Flüchtlingskrise Syrien

8 Jahre ohne Heimat, ohne Schule, ohne Job: Über 5,6 Millionen Flüchtlinge brauchen dringend Ihre Unterstützung – ganz besonders Kinder und Jugendliche.

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DIE HÄLFTE DER BEVÖLKERUNG IST AUF DER FLUCHT

Seit mehr als 8 Jahren herrscht in Syrien Krieg. Über 5,6 Millionen Menschen sind inzwischen geflohen, weitere 6 Millionen leben als Flüchtlinge im eigenen Land – das heisst, die Hälfte der Bevölkerung ist auf der Flucht! Und das sind nur die offiziellen, beim UNHCR registrierten Zahlen. Insgesamt leiden rund 12 Millionen Menschen unter den Folgen der Syrienkrise. Denn auch die Nachbarländer wie Libanon, Jordanien und Irak, die so viele Menschen aufgenommen haben, sind mit der Bewältigung der Flüchtlingsströme überfordert und brauchen Unterstützung.

Nahezu die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder. Können Sie sich vorstellen, was das mit einer ganzen Generation macht: 8 Jahre im Ausnahmezustand, ohne Hoffnung auf eine geregelte Ausbildung und auf ein selbstständiges Leben? Ungeschützt und ungebildet laufen Millionen Kinder Gefahr, zu Kinderarbeit oder Heirat gezwungen, von bewaffneten Gruppen rekrutiert und radikalisiert zu werden. Wenn die Jugendlichen keine Perspektive für die Zukunft haben, steigt nicht nur das Gewaltpotenzial, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich zu einer weiteren, lebensgefährlichen Flucht über das Mittelmeer oder eine andere Route gezwungen sehen.

Jeder kann mit einer Spende helfen. Denn dank starken Partnern werden aus einem Spenderfranken zehn – Sie helfen also zehnfach. Mehr dazu hier.

 

HELFEN SIE DER JUGEND, SICH SELBST ZU HELFEN

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie nicht nur junge Flüchtlinge aus Syrien, sondern die Jugend der gesamten Region. Unsere integrativen Projekte tragen auch dazu bei, Konfliktsituationen zwischen den Flüchtlingen und der Bevölkerung in den Aufnahmeländern Libanon, Jordanien und Irak zu entschärfen.

Ein Beispiel aus dem Irak: Das Jugendförderungsprojekt «Youth RESOLVE» unterstützt die Jugend aus Syrien und aus den benachbarten Ländern im Nahen Osten auf dem Weg in ein selbstständiges Leben mit Zukunftsperspektive.  (Originalvideo mit englischen Untertiteln)

WAS IHRE SPENDE BEWIRKT

Gemeinsam mit starken, internationalen Partnern hat World Vision das Projekt «Youth RESOLVE» ins Leben gerufen. Ziel ist es, für geflohene und vertriebene Jugendliche Möglichkeiten für eine selbstbestimmte Zukunft ohne Gewalt zu schaffen. Dabei werden nicht nur die direkt Betroffenen, sondern auch gleichaltrige Kinder und Jugendliche aus den Gastländern Libanon, Jordanien und Irak integriert.

Mittels Berufsbildungs-, Bildungs- und Sozialprojekten unterstützen wir über 80'000 junge Menschen zwischen 9 und 25 Jahren direkt und weitere 100‘000 indirekt. Ziel ist es, die Kinder und jungen Erwachsenen zu schützen, ihnen Lebens- und Sozialkompetenzen zu vermitteln, ihre Berufsaussichten zu verbessern und der Gefahr einer Radikalisierung entgegen zu wirken. 

Jetzt Spenden

Ihre Spende verschafft jungen Menschen wieder eine Perspektive für die Zukunft

Viyan: Eine Chance für Mädchen und Frauen

Die heute 22-Jährige floh 2004 mit ihrer Familie aus dem umkämpften Mossul nach Dohuk. Dann wurde der Vater arbeitsunfähig. Viyan musste die Schule abbrechen, weil sich ihre Familie die Ausbildung nicht mehr leisten konnte. Sie suchte verzweifelt Arbeit, aber als Fremde und noch dazu als Frau hatte sie keine Chance auf einen Job. Erst über unser Jugendförderprogramm bekam sie eine Lehrstelle, Selbstvertrauen und letztlich eine feste Arbeit. Heute steuert sie die Maschinen einer Lebensmittelfabrik. 

Ziel im Irak: Hilfe für 4'000 Jugendliche

«Nicht nur Jungen können ihren Lebensunterhalt bestreiten, auch Mädchen haben die Kraft und die Fähigkeit, selbstständig zu sein».
Viyan, 22

 

Motasem: Alternative zur Arbeitslosigkeit

Freiwillige wie der Student Motasem kümmern sich um gefährdete oder traumatisierte Kinder. Davon profitieren die Kinder und die jungen Erwachsenen: Die Kinder erhalten Fürsorge und Coaching, um zurück in ein normales Leben zu finden. Die in Coaching-Programmen ausgebildeten Freiwilligen erwerben nicht nur zusätzliche Kompetenzen, sondern gewinnen auch erste Berufserfahrungen. Aufgrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit haben sie dazu sonst keine Gelegenheit.

Ziel in Jordanien: Hilfe für 49'480 Jugendliche
 

Mohammed: Gemeinsam an der Zukunft arbeiten

Der 16-Jährige flüchtete 2013 mit seiner Familie aus Syrien. Die von World Vision angebotenen Programme haben ihm nicht nur neue Fähigkeiten vermittelt und auf den Beruf vorbereitet, er hat auch gelernt, mit anderen Jugendlichen friedlich zusammenzuarbeiten.

Ziel im Libanon: Hilfe für 26'110 Jugendliche
 

Die Projektländer

Wovon träumen Jugendliche zwischen 15 und 18, die vor Gewalt und Bomben geflohen sind? Sieben Jugendliche aus Syrien erzählen hier ihre ganz eigene Geschichte: 

Erfahren Sie mehr über die Flüchtlingskrise in Syrien

+ Unterstützt World Vision Schweiz auch Flüchtlinge auf der Balkan-Route?

Wir engagieren uns in Syrien und den Nachbarländern, wo die Not der Menschen immer grösser wird. Auf der Balkanroute verteilte unsere Partner-Organisation World Vision Bosnien und Herzegowina Hilfsgüter vor allem an Kinder und Mütter. Seit März 2016 ist die Balkanroute weitgehend geschlossen.

+ Was kann ich als Einzelperson machen?

Bei World Vision Schweiz können Sie direkt für die Unterstützung der Flüchtlinge spenden, die in Lagern in ihren Herkunfts- oder benachbarten Ländern Zuflucht gefunden haben. Wichtig ist, Projekte zu unterstützen, die eine langfristige Wirkung in den Krisenländern selbst haben. Das Projekt «Youth RESOLVE», an dem sich World Vision massgeblich beteiligt, hat sich zum Beispiel zum Ziel gesetzt, die Chancen der Jugendlichen in den betroffenen Ländern durch Berufsausbildungsangebote zu erhöhen und so Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
Es gibt zudem diverse Hilfswerke, die Projekte hier in Europa realisieren. Weiter bieten z. B. lokale Vereine Unterstützungsmöglichkeiten für persönliche Engagements.

+ Wie kann ich als Unternehmen, Stiftung oder sonstige Organisation etwas tun?

Unternehmen können Flüchtlingen vor allem helfen, indem sie als Multiplikator agieren und die Mitarbeitenden und/oder Kunden z. B. in einem Newsletter für die Thematik sensibilisieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich als Unternehmen auch finanziell einzusetzen. Eine Möglichkeit ist der gemeinschaftliche Ansatz, nach dem ein Unternehmen die Spenden von ihren Mitarbeitenden verdoppelt oder Kunden und Lieferanten in die Spendentätigkeit einbezieht. World Vision Schweiz ist gerne bereit, gemeinsam Projekte anzugehen.

+ Was macht World Vision?

Die internationale Partnerschaft World Vision arbeitet im Norden von Syrien, in Jordanien, Libanon und Irak. In unterschiedlichen Projekten konnte die Hilfsorganisation unter anderem eine signifikante Verbesserung der sanitären Anlagen in Flüchtlingscamps erreichen, verteilte unterschiedliche Hilfsgüter und errichtete Kinderschutzzonen beispielsweise in Libanon. World Vision verteilt diese Hilfsgüter als ein unabhängiger und neutraler Akteur nach den Grundsätzen für humanitäre Hilfsorganisationen.

Als Partner des Jugendprojekts Youth RESOLVE unterstützen wir zudem mittels Berufsbildungs-, Bildungs- und Sozialprojekten über 80‘000 Jugendliche zwischen 9 und 25 Jahren und weitere 100'000 Menschen indirekt – Flüchtlinge aus Syrien ebenso wie die lokale Bevölkerung in Jordanien, Libanon und Irak.

+ Weshalb flüchten so viele Menschen aus dem Nahen Osten?

Seit über 8 Jahren kümmern sich die Regierungen in Libanon, Jordanien, Irak und der Türkei um Millionen von syrischen Flüchtlingen. Schon lange sind die Aufnahmekapazitäten dieser Länder erschöpft. Die Lebenssituation der meisten Flüchtlinge ist von enormer Perspektivlosigkeit geprägt. In Jordanien dürfen sie nicht arbeiten und sind auf die finanziellen Zuweisungen z. B. durch die Vereinten Nationen angewiesen. Diese sind aber nicht mehr ausreichend finanziert und so ist absehbar, dass die Flüchtlinge mit immer weniger auskommen müssen.

+ Wie viele Menschen flüchten in die Schweiz?

2018 hat sich die Zahl der neuen Asylgesuche in der Schweiz mehr als halbiert – von fast 40'000 vor drei Jahren auf rund 15'300. Das Staatsekretariat für Migration (SEM) nennt als Hauptgrund die Situation im zentralen Mittelmeer, wodurch weniger Migrantinnen und Migranten in Italien landen. Der Rückgang ist ausserdem auf den Unterbruch der Balkanroute im März 2016 zurückzuführen. Seit der weitgehenden Schliessung erreichen nur noch relativ wenige Asylsuchende die Schweiz via die Balkanstaaten. 

Mehr Info: bfm.admin.ch

+ Wie setzt sich der Flüchtlingsstrom zusammen?

2018 stand Syrien als Herkunftsland der Asylsuchenden in der Schweiz nach Eritrea (18,5 %) an 2. Stelle (9,1 %), gefolgt von Afghanistan (7,8%) und der Türkei (6,6%).

+ Gehen die meisten Flüchtlinge aus dem Nahen Osten nach Europa?

Rund 90 % der weltweiten Flüchtlinge gelangen laut Staatssekretariat für Migration nicht nach Europa. In Libanon z. B. leben derzeit rund 1 Mio. registrierte syrische Flüchtlinge, in Jordanien 660‘000, in der Türkei über 3 Millionen. 

Mehr Info: www.bfm.admin.ch, data.unhcr.org 

News aus der Syrien-Krise

6. Juni 2019

Libanon: Regierung will Behausungen syrischer Flüchtlinge abreissen

15'000 Kinder droht die Obdachlosigkeit: World Vision, Save the Children und Terres des hommes fordern die Regierung des Libanons gemeinsam auf, den ... Weiterlesen
16. Oktober 2017

«SESAMSTRASSE» UND WORLD VISION GEHEN AUF WELTREISE

Saubere Hände sind das A und O: Die «Sesamstrasse» und das Kinderhilfswerk World Vision gehen auf Weltreise für gesunde Kinder. Weiterlesen
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