Matobo Kezi

Mit dem Entwicklungsprojekt Matobo Kezi von World Vision Schweiz werden Kinder, ihre Familien und das Umfeld in Simbabwe unterstützt.

Das Projekt in Kürze

Karte des Projekts Matobo Kezi in Simbabwe

Simbabwe

Fläche: 390'757 km²
Einwohner: 14'546'961
Hauptstadt: Harare
Amtssprache: Englisch, Shona, Ndebele

Im Südwesten von Simbabwe in der Region Matabeleland South liegt der Distrikt Matobo. Die Region ist geprägt durch Savannen-Grasland mit dürreresistenten Bäumen wie dem Affenbrotbaum (Baobab). Das Klima ist überwiegend trocken, nur sporadisch fällt Regen. Die Menschen im ländlichen Gebiet leben als Selbstversorger von der Landwirtschaft oder betreiben Rinderzucht. Einige sind im Bergbau (Gold, Asbest, Chrom) oder Tourismus tätig. Viele arbeitsfähige Menschen suchen in Botswana oder Südafrika eine Stelle. Im Distrikt gibt es 72 Primarschulen, 20 Sekundarschulen und 13 Gesundheitszentren.

Viele Kinder haben einen sehr weiten Schulweg. Auch der Weg zur nächsten Gesundheitsstation kann bis zu 25 km Fussmarsch bedeuten. Die Kindersterblichkeit ist an die 15-mal höher als in der Schweiz und mehr als 15 % der Erwachsenen sind HIV-positiv.

World Vision hat in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt vom Distrikt Matobo und anderen lokalen Partnern eine Strategie für eine langfristige Projektarbeit entwickelt. Das neue Projekt hat im Oktober 2015 mit dem Schwerpunkt auf Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern begonnen.

Projektbeschreibung als PDF herunterladen

Fortschrittsbericht als PDF herunterladen

Herausforderungen

40 % der Kinder unter 5 Jahren sind mangelernährt.

25 % der Kinder haben keine Geburtsurkunde.

20 % der Kinder sind nicht geimpft.

Massnahmen und Resultate

Story aus dem Projekt

«Mit den neuen Gesundheitsstationen haben viel mehr Frauen und Kinder Zugang zur Gesundheitsversorgung und zu Schwangerschaftsuntersuchungen.»

Gesundheit wird erreichbar

Gerade für Mütter und ihre Kinder ist Gesundheit ein Grundbedürfnis. Doch im Distrikt Matobo sind die Wege so weit, dass die Menschen kaum medizinische Hilfe suchen und darum viele gesundheitliche Probleme haben. Kinder unter fünf Jahren leiden besonders an Lungenentzündungen und Durchfallerkrankungen. Viele Babys sterben bei der Geburt oder sogar schon während der Schwangerschaft.

World Vision setzt sich gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium dafür ein, dass alle Bewohner der Region in höchstens 10 Kilometer Entfernung von ihrem Zuhause Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Darum werden in mehreren Dörfern Gesundheitsstationen gebaut. 

Dr. Matthew Mthunzi ist nur einer von zwei Ärzten im ganzen Distrikt. Er arbeitet eng mit World Vision zusammen: «Mit den neuen Gesundheitsstationen haben viel mehr Frauen und Kinder Zugang zur Gesundheitsversorgung und zu Schwangerschaftsuntersuchungen. Wir hoffen, dass sich so der Gesundheitszustand der Bevölkerung, besonders für die Kinder und deren Mütter, verbessert.»

Die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen sind für die Bevölkerung Gesundheitshelferinnen, die von Tür zu Tür gehen. Sie besuchen die Familien und schulen sie, Krankheiten zu erkennen und zu vermeiden. Bei Bedarf überweisen sie die Kranken in die nächste Gesundheitsstation. Dank Velos, die World Vision ihnen zur Verfügung stellt, können sie nun viel mehr Familien erreichen.

Bilder aus dem Projekt

So können Sie helfen