ARMUT AN DER WURZEL PACKEN

Der Klimawandel zwingt immer mehr Menschen zur Flucht. Doch es gibt eine Alternative: Die Wiederbegrünung verwüsteter Böden rettet Lebensgrundlagen und damit die Zukunft der Kinder. 

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KLIMAWANDEL: OHNE BÄUME KEINE ZUKUNFT

Was haben Klima und Umwelt mit uns als Kinderhilfswerk zu tun? Einfach alles!
Denn die Verwüstung weiter Landstriche setzt einen Armutskreislauf in Gang, der vor allem die Kinder trifft und sie einer menschenwürdigen Zukunft beraubt.World Vision setzt sich deshalb schon seit Jahren für eine umweltschonende, nachhaltige Landwirtschaft ein. 

In den nächsten 2 bis 3 Jahrzehnten könnten geschätzte 200 bis 700 Mio. Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren – allein aufgrund des Klimawandels. Die Folgen sind katastrophal. Immer mehr Menschen, nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent, auch in Asien oder Lateinamerika, werden sich nicht mehr von ihren Böden ernähren können und keinen anderen Ausweg mehr sehen, als zu migrieren. Doch es gibt eine Lösung.
 

FMNR: WÄLDER WIRKEN WUNDER

Der Agrarwissenschaftler und World Vision-Mitarbeiter Tony Rinaudo hat eine Methode entwickelt, wie sich die betroffenen Familien selbst aus diesem Teufelskreis befreien können. «Farmer Managed Natural Regeneration», kurz FMNR , sorgt dafür, dass sich die Vegetation in kürzester Zeit erholt.
Das nützt der Umwelt, vor allem aber den Kindern, die so wieder eine Lebensgrundlage haben. 

Die natürliche Wiederbegrünung wirkt als Katalysator für eine nachhaltige Entwicklung und schützt die Lebensgrundlage der nächsten Generation.
Eine Video-Einführung von Tony Rinaudo:

«PEINLICH EINFACH»: FMNR IN DER PRAXIS

FMNR ist eine genial einfache Methode mit vielfachem Nutzen: Mehr Bäume bedeuten mehr Wasser, mehr Nahrung, mehr Brennholz, mehr Futter, bessere Ernten, mehr Einkommen – und dadurch mehr Investitionen für die Zukunft. Die Kinder wachsen gesund auf, können in die Schule gehen und so den Armutskreislauf durchbrechen. Infoblatt als PDF herunterladen

ALLES IST VERBUNDEN: DER WEG AUS DER ARMUT

Das geniale daran: FMNR braucht keine teuren Experten, mit dem richtigen Know-how kann das jeder Kleinbauer selbst.
Für seine Entdeckung hat Tony Rinaudo 2018 den Alternativen Nobelpreis bekommen.

Mit FMNR alleine ist es aber nicht getan. 
Damit die Böden wieder fruchtbar werden und die Menschen davon profitieren, sind flankierende Massnahmen nötig, zum Beispiel Wasserschutzzonen und Kontrollmechanismen, um die jungen Wälder vor Vieh oder Feuer zu schützen, aber auch der Aufbau von Wertschöpfungsketten für die Ernten. 

Fast noch wichtiger ist, die Menschen vor Ort davon zu überzeugen. Denn ohne deren Mithilfe und Bereitschaft, dafür Land zur Verfügung zu stellen, wird diese Synthese aus Forst- und Landwirtschaft, im Fachjargon Agroforstwirtschaft genannt, nicht nachhaltig umsetzbar sein.
 

Mit Ihrer Spende können wir den Einsatz dieser nachweislich wirksamen Methode fördern und die Bevölkerung
für den Umwelt- und Klimaschutz sensibilisieren. 

WOFÜR VERWENDEN WIR IHRE SPENDE?

Ihre Spende ermöglicht es uns, FMNR-Projekte zu planen und die lokale Bevölkerung bei der Implementierung zu unterstützen. Gemeinsam mit engagierten Fachkräften vor Ort führen zum Beispiel Schulungen durch, legen Demo-Felder an, unterstützen mit Bewässerungssystemen und anderen flankierenden Massnahmen oder gewinnen die Behörden vor Ort davon, dafür Land zur Verfügung zu stellen. Ausserdem sensibilisieren wir die Menschen für den Klima- und Umweltschutz und einen verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen.

PROJEKTBEISPIEL: SCHUTZZONE IN KHARIAR, INDIEN

In unserem Projekt Khariar im Nordosten Indiens ist das grösste Problem die Wasserversorgung.
Eine Wasserschutzzone soll hier Abhilfe schaffen. Die Wiederbegrünung mit indigenen Gehölzen erfolgt nach der FMNR-Methode. Die Bevölkerung wird sich aktiv durch Arbeitseinsätze beteiligen und für die Instandhaltung sorgen. World Vision vermittelt das für den nachhaltigen Wandel nötige Wissen. Die Kinder und Familien werden für die Problematik Klimawandel, Ökologie und Schutz der natürlichen Ressourcen sensibilisiert. 

Projektbeispiel FMNR als PDF herunterladen

TONY RINAUDO: «WHO IS THIS MAN»?

Wie kann ein einzelner Mann 200 Millionen Bäume in Niger wieder zum Wachsen bringen? Wofür hat der australische Agrarökonom und World Vision-Mitarbeiter den alternativen Nobelpreis bekommen? Und warum nennen ihn die Menschen in Niger, Mali und Ghana den «Waldmacher»? In diesem dokumentarischen Kurzfilm vom deutschen Regisseur Volker Schlöndorff  lernen Sie Tony Rinaudo persönlich kennen:

Mit freundlicher Genehmigung von Volker Schlöndorff und Baulefilm

Die Erfolgsstory als Buch


Vor Kurzem ist ein Buch erschienen, in dem Tony Rinaudo selbst zu Wort kommt und seine Arbeit der letzten 35 Jahren, als auch den manchmal herausfordernden Weg zum Erfolg der Methode, eindrucksvoll beschreibt. Ergänzt wird der Text durch die Erfahrungen des Korrespondenten Johannes Dietrich, der Rinaudo auf seinen Reisen begleitet hat und Experten, die eine Einschätzung zu seiner geleisteten Arbeit geben.

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