Not- und Katastrophenhilfe

In Krisen und Katastrophen leistet World Vision Schweiz schnelle und unbürokratische Hilfe für Menschen in Not.

Sofort helfen in Katastrophenfällen

In Not- und Katastrophenfällen wie Kriegen oder Naturkatastrophen verlieren Menschen ihr Hab und Gut, sind Kinder und Flüchtlinge von Menschenhandel und Ausbeutung bedroht, fehlt oftmals der Zugang zu medizinischer Versorgung, Nahrung und Unterkunft. World Vision steht der betroffenen Bevölkerung mit Prävention, Nothilfe und beim Wiederaufbau bei. Das Kinderhilfswerk ist in rund 100 Ländern mit Vertretungen und Expertenteams vernetzt und betreibt rund um die Welt Logistikzentren mit eingelagerten Hilfsgütern. Dank dieser Infrastruktur können wir Krisen gezielt vorbeugen, unmittelbar auf Notsituationen und Katastrophen reagieren und den Wiederaufbau langfristig unterstützen.

Naturkatastrophen, kriegerische Auseinandersetzungen oder die Folgen des Klimawandels sind die häufigsten Auslöser für humanitäre Krisen.

Weltweit sind Menschen in Not

Syrische Kinder auf der Flucht
Jeder 9. Mensch geht hungrig zu Bett
14 Millionen Menschen von Taifun Haiyan betroffen

Phasen der Katastrophenhilfe

  • Vorsorge
  • Nothilfe
  • Wieder-aufbau
  • Prävention

Katastrophenvorsorge:
Um auf den Extremfall vorbereitet zu sein, erarbeitet World Vision zusammen mit der Bevölkerung vor Ort präventiv Katastrophenvorsorge- und Aktionspläne. Unsere Experten nutzen Frühwarnsysteme, um Prognosen über drohende Gefahren wie Tsunamis, Überschwemmungen und Dürren zu treffen. Mithilfe der Daten können frühzeitig Massnahmen ergriffen werden. Zusätzlich unterhält World Vision an strategischen Orten wie Frankfurt, Dubai, Panama oder Accra Lager mit Hilfsgütern, welche bei Bedarf innerhalb von wenigen Stunden ins Katastrophengebiet verschickt werden können. Kinder werden aktiv in die Katastrophenvorsorge einbezogen. Besonders in Regionen, die häufig mit Naturkatastrophen rechnen müssen, üben sie spielerisch, wie sie sich im Katastrophenfall, zum Beispiel einem Erdbeben, verhalten müssen.

Nothilfe:
Im Katastrophenfall ist es das unmittelbare Ziel, Leben zu retten. World Vision ist, so weit möglich, innerhalb von 72 Stunden mit Hilfsgütern und Expertenteams vor Ort. Das Kinderhilfswerk verteilt so rasch als möglich Nahrungsmittel, Hygiene- und Küchen-Kits sowie Plastikplanen und Decken. Zudem werden in Zusammenarbeit mit UN-Organisationen, den lokalen Behörden und weiteren Hilfswerken eine medizinische Grundversorgung und der Zugang zu sauberem Wasser sichergestellt. Kinder sind in Krisen und Katastrophen besonders von Missbrauch und Menschenhandel bedroht; oftmals sind sie von den schrecklichen Erlebnissen traumatisiert. Sie brauchen einen geschützten Raum und Zuwendung. Ein zentrales Element der Nothilfe von World Vision sind daher Kinderschutzzonen, wo sie in einem sicheren Umfeld spielen und lernen können und psychologische Betreuung erhalten.

Wiederaufbau:
Sobald die notwendigsten Grundbedürfnisse gedeckt sind, beginnt der Wiederaufbau der zerstörten Lebensgrundlagen. Zum Beispiel geschieht dies mit dem Bau von erdbeben- oder sturmsicheren Häusern. Kinder sollen so schnell wie möglich wieder in die Schule gehen können, Erwachsene wieder ihrer Arbeit nachgehen können, um wieder für sich selber sorgen zu können. World Vision bezieht bei Wiederaufbauprojekten die betroffene Bevölkerung aktiv mit ein und arbeitet eng mit staatlichen Behörden, weiteren Hilfswerken und dem UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) zusammen.

Prävention:
Das Ziel der Katastrophenhilfe muss es immer sein, zukünftige Krisen abzuwenden oder deren Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Dafür werden in den langfristigen Entwicklungsprojekten präventive Massnahmen getroffen. In Bolivien zum Beispiel passen sich die Menschen mit verbessertem Saatgut und angepassten landwirtschaftlichen Techniken an die Folgen des Klimawandels an und sicher damit ihre Ernteerträge. Ausserdem sorgt World Vision zum Beispiel durch natürliche Regeneration und Wiederaufforstung dafür, dass von Erosion betroffene Landstriche wieder fruchtbar werden.

Einblick in die Not- und Katastrophenhilfe

Der Film über die Not- und Katastrophenhilfe von World Vision Schweiz gibt Einblick in unsere Arbeit.

Im Jahr 2015 mit Nothilfe unterstützt

Über 100'000 Hurrikan-Opfer 

in Haiti mit Decken, hygiene-Kits und Lebensmitteln versorgt.

2,3 Millionen Betroffene des Syrienkrieges

im Nahen Osten mit verbessertem Zugang zu Wasser und Sanitäranlsagen sowie Cash-Cards für Lebensmittel unterstützt.

5,7 Millionen von El Niño betroffene Menschen

erhielten Lebensmittel und Hilfe bei Vorsorgemassnahmen.

Erdbeben in Nepal

Karte Erdbeben Nepal

Im Frühjahr 2015 verwüsteten verheerende Erdbeben Nepal. World Vision leistete Soforthilfe und hilft beim langfristigen Wiederaufbau.

Nach der Soforthilfe der Wiederaufbau
Im Mai und April 2015 erschütterten verheerende Erdbeben Nepal. Das erste vom 25. April traf mit einer Stärke von 7,8 auf der Richterskala auf das asiatische Land. Das Nachbeben am 12. Mai mit einer Stärke von 7.3 verschlimmerte die Lage zusätzlich. Das traurige Ergebnis: 8 891 Menschen starben, 22 302 wurden verletzt. 605 254 Häuser wurden komplett und 284 479 teilweise zerstört. Die Erdbeben beschädigten 36 000 Klassenzimmer vollständig und gefährdeten die Schulbildung von 1,5 Millionen Kindern.

World Vision leistete umgehend Nothilfe und versorgte im ersten Jahr nach der Naturkatastrophe 386 984 Betroffene z. B. mit wärmender Kleidung, Solarlampen und Lebensmitteln oder mit dem Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das Kinderhilfswerk richtete 35 Kinderschutzzonen und 54 temporäre Lernzentren ein. Dort können Kinder und Jugendliche unter psychologischer Betreuung spielen und lernen.

In Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium werden Schulhäuser erdbebensicher gebaut. Auch der Wiederaufbau von Gesundheitsstationen wird vorangetrieben. Mit den beiden Entwicklungsprojekten Lamjung und Jumla-Sinja richtet World Vision Schweiz nun den Fokus nun auf die langfristige Entwicklungszusammenarbeit in Nepal.

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