Ihre Patenschaft in der Coronakrise
 

COVID-19 betrifft uns alle. Sicher sorgen auch Sie sich um die Situation in dem von Ihnen unterstützten Projekt. Wir haben für Sie auf dieser Seite die wichtigsten Fragen und aktuelle Informationen aus unseren Projektändern zusammengefasst.

Ist mein Patenkind betroffen?

Nach aktuellem Stand sind uns keine Fälle von COVID-19-Erkrankungen bei Patenkindern oder ihren Familien bekannt. Falls sich daran etwas ändert, informieren wir Sie schnellstmöglich. 

Damit unsere Arbeit vor Ort weitergehen kann und die Gesundheit der Kinder gewährleistet bleibt, benötigen wir gerade jetzt weiterhin Ihre Unterstützung. Mit einer Kinderpatenschaft fördern Sie langfristig die Gesundheitsversorgung.

Zu unseren Aktivitäten gehören Massnahmen zur Vorsorge sowie zur Eindämmung des Virus. Dabei greifen wir auf unsere jahrelange, umfassende Erfahrung zurück, die wir z.B. durch die Bekämpfung von Ebola oder Zika haben. 

Fragen und Antworten zur COVID-19-Situation

Was passiert, wenn sich mein Patenkind in einer von COVID-19 betroffenen Gemeinde befindet?

Mitarbeitende und Freiwillige von World Vision überwachen die Corona-Virus-Situation genau und passen die Programme laufend an die sich ändernden Bedürfnisse an. Für die 54 Länder, in denen Patenkinder leben, gibt es je nach aktueller Lage drei verschiedene Szenarien:

  1. Unsere Patenschaftsprogramme funktionieren wie gewohnt. Zusätzlich bereiten wir uns intensiv auf die Ausbreitung des Virus vor und/oder reagieren aktiv. Wir konzentrieren uns darauf, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und seine Auswirkungen abzuschwächen. Wir arbeiten auch mit Gesundheitsbehörden zusammen, um unseren Community-Partnern aktuelle, genaue und offizielle Informationen über das Corona-Virus zu übermitteln.
     
  2. Unsere Patenschaftsprogramme laufen, jedoch mit einigen Einschränkungen. Wir haben einige unserer weniger zeitkritischen Arbeiten unterbrochen, um den engen Kontakt zwischen Kindern und anderen Menschen zu begrenzen. Alle anderen Arbeiten werden jedoch fortgesetzt.
     
  3. Unsere Patenschaftsprogramme werden ausgesetzt und es wird ein Notfallplan durchgeführt. Mitarbeitende und Freiwillige konzentrieren sich darauf, die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. Dazu gehört die Verhinderung von sozialer Isolation oder Stigmatisierung der Kindern während der Quarantäne oder auch die Unterstützung beim Lernen zu Hause, indem wir Schulmaterialien und -aktivitäten bereitstellen, wenn Schulen geschlossen sind.

+ Was passiert, wenn mein Patenkind an COVID-19 erkrankt?

Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder, haben für uns höchste Priorität. Wenn Ihr Patenkind aufgrund eines Corona-Virus oder einer anderen Krankheit schwer krank wird, werden wir Sie entsprechend informieren, sobald dies betrieblich möglich ist.

+ Was passiert, wenn mein Patenkind aufgrund von COVID-19 einen Elternteil oder einen Betreuer verliert?

Wir wissen aus unseren Erfahrungen in der Ebola-Krise und anderen Krankheitsausbrüchen, dass die sekundären Auswirkungen des Corona-Virus für in Armut lebende Kinder verheerend sein können, insbesondere der Verlust eines Elternteils oder einer nahestehenden Kontaktperson. Wenn Ihr Patenkind einen Elternteil oder Betreuer – aus welchem Grund auch immer - verliert, werden wir Sie entsprechend informieren, sobald dies betrieblich möglich ist.

+ Kann ich meinem Patenkind noch einen Brief schreiben?

Ja. Wir fänden es sogar schön, wenn Sie es machen!
In solch unsicheren Zeiten könnte Ihr Patenkind oder seine Familie Angst, Isolation oder Unsicherheit ausgesetzt sein und davon profitieren, wenn sie wissen, dass Sie an sie denken und/oder für sie beten. In fast allen Ländern sind Postdienste noch in Betrieb, und die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass das Corona-Virus durch Briefe nicht übertragen wird. In betroffenen Gebieten kann es jedoch länger dauern, bis Ihr Brief zugestellt wird. Sie können jedoch sicher sein, dass wir diesen Service so gut es geht aufrechterhalten. Wenn für Länder, in denen wir arbeiten, internationale Postbeschränkungen gelten, werden wir darüber informieren.

+ Wenn Sie gerade einen Brief an Ihr Patenkind geschrieben haben, erhalten Sie eine Antwort?

Ja. Wenn sich Ihr Patenkind nicht in einem von COVID-19 betroffenen Gebiet befindet, erhalten Sie innerhalb des üblichen Zeitraums eine Antwort von ihm. Wenn sich Ihr Patenkind jedoch in einem betroffenen Gebiet befindet, kann es länger als gewöhnlich dauern, bis Sie eine Antwort erhalten. Dies liegt eventuell daran, dass unsere Bewegungsmöglichkeiten von den Gesundheitsbehörden beschränkt werden. Wenn für Länder, in denen wir arbeiten, internationale Postbeschränkungen gelten, werden wir darüber informieren.

+ Kann ich meinem Patenkind trotzdem ein Geschenk schicken?

Ja. In Gemeinden, in denen unsere Patenschaftsprogramme wie gewohnt ablaufen, werden Geschenke auch wie gewohnt an Kinder und Gemeinden geliefert. In vom Virus betroffenen Gemeinden kann der Prozess etwas länger dauern als gewöhnlich, da wir der Sicherheit von Kindern und ihren Familien Priorität einräumen. Und wenn dies betrieblich möglich ist, erhalten Sie einen Brief und ein Foto, um die Wirkung Ihres Geschenks zu zeigen!

+ Erhalte ich weiterhin einen jährlichen Fortschrittsbericht von meinem Patenkind?

Zu diesem Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass Sie den jährlichen Fortschrittsbericht sowie ein aktuelles Foto Ihres Patenkindes erhalten werden. Aufgrund des dynamischen Charakters dieser Pandemie und weil unsere Priorität immer die Sicherheit der Kinder, ihrer Familien sowie unserer Mitarbeitenden und Freiwilligen ist, kann es jedoch zu Verzögerungen oder Schwierigkeiten im Versand kommen. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

+ Erhalte ich weiterhin Fotos und Videos von meinem Patenkind?

Wie bei den Fortschrittsberichten kann es auch hier je nach Situation vor Ort zu Verzögerungen beim Empfang von Foto- und Video-Updates von ihrem Patenkind und der Kindergemeinschaft kommen. In diesem Fall bitten wir Sie um Geduld und halten Sie auf dem Laufenden, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

Aufgrund der Ausnahmesituation können wir einige unserer Aktivitäten wie Geburtstagsaktionen und Besuche vor Ort nicht wie gewohnt aufrechterhalten. Auch Briefe und Pakete können betroffen sein. Bitte nutzen Sie Ihr Patenportal myWorldVision, um Ihrem Patenkind eine Nachricht zukommen zu lassen.
Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen vor Ort stellen wir uns auf die aktuelle Situation ein und führen Massnahmen durch, um die Kinder und ihre Familien zu schützen. In engem Austausch mit Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitssektor müssen wir die Situation in den betroffenen Regionen regelmässig neu bewerten, um sowohl die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die der Familien zu gewährleisten. 

Aktuelle Informationen zum Coronavirus aus unseren Projektländern

Afrika

5. Mai 2021

+ Mali

Mali bestätigte am 24. März seinen ersten COVID-19-Fall. Bis jetzt gab es 13'937 bestätigte Fälle. 60'570 Impfdosen konnten bereits verabreicht werden. Die Regierung führte im März 2020 Lockdown-Massnahmen ein, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, darunter die Schliessung von Grenzen, Märkten, Bars, Universitäten und Schulen, das Verbot öffentlicher Versammlungen und die Verhängung einer landesweiten Ausgangssperre. Die meisten Beschränkungen wurden im April gelockert und die Schulen werden im Herbst wieder geöffnet. Angesichts der grossen Zahl von Vertriebenen und der Tatsache, dass viele von ihnen keinen Zugang zu grundlegender Gesundheits- und Wasserversorgung haben, sind viele Menschen in hohem Masse durch die Sekundärfolgen von COVID-19 betroffen. 

Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, indem wir Mitarbeitende, freiwillige Helfer aus der Gemeinde, Gemeindeausschüsse, christliche und muslimische Glaubensführer und Patenkinder schulen, damit sie Präventionsinformationen an lokale Gemeinden weitergeben können. Wir verbreiten Präventionsbotschaften über Radio, installieren Wasserstellen in den Gemeinden, damit sich die Menschen die Hände waschen können, bringen den Menschen bei, wie man Seife herstellt und verteilen Handwaschsets. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitspersonal im Umgang mit COVID-19 schulen und Gesundheitseinrichtungen mit Hygiene-Kits, Isolierzelten und Treibstoff für Krankenwagen ausstatten. Wir verringern auch die Auswirkungen der Krise auf gefährdete Familien, indem wir Bargeld verteilen, psychosoziale Unterstützung für Kinder ermöglichen und Glaubensführer zur psychologischen Unterstützung von Gemeinden mobilisieren. Und wir setzen uns für eine stärkere staatliche Kinderschutzpolitik ein.

In Mali kann unsere Projektarbeit derzeit ohne Einschränkungen fortgeführt werden.

+ Mauretanien

Am 13. März wurde der erste COVID-19-Fall in Mauretanien bestätigt. In der Zwischenzeit wurden 18'476 Fälle bestätigt. 12'341 Imfdosen konnten bereits verabreicht werden. Die Regierung schloss im März 2020 alle Land- und Flussgrenzen und Flughäfen, Schulen, Universitäten, Restaurants, Märkte und Kirchen, verbot alle öffentlichen Versammlungen und verhängte eine Ausgangssperre von 18.00 Uhr bis 08.00 Uhr täglich. Die Beschränkungen wurden grösstenteils aufgehoben und die Schulen im Juli wiedereröffnet. Im Dezember folgten erneute Restriktionen, die immer noch anhalten: öffentliche Versammlungen sind verboten und es gilt eine Ausgangssperre in der Nacht. Ausserdem ist das Tragen einer Masken an öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden Pflicht. COVID-19 verschärft eine bereits kritische humanitäre Situation, vor allem in ländlichen Gebieten, die durch die ausbleibenden Regenfälle im vergangenen Jahr entstanden ist. 

World Vision arbeitet daran, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, indem wir Präventionsbotschaften über Fernsehen, Radio, SMS und mit gedrucktem Material verbreiten, indem wir Glaubensführer und kommunale Führungspersönlichkeiten zur Förderung von Präventionsbotschaften ausbilden. Wir stärken auch die Gesundheitssysteme, indem wir persönliche Schutzausrüstung wie Masken und Handschuhe verteilen, Hygienesets und Handwascheinrichtungen in Gesundheitszentren bereitstellen und Sanitärbedarf und -ausrüstung für das Gesundheitsministerium finanzieren. Wir unterstützen Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir Geldtransfers und Nahrungsergänzungsmittel für ihre Familien ermöglichen und Schulmaterial für Kinder bereitstellen. Und wir setzen uns für die Rechte und den Schutz der Kinder während der Krise ein. Mit diesen Hilfsmassnahemen will World Vision 1, 25 Millionen Menschen in Mauretanien erreichen.

In Mauretanien kann unsere Projektarbeit derzeit nur mit gewissen Restriktionen fortgeführt werden.

+ Mosambik

In Mosambik konnten bist jetzt 141'640 Impfdosen verabreicht werden. Bis dato wurden 70'000 COVID-19-Fälle bestätigt. Als Reaktion darauf schloss die Regierung alle Schulen, beschränkte Versammlungen auf weniger als 50 Personen, schloss die Grenzen und stoppte die meisten internationalen Flüge. Es gilt immer noch der Ausnahmezustand und öffentliche Versammlungen bleiben verboten. Universitäten und Kirchen sind seit August wieder geöffnet und die Schulen wurden im September wieder geöffnet. Nachts gilt eine Ausgangssperre und die Schulen wurden nach einem Anstieg der Fallzahlen im Februar 2021 bis auf weiteres geschlossen. Private gesellschaftliche Veranstaltungen, Freizeit- und Sportveranstaltungen wurden verboten und es wurde eine die Begrenzung der Kapazitäten bei Gottesdiensten und Konferenzen, in Fitnessstudios, Museen und anderen kulturellen Einrichtungen eingeführt. Das Gesundheitssystem steht unter Druck, und die öffentlichen Krankenhäuser versorgen bisher nur Notfälle, Schwangere und chronisch Kranke. Ziel von World Vision ist es, mit unserer Hilfsaktion 700'000 Menschen direkt zu erreichen, darunter 400'000 Kinder, und 15 Millionen Menschen indirekt.

Wir arbeiten daran, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, indem wir Präventionsbotschaften im Radio, durch gedrucktes Material und durch die Ausbildung von Glaubensführern verbreiten, indem wir die Haushalte mit Seife und Desinfektionsmitteln versorgen und indem wir die Haushalte mit sauberem Wasser und Materialien zum Bau von Handwaschanlagen versorgen. Wir haben Schulungen für den Rat der Religionen von Mosambik durchgeführt, und der Rat hat seinerseits Schulungsveranstaltungen für 300 Glaubensführer in anderen Provinzen durchgeführt. Wir stärken die Gesundheitssysteme, indem wir Gemeindegesundheitspersonal in der Prävention von COVID-19 und im Kinderschutz schulen, Gesundheitspersonal mit persönlicher Schutzausrüstung wie Handschuhen und Masken ausstatten, Wasserspeicher, Handwasch- und Toilettenanlagen in Gesundheitseinrichtungen und Isolierstationen installieren und Hygienesets für Menschen in Isolation bereitstellen. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir Schulen bei der Verteilung von Lernmaterialien und der Entwicklung von Lernprogrammen für das Gemeinschaftsradio unterstützen, Lebensmittel, Bargeld und Gutscheine an die am stärksten gefährdeten Familien verteilen und die Haushalte mit Saatgut, Vieh und anderen einkommensschaffenden Geräten und Schulungen versorgen. Und wir setzen uns dafür ein, den Kinderschutz während der gesamten Reaktion der Regierung auf COVID-19 zu stärken.

Zurzeit ist die Projektarbeit in Mosambik nur mit Einschränkungen möglich.

+ Niger

Niger hat über 5'261 bestätigte COVID-19-Fälle. 16'081 Impfdosen konnten bereits verabreicht werden. Im März 2020 verbot die Regierung alle öffentlichen Versammlungen, schloss Schulen und Gebetsstätten, führte eine tägliche Sperre von 19.00 Uhr bis 06.00 Uhr ein und beschränkte die Reisemöglichkeiten in das Land und innerhalb des Landes. Schulen und Gebetsstätten wurden im Juni wieder geöffnet. Im Dezember wurden grössere Ansammlungen wieder verboten und es gabe neue Restriktionen für Bars und Nachtclubs. Es gilt Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen. Mit mehr als 450'000 Binnenvertriebenen und einem hohen Grad an Ernährungsunsicherheit in Niger stellt COVID-19 für viele Menschen ein grosses Risiko dar. World Vision will mit der Hilfsaktion in diesem Jahr 133'000 Menschen erreichen.

Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, indem wir Gesundheitspersonal in den Gemeinden ausbilden, Präventionsbotschaften über Glaubensführer, gedrucktes Material und Fernsehsendungen weitergeben, Hygienesets, einschliesslich Seife und Eimer sowie persönliche Schutzausrüstung wie Gesichtsmasken an gefährdete Haushalte verteilen und Wasserversorgungssysteme in den Gemeinden bauen oder reparieren, um das Händewaschen zu ermöglichen. Wir stärken die Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitsarbeiter in den Gemeinden in der Kontaktverfolgung und Überweisung von Kontaktpersonen ausbilden, Treibstoff für Krankenwagen liefern und medizinische Hilfsgüter für isolierte Gebiete und Gesundheitseinrichtungen bereitstellen. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir sie mit Lernaktivitäten unterstützen, Gemeindeleiter und Glaubensführer im Bereich Kinderschutz und psychosoziale Unterstützung schulen und die am stärksten gefährdeten Haushalte mit Nahrungsmitteln, Bargeld und einkommensschaffender Hilfe versorgen. Und wir setzen uns gemeinsam mit unseren Partnern dafür ein, dass die Regierung während der Krise Massnahmen zur sozialen Grundversorgung und zum Schutz gefährdeter Menschen ergreift.

Die Projektarbeit in Niger ist zurzeit ohne Einschränkungen möglich.

+ Simbabwe

In Simbabwe gibt es 38'293 bestätigte COVID-19-Fälle. Bis jetzt konnten 524'199 Impfdosen verabreicht werden. Als Reaktion auf die COVID-19-Krise verhängte die Regierung Ende März 2020 eine landesweite Abriegelung, die Ende Juli verlängert wurde. Der im Januar 2021 eingeführte harte Lockdown ist nun wieder aufgehoben. Geschäfte, Restaurants und Schulen sind geöffnet, aber Supermärkte müssen um 20 Uhr schliessen. An öffentlichen Plätzen herrscht Maskenpflicht und Social Distancing muss eingehalten werden. Ziel von World Vision ist es, 398'000 Menschen mit der Hilfsaktion zu erreichen.

Wir arbeiten daran, die Ernährungssicherheit zu verbessern, indem wir Nahrungsmittel und Bargeld an Menschen in Gebieten verteilen, die von der Dürre betroffen sind, und stellen gleichzeitig Informationen über COVID-19 und Kinderschutz bereit.  Darüber hinaus geben wir Informationen über COVID-19 und den Kinderschutz per SMS, Radio und gedrucktes Material an Eltern, Lehrer und andere Gemeindemitglieder weiter. Darüber hinaus haben wir mehr als 1'400 Glaubensführer geschult, damit sie in ihren Gemeinden Informationen über COVID-19 weitergeben und über WhatsApp-Gruppen weiterverbreiten. Wir schulen diese Glaubenspartner auch in der Überwachung von Berichten über häusliche Gewalt und bieten Beratung zum Schutz von Kindern und anderen gefährdeten Menschen an. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir dem Gesundheitspersonal Leitfäden zu Infektion, Prävention und Kontrolle zur Verfügung stellen, die Reaktionskoordination auf nationaler, provinzieller und Distrikt-Ebene unterstützen, Gesundheitseinrichtungen mit Seife und Desinfektionsmitteln ausstatten und das Gesundheitsministerium mit persönlicher Schutzausrüstung und Testkits versorgen. Wir installieren auch saubere Wasserquellen und sanitäre Einrichtungen in Schulen und Gesundheitszentren. Und wir setzen uns dafür ein, dass starke Kinderschutzmassnahmen in die nationale COVID-19-Hilfsaktion aufgenommen werden.

In Simbabwe ist die Projektarbeit zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

+ Tansania

In Tansania gibt es 509 bestätigte COVID-19-Fälle.Die Regierung von Tansania hat noch keinen Impfstoff zugelassen. Die Regierung schloss im März 2020 alle Schulen und Universitäten und schränkte öffentliche Versammlungen und internationale Reisen ein. Im Mai wurden die Beschränkungen gelockert, und im Juni wurden Schulen und Universitäten wieder vollständig geöffnet. World Vision will mit der Hilfsaktion mehr als 12,6 Millionen Menschen, darunter 5,5 Millionen Kinder, erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir Glaubensführer ausbilden, damit sie ihre Gemeinden für den Kinderschutz und wichtige COVID-19-Schutzmassnahmen sensibilisieren, und indem wir freiwillige Helfer der Gemeinden mit Desinfektionsmitteln, Masken, Handschuhen, Informationen über COVID-19 und Kinderschutzschulungen unterstützen. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitshelfer im Umgang mit COVID-19 schulen, beim Transport von Gesundheitshelfern und bei der Untersuchung von Proben helfen, Gesundheitshelfer, Gesundheitseinrichtungen und Isolations-/Quarantänestätten mit medizinischer Ausrüstung und Material versorgen und uns bei der Regierung für stärkere Sozialdienste, Kinderschutz und geschlechtsspezifische Gewaltprävention einsetzen. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir Lehrer und lokale Gemeindeleiter in psychischer Gesundheit und psychologischer Unterstützung schulen, bei der Verteilung von Lernmaterialien des Tansanischen Bildungsinstituts in entlegenen Gebieten und für Kinder mit Behinderungen helfen, Nahrungsmittel und Bargeld für gefährdete Haushalte bereitstellen, Kinder in der Schule mit Mahlzeiten versorgen und Haushalte mit Ressourcen zur Einkommenserzielung wie Saatgut, Hühnern und Werkzeug ausstatten.

Die Projektarbeit in Tansania ist zum grössten Teil wieder uneingeschränkt möglich, nur in wenigen Projekten gibt es noch starke Einschränkungen.

Asien

5. Mai 2021

+ Bangladesch

Bangladesch hat 763'682  bestätigte COVID-19-Fälle. Dies ist ein deutlicher Anstieg mit über 217'000 neuen Fällen in den letzten zwei Monaten. Bis zum 26. April 2021 wurden fast 8,4 Millionen Impfstoffdosen verabreicht. Die Regierung verhängte im März 2020 eine landesweite Schliessung, schränkte die Bewegungsfreiheit der Menschen ein, schloss Schulen, Märkte und Geschäfte, verbot öffentliche Versammlungen und verhängte eine nächtliche Ausgangssperre. Die Beschränkungen wurden bis August verlängert und machen es sehr schwierig, in den Gemeinden, die am 20. Mai 2020 vom Zyklon Amphan heimgesucht wurden, dringend benötigte Hilfe zu leisten. Die Regierung verlängerte die landesweite Abriegelung bis zum 5. Mai und die tägliche Ausgangssperre von 18 Uhr bis 6 Uhr morgens bleibt bestehen. Krankenhäuser, Apotheken und Lebensmittelgeschäfte bleiben geöffnet, während der öffentliche Nahverkehr und Bankdienstleistungen eingeschränkt bleiben. 

World Vision wechselt jetzt vom unserem Nothilfemodus in ein Reaktions- und Wiederaufbauprogramm und in unsere übliche langfristige Entwicklungsarbeit. Unsere Beobachtungen zeigen, dass der Bedarf an Lebensgrundlagen und Ernährungssicherheit aufgrund der sekundären Auswirkungen der Pandemie wächst. Daher stellen wir weiterhin Bargeld und Nahrungsmitteln für gefährdete Kinder und ihre Familien bereit, erhöhen die Einbeziehung von Finanzdienstleistungen und den sozialen Schutz und helfen Familien, Gemüsegärten anzulegen, um Nahrungsmittel und Einkommen zu Hause zu sichern. Gesundheit, Ernährung und Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene haben weiterhin Priorität. Wir unterstützen auch das lokale Gesundheitspersonal mit persönlicher Schutzausrüstung wie Masken, Handschuhen, Hygieneartikeln sowie Handwascheinrichtungen, Hygienesets und Informationen zur Prävention von COVID-19. Die örtlichen Gesundheitsdienste unterstützen wir bei der Durchführung von COVID-19-Tests und -Behandlungen sowie bei der prä- und postnatalen Betreuung, der Geburtshilfe und der Bereitstellung von Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder unter zwei Jahren. Bildung und Kinderschutz sind ebenfalls wichtige Bestandteile unserer Arbeit. Wir bieten psychosoziale und beratende Unterstützung für Kinder und ihre Familien, versorgen Familien mit dem Wissen und der Hilfe, die sie benötigen, um Kinderarbeit, Heirat und Schulabbruch von Kindern zu verhindern, und stärken den Kinderschutz durch Meldemöglichkeiten für Gewalt und Missbrauch. Ausserdem arbeiten wir weiterhin mit der Regierung und anderen Organisationen zusammen, um uns für die schwächsten Menschen, darunter Kinder, Frauen, Flüchtlinge und Menschen mit Behinderungen, einzusetzen.

Die Projektarbeit in Bangladesch ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

+ Indien

Mehr als 20,2 Millionen Fälle von COVID-19 sind in Indien bestätigt worden. Indien leidet unter einer starken zweiten Welle: Die Zahlen zeigen einen Anstieg von über 9 Millionen Fällen allein in den letzten zwei Monaten. Die steigende Zahl der COVID-19-Fälle lähmt das ohnehin schon überlastete Gesundheitssystem. Schwerwiegende Engpässe bei Krankenhausbetten und Sauerstoff haben dazu geführt, dass Hunderte von Menschen sterben, ohne die notwendige Behandlung erhalten zu können. Auch die Krematorien und Friedhöfe sind in vielen Teilen des Landes mit der Zahl der Todesfälle überfordert. Lebensrettende Medikamente zur Behandlung von COVID-19 sind ebenfalls landesweit knapp. Bis zum 26. April 2021 wurden in ganz Indien mehr als 147,7 Millionen COVID-19-Impfdosen verabreicht. Die steigende Infektionsrate und die Knappheit bei der Herstellung und Lieferung von Impfstoffen stellen jedoch ernsthafte Herausforderungen bei der Einführung von Impfstoffen für alle dar. World Vision hat einen nationalen Notstand ausgerufen, um der landesweiten Zunahme der COVID-19-Fälle zu begegnen. World Vision hat bereits über 6,6 Millionen Menschen erreicht, indem wir Masken, Handschuhe, Personenschutzausrüstung für Ärzte, Hygieneartikel, Lebensmittelpakete, Trockenrationen, Schulmaterial für Kinder und Unterstützung für den Lebensunterhalt verteilt haben. Wir setzen auch die Wiederaufbauphase fort, die sich hauptsächlich auf die Wiederherstellung der Lebensgrundlagen und unterstützende Massnahmen konzentriert. Um auf die zweite Welle von COVID-19 zu reagieren, wird der Aufruf von World Vision Indien in der ersten Phase 7 Millionen USD für die dringendsten Bedürfnisse bereitstellen. Im Mai und Juni 2021, wird sich World Vision auf die Unterstützung und Stärkung der Gesundheitssysteme konzentrieren. Längerfristig planen wir, die Präventionsbemühungen, die Stärkung von Gesundheitseinrichtungen und die Impfstoffförderung zu stärken und auch den Gemeinden zu helfen, mit dieser zweiten Welle der Pandemie fertig zu werden. 
So können Sie die Menschen in Indien unterstützen.

Unserer Projektarbeit in Indien ist je nach Projekt nur mit erheblichen Einschränkungen möglich.

+ Mongolei

Bis dato gibt es 39'381 bestätigte Fälle von COVID-19 in der Mongolei. Bis zum 23. April 2021 konnten 768'131 Impfstoffdosen verabreicht werden. Im Januar 2020 schränkte die Regierung die Einreise von Reisenden über internationale Flughäfen und zwischen den Provinzen ein, schloss Schulen und verbot Kindern den Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen. Diese Massnahmen wurden bis September 2020 verlängert. Die meisten Beschränkungen wurden im September aufgehoben und die Schulen wieder geöffnet. Aufgrund steigender Fallzahlen wurde jedoch im November 2020 erneut ein harter Lockdown ausgerufen. Im März 2021 wurden die Schulen wieder geöffnet und Reisen zwischen den Provinzen wurden mit Genehmigung eines Regierungsausschusses erlaubt. Die mongolische Hauptstadt Ulaanbaatar befindet sich nach wie vor in einem Lockdown. 

World Vision will mit Hilfsaktionen 93'000 Kinder und 38'000 Erwachsene sowie eine Million Menschen mit Informationen erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir Präventionsbotschaften in Form von Comics, Zeichentrickfilmen und Demonstrationsvideos zum Händewaschen verbreiten, bei der Sanierung von Schulen, Kindergärten und Schlafsälen helfen, Grenzinspektoren und staatliches Gesundheitspersonal mit persönlicher Schutzausrüstung ausstatten und die sanitären und hygienischen Einrichtungen in Schulen renovieren. Wir unterstützen Familien, die von COVID-19 betroffen sind, durch die Bereitstellung von Bargeld, Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln, durch die Entwicklung und Verteilung von Unterrichtsmaterialien für das Lernen zu Hause und durch die Bereitstellung von Tablets für den Zugang der Kinder zu Unterrichtsmaterialien. In Zusammenarbeit mit der Regierung haben wir eine Fernseh- und Sozialmedienkampagne zur Prävention von COVID-19 und zum Kinderschutz lanciert, und haben Informationsblätter für Eltern über positive Disziplin, Stressbewältigung und wertvolle Zeit mit Kindern erstellt. Und wir arbeiten mit anderen Organisationen zusammen, um die Hilfsaktion zu koordinieren. 

Die Projektarbeit in der Mongolei ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich. 

+ Nepal

In Nepal gibt es 343'418 bestätigte COVID-19-Fälle. Bis jetzt konnten 2,4 Millionen Impfdosen verabreicht werden. Die Regierung schloss zu Beginn der Pandemie alle nicht lebensnotwendigen Betriebe und Schulen, verbot öffentliche Versammlungen, setzte alle Inlands- und internationalen Flüge und den öffentlichen Langstreckentransport aus und schloss die Grenzen zu China und Indien.Viele Beschränkungen wurden Mitte Juli 2020 wieder aufgehoben, im Tal von Kathmandu wurde Mitte August jedoch ein Lockdown verhängt und alle nicht lebenswichtigen Geschäfte geschlossen. Die Beschränkungen haben sich seitdem gelockert und die Grenzen sind wieder geöffnet, obwohl plötzliche Lockdowns in lokalen Gebieten jederzeit möglich sind. Derzeit haben Lebensmittelgeschäfte, Banken, Apotheken und andere wichtige Dienstleistungen eingeschränkte Öffnungszeiten und andere öffentliche und kommerzielle Versammlungen sind verboten. Privatfahrzeuge und öffentliche Verkehrsmittel sind ebenfalls verboten - nur Notfallfahrzeuge dürfen fahren. 

Die Auswirkungen von COVID-19 auf das Land sind gross: Viele Menschen haben infolge der Regierungsrestriktionen ihren Arbeitsplatz und ihre Einkommensquellen verloren, saisonale Überschwemmungen und Erdrutsche verschlimmern die Situation der Bevölkerung zusätzlich. Im Rahmen unseres COVID-19-Programms integrieren wir nun auch Aktivitäten, die sich auf die Ernährung, Gesundheit, Bildung und den Schutz von Kindern konzentrieren. 

Wir arbeiten weiter daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir Präventionsbotschaften über Radio und animierte Videos für das Fernsehen und soziale Medien entwickeln und verbreiten, Hygienesets für Familien bereitstellen und Handwascheinrichtungen in Schulen und Quarantänestationen installieren. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir persönliche Schutzausrüstungen und anderes Material wie Desinfektionsmittel und Thermometer bereitstellen, Handwascheinrichtungen in Gesundheitsposten installieren und Isolations- und Quarantänestationen mit Hygieneartikeln ausstatten. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, durch die Ausstrahlung von Fernlernprogrammen in Radio und Fernsehen, durch die Stärkung von Kinderschutzdiensten, durch die Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Organisation, die den Gemeinden psychosoziale Unterstützungsdienste anbietet, und durch die Versorgung gefährdeter Familien mit Nährstoffzusätzen, Nahrungsmittelhilfe, Geldgutscheinen und landwirtschaftlichen Geräten und Betriebsmitteln. Und wir arbeiten mit der Regierung und anderen Organisationen zusammen, um die nationale Hilfsaktion zu koordinieren.

Die Projektarbeit in Nepal ist zurzeit nur mit Einschränkungen möglich.

+ Vietnam

In Vietnam gibt es zurzeit 2'985 bestätigte COVID-19-Fälle. Bis dato konnten 129'583 Impfdosen verabreicht werden. Im März 2020 schloss die Regierung mit dem Ziel, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, alle Schulen und viele Geschäfte, schränkte Reisen ein und verbot grosse öffentliche Versammlungen. Im April 2020 kamen die ersten Lockerungen und die Schulen wurden wieder geöffnet. Im Februar 2021 folgte der nächste Lockdown mit Schliessung der Schulen. Die Grenzen sind immer noch zu und es gilt eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. Bei Verstoss droht eine Busse. 

Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir unter den Kindern und Betreuern Informationen über das Händewaschen und andere Präventivmassnahmen verteilen, die Haushalte mit Masken, Seife und Desinfektionsmitteln ausstatten und in Gesundheitszentren und Schulen Wassertanks und Handwaschstationen bauen oder unterhalten. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitszentren mit Thermometern, Betten, Decken und persönlicher Schutzausrüstung wie Masken und Handschuhen ausstatten. Wir unterstützen Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir gefährdete Haushalte mit Reis, Nudeln und Milch sowie mit landwirtschaftlicher Ausbildung und Hilfsgütern wie Saatgut und Vieh versorgen. Und wir setzen uns dafür ein, dass Kinder im Rahmen der Hilfsaktion geschützt und prioritär behandelt werden. Dazu arbeiten wir mit der Regierung und einer nationalen Arbeitsgruppe für Kinderrechte zusammen, und stärken den Kinderschutzes in den Gemeinden durch die Ausbildung von Sozialarbeitern und Kinderschutzausschüssen und Informationskampagnen zur Gewaltprävention.

Die Projektarbeit in Vietnam ist zum grössten Teil uneingeschränkt möglich.

Lateinamerika

5. Mai 2021

+ Bolivien

In Bolivien gibt es 307'561 bestätigte COVID-19-Fälle. 762'044 Impfdosen konnten bis dato verabreicht werden. Die Regierung rief im März 2020 den nationalen Notstand und eine landesweite Abriegelung aus. Schulen, Grenzen und nicht lebensnotwendige Geschäfte wurden geschlossen, Menschen unter 20 und über 65 durften ihre Häuser nicht verlassen und alle anderen Personen durften ihre Häuser nur an einem Tag in der Woche verlassen, um Vorräte zu holen. Die Bewegungseinschränkungen wurden im Juni 2020 gelockert, die Grenzen sind nun offen. Auch die Schulen wurden im Februar 2021 teilweise wieder geöffnet. An öffentlichen Orten sind Gesichtsmasken vorgeschrieben. Lokale Lockdowns sind jederzeit möglich. 

Wir gehen jetzt zu mittel- und langfristigen Massnahmen über, die den Menschen helfen werden, dem Virus vorzubeugen und sich von den sekundären Auswirkungen der Pandemie zu erholen. Weiterhin stärken wir die Gesundheitssysteme durch die Bereitstellung von medizinischen Hilfsgütern, Desinfektionsmitteln, persönlicher Schutzausrüstung, Wiederbelebungsgeräten und Tragen. Wir unterstützen Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, durch die Verteilung von Grundnahrungspaketen an die am stärksten gefährdeten Familien und durch die Schaffung virtueller Lernräume und die Einbeziehung der Kinder in virtuelle Herausforderungen für schnelles Lesen und Geschichtenschreiben, durch die Bereitstellung psychosozialer Unterstützung für Kinder durch Lieder und Videos; und durch die Unterstützung von Betreuern beim Zugang zu Mikrofinanzierung und beim Wiederaufbau von Kleinunternehmen und landwirtschaftlicher Produktion. Wir setzen uns aktiv für den Kinderschutz ein. 

Die Projektarbeit in Bolivien ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

+ Dominikanische Republik

Die Dominikanische Republik hat 267'681 COVID-19-Fälle. Bis zum 29. April 2021 wurden über 1,8 Millionen Impfstoffdosen verabreicht. Die Regierung verhängte im März 2020 den Ausnahmezustand, wobei alle kommerziellen Aktivitäten und öffentlichen Versammlungen verboten, Grenzen und Schulen geschlossen wurden und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wurde. Die Beschränkungen wurden im Juni 2020 aufgehoben, aber Pläne zur weiteren Lockerung der Beschränkungen wurden verschoben, da die Fälle weiter angestiegen sind. Im Dezember wurde eine landesweite Ausgangssperre wieder eingeführt, welche im März 2021 überarbeitet, aber nicht aufgehoben wurde.  World Vision hat bereits mehr als 792'000 Menschen, darunter über 104'000 Kinder erreicht.

Wir arbeiten daran, die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen, indem wir präventive Botschaften verbreiten, Handwaschutensilien und Masken verteilen und mit Glaubensführern zusammenarbeiten, um über sie Informationen über COVID-19 an ihre Gemeinden weiterzugeben. Wir erklären ihnen auch die Wichtigkeit des Impfstoffes. Wir unterstützen die lokalen Gesundheitssysteme durch die Bereitstellung von Handschuhen und Desinfektionssets für medizinisches Personal und unterstützen medizinische Einrichtungen bei der Prävention und Reaktion auf COVID-19. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir ihre Familien mit Nahrungsmitteln versorgen und Ressourcen wie Werkzeuge und Vieh zur Verfügung stellen, damit sie ihre Lebensgrundlage wieder aufbauen können. Wir arbeiten an der Stärkung der Kinderschutzsysteme auf nationaler Ebene.

Die Projektarbeit in der Dominikanischen Republik ist derzeit nur mit Einschränkungen möglich.

+ Nicaragua

In Nicaragua gibt es 5'498 bestätigte COVID-19-Fälle. 146'698 Impfdosen konnten verabreicht werden. Die Regierung hat wegen des hohen Anteils der Bevölkerung, die ihren Lebensunterhalt mit Kleinunternehmen bestreitet, keine Einschränkungen erlassen. Öffentliche Schulen sind nach wie vor in Betrieb. Die Menschen ergreifen ihre eigenen Präventivmassnahmen, und viele Unternehmen haben ihre Mitarbeitenden gebeten, von zu Hause aus zu arbeiten. World Vision setzt sich zum Ziel mit der Hilfsaktion 337'000 Menschen zu erreichen.

Wir arbeiten daran, die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern, indem wir Hygiene- und Präventionsbotschaften über Glaubensführer und freiwillige Helfer in Schulen und Gemeinden sowie über Lokalradio, Videos und Plakate verbreiten, die Haushalte mit Reinigungssets und persönlicher Schutzausrüstung wie Gesichtsmasken ausstatten und in Gesundheitszentren Wasser- und Sanitäreinrichtungen wie Wasserspeichersysteme und Handwaschhähne bauen oder instand halten. Wir haben uns auch mit anderen Organisationen zusammengetan, um Präventionsinformationen in Miskito-Sprache zu erstellen, die an der Karibikküste verteilt werden sollen. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme durch die Ausbildung von Gesundheitshelfern, wir stellen Gesundheitseinrichtungen und anderen Diensten an vorderster Front Reinigungssets und persönliche Schutzausrüstung wie Handschuhe und Masken zur Verfügung und unterstützen medizinische Einrichtungen bei Präventions- und Reaktionsmassnahmen im Zusammenhang mit COVID-19, einschliesslich des Transports von Testproben. Wir unterstützen auch Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir Glaubensführer, Gemeindemitglieder, Kinder und Jugendliche in friedlicher Konfliktlösung und Kinderschutz schulen, Grundschulen mit Lernmaterialien und Aktivitätspaketen für Kinder aus der Ferne ausstatten, Betreuer und Freiwillige aus der Gemeinde ausbilden, um sie beim Lernen zu Hause zu unterstützen, Geschäftsschulungen für Jugendliche anbieten, um sie auf zukünftige Arbeitsmöglichkeiten vorzubereiten, Lebensmittelpakete an die am meisten gefährdeten Familien verteilen und Familien mit landwirtschaftlichen Geräten und Ressourcen für den Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen versorgen. 

Die Projektarbeit in Nicaragua ist nur mit einigen Einschränkungen möglich.

+ Peru

Peru hat bis dato über 1,8 Million bestätigte COVID-19-Fälle. Bereits über 1,5 Miollionenn Impfdosen konnten bereits verabreicht werden. Die Regierung rief zu Beginn der Pandemie einen nationalen Gesundheitsnotstand aus und verhängte eine Abriegelung einschliesslich Grenz- und Schulschliessungen, eine nächtliche Ausgangssperre und ein Verbot der Bewegung zwischen den Provinzen sowie aller nicht lebensnotwendigen Aktivitäten. In den meisten Regionen wurden die Einschränkungen seit Juli 2020 teilweise wieder aufgehoben und einige Schulen wieder geöffnet. Viele Restriktionen sind aber nach wie vor da, unteranderem auch die Sperrstunde.

World Vision setzt sich zum Ziel, mit der Hilfsaktion über eine Million Menschen zu erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern, indem wir die Gemeinden durch unser Netzwerk ausgebildeter freiwilliger Helfer im Bereich der kommunalen Gesundheit überwachen und Botschaften zu Hygiene und Prävention sowie Informationen über Ernährung, Stressbewältigung und gewaltfreie Konfliktlösung an Hochrisikogruppen wie Migranten und Flüchtlinge weitergeben. Wir unterstützen Kinder, die von COVID-19 betroffen sind, durch die Förderung gesunder Beziehungen zwischen Eltern und Kindern, durch die Bereitstellung von Bildungsmaterialien und Unterstützung beim Lernen zu Hause, durch virtuelle Schulungen für Jugendliche in Bezug auf Ausbildung und durch die Bereitstellung von lebensnotwendigen Gütern wie Nahrungsmitteln und Unterkunft für die am stärksten gefährdeten Familien, einschliesslich Flüchtlinge. Wir arbeiten auch mit anderen Organisationen zusammen, um den Kinderschutz zu stärken und die Stimmen der Kinder im Rahmen der nationalen COVID-19-Hilfsaktion zu verstärken. 

Die Projektarbeit in Peru ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

Osteuropa

5. Mai 2021

+ Armenien

Armenien hat 217'407 bestätigte Fälle von COVID-19. Bis dato konnten bereits 565 Impfdosen verabreicht werden. Ein im März 2020 verhängter Ausnahmezustand zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19 wurde Mitte September wieder aufgehoben. Ein kurz darauf ausgebrochener Grenzkonflikt mit Aserbaidschan hat jedoch Zehntausende von Menschen vertrieben und die COVID-19-Bekämpfung sehr herausfordernd gemacht. Im November 2020 wurde ein Waffenstillstand unterzeichnet, aber eines von drei Kindern in Armenien lebt in Armut, sodass viele von den Auswirkungen der COVID-19-Krise und des Konflikts betroffen sind.

Zusätzlich zum Start einer Nothilfeaktion, um auf die Bedürfnisse der vom Konflikt betroffenen Kinder und Familien zu reagieren, hat World Vision 9'200 Menschen direkt mit unserer COVID-19-Hilfe erreicht, darunter 5'300 Kinder, und 27'000 Menschen indirekt mit Informationen. Wir bekämpfen die Ausbreitung des Virus, indem wir Hygiene- und Präventionsbotschaften über soziale Medien und andere Online-Kanäle verbreiteten, Handwasch- und Hygienesets mit Seife und Masken an gefährdete Familien und Kindergärten verteilten und mit religiösen Führern zusammenarbeiteten, um COVID-19-Informationen an ihre Gemeinden weiterzugeben. Wir haben dazu beigetragen, die Gesundheitssysteme zu stärken, indem wir Online-Schulungen zu COVID-19 und medizinische Hilfsmittel wie Masken und Thermometer für das Gesundheitspersonal bereitgestellt haben. Wir haben Kinder unterstützt, die von COVID-19 betroffen sind, indem wir Lebensmittelpakete an gefährdete Kinder verteilten, Kinder, die derzeit keine Schulbildung erhalten, verteilten und die Informationen an das Bildungsministerium weitergaben, den Internetzugang für gefährdete Kinder sicherstellten, damit sie Zugang zu Online-Bildungsplattformen haben, Mitarbeitende an vorderster Front zum Thema Kinderschutz schulten und Kinder bei Bedarf mit Online-Sozialarbeitern und Psychologen in Kontakt setzten. Jetzt konzentrieren wir uns auf den Kinderschutz, bieten sozialpsychologische Unterstützung und Dienstleistungen sowie kinderfreundliche Räume, um im kommenden Jahr 19'000 Kinder, Eltern, Gesundheitsarbeiter und andere Gemeindemitglieder direkt zu erreichen, und stellen weiterhin Nahrungsmittelhilfe, Hygieneartikel und Notunterkünfte für Kinder und Familien bereit, die von dem Konflikt betroffen sind. 

Die Projektarbeit in Armenien ist zurzeit mit einigen Einschränkungen möglich.

+ Georgien

Georgien hat über 313'742 bestätigte COVID-19-Fälle. Bis jetzt konnten 33'733 Impfdosen verabereicht werden. Zu Beginn der Pandemie wurden Schulen und alle Geschäfte mit Ausnahme von Apotheken und Lebensmittelmärkten geschlossen. Der Ausnahmezustand wurde im Mai 2020 aufgehoben und die meisten Beschränkungen wurden gelockert, auch einige Schulen sind seit Oktober wieder offen. Im November 2020 wurden aufgrund neuer Ausbrüche neue Restriktionen eingeführt, darunter eine Ausgangssperre, Einschränkungen des öffentlichen Verkehrs und Geschäftsschliessungen, die jedoch seit Februar 2021 gelockert wurden. Die Ausgangssperre gilt weiterhin. 

World Vision bekämpft nun die sekundären Auswirkungen der COVID-19-Pandemie durch ein auf den Wiederaufbau ausgerichtetes Programm. Daneben helfen wir weiterhin dabei, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen und die lokalen Gesundheitssysteme zu stärken, um mit dem Virus fertig zu werden. Die Ernährungssicherheit ist eine Schlüsselfaktor: Wir verteilen Nahrungsmittellieferungen und Gutscheine an gefährdete Familien und unterstützen 100 der am stärksten gefährdeten Familien bei der Bewirtschaftung ihrer Felder, um Nahrung und Einkommen zu sichern. Wir stellen auch psychische und psychosoziale Unterstützung für betroffene Kinder und ihre Familien bereit und unterstützen die Fernausbildung von Kindern durch die Bereitstellung von Lernmaterial für zu Hause und die Unterstützung von Betreuern. Darüber hinaus stellen wir dem Gesundheitspersonal weiterhin Desinfektionsmittel und persönliche Schutzausrüstung wie Masken und Handschuhe zur Verfügung, versorgen Familien mit Hygienesets und Schulen mit Desinfektionsmitteln. produzieren Videos über die Prävention von COVID-19 und Informationen zum Kinderschutz, die wir über soziale Medien verbreiten. 

In Georgien ist die Projektarbeit zurzeit unter Einschränkungen möglich.

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