Sumaj Muju

Mit dem Entwicklungsprojekt Sumaj Muju von World Vision Schweiz werden Kinder, ihre Familien und das Umfeld in Bolivien unterstützt.

Das Projekt in Kürze

Karte des Projekt Sumaj Muju in Bolivien

Bolivien

Fläche: 1'098'581 km²
Einwohner: 10'969'649
Hauptstadt: Sucre
Amtssprache: Spanisch, Ketschua, Aikmara, Guaraní, indigene Sprachen

Das Entwicklungsprojekt Sumaj Muju liegt im Departement Potosí im kargen Hochland Boliviens. 

Im kargen Hochland Boliviens leben viele Menschen von der Landwirtschaft. Doch das harsche Klima und die kleinen Grundstücke lassen kaum eine reiche Ernte zu. Die Menschen leben in Armut. Mangelernährung, schlechte Gesundheitsversorgung, unzureichende sanitäre Anlagen und geringe Bildung sind die grössten Probleme auf dem Weg in eine bessere Zukunft. 

Kinder leiden besonders unter der Situation. Nur 70 Prozent von ihnen besuchen derzeit eine Schule. Schulmaterial und Schuluniformen sind jedoch sehr teuer. Angebote zur beruflichen Bildung und qualifizierte Lehrer fehlen. Nur wenn sich dies ändert, kann die Lage nachhaltig verbessert werden.

2006 lancierte World Vision in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, Behörden und Organisationen das Entwicklungsprojekt Sumaj Muju. 

 

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Herausforderungen

50 % der Kinder unter 5 Jahren sind magelernährt.

26 % der 11-Jährigen können einen Lesetext nicht verstehen.

94 % der Familien leben unter der Armutslinie.

Massnahmen und Resultate

Story aus dem Projekt

Ein Junge macht seine Hausaufgaben in Sumaj Muju, Bolivien

«World Vision hat mir viel über Respekt und Menschenrechte beigebracht und auch, wie ich eine Gruppe leiten kann.»

Führungskraft von morgen

Main (10) lebt mit seiner Mutter und seinen Geschwistern im bolivianischen Hochland. Ein paar Schafe, Kartoffelanbau und ein kleiner Lebensmittelladen sind der Lebensunterhalt der Familie.

Main macht aktiv bei World Vision in seinem Dorf mit und ist einer der Leiter des Kinder- und Jugendnetzwerkes im Sumaj Muju Projekt. «World Vision hat mir viel über Respekt und Menschenrechte beigebracht und auch, wie ich eine Gruppe leiten kann.» Main kennt die Schwierigkeiten seiner Familie. Nun hat er gelernt, wie er dieser helfen kann. Teofila, Mains Mutter erinnert sich: «Main hat von der Regierung 29 Dollar als Bonus für seine regelmässige Teilnahme am Unterricht bekommen. Davon wollte er Süssigkeiten kaufen. Ich habe ihn erst geschimpft. Dann hat er mir erklärt, dass alles für unseren Laden sei. Wir könnten es verkaufen und mehr verdienen.»

Teofila ist stolz, dass ihre Kinder zur Schule gehen können: «Eine ganze Zeit lang hat Bildung den Menschen hier nichts bedeutet. Dank World Vision ist mir klar geworden, wie wichtig eine Schulbildung für die Zukunft ist.» Für Main ist die Schule ein grosser Gewinn: «Ich liebe Fussball und Schach spielen, Mathematik, Physik und Chemie. Wenn ich gross bin, möchte ich Mathematiklehrer werden. Als Lehrer kann ich anderen etwas geben.»

Bilder aus dem Projekt

So können Sie helfen