Kinderrechte + Kinderschutz

Kinder haben Rechte, die geschützt werden müssen. Für einen sicheren Start ins Leben und ein Leben in Geborgenheit.

Kindesschutz ist wichtig

World Vision Schweiz engagiert sich in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen für die Rechte und den Schutz von Kindern, um einen Bewusstseinswandel in der Bevölkerung zu fördern.

Herausforderungen im Bereich Kinderrechte + Kinderschutz

30 Mio. Mädchen

droht Gefahr, im nächsten Jahrzehnt beschnitten zu werden.

700 Mio. Frauen

wurden vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet.

230 Mio. Kinder

haben keine Geburtsurkunde.

Ein Leben in Geborgenheit

Weltweit leisten rund 38 Millionen Mädchen und Buben zwischen 5 und 14 Jahren Kinderarbeit unter ausbeuterischen und gesundheitsschädlichen Bedingungen wie zum Beispiel im Sexgewerbe oder in Steinbrüchen und Minen. Noch mehr Kinder sind von Misshandlungen, Sklaverei und Zwangsheirat betroffen. Darüber hinaus droht 30 Mio. Mädchen im nächsten Jahrzehnt die Beschneidung! Ohne Geburtszertifikat haben Kinder oftmals keinen Zugang zu Bildung und laufen Gefahr, zu früh zu Arbeit oder Heirat gezwungen zu werden.

Mit unseren Massnahmen zum Schutz von Kindern und deren Rechten setzen wir uns dafür ein, dass die jungen Menschen ein Leben in Geborgenheit und frei von Misshandlung, Unterdrückung und Diskriminierung führen können.

Unsere Ansätze

Resultate Kinderrechte + Kinderschutz im Jahr 2016:

7832 Kinder und Jugendliche in Tansania

haben ein Geburtszertifikat erhalten.

6000 Schüler und Lehrer in Vietnam

wurden im Bereich Erste Hilfe und Katastrophenschutz ausgebildet.

1600 Kinder in der Dom. Republik

haben an Kinderrechtskampagnen teilgenommen.

Projektbeispiel Kinderrechte + Kinderschutz

«Ich war so erleichtert – als wäre ich aus dem schlimmsten Albtraum aufgewacht!»

Schulbank statt Zwangsheirat
Zwangsheirat – Beatriz erstarrt noch heute, wenn sie das Wort hört. Die Vollwaise war gerade mal 14 Jahre jung, als ihre Tante ihr mitteilte, sie würde mit einem ihr unbekannten Mann verheiratet. «Ich war verzweifelt und betete», erinnert sich Beatriz. Die Tante liess sich jedoch nicht umstimmen. Schliesslich würde der Mann für das Mädchen sorgen und somit ihre eigenen finanziellen Probleme lindern. So sei es Brauch in Mosambik. Beatriz’ Traum, Lehrerin zu werden, schien jäh geplatzt.

Zum Glück war Beatriz schon seit zwei Jahren Mitglied im Jugendclub von World Vision und hatte dort gelernt, was ihre Rechte sind und wie man für diese kämpfen kann. Nun war sie plötzlich selber in der Opferrolle – wie Tausende anderer Mädchen in Mosambik vor ihr. Nachdem Beatriz im Jugendclub von ihrem Dilemma erzählt hatte, alarmierten ihre Freunde gemeinsam mit World Vision die Polizei. Beatriz‘ Tante und der Mann gaben unter Androhung einer Gerichtsverhandlung die Hochzeitspläne auf. «Ich war so erleichtert – als wäre ich aus dem schlimmsten Albtraum aufgewacht!» Anstatt als Ehefrau zu Hause arbeiten zu müssen, kann Beatriz nun ihre Ausbildung zur Lehrerin weiterverfolgen.

WORLD VISION UND DIE KINDERRECHTSKONVENTION

Kinderrechtskonvention 1989
Das «Überreinkommen über die Rechte des Kindes», kurz Kinderrechtskonvention, wurde am 20. November 1989 von der UN-Generalversammlung angenommen und trat im September 1990 in Kraft. Die Konvention legt vier Grundsätze fest: das Recht auf Leben und Gesundheit, das Recht auf Entwicklung, das Verbot der Diskriminierung und die Wahrung der Interessen der Kinder sowie das Recht auf Beteiligung und Mitbestimmung. 194 Staaten haben die Kinderrechtskonvention bisher ratifiziert – mehr als bei jedem anderen Abkommen. Die Schweiz hat die Kinderrechtskonvention 1997 ratifiziert.

World Vision setzt sich auf internationaler Politebene bei der UNO in New York und Genf für die Rechte von Kindern ein, und gemeinsam mit lokalen Regierungen erarbeiten wir in unseren Entwicklungsprojekten Strategien und Gesetze, welche Kinder besser schützen und ihre Rechte wahren. Denn nur so kann die Situation der Kinder nachhaltig zum Positiven verändert werden.
 

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13. Februar 2019

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