Ukraine: Millionen von Kinderleben gefährdet

Ich will helfen

Die Nacht auf den 24. Februar veränderte das Leben der Menschen in der Ukraine. Das Leid und die Angst sind unbeschreiblich. Abertausende von ukrainischen Einwohnerinnen und Einwohnern haben sich in Bunkern verschanzt, ein Grossteil davon Kinder und Frauen.
 

Artilleriebeschuss, Raketen und Kämpfe an vielen Fronten bedrohen akut das Wohlergehen von mehr als 7,5 Millionen Kindern. «Die Folgen für die von dieser Konflikteskalation betroffenen Kinder sind sehr besorgniserregend. Der Fokus ist nun auf den Schutz derjenigen gerichtet, die durch die Eskalation dieser Krise am meisten gefährdet sind», sagte unsere Regionalverantwortliche Eleanor Monbiot am 25. Februar 2022.

Wer kann, flieht, um sich in Sicherheit zu bringen.

Das UNHCR berichtet, dass 7 Millionen Menschen sich innerhalb der Ukraine auf der Flucht befinden, 12,7 Milllionen sind aus der Ukraine in die umliegenden Länder geflüchtet. Das sei die am schnellsten wachsende Flüchtlingskrise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

Die Flüchtlingszahl verändert sich täglich. Die Willkommenskultur in den umliegenden Ländern und die weltweite Solidarität sind berührend.

Gemeinsam mit UN-Organisationen und weiteren Partnern tun wir unser Möglichstes, um das Leid der geflüchteten Kinder und ihrer Familien zu lindern.

 

Andrew Morley, Präsident von World Vision International, an der rumänisch/ukrainischen Grenze im Gespräch mit einer aus der Ukraine geflüchteten Mutter.

Schnell direkte humanitäre Hilfe leisten 

World Vision ist seit Jahrzehnten in der Region tätig. Für die aus der Ukraine Geflüchteten leisten wir direkte humanitäre Hilfe. Beispielsweise mit Überlebens-Kits mit den nötigsten Artikeln für Kinder oder psychologischer Erster Hilfe für Kinder und Einzelpersonen. Viele der Flüchtlinge, vor allem Kinder und Frauen, sind schwerst traumatisiert.  

Um die erwartete ungeheuer grosse Zahl an Geflüchteten mit dem Nötigsten versorgen zu können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.


Ich will helfen 

Update Ukraine: Ein Land in der Krise

Die Eskalation des Konflikts in der Ukraine hat Millionen von Menschen - vor allem Frauen und Kinder - gezwungen, in die Nachbarländer zu fliehen. Mit der Eskalation der Krise steigen die Zahl der Todesopfer, die Zahl der Vertriebenen und der Bedarf stündlich. Unser CEO Christoph von Toggenburg mit einem Update. (Die aktuellen Zahlen finden Sie oben auf der Seite.)

 

Fragen & Antworten

+ Ist World Vision in der Ukraine präsent?

World Vision ist seit über 30 Jahren in der Region aktiv und leistet seit Ende Februar 2022 humanitäre Hilfe für Geflüchtete innerhalb der Ukraine und in den umliegenden Ländern (Republik Moldau, Rumänien, Georgien). Wir arbeiten auch mit Partnerorganisationen zusammen, um die Bedürfnisse der am meisten gefährdeten Kinder und deren Familien laufend zu beurteilen und anzupassen.Mittlerweile hat World Vision ein Landesbüro in Kviv sowie weitere Büros an zwei Standorten in der Westukraine eröffnet und ist ausserdem mit einem Büro in der Republik Moldau präsent, um den sich laufend verändernden Bedürfnissen vor Ort gerecht zu werden. Wir konzentrieren uns dabei auf drei Ziele:

Grundbedürfnisse
Die Deckung der Grundbedürfnisse (Essen, Unterkunft, Hygiene) ist für Geflüchtete innerhalb und ausserhalb des Landes nach wie vor sehr wichtig. Bargeldzahlungen und Sachspenden werden situativ flexibel eingesetzt. 

Psychologische Unterstützung
Kinder, die geflohen sind, lassen viel zurück: Freunde, Spielzeug, Schule, Haustiere usw. Wir leisten erste psychosoziale Hilfe und unterstützen die Eltern bei der Bewältigung ihres eigenen Traumas.

Bildungskontinuität
Lücken in der Bildung von Kindern sollen verhindert werden. Wir schaffen kinderfreundliche Zonen, in denen Kinder «Kind sein können». Diese temporären Räume verbessern den Schutz der Kinder und ermöglichen Freizeitaktivitäten. In Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium können sie auch für Grundbildung genutzt werden. 

Um die neusten Updates zu unserer Arbeit in der Region zu erhalten, folgen sie uns in den Sozialen Medien.

+ Wie ist die Situation der Kinder?

World Vision ist sehr besorgt über die Auswirkungen dieser Krise auf gefährdete Kinder und ihre Familien, insbesondere was das erhöhte Trauma-Risiko für Kinder betrifft. Angesichts der anhaltend angepassten Lage besteht weiterhin die Möglichkeit, dass es zu erheblichen Migrationsbewegungen innerhalb der Ukraine und in die Nachbarländer kommt. Auch die Gefahr des Menschenhandels ist für Frauen und Kinder in der Region gross. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise haben weltweit schwerwiegende Folgen für die Öl- und Rohstoffpreise, wodurch sich die Kinderarmut weit über Osteuropa hinaus verschärft. Zudem stammen fast ein Drittel (29%) der weltweiten Weizenlieferungen aus dem von Sanktionen betroffenen Russland und der Ukraine – der Weltmarktpreis für Weizen ist sprunghaft angestiegen. Wie immer sind Kinder am stärksten von den Konflikten betroffen. 

+ Akzeptieren wir Sachspenden?

Derzeit haben wir leider nicht die Möglichkeit, Sachspenden anzunehmen.

Doch selbst wenn wir diese Möglichkeit hätten, gibt es mehrere Gründe, warum dies möglicherweise mehr Schaden als Nutzen bringen könnte. Einige Gründe sind: 1. Sachspenden sind in der Regel angebotsorientiert und decken daher nicht nicht den dringendsten Bedarf in einer solchen Krise; 2. Sachspenden aus dem Ausland beeinträchtigen die lokalen Anbieter und den Markt; und 3. Sachspenden erhöhen die operativen Kosten von World Vision sowie die Kosten der humanitären Hilfe vor Ort erheblich.

+ Wie steht World Vision zum aktuellen Konflikt in der Ukraine?

Wir sind eine humanitäre Hilfsorganisation, die auf neutrale und unparteiische Weise allein auf der Grundlage des Bedarfs und im Einklang mit international anerkannten Standards Hilfe leistet.

+ Wie kann ich den Menschen auf der Flucht am besten helfen?

Wer gerne helfen möchte, sollte beachten: Nicht jede Spende erfüllt ihren Zweck, auch wenn sie gut gemeint ist. So verursachen z. B. Sach- und Materialspenden hohe Kosten für die Sammlung, die Sortierung, den Transport und die häufig langwierige Zollabfertigung im Zielland. Daher behindern sie die humanitäre Arbeit vor Ort eher. Geldspenden sind flexibler und effizienter einzusetzen als Sachspenden und kommen auch ohne geographische Nähe dort an, wo sie gebraucht werden. Da World Vision seit Jahrzehnten in Osteuropa tätig ist, haben wir die nötige Erfahrung und Strukturen, um die Menschen gut zu versorgen.

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