über rasch sichtbare Aktivitäten und Ergebnisse berichtet. Die langfristigen, weniger sichtbaren Auswirkungen bleiben hingegen unerwähnt. Der erste Wirkungsbericht von World Vision Schweiz liefert darum detaillierte Informationen zu unserem Ansatz und der Wirkung unserer Arbeit. Wirkung wird dabei definiert als die mittel- und langfristigen positiven oder negativen Auswirkungen auf das Leben von Menschen, die sich infolge verschiedenster Aktivitäten im Rahmen unserer Entwicklungsprojekte ergeben. Durch den Bericht soll sich der Schwerpunkt bei Diskussionen über internationale Entwicklungszusammenarbeit verschieben – weg von den Kosten und hin zur Wirksamkeit. 

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Wie Wirkung entsteht

  • Input
  • Aktivität
  • Output
  • Ergebnis
  • Wirkung

DEFINITION:
Finanzielle, personelle oder materielle Ressourcen für ein Entwicklungsprojekt.

BEISPIEL:
Bereitstellung von Finanzen und Mitarbeitern für den Bereich Gesundheit + Ernährung.

DEFINITION:
Massnahme (Aufgaben, Prozesse) werden mithilfe der verfügbaren Inputs geplant und umgesetzt, um bestimmte Resultate zu erreichen.

BEISPIEL:
Betreuungspersonen von Kindern nehmen an Gesundheitsschulungen und Kochkursen von World Vision teil.

DEFINITION:
Konkrete Produkte/Waren oder Dienstleistungen, die sich aus den Aktivitäten ergeben.

BEISPIEL:
Betreuungspersonen haben ein verbessertes Wissen über Gesundheit + Ernährung und wissen, wie sie es im Alltag umsetzen können.

DEFINITION:
Kurz-/mittelfristige Auswirkung als Folge der zahlreichen Outputs eines Entwicklungsprojektes.

BEISPIEL:
Betreuungspersonen wenden ihr neu erlerntes Wissen an und kochen beispielsweise regelmässig nährstoffreiches Essen für ihre Kinder.

DEFINITION:
Mittel- und langfristige positive oder negative Auswirkungen von Aktivitäten; sie können beabsichtig/erwünscht oder unbeabsichtigt/unerwünscht sein.

BEISPIEL:
Kinder sind gesund und weisen einen verbesserten Ernährungszustand auf.

Wirkung im Bereich Gesundheit + Ernährung

16 % mehr Kinder sind vor Krankheiten geschützt

in 6 Entwicklungsprojekten in Tansania und Bangladesch.

5 % weniger Kinder sind untergewichtig

in 5 Entwicklungsprojekten in Bolivien, Mali, Tansania und Vietnam.

Projektbeispiel Tansania

Projekt Makindube in Tansania

Die Quote von Haushalten, die das ganze Jahr hindurch genügend zu essen haben, hat sich von 10 % auf 51 % verbessert.

Widerstandsfähigkeit fördern
Im Norden Tansanias, im Projektgebiet Makindube, ist die Landwirtschaft die wichtigste Form der Existenzsicherung. Die Bevölkerung ist auf Niederschläge angewiesen. Immer häufiger regnet es jedoch zu wenig. Dürren gefährden die Ernährungssicherung der Haushalte.

World Vision versucht, die Probleme mit verschiedenen Massnahmen zu lösen:

  • Bewässerungskanäle werden erneuert und erweitert.
  • Der Bau von Wasserwannen, Dammsystemen und Staubecken wird demonstriert und unterstützt. So wird Regenwasser bei starken Niederschlägen gespeichert und die Abhängigkeit vom Regen reduziert.
  • Familien lernen, einen Gemüsegarten anzulegen und die Wasserwannen zu nutzen, um das ganze Jahr über Gemüse ernten zu können. Dies verbessert nicht nur ihren Speiseplan, sie können einen Teil der Ernte auch verkaufen.
  • Bauern erhalten Kurse zu verbesserten Anbaumethoden, beispielsweise zur Herstellung und Nutzung von Düngemitteln sowie zur FMNR-Methode (Farmer-Managed Natural Regeneration), einer Technik zur Landrestauration.

Bei Projektbeginn im Jahr 2004 lag die Quote der Haushalte, die das ganze Jahr über genügend zu essen hatten, bei 10 %. Mittlerweile erreichen 51 % der Haushalte dieses Ziel – der nationale Durchschnitt beträgt 36 %. Die Massnahmen scheinen also zu wirken.

Ernährung sichern

 

In Tansania sind wir der Frage nachgegangen, wie sich die Ernährungssicherheit der Bevölkerung durch die Massnahmen von World Vision verändert. Im Video schildern Joyce und Abel Mrima ihre Erfahrungen: «Wir sind World Vision sehr dankbar. Sie haben unseren Ackerbau und unsere Gesundheit verbessert. Bald sind wir soweit fortgeschritten, dass wir auf eigenen Beinen stehen können – auch nach dem Rückzug von World Vision.»

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