Hungersnot in Afrika

30 Millionen Menschen droht der Hungertod! Versorgen Sie mit 96 Franken eine Familie einen Monat lang mit sauberem Trinkwasser.

 

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1,4 Millionen Kinder akut unterernährt

In mehreren Krisenregionen droht eine Hungerkatastrophe dramatischen Ausmasses. Laut UNO bahnt sich die grösste humanitäre Krise seit dem 2. Weltkrieg an. 3,5 Millionen Kinder benötigen dringend Aufbau-Nahrung, 1,4 Millionen sind bereits akut unterernährt.

In der Tschadsee-Region und im Jemen spitzt sich die Situation zu. In Ostafrika sind in Somalia, Kenia, Äthiopien und im Südsudan 22 Millionen Menschen von der historischen Katastrophe betroffen. In Teilen des Südsudans wurde bereits eine Hungersnot ausgerufen. Ohne Unterstützung sterben während der nächsten 6 Monate Hunderttausende Menschen.

World Vision ist vor Ort und hilft mit lebenswichtigen Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung und sauberem Wasser.

30 Millionen Menschen droht der Hungertod.

Helfen in Krisenregionen

World Vision hilft vor Ort

Betroffene Regionen

In mehreren Ländern in Afrika droht gleichzeitig eine Hungerkatastrophe. Es droht die schlimmste humanitäre Krise seit 70 Jahren.

Wasserversorgung in Uganda

Unsere Mitarbeiterin Géraldine ist zurzeit in Uganda, wo sie die Not- und Katastrophenhilfe von World Vision unterstützt.

In der Flüchtlingssiedlung Adjumani, wo rund 200'000 Flüchtlinge aus dem Südsudan leben, hat World Vision ein Wassertanksystem aufgebaut. Wie das funktioniert, erklärt Géraldine im Video.

Was bedeuten Hungersnot und Unterernährung?

Hunger

beschreibt das subjektive Empfinden, das Menschen nach einer gewissen Zeit des Nahrungsentzugs feststellen. Er wird meist mit den Begriffen Nahrungsmangel oder chronisches Kaloriendefizit gleichgesetzt. Es steht nicht genug Nahrungsenergie zur Verfügung, um den Mindestenergiebedarf des menschlichen Körpers zu decken.

Hungersnot

Die UN definiert eine Hungersnot anhand der Integrated Food Security Phase Classification:

- mindestens 20 % der Bevölkerung hat Zugang zu weniger als 2'100 Kilokalorien pro Tag
- mindestens 30 % der Kinder sind akut unterernährt
- mindestens zwei von 10'000 Menschen (oder vier von 10'000 Kindern) sterben täglich an Nahrungsmangel

Akute Unterernährung

Eine drastische Verschlechterung des Ernährungszustandes in kurzer Zeit kann zu akuter Unterernährung oder «Wasting» führen. Sie führt innerhalb kürzester Zeit zu grossen Gesundheitsproblemen: Gewichtsverlust, beeinträchtigte Körperfunktionen und, im schlimmsten Fall, dem Tod.

Chronische Unterernährung

beschreibt die ungenügende Ernährung und Nährstoffaufnahme über eine längere Zeit. Kinder unter 5 Jahren sind am häufigsten betroffen. Chronische Unterernährung führt zu Wachstumsstörungen und Gewichtsverlust. Langfristige chronische Unterernährung stört die körperliche und geistliche Entwicklung – sogenanntes «Stunting».

Fragen und Antworten

+ Wohin geht meine Spende?

World Vision Schweiz ist seit mehreren Jahren in folgenden Ländern in Projekte involviert: Tschad, Niger, Südsudan und Somalia.

+ Was macht World Vision konkret?

World Vision unterstützt die notleidende Bevölkerung zusammen mit Partnern wie dem Welternährungsprogramm (WFP) mit Lebensmitteln, Aufbaunahrung für Kleinkinder, Trinkwasser und Saatgut. Das Vieh, das für viele Menschen eine wichtige Lebensgrundlage ist, wird geimpft. Die Familien erhalten Schulungen über verbesserte Anbaumethoden und Lebensmittelproduktion, um die drohende Hungersnot abzuwenden.

+ Sind die Kinder in unseren langfristigen Entwicklungsprojekten in Tschad und Niger auch betroffen?

Unsere Entwicklungsprojekte Béti in Tschad sowie Harobanda Est und Karadjé Banguey-do in Niger sind nicht von der Hungerkrise betroffen. 

+ Was wird in den langfristigen Entwicklungsprojekten konkret gemacht?

In der regulären Projektarbeit sind gesunde Ernährung, Wasserversorgung und Einkommensförderung wichtige Bereiche. Denn diese präventiven Massnahmen tragen dazu bei, Hungerkrisen von vorne herein zu vermeiden oder einzudämmen.

+ Ist mein Patenkind noch im Projektgebiet oder ist es auch auf der Flucht?

Da unsere Entwicklungsprojekte nicht direkt von der Hungerkrise betroffen sind, können die Familien in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und ihren regulären Tätigkeiten nachgehen.

+ Was hat World Vision in den Krisengebieten vorbeugend gemacht, die Hungerkatastrophe hat sich ja längst angekündigt?

Der Schwerpunkt in der zum Teil schon jahrelang durchgeführten Projektarbeit liegt auf nachhaltiger Unterstützung zur Ernährungssicherung, um drohende Hungerkrisen abzuwenden. World Vision hilft der Bevölkerung, Früherkennungsprogramme für unterernährte Kinder durchzuführen und die betroffenen Kinder angemessen zu versorgen. Um die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung zu stärken, dass sie besser durch Krisenzeiten kommt, unterstützt World Vision Kleinbauern und Familien bei der Steigerung der Produktivität durch hochwertiges Saatgut und mit Schulungen zu verbesserten Anbaumethoden sowie der Anlage von Wasserspeichern. Zudem helfen wir der Bevölkerung, den Zugang zu lokalen Märkten zu erschliessen. 

Bei Krisen wie in der Tschadsee-Region und im Südsudan leiden die vielen Flüchtlinge und intern Vertriebenen die grösste Not. Das ist nicht lange vorher planbar. Seit das Problem erkannt ist, engagiert sich World Vision, um die Not der Menschen zu lindern. Darum werden hier kurzfristig Nahrungsmittel verteilt, die Kinder und Familien mit den wichtigsten Nährstoffen versorgen. Akut unterernährte Kinder werden von lokalen Gesundheitshelfern medizinisch behandelt und erhalten Aufbaunahrung. Ausserdem setzt sich World Vision auf politischer Ebene ein, um die Not der Menschen zu lindern.

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