Flüchtlingskrise Syrien

Nach 6 Jahren Krieg brauchen Millionen von Menschen Hilfe.

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Flüchtlinge in Not und Elend

Drei Knaben in einem Flüchtlingslager in Jordanien während der Syrienkrise

Die verheerende Syrienkrise dauert bereits 6 Jahre. Sie hat der Bevölkerung unfassbares Leid gebracht. Millionen Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben, haben ihre Kinder oder Kinder ihre Eltern verloren. 

13,5 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen – über die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Über die Hälfte der syrischen Bevölkerung musste mittlerweile ihr Zuhause verlassen. Viele sind auf der Suche nach Sicherheit und einer Zukunft in die umliegenden Länder geflohen, um Krieg, Gewalt und Terror zu entkommen. Im Libanon ist die Aufnahmekapazität mit 1 Million Flüchtlingen längst überschritten. Politische, religiöse und wirtschaftliche Spannungen nehmen zu. 

Vor allem Kinder leiden unter den schrecklichen Folgen von Krieg und Menschenrechtsverletzungen. Traumatisiert, mit wenig Hoffnung auf eine Zukunft, droht eine verlorene Generation mit fatalen Konsequenzen heranzuwachsen. 

Spenden für dringend benötigte Massnahmen

Kinder leiden am stärksten unter den schrecklichen Folgen der verheerenden Syrienkrise.

World Vision ist seit Kriegsausbruch in Syrien und dessen Nachbarstaaten tätig, um Flüchtlingen zu helfen.

Alleine im Jahr 2016 konnte das Kinderhilfswerk über 2 Millionen Betroffenen z.B. mit Essensgutscheinen und verbessertem Zugang zu Wasser sowie Sanitäranlagen helfen. Lokale Koordinierungspartner wie das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) sichern eine effiziente Verteilung der Hilfsgüter.

In Kinderschutzzonen können die traumatisierten Kinder spielen, lernen und werden psychologisch betreut. Um eine verlorene Generation zu verhindern, veranstaltete World Vision eine Bildungs- und Technologie-Konferenz, wo Technologie-Konzerne wie Microsoft oder Cisco Ideen für die Bildung von Kindern und Jugendlichen in Krisengebieten präsentierten. 

Syrien und Nachbarländer leiden unter dem Krieg

Mehr als 13 Millionen Syrer sind auf der Flucht. Viele sind in benachbarte Länder wie den Libanon, Irak und Jordanien geflohen, deren Belastungsgrenzen erreicht sind. 

«Mein Traum ist es, Journalist zu werden.»

Erst erschossen sie seinen Vater und seinen Onkel. Dann richteten sie die Waffe auf ihn. Doch Mohammed gelang es, zu entkommen. Danach flohen er und seine verbleibende Familie aus Syrien nach Jordanien.

Auf der Flucht wurde Mohammed klar, wie wichtig die Familie ist. Seine grösste Sorge war, dass seinen beiden Schwestern etwas passieren könnte.

Sie leben jetzt im Flüchtlingscamp Azraq und Mohammed davon träumt, Journalist zu werden. «Schon früher interessierte ich mich für Journalismus. Mein Onkel kaufte mir immer Zeitungen und riet mir, zu studieren. Obwohl er tot ist, möchte ich diesen Traum weiter leben. Es ist eine Art, ihn zu ehren.»

Mohammed und einige seiner Freunde haben begonnen, eine Zeitschrift für Jugendliche im Flüchtlingscamp zu produzieren. «Ich möchte über Dinge schreiben, die wichtig sind und über Dinge, die zwar wichtig sind, über die aber nicht viel geschrieben wird.», erklärt Mohammed. «Denn es gibt viele Kinder, die Angst haben, über sich zu sprechen. Hoffentlich wird ihnen die Zeitschrift helfen, eine Stimme zu haben.»

Erfahren Sie mehr über die Flüchtlingskrise in Syrien

+ Wie viele Menschen flüchten in die Schweiz?

2016 wurden bei uns 27‘207 Asylgesuche gestellt. Hauptgrund für diese relativ hohe Zahl ist das Fortbestehen der zahlreichen Krisen- und Konfliktherde im Nahen Osten und auf dem afrikanischen Kontinent. In der Schweiz ging die Zahl der Asylgesuche gegenüber 2015 um rund ein Drittel zurück. Im Dezember 2016 wurden in der Schweiz 1‘766 Gesuche registriert, gut 64 % weniger als ein Jahr zuvor. Für 2017 rechnet das Staatssekretariat für Migration (SEM) mit rund 24‘500 neuen Asylgesuchen.

Quelle: bfm.admin.ch

+ Was kann ich als Einzelperson machen?

Bei World Vision Schweiz können Sie direkt für die Unterstützung der Flüchtlinge in den Lagern in und um ihre Herkunftsländer spenden. Wichtig ist, Projekte zu unterstützen, die eine langfristige Wirkung in den Krisenländern selbst haben.

Es gibt zudem diverse Hilfswerke, die Projekte hier in Europa realisieren. Weiter bieten z. B. lokale Vereine Unterstützungsmöglichkeiten für persönliche Engagements.

+ Wie kann ich als Unternehmen, Stiftung oder sonstige Organisation etwas tun?

Unternehmen können Flüchtlingen vor allem helfen, indem sie als Multiplikator agieren und die Mitarbeitenden und/oder Kunden z. B. in einem Newsletter für die Thematik sensibilisieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich als Unternehmen auch finanziell einzusetzen. Eine Möglichkeit ist der gemeinschaftliche Ansatz, nach dem ein Unternehmen die Spenden von ihren Mitarbeitenden verdoppelt oder Kunden und Lieferanten in die Spendentätigkeit einbezieht. World Vision Schweiz ist gerne bereit, gemeinsam Projekte anzugehen.

+ Was macht World Vision?

Die internationale Partnerschaft World Vision arbeitet im Norden von Syrien, im Libanon, in Jordanien und im Irak. In unterschiedlichen Projekten konnte die Hilfsorganisation unter anderem eine signifikante Verbesserung der sanitären Anlagen in Flüchtlingscamps erreichen, verteilte unterschiedliche Hilfsgüter für den Haushalt und Essensgutscheine und errichtete Kinderschutzzonen beispielsweise in Libanon. World Vision verteilt diese Hilfsgüter als ein unabhängiger und neutraler Akteur nach den Grundsätzen für humanitäre Hilfsorganisationen.

World Vision hat bislang über 2,3 Millionen Menschen in Syrien, Libanon, Jordanien und dem Irak, die von der Syrienkrise betroffen sind, erreichen können (Stand März 2017). Trotzdem muss die humanitäre Hilfe ausgeweitet werden.

+ Weshalb flüchten so viele Menschen aus dem Nahen Osten?

Seit über 6 Jahren kümmern sich die Regierungen in Libanon, Jordanien, Irak und der Türkei um Millionen von syrischen Flüchtlingen. Schon lange sind die Aufnahmekapazitäten dieser Länder erschöpft. Die Lebenssituation der meisten Flüchtlinge ist von enormer Perspektivlosigkeit geprägt. In Jordanien dürfen sie nicht arbeiten und sind auf die finanziellen Zuweisungen z. B. durch die Vereinten Nationen angewiesen. Diese sind aber nicht mehr ausreichend finanziert und so ist absehbar, dass die Flüchtlinge mit immer weniger auskommen müssen.

+ Hat der Flüchtlingsstrom zugenommen? Wie hat er sich entwickelt? Warum?

Die wichtigsten Gründe für die höheren Gesuchzahlen afghanischer, syrischer und irakischer Staatsangehöriger sind die anhaltenden Krisen in den Herkunftsländern und die angespannte Situation in wichtigen Erstaufnahme- und Transitstaaten. 

Im Jahr 2016 gingen die Gesuche insgesamt um rund einen Drittel zurück. Dies ist in erster Linie auf den Unterbruch der Balkanroute im März 2016 zurückzuführen. Der Herbst und Winter 2015 waren vor allem vom Eintreffen von Migrantinnen und Migranten über diese Migrationsroute geprägt. Seit der weitgehenden Schliessung erreichen nur noch relativ wenige Asylsuchende die Schweiz via die Balkanstaaten.

Quelle: bfm.admin.ch

+ Wie setzt sich der Flüchtlingsstrom zusammen?

Rund 90 % der Flüchtlinge stammten 2016 aus Kriegsgebieten wie Syrien, Afghanistan, dem Irak und Somalia.

+ Gehen die meisten aus dem Nahen Osten nach Europa?

Rund 90 % der weltweiten Flüchtlinge suchen laut Staatssekretariat für Migration Zuflucht in einem Entwicklungsland und gelangen nicht nach Europa. In Libanon z. B. leben derzeit 1,01 Millionen Flüchtlinge, in Jordanien 656‘000 Flüchtlinge, in der Türkei nahezu 3 Millionen registrierte Flüchtlinge.

Quellen: bfm.admin.ch und data.unhcr.org

+ Unterstützt World Vision Schweiz auch Flüchtlinge auf der Balkan-Route?

Wir engagieren uns in Syrien und dessen Nachbarländern, wo die Not der Menschen immer grösser wird. Auf der Balkanroute verteilte unsere Partner-Organisation World Vision Bosnien und Herzegowina Hilfsgüter vor allem an Kinder und Mütter. Seit März 2016 ist die Balkanroute weitgehend geschlossen.

News aus der Syrien-Krise

16. Oktober 2017

«SESAMSTRASSE» UND WORLD VISION GEHEN AUF WELTREISE

Saubere Hände sind das A und O: Die «Sesamstrasse» und das Kinderhilfswerk World Vision gehen auf Weltreise für gesunde Kinder. Weiterlesen
15. März 2017

Syrien-Konflikt: 6 Jahre Gewalt, Ängste und Träume

Über 6 Jahre dauert der Bürgerkrieg in Syrien nun schon. Er hat bei den Kindern Syriens unauslöschliche Spuren hinterlassen. Sie erzählen von ihren ... Weiterlesen
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