Asmaas Geschichte

Seit ihrer Flucht lebt Asmaas Familie in einem riesigen Flüchtlingslager im Libanon. Unterstützen Sie Menschen in Not.

Asmaas Alltag

 

Die 11-jährige Asmaa spricht über ihr Leben in Syrien und zeigt ihr aktuelles Zuhause – eine riesige Zeltstadt in der libanesischen Bekaa-Ebene. Sie wünscht sich, in ihrer Heimat in Frieden leben zu können.

Jeder 4. Einwohner im Libanon ist ein Flüchtling

syrische Flüchtlingskinder

Genau wie die 11-jährige Asmaa leben über 1,1 Mio. weitere syrische Flüchtlinge im Libanon. Mehr als die Hälfte davon sind unschuldige Kinder. Sie leiden besonders unter den prekären Zuständen in den Zeltstädten. World Vision konnte bisher 1,8 Mio. Menschen im Nahen Osten z. B. mit Wassertanks, Latrinen, Kinderschutzzonen und Cash-Cards für Lebensmittel erreichen. Doch weitere Hilfe ist dringend nötig.

Unterstützen Sie gemeinsam mit World Vision Schweiz die Flüchtlinge im Libanon!

Erfahren Sie mehr über die Flüchtlingskrise in Syrien

+ Wie unterstützt World Vision Asmaa?

Dank World Vision haben die Flüchtlinge in Asmaas Siedlung in der Bekaa-Ebene unter anderem einen verbesserten Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen. Anfänglich musste Asmaa für sauberes Wasser fast 2 Kilometer Fussmarsch hinter sich bringen. Heute haben Asmaa und ihre Familie Trinkwasser vor Ort und eine eigene Latrine. Ausserdem errichtet World Vision Kinderschutzzonen, in denen Schulunterricht stattfindet. Kinderschutzzonen werden speziell für die Bedürfnisse von Kindern eingerichtet und sind ein Ort mit professioneller Betreuung, wo Kinder sich wohlfühlen, lernen und spielen können.

+ Wieso kann Asmaa dort zur Schule gehen und andere Kinder nicht?

Asmaa besucht den Schulunterricht in einer von World Vision eingerichteten Kinderschutzzone. Nicht alle Kinder können diesen Schulunterricht besuchen, weil die Entfernung vom Zelt der Familie zur Kinderschutzzone oft zu weit und der lange Fussmarsch zu gefährlich ist.

+ Warum hat sich die Lage in den letzten Jahren nicht verbessert?

Da in Syrien nach wie vor Bürgerkrieg herrscht, reissen die Flüchtlingsströme nicht ab. Gerade in den Nachbarländern Syriens, wie dem Libanon, sind die Kapazitäten längst ausgeschöpft. Trotzdem mussten seit Ausbruch der Krise aufgrund fehlender Mittel immer wieder Massnahmen von Hilfswerken gekürzt oder gestrichen werden. Für effektive und nachhaltige Hilfsmassnahmen sind die Hilfswerke vor Ort auf Spendengelder angewiesen. Ausserdem braucht es konzentrierte diplomatische Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, um zu einer politischen Lösung des Bürgerkriegs zu kommen.

+ Wieso ist Asmaa noch im Libanon?

Auch wenn es der Familie von Asmaa im Libanon an vielem fehlt, so sind sie dort zumindest in Sicherheit. In ihrem Heimatland Syrien hat Asmaas Familie alles verloren. In ihrer Heimatstadt Ar-Raqqah ist aufgrund des Konflikts mehrerer Parteien die Sicherheit nicht gegeben. Abgesehen von den Gefahren der langen Flucht hätte Asmaas Familie, gleich wie unzählige weitere Flüchtlingsfamilien, auch keine Mittel, um nach Europa zu fliehen

+ Wieso kann die Regierung vor Ort nicht helfen?

Mit über einer Million Flüchtlingen hat der Libanon seine Kapazitätsgrenze schon längst erreicht. Das Land hatte im Jahr 2013 laut der Weltbank 4,5 Millionen Einwohner. Mit der Koordination der Aufnahme einer solchen Anzahl von Flüchtlingen engagiert sich die Regierung Libanons bereits in hohem Masse. Ohne die Hilfe der internationalen Gemeinschaft fehlen aber die nötigen Ressourcen, um allen Flüchtlingen langfristig bessere Perspektiven zu bieten.

+ Was macht Asmaa im Winter, damit es nicht zu kalt ist?

World Vision unterstützt Asmaa, ihre Familie und andere Familien in ihrer Siedlung mit nützlichen Gebrauchsgegenständen für den Winter. Darunter befinden sich Decken und warme Kleidung. Zudem erhalten die Familien die Möglichkeit, Öl für die Heizung in ihrer temporären Unterkunft zu besorgen. Jedoch sind längst nicht alle Unterkünfte mit Heizungen ausgestattet.

+ Kann ich Asmaa direkt unterstützen?

World Vision unterstützt die Flüchtlinge in der Bekaa-Ebene, auch in der Siedlung, in der Asmaa lebt, mit diversen Aktivitäten. Wir setzen mit den Spenden diverse Massnahmen in den Bereichen Wasser, sanitäre Anlagen, Hygiene, Ernährung und Bildung um.

Mehr dazu erfährt man unter www.worldvision.ch/fluechtlinge-syrien.

+ Weshalb flüchten so viele Menschen aus dem Nahen Osten?

Seit fast 5 Jahren kümmern sich die Regierungen in Libanon, Jordanien, Irak und der Türkei um Millionen von syrischen Flüchtlingen. Schon lange sind die Aufnahmekapazitäten dieser Länder erschöpft. Die Lebenssituation der meisten Flüchtlinge ist von enormer Perspektivlosigkeit geprägt. In Jordanien dürfen sie nicht arbeiten und sind auf die finanziellen Zuweisungen z.B. durch die Vereinten Nationen angewiesen. Diese sind aber nicht mehr ausreichend finanziert und so ist absehbar, dass die Flüchtlinge mit immer weniger auskommen müssen. WFP, dem Welternährungsprogramm der UNO, sah sich vor ca. 2 Monaten gezwungen, im Libanon die Vergabe von Essensgutscheinen markant zu reduzieren, da nur knapp 25 % der benötigten Hilfsgelder beschafft werden konnten. Momentan erhält eine Person nur gerade 13.50 Dollar pro Monat (!) für Essen.

Viele haben die Hoffnung verloren und nehmen die Balkanroute Richtung Europa, auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Ausserdem ist in den Sommermonaten eine Flucht über das Meer wettertechnisch weniger gefährlich. Trotzdem sind bis Anfang August gemäss UNO-Angaben mindestens 2 000 Menschen ertrunken.

+ Was unternimmt World Vision in der aktuellen Flüchtlingskrise?

World Vision arbeitet im Norden von Syrien, im Libanon, in Jordanien, im Irak und in der Türkei und hat bislang über 1,8 Millionen Menschen, die von der Syrienkrise betroffen sind, erreichen können. Wegen der andauernden Kämpfe in Syrien reisst der Flüchtlingsstrom aber nicht ab. Die humanitäre Hilfe muss ausgeweitet werden.

+ Warum spricht man in Syrien von einer «verlorenen Generat?

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs lebt die syrische Bevölkerung im Ausnahmezustand. Kinder, rund die Hälfte aller Betroffenen, sind in Not- und Katastrophenfällen besonders verletzlich. Anstatt zur Schule zu gehen oder zu spielen sind sie auf der Flucht, leben in überfüllten Flüchtlingslagern oder bei Gastfamilien. Zudem werden in ihrem Heimatland zahllose Schulen, Spitäler und andere Einrichtungen zerstört. Unzählige Kinder einer ganzen Generation können seit Jahren nicht mehr zur Schule gehen und sind traumatisiert.Sie können so die Zukunft der syrischen Gesellschaft nicht stützen.

+ Wie hilft World Vision den Flüchtlingen genau?

In unterschiedlichen Projekten konnte das Kinderhilfswerk unter anderem eine signifikante Verbesserung der sanitären Anlagen in Flüchtlingscamps erreichen, verteilte Hilfsgüter für den Haushalt und Essensgutscheine und errichtete Kinderschutzzonen beispielsweise im Libanon. In diesen Kinderschutzzonen finden Kinder Zuflucht, können spielen und erhalten Förderunterricht. World Vision verteilt Hilfsgüter als unabhängiger und neutraler Akteur nach den Grundsätzen für humanitäre Hilfsorganisationen. Auf der Balkanroute verteilt unsere Partner-Organisation World Vision Bosnien und Herzegowina Hilfsgüter vor allem an Kinder und Mütter.

+ Wie funktioniert die Verzehnfachung meiner Spende durch UNICEF und WFP?

World Vision arbeitet global eng mit UN-Organisationen zusammen. Im Libanon sind unsere Partner das UN-Kinderhilfswerk UNICEF sowie das UN-Welternährungsprogramm (WFP). World Vision agiert aufgrund langjähriger Erfahrung und Kapazität als ausführende Organisation vor Ort. Die Zusammenarbeit ermöglicht den Einsatz von grösseren finanziellen Mitteln, welche zu einem Grossteil von den UN-Organisationen für gemeinsame Projekte zur Verfügung gestellt werden. Dies führt zu einer Verzehnfachung des Spendenwertes.

+ Ist Asmaa aus dem Video eine reale Person?

Ja, Asmaa erzählt von ihrem realen Schicksal. Sie lebt zurzeit in einer grossen Flüchtlingssiedlung in der Bekaa-Ebene. Der Kontakt zu Asmaa und die daraus folgenden Filmaufnahmen kamen aufgrund des Engagements von World Vision in dieser Siedlung zustande. World Vision führt dort diverse Massnahmen zur Verbesserung von Wassersystemen, Sanitäranlagen und Hygiene durch.

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