Diago

Mit dem Entwicklungsprojekt Diago von World Vision Schweiz werden Kinder, ihre Familien und das Umfeld in Mali unterstützt.

Das Projekt in Kürze

Karte des Projekts Diago in Mali

Mali

Fläche: 1'240'192 km²
Einwohner: 17'467'108
Hauptstadt: Bamako
Amtssprache: Französisch, Bambara

Mali gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die grössten Probleme sind eine unzureichende Gesundheits- und Trinkwasserversorgung sowie ein mangelhaftes Bildungsangebot. Besonders von der Armut betroffen sind Witwen und Waisen sowie Menschen mit Behinderungen.

Das Entwicklungsprojekt Diago liegt rund 30 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bamako. World Vision hat das Entwicklungsprojekt im Jahr 2009 lanciert. Es umfasst drei Gemeinden mit 28 Dörfern und rund 34 000 Einwohnern. Die meisten Menschen im Gebiet gehören zum Volk der Bambara. Viele sind Muslime, aber auch Christen und Anhänger traditioneller Religionen leben hier.

Eine gute Bildung ist oft unerreichbar. Viele Erwachsene sind Analphabeten; viele Kinder gehen überhaupt nicht zur Schule. Denn die Qualität des Unterrichts und die Ausbildung der Lehrer sind mangelhaft und die Klassen überfüllt. Zudem müssen die Eltern oft den Lohn der Lehrperson bezahlen. Dank Sensibilisierungskampagnen und neuer Schulen werden jetzt mehr Kinder eingeschult. Trotzdem können viele Kinder kaum lesen und schreiben. Darum engagiert sich World Vision für eine bessere Unterrichtsqualität

 

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Herausforderungen

18 % der Kinder unter 5 Jahren sind unterernährt.

41 % der Kinder im Schulalter gehen nicht in die Schule.

64 % der Haushalte haben kein Trinkwasser.

Massnahmen und Resultate

Story aus dem Projekt

Ein Mädchen mit Ernte in Diago, Mali

«Jede Woche gehe ich in die Bibliothek und leihe mir Bücher aus. Sie helfen mir sehr dabei, gute Noten zu haben.»

Hoffnung trotz Schicksalsschlag

Niamés Vater ist vor ein paar Jahren erblindet. Er kann seinen Beruf als Bauer nicht mehr ausüben und muss betteln gehen. Die elfjährige Niamé sagt, den Tränen nahe: «Ich gehe an schulfreien Tagen mit ihm und bettle um Geld. Das ist sehr erniedrigend. Aber wir brauchen dieses Geld, um die Miete zu zahlen, Lebensmittel zu kaufen und mein Schulgeld zu bezahlen.»

Dass sie in die Schule gehen kann, ist ihre grosse Freude. Sie ist fleissig und darum eine der besten Schülerinnen in ihrer Schule. «Jede Woche gehe ich in die Bibliothek und leihe mir ein bis zwei Bücher aus. Diese Bücher helfen mir sehr dabei, gute Noten in der Schule zu haben.» Die Bibliothek wurde von World Vision eingerichtet und mit Büchern auf Französisch und Bambara, der lokalen Sprache, ausgestattet.

Nach ihren Träumen für die Zukunft befragt, antwortet Niamé: «Ich möchte einmal Ärztin werden, um armen Menschen zu helfen, besonders den Betagten und den benachteiligten Kindern. Ich bin World Vision sehr dankbar, dass sie unsere Schule so gut ausstatten und mir damit eine gute Bildung ermöglichen.»

Bilder aus dem Projekt

So können Sie helfen