Flüchtlingskrise in Syrien

Nach über 5 Jahren Krieg brauchen 8'200'000 syrische Kinder Hilfe!

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Syrische Flüchtlinge in Not

World Vision Schweiz leistet in Syrien dringend benötigte Hilfe.

Die verheerende Syrienkrise besteht bereits im 5. Jahr. 5,6 Millionen Kinder in Syrien benötigen Hilfe. Weitere 2 Millionen sind mit ihren Familien ins Ausland geflohen, um Krieg, Gewalt und Terror zu entkommen, auf der Suche nach Sicherheit und einer Zukunft.

Im benachbarten Libanon ist die Aufnahmekapazität mit 1,1 Millionen Flüchtlingen längst überschritten. Politische, religiöse und wirtschaftliche Spannungen nehmen zu. Vor allem Kinder leiden unter den schrecklichen Folgen von Krieg und Menschenrechtsverletzungen. Traumatisiert, mit wenig Hoffnung auf eine Zukunft, droht eine verlorene Generation mit fatalen Konsequenzen heranzuwachsen.

Spenden für dringend benötigte Massnahmen

Kinder leiden am stärksten unter den schrecklichen Folgen der verheerenden Syrienkrise.

World Vision ist seit Kriegsausbruch in Syrien und dessen Nachbarstaaten tätig, um Flüchtlingen zu helfen.

Bisher konnten 1,8 Millionen Menschen z. B. mit Essensgutscheinen und verbessertem Zugang zu Wasser sowie Sanitäranlagen erreicht werden. In Kinderschutzzonen können die traumatisierten Kinder spielen, lernen und werden psychologisch betreut. Lokale Koordinierungspartner wie die UN sichern eine effiziente Verteilung der Hilfsgüter.

So kann Ihre Hilfe beispielsweise wirken:

  • CHF 24 ernähren 1 Kind 1 Monat lang.
  • CHF 116 ernähren 1 Familie 1 Monat lang.
  • CHF 385 ermöglichen Förderunterricht für 1 Kind, um 3 Jahre verpassten Schulunterricht nachzuholen.

Syrien und Nachbarländer leiden unter dem Krieg

Mehr als 4 Millionen Syrer sind auf der Flucht. Viele sind in benachbarte Länder wie den Libanon, Irak und Jordanien geflohen, deren Belastungsgrenzen erreicht sind.

Essensgutscheine sichern das Überleben

Eine syrische Familie die aus Syrien in den Libanon fliehen musste.

Mohammad (50), seine Frau Zakiya (42) und ihre 8 Kinder lebten bis 2012 in einfachen, aber glücklichen Verhältnissen in Syrien. Dann zwang sie der entsetzliche Krieg, in den Libanon zu fliehen. Dort leben sie bis heute in einem selbst gebauten Zelt ohne Nachbarn umgeben von Sand und Schotter.
Damit sie ihre Familie ernähren können, erhalten sie monatliche Essensgutscheine, mit denen sie in lokalen Märkten einkaufen gehen. Sie entscheiden, was sie am dringendsten benötigen. Mohammad: «Unser Überleben hängt von den Coupons ab. Wir danken Gott, dass wir nicht hungern müssen und am Leben sind.»

Erfahren Sie mehr über die Flüchtlingskrise in Syrien

+ Wie viele flüchten in die Schweiz?

Seit Mitte Mai sind gemäss dem Staatssekretariat für Migration (SEM) die Asylgesuchszahlen auch in der Schweiz angestiegen und die Zahl der Gesuche im ersten Halbjahr 2015 liegt um 16 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Schweiz ist aber nicht primäres Zielland für Flüchtlinge auf der Balkan-Route. Im Vergleich zu Gesamteuropa verläuft der Anstieg der Asylgesuchszahlen in der Schweiz weiterhin moderat.

+ Wie wird sich das unter den jetzigen Umständen entwickeln?

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) rechnet damit, dass die Asylgesuche analog der letzten Jahre im Herbst wieder abnehmen und dass die Gesuchszahlen Ende Jahr im Bereich der ursprünglichen Prognose von 29 000 (+/- 2500) liegen werden.

+ Was kann ich als Einzelperson machen?

Bei World Vision Schweiz können Sie direkt für die Arbeit unter den Flüchtlingen vor Ort spenden. Wichtig ist, Projekte zu unterstützen, die eine langfristige Wirkung in den Krisenländern haben.

Es gibt zudem diverse Hilfswerke, die Projekte hier in Europa realisieren. Weiter bieten z. B. lokale Vereine Unterstützungsmöglichkeiten für persönliche Engagements.

+ Wie kann ich als Unternehmen, Stiftung oder sonstige Organisation etwas tun?

Unternehmen können Flüchtlingen vor allem helfen, indem sie als Multiplikator agieren und die Mitarbeitenden und/oder Kunden z. B. in einem Newsletter für die Thematik sensibilisieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich als Unternehmen auch finanziell einzusetzen. Eine Möglichkeit ist der gemeinschaftliche Ansatz, nach dem ein Unternehmen die Spenden von ihren Mitarbeitenden verdoppelt oder Kunden und Lieferanten in die Spendentätigkeit einbezieht. World Vision ist gerne bereit gemeinsam Projekte anzugehen.

+ Was macht World Vision?

World Vision arbeitet im Norden von Syrien, im Libanon, in Jordanien und im Irak. In unterschiedlichen Projekten konnte die Hilfsorganisation unter anderem eine signifikante Verbesserung der sanitären Anlagen in Flüchtlingscamps erreichen, verteilte unterschiedliche Hilfsgüter für den Haushalt und Essensgutscheine und errichtete Kinderschutzzonen beispielsweise in Libanon. World Vision verteilt diese Hilfsgüter als ein unabhängiger und neutraler Akteur nach den Grundsätzen für humanitäre Hilfsorganisationen.

World Vision hat bislang über 1,8 Millionen Menschen in Syrien, Libanon, Jordanien und dem Irak, die von der Syrienkrise betroffen sind, erreichen können. Trotzdem muss die humanitäre Hilfe ausgeweitet werden.

+ Weshalb flüchten so viele Menschen aus dem Nahen Osten?

Seit fast 5 Jahren kümmern sich die Regierungen in Libanon, Jordanien, Irak und der Türkei um Millionen von syrischen Flüchtlingen. Schon lange sind die Aufnahmekapazitäten dieser Länder erschöpft. Die Lebenssituation der meisten Flüchtlinge ist von enormer Perspektivlosigkeit geprägt. In Jordanien dürfen sie nicht arbeiten und sind auf die finanziellen Zuweisungen z.B. durch die Vereinten Nationen angewiesen. Diese sind aber nicht mehr ausreichend finanziert und so ist absehbar, dass die Flüchtlinge mit immer weniger auskommen müssen. WFP, dem Welternährungsprogramm der UNO, sah sich vor ca. 2 Monaten gezwungen, im Libanon die Vergabe von Essensgutscheinen markant zu reduzieren, da nur knapp 25 % der benötigten Hilfsgelder beschafft werden konnten. Momentan erhält eine Person nur gerade 13.50 Dollar pro Monat (!) für Essen.

Viele haben die Hoffnung verloren und nehmen die Balkanroute Richtung Europa, auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Ausserdem ist in den Sommermonaten eine Flucht über das Meer wettertechnisch weniger gefährlich. Trotzdem sind bis Anfang August gemäss UNO-Angaben mindestens 2 000 Menschen ertrunken.

+ Hat der Flüchtlingsstrom zugenommen? Wie hat er sich entwickelt? Warum?

Die wichtigsten Gründe für die höheren Gesuchszahlen afghanischer, syrischer und irakischer Staatsangehöriger sind die anhaltenden Krisen in den Herkunftsländern und die angespannte Situation in wichtigen Erstaufnahme- und Transitstaaten. Die Migrationsroute Türkei-Griechenland-Balkan hat deutlich an Bedeutung gewonnen und ist 2015 der wichtigste Fluchtweg nach Westeuropa. (Quelle: bfm.admin.ch)

+ Wie setzt sich der Flüchtlingsstrom zusammen?

Die Mehrheit der Flüchtlinge stammt aus Kriegsgebieten wie Syrien, Afghanistan, dem Irak und Somalia.

+ Gehen die meisten aus dem Nahen Osten nach Europa?

86 % der weltweiten Flüchtlinge suchen laut Staatssekretariat für Migration Zuflucht in einem Entwicklungsland und gelangen nicht nach Europa. In Libanon bspw. leben derzeit 1,1 Mio. Flüchtlinge, in Jordanien 630 000 Flüchtlinge, in der Türkei 1,9 Mio. registrierte Flüchtlinge.

Quellen: bfm.admin.ch und data.unhcr.org

+ Unterstützt World Vision Schweiz auch Flüchtlinge auf der Balkan-Route?

Wir engagieren uns in Syrien und dessen Nachbarländern, wo die Not der Menschen immer grösser wird. Auf der Balkan-Route verteilt unsere Partner-Organisation World Vision Bosnien und Herzegowina Hilfsgüter vor allem an Kinder und Mütter. World Vision Schweiz evaluiert laufend die Situation und unternimmt die nötigen Schritte zu gegebener Zeit.

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