Neguela

Mit dem Entwicklungsprojekt Neguela von World Vision Schweiz werden Kinder, ihre Familien und das Umfeld in Mali unterstützt.

Das Projekt in Kürze

Karte des Projekts Neguela in Mali

Mali

Fläche: 1'240'192 km²
Einwohner: 17'885'245
Hauptstadt: Bamako
Amtssprache: Französisch, Bambara

In Neguela leben viele Menschen in grosser Armut. Dürreperioden, schlechte Gesundheitsversorgung und geringe Bildung sind Hindernisse auf dem Weg in eine bessere Zukunft.

Das Entwicklungsprojekt liegt in der Region Koulikoro rund 30 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bamako im Savannengebiet mit einer Regenzeit von Juli bis September. 

2007 wurde das Entwicklungsprojekt Neguela in drei Gemeinden mit rund 31 000 Einwohnern lanciert. World Vision hat in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, Behörden und Verantwortungsträgern, aber auch mit Gesundheitspersonal, Lehrern und Jugendlichen eine Strategie für die Projektarbeit entwickelt.

Ein grosses Problem in der Region ist die unzureichende Gesundheitsversorgung. Es gibt zwar in jeder Gemeinde eine Gesundheitsstationen, doch diese sind schlecht ausgestattet. Bei Projektbeginn hatten nur 9 % der Bevölkerung Zugang zu sicherem Trinkwasser, 2013 waren es dank neuer Brunnen 51 %. 76 % der Haushalte haben keine sanitären Anlagen. Durchfallkrankheiten sind die oft gefährliche Folge. Auch Malaria fordert immer wieder Opfer, gerade bei kleinen Kindern.


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Herausforderungen

59 % der Kinder unter 5 Jahren fehlen wichtige Impfungen.

29 % der Kinder im Schulalter gehen nicht in die Schule.

49 % der Haushalte haben kein Trinkwasser.

Massnahmen und Resultate

Story aus dem Projekt

Ein Junge an der Wandtafel in der Schule in Neguela, Mali

«Dank der Hilfe von World Vision können jetzt die meisten Kinder in unserer Klasse lesen und die Erklärungen des Lehrers verstehen.»

Auch arme Kinder sollen lesen können

Neguesson (10) ist das älteste von drei Kindern. Weitere drei Geschwister sind infolge von Armut an Kinderkrankheiten gestorben. Ihr Haus liegt etwas vom Dorf entfernt, und der Vater gilt im Dorf als Aussenseiter. Dies beschäftigt den Jungen sehr, und er möchte von dieser Stigmatisierung loskommen. Obwohl er keine anständige Kleidung und weder Schuhe noch Schultasche hatte, ging er daher regelmässig zur Schule. Doch der Schule fehlte es an Unterrichtsmaterial, und die Leistungen der Schüler waren ungenügend.World Vision stattete die Schule mit einem Leseförderungspaket aus, das pädagogische Techniken und Strategien enthält, damit die Kinder leichter Lesen lernen, dazu Alphabet-Lernkarten, Schreibhefte, Wandtafeln, ein kleines Solarpanel für ein Abspielgerät für Audiokurse und eine Harddisk mit vorbereiteten Lektionen. Schon wenige Monate später konnten die Kinder viel besser lesen. Neguesson wurde Klassenbester und erhielt dafür Belohnungen wie Kleidung, eine Schultasche und Schulmaterial. Sein Lehrer sagt: «Er ist den anderen wirklich voraus. Wenn ich eine Lektion einmal erkläre, kann er sie klar wiedergeben. Aber auch die anderen haben Fortschritte gemacht.» Neguesson selber sagt dazu: «Dank der Hilfe von World Vision können jetzt die meisten Kinder in unserer Klasse lesen und die Erklärungen des Lehrers verstehen. Mit dem Schulmaterial, das ich bekommen habe, möchte ich viel lernen und später selber einmal Bildungsexperte werden, um den Kindern in armen Dörfern zu helfen.»

Bilder aus dem Projekt

So können Sie helfen