Flüchtlingskrise Syrien

Im achten Jahr des Krieges brauchen Millionen Menschen mehr denn je dringend Nothilfe – ganz besonders Kinder und Jugendliche.

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MILLIONEN MENSCHEN IM ELEND GEFANGEN

Der Krieg in Syrien ist im achten Jahr. Und das Drama nimmt kein Ende. Über 13 Millionen Syrer innerhalb und weitere 5 Millionen ausserhalb ihrer Heimat leiden unter den verheerenden Folgen des Krieges. Tausende von Kindern kennen nichts anderes, als Krieg und Terror, einen Alltag in Elend und Not. In Armut und ohne Zukunftsperspektive bestreiten sie ihr Dasein als Flüchtlinge und Vertriebene im eigenen Land und sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Über 40 % der in die Nachbarsländer geflüchteten syrischen Kinder können dort nicht in die Schule gehen, weil es keinen Platz für sie gibt, ihre Eltern kein Geld dafür aufbringen können oder wegen der Sprachbarrieren. Im Dilemma der Perspektivlosigkeit und getrieben von tiefer Armut werden Kinder oftmals zur Arbeit gezwungen oder zur Heirat weggegeben.

Viele Nachbarländer wie der Libanon und Jordanien haben grosszügig betroffene Familien aufgenommen – aber ihre Anstrengungen alleine reichen nicht aus. Ihre Kapazitäten sind teilweise erschöpft. Das unfassbare Ausmass des Flüchtlingsdramas, die Dauer des Elends schreien mehr denn je nach weltweiter Unterstützung.

Hilfe, die jeder von uns leisten kann: Dank unserer Partnerschaft mit der Europäischen Union kann World Vision Schweiz Ihren Spender-Franken verzehnfachen! Mehr Details erfahren Sie weiter unten.

Wovon träumen Jugendliche zwischen 15 und 18, die vor Gewalt und Bomben geflohen sind? World Vision gab 7 Jugendlichen die Möglichkeit, in die Rolle des Journalisten und Filmemachers zu schlüpfen und mit Hilfe von 360°-Kameras ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen. Hier ist sie:

Unterstützen Sie die Jugend!

Durch die Syrienkrise steht die Zukunft einer ganzen Generation auf dem Spiel. Ungeschützt und ungebildet laufen mehr als 6,5 Mio. Kinder Gefahr, von bewaffneten Gruppen rekrutiert, radikalisiert oder zur Heirat gezwungen zu werden.

Um dies zu verhindern, hat World Vision gemeinsam mit starken Partnern das «Youth RESOLVE» Projekt ins Leben gerufen, welches durch den MADAD-Treuhandfonds der Europäischen Union finanziert wird. Ziel ist es, für geflohene und vertriebene Jugendliche Möglichkeiten für eine selbstbestimmte Zukunft ohne Gewalt zu schaffen. Dabei werden nicht nur die direkt Betroffenen sondern auch gleichaltrige lokale Kinder integriert, die durch die Syrienkrise beeinträchtigt wurden.

Mittels Berufsbildungs-, Bildungs- und Sozialprojekten werden insgesamt über 100‘000 Jugendliche im Libanon, in Jordanien und im Irak praktisch unterstützt und mit sozialen Kompetenzen ausgerüstet. Zusätzlich soll das Projekt auch der Gewalt zwischen Flüchtlingen und der lokalen Bevölkerung entgegenwirken und das Risiko von Radikalisierung eindämmen.

Unterstützen Sie die gefährdete syrische Jugend vor Ort: Dank unserer Partnerschaft mit der EU können wir Ihren Einsatz verzehnfachen. Mit einem Spender-Franken erzielen Sie also die 10-fache Wirkung!

 

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«Youth RESOLVE»-Projektländer

Unsere Hilfe 2017 auf einen Klick

Erfahren Sie mehr über die Flüchtlingskrise in Syrien

+ Wie viele Menschen flüchten in die Schweiz?

2016 wurden bei uns 27‘207 Asylgesuche gestellt. Hauptgrund für diese relativ hohe Zahl ist das Fortbestehen der zahlreichen Krisen- und Konfliktherde im Nahen Osten und auf dem afrikanischen Kontinent. In der Schweiz ging die Zahl der Asylgesuche gegenüber 2015 um rund ein Drittel zurück. Im Dezember 2016 wurden in der Schweiz 1‘766 Gesuche registriert, gut 64 % weniger als ein Jahr zuvor. Für 2017 rechnet das Staatssekretariat für Migration (SEM) mit rund 24‘500 neuen Asylgesuchen.

Quelle: bfm.admin.ch

+ Was kann ich als Einzelperson machen?

Bei World Vision Schweiz können Sie direkt für die Unterstützung der Flüchtlinge in den Lagern in und um ihre Herkunftsländer spenden. Wichtig ist, Projekte zu unterstützen, die eine langfristige Wirkung in den Krisenländern selbst haben.

Es gibt zudem diverse Hilfswerke, die Projekte hier in Europa realisieren. Weiter bieten z. B. lokale Vereine Unterstützungsmöglichkeiten für persönliche Engagements.

+ Wie kann ich als Unternehmen, Stiftung oder sonstige Organisation etwas tun?

Unternehmen können Flüchtlingen vor allem helfen, indem sie als Multiplikator agieren und die Mitarbeitenden und/oder Kunden z. B. in einem Newsletter für die Thematik sensibilisieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich als Unternehmen auch finanziell einzusetzen. Eine Möglichkeit ist der gemeinschaftliche Ansatz, nach dem ein Unternehmen die Spenden von ihren Mitarbeitenden verdoppelt oder Kunden und Lieferanten in die Spendentätigkeit einbezieht. World Vision Schweiz ist gerne bereit, gemeinsam Projekte anzugehen.

+ Was macht World Vision?

Die internationale Partnerschaft World Vision arbeitet im Norden von Syrien, im Libanon, in Jordanien und im Irak. In unterschiedlichen Projekten konnte die Hilfsorganisation unter anderem eine signifikante Verbesserung der sanitären Anlagen in Flüchtlingscamps erreichen, verteilte unterschiedliche Hilfsgüter für den Haushalt und Essensgutscheine und errichtete Kinderschutzzonen beispielsweise in Libanon. World Vision verteilt diese Hilfsgüter als ein unabhängiger und neutraler Akteur nach den Grundsätzen für humanitäre Hilfsorganisationen.

World Vision hat bisher 2,3 Millionen betroffene Menschen in Syrien, Libanon, Jordanien und dem Irak erreichen können (Stand März 2017). Und die humanitäre Hilfe muss noch ausgeweitet werden.

+ Weshalb flüchten so viele Menschen aus dem Nahen Osten?

Seit über 6 Jahren kümmern sich die Regierungen in Libanon, Jordanien, Irak und der Türkei um Millionen von syrischen Flüchtlingen. Schon lange sind die Aufnahmekapazitäten dieser Länder erschöpft. Die Lebenssituation der meisten Flüchtlinge ist von enormer Perspektivlosigkeit geprägt. In Jordanien dürfen sie nicht arbeiten und sind auf die finanziellen Zuweisungen z. B. durch die Vereinten Nationen angewiesen. Diese sind aber nicht mehr ausreichend finanziert und so ist absehbar, dass die Flüchtlinge mit immer weniger auskommen müssen.

+ Hat der Flüchtlingsstrom zugenommen? Wie hat er sich entwickelt? Warum?

Die wichtigsten Gründe für die höheren Gesuchzahlen afghanischer, syrischer und irakischer Staatsangehöriger sind die anhaltenden Krisen in den Herkunftsländern und die angespannte Situation in wichtigen Erstaufnahme- und Transitstaaten. 

Im Jahr 2016 gingen die Gesuche insgesamt um rund einen Drittel zurück. Dies ist in erster Linie auf den Unterbruch der Balkanroute im März 2016 zurückzuführen. Der Herbst und Winter 2015 waren vor allem vom Eintreffen von Migrantinnen und Migranten über diese Migrationsroute geprägt. Seit der weitgehenden Schliessung erreichen nur noch relativ wenige Asylsuchende die Schweiz via die Balkanstaaten.

Quelle: bfm.admin.ch

+ Wie setzt sich der Flüchtlingsstrom zusammen?

Rund 90 % der Flüchtlinge stammten 2016 aus Kriegsgebieten wie Syrien, Afghanistan, dem Irak und Somalia.

+ Gehen die meisten aus dem Nahen Osten nach Europa?

Rund 90 % der weltweiten Flüchtlinge suchen laut Staatssekretariat für Migration Zuflucht in einem Entwicklungsland und gelangen nicht nach Europa. In Libanon z. B. leben derzeit 1,01 Millionen Flüchtlinge, in Jordanien 656‘000 Flüchtlinge, in der Türkei nahezu 3 Millionen registrierte Flüchtlinge.

Quellen: bfm.admin.ch und data.unhcr.org

+ Unterstützt World Vision Schweiz auch Flüchtlinge auf der Balkan-Route?

Wir engagieren uns in Syrien und dessen Nachbarländern, wo die Not der Menschen immer grösser wird. Auf der Balkanroute verteilte unsere Partner-Organisation World Vision Bosnien und Herzegowina Hilfsgüter vor allem an Kinder und Mütter. Seit März 2016 ist die Balkanroute weitgehend geschlossen.

News aus der Syrien-Krise

16. Oktober 2017

«SESAMSTRASSE» UND WORLD VISION GEHEN AUF WELTREISE

Saubere Hände sind das A und O: Die «Sesamstrasse» und das Kinderhilfswerk World Vision gehen auf Weltreise für gesunde Kinder. Weiterlesen
15. März 2017

Syrien-Konflikt: 6 Jahre Gewalt, Ängste und Träume

Über 6 Jahre dauert der Bürgerkrieg in Syrien nun schon. Er hat bei den Kindern Syriens unauslöschliche Spuren hinterlassen. Sie erzählen von ihren ... Weiterlesen
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