Ghoraghat

Mit dem Entwicklungsprojekt Ghoraghat von World Vision Schweiz werden Kinder, ihre Familien und das Umfeld in Bangladesch unterstützt.

Das Projekt in Kürze

Karte des Projekts Ghoraghat in Bangladesch

Bangladesch

Fläche: 148'460 km²
Einwohner: 156'186'882
Hauptstadt: Dhaka
Amtssprache: Bengali, Bajan

250 km nordwestlich der Hauptstadt Dhaka im ländlichen Distrikt Dinajpur liegt der Bezirk Ghoraghat. Es ist eines der ärmsten Gebiete in Bangladesch, verschiedene Minderheitenvölker leben hier.

Zahlreiche Menschen haben als Tagelöhner kein sicheres Einkommen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in grosser oder extremer Armut. Sie können es sich nicht leisten, ihren Kindern drei Mahlzeiten am Tag zu geben. Die Familien leiden unter unzureichender Ernährung, hoher Mütter- und Kindersterblichkeit und schlechtem Zugang zu lokalen Gesundheitsstationen. Jedes zweite Kind ist unterernährt. 

World Vision hat in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, Behörden und Verantwortungsträgern, aber auch mit Gesundheitspersonal, Lehrern und Jugendlichen die grössten Probleme der Region identifiziert und eine Strategie für die Projektarbeit entwickelt, um den ärmsten Menschen in der Region zu helfen. 2008 wurde das Entwicklungsprojekt Ghoraghat lanciert.

Projektbeschreibung als PDF herunterladen

Fortschrittsbericht als PDF herunterladen

Herausforderungen

54 % der Kinder unter 5 Jahren sind mangelernährt.

11 % der Kinder im Schulalter gehen nicht in die Schule.

23 % der Haushalte haben keine Toilette.

Massnahmen und Resultate

Story aus dem Projekt

Junge auf einem Baum, der dank Geburtsurkunde zur Schule gehen kann in Ghoraghat, Bangladesch

«Ohne Geburtsurkunden war es schwierig, Hilfe vom Staat zu bekommen. Doch jetzt ist vieles sehr einfach geworden.»

Ein wichtiger Schlüssel

Sojib (12) geht in die siebte Klasse und sagt: «Ich möchte Schriftsteller werden. Ich träume davon, dass meine Texte und Gedichte eines Tages veröffentlicht werden.» Er hat schon zehn kurze Theaterstücke geschrieben, die in der Schule aufgeführt worden sind. Nicht immer sah sein Leben so rosig aus. Früher lebte seine Familie in grosser Armut und hatte kaum genug zu essen.

Noch bis 2009 hatten Kinder in Bangladesch nur selten Geburtsurkunden. Doch seit einer Gesetzesänderung 2010 ist dieses Papier Voraussetzung für staatlichen Leistungen wie Schule oder medizinische Versorgung. World Vision setzte sich in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden dafür ein, dass die Bevölkerung ihre Rechte kennt und weiss, wie wichtig Geburtsurkunden für die Kinder sind.

Sojib bewarb sich mit der Hilfe der lokalen Schule für seine eigene Geburtsurkunde und staatliche Unterstützung. Seine Mutter sagt: «Früher war es schwierig, Hilfe vom Staat für unsere Kinder zu bekommen, da sie ohne Geburtsurkunde offiziell gar nicht existierten. Doch jetzt ist vieles sehr einfach geworden. Ich erzähle darum meinen Nachbarn, was wir erlebt haben, und rate ihnen, sich auch um die Geburtsurkunden zu bemühen.»

Bilder aus dem Projekt

So können Sie helfen