Ihre Patenschaft in der Coronakrise
 

Covid-19 betrifft uns alle. Sicher sorgen auch Sie sich um die Situation in dem von Ihnen unterstützten Projekt. Wir haben für Sie auf dieser Seite die wichtigsten Fragen und aktuelle Informationen aus unseren Projektregionen zusammengefasst.

Ist mein Patenkind betroffen?

Nach aktuellem Stand sind uns keine Fälle von Covid-19-Erkrankungen bei Patenkindern oder ihren Familien bekannt. Falls sich daran etwas ändert, informieren wir Sie schnellstmöglich. 

Damit unsere Arbeit vor Ort weitergehen kann und die Gesundheit der Kinder gewährleistet bleibt, benötigen wir gerade jetzt weiterhin Ihre Unterstützung. Mit einer Kinderpatenschaft fördern Sie langfristig die Gesundheitsversorgung.

Zu unseren Aktivitäten gehören Massnahmen zur Vorsorge sowie zur Eindämmung des Virus. Dabei greifen wir auf unsere jahrelange, umfassende Erfahrung zurück, die wir z.B. durch die Bekämpfung von Ebola oder Zika haben. 

Fragen und Antworten zur COVID-19-Situation

Was passiert, wenn sich mein Patenkind in einer von Covid-19 betroffenen Gemeinde befindet?

Mitarbeitende und Freiwillige von World Vision überwachen die Corona-Virus-Situation genau und passen die Programme laufend an die sich ändernden Bedürfnisse an. Für die 54 Länder, in denen Patenkinder leben, gibt es je nach aktueller Lage drei verschiedene Szenarien:

  1. Unsere Patenschaftsprogramme funktionieren wie gewohnt. Zusätzlich bereiten wir uns intensiv auf die Ausbreitung des Virus vor und/oder reagieren aktiv. Wir konzentrieren uns darauf, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und seine Auswirkungen abzuschwächen. Wir arbeiten auch mit Gesundheitsbehörden zusammen, um unseren Community-Partnern aktuelle, genaue und offizielle Informationen über das Corona-Virus zu übermitteln.
     
  2. Unsere Patenschaftsprogramme laufen, jedoch mit einigen Einschränkungen. Wir haben einige unserer weniger zeitkritischen Arbeiten unterbrochen, um den engen Kontakt zwischen Kindern und anderen Menschen zu begrenzen. Alle anderen Arbeiten werden jedoch fortgesetzt.
     
  3. Unsere Patenschaftsprogramme werden ausgesetzt und es wird ein Notfallplan durchgeführt. Mitarbeitende und Freiwillige konzentrieren sich darauf, die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. Dazu gehört die Verhinderung von sozialer Isolation oder Stigmatisierung der Kindern während der Quarantäne oder auch die Unterstützung beim Lernen zu Hause, indem wir Schulmaterialien und -aktivitäten bereitstellen, wenn Schulen geschlossen sind.

+ Was passiert, wenn mein Patenkind an Covid-19 erkrankt?

Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder, haben für uns höchste Priorität. Wenn Ihr Patenkind aufgrund eines Corona-Virus oder einer anderen Krankheit schwer krank wird, werden wir Sie entsprechend informieren, sobald dies betrieblich möglich ist.

+ Was passiert, wenn mein Patenkind aufgrund von Covid-19 einen Elternteil oder einen Betreuer verliert?

Wir wissen aus unseren Erfahrungen in der Ebola-Krise und anderen Krankheitsausbrüchen, dass die sekundären Auswirkungen des Corona-Virus für in Armut lebende Kinder verheerend sein können, insbesondere der Verlust eines Elternteils oder einer nahestehenden Kontaktperson. Wenn Ihr Patenkind einen Elternteil oder Betreuer – aus welchem Grund auch immer - verliert, werden wir Sie entsprechend informieren, sobald dies betrieblich möglich ist.

+ Kann ich meinem Patenkind noch einen Brief schreiben?

Ja. Wir fänden es sogar schön, wenn Sie es machen!
In solch unsicheren Zeiten könnte Ihr Patenkind oder seine Familie Angst, Isolation oder Unsicherheit ausgesetzt sein und davon profitieren, wenn sie wissen, dass Sie an sie denken und/oder für sie beten. In fast allen Ländern sind Postdienste noch in Betrieb, und die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass das Corona-Virus durch Briefe nicht übertragen wird. In betroffenen Gebieten kann es jedoch länger dauern, bis Ihr Brief zugestellt wird. Sie können jedoch sicher sein, dass wir diesen Service so gut es geht aufrechterhalten. Wenn für Länder, in denen wir arbeiten, internationale Postbeschränkungen gelten, werden wir darüber informieren.

+ Wenn Sie gerade einen Brief an Ihr Patenkind geschrieben haben, erhalten Sie eine Antwort?

Ja. Wenn sich Ihr Patenkind nicht in einem von Covid-19 betroffenen Gebiet befindet, erhalten Sie innerhalb des üblichen Zeitraums eine Antwort von ihm. Wenn sich Ihr Patenkind jedoch in einem betroffenen Gebiet befindet, kann es länger als gewöhnlich dauern, bis Sie eine Antwort erhalten. Dies liegt eventuell daran, dass unsere Bewegungsmöglichkeiten von den Gesundheitsbehörden beschränkt werden. Wenn für Länder, in denen wir arbeiten, internationale Postbeschränkungen gelten, werden wir darüber informieren.

+ Kann ich meinem Patenkind trotzdem ein Geschenk schicken?

Ja. In Gemeinden, in denen unsere Patenschaftsprogramme wie gewohnt ablaufen, werden Geschenke auch wie gewohnt an Kinder und Gemeinden geliefert. In vom Virus betroffenen Gemeinden kann der Prozess etwas länger dauern als gewöhnlich, da wir der Sicherheit von Kindern und ihren Familien Priorität einräumen. Und wenn dies betrieblich möglich ist, erhalten Sie einen Brief und ein Foto, um die Wirkung Ihres Geschenks zu zeigen!

+ Erhalte ich weiterhin einen jährlichen Fortschrittsbericht von meinem Patenkind?

Zu diesem Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass Sie den jährlichen Fortschrittsbericht sowie ein aktuelles Foto Ihres Patenkindes erhalten werden. Aufgrund des dynamischen Charakters dieser Pandemie und weil unsere Priorität immer die Sicherheit der Kinder, ihrer Familien sowie unserer Mitarbeitenden und Freiwilligen ist, kann es jedoch zu Verzögerungen oder Schwierigkeiten im Versand kommen. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

+ Erhalte ich weiterhin Fotos und Videos von meinem Patenkind?

Wie bei den Fortschrittsberichten kann es auch hier je nach Situation vor Ort zu Verzögerungen beim Empfang von Foto- und Video-Updates von ihrem Patenkind und der Kindergemeinschaft kommen. In diesem Fall bitten wir Sie um Geduld und halten Sie auf dem Laufenden, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

Aufgrund der Ausnahmesituation können wir einige unserer Aktivitäten wie Geburtstagsaktionen und Besuche vor Ort nicht wie gewohnt aufrechterhalten. Auch Briefe und Pakete können betroffen sein. Bitte nutzen Sie Ihr Patenportal myWorldVision, um Ihrem Patenkind eine Nachricht zukommen zu lassen.
Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen vor Ort stellen wir uns auf die aktuelle Situation ein und führen Massnahmen durch, um die Kinder und ihre Familien zu schützen. In engem Austausch mit Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitssektor müssen wir die Situation in den betroffenen Regionen regelmässig neu bewerten, um sowohl die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die der Familien zu gewährleisten. 

Aktuelle Informationen zum Coronavirus aus unseren Projektregionen

Afrika

28. September 2021

Die Delta-Variante hat eine dritte Welle von Covid-19 in ganz Afrika verursacht, mit einem signifikanten Anstieg von Neuinfektionen und Todesfällen in vielen Ländern. Lockdowns haben sich auf die Lebensgrundlagen vieler Menschen auf dem gesamten Kontinent negativ ausgewirkt, sie teilweise zerstört. Die Flüchtlingsbevölkerung leidet besonders unter den reduzierten Finanzmitteln und den Lockdowns. Letztere wirken sich auch auf die psychische Gesundheit, den Zugang zu Bildung, auf geschlechtsspezifische Gewalt und den Zugang zu Gesundheitsdiensten aus. Die meisten Regierungen haben mit der Einführung von Covid-19-Impfungen begonnen, aber die Verfügbarkeit ist begrenzt: In einigen Regionen gibt es nur geringe Mengen an Impfstoffen.

Um auf die anhaltende Krise zu reagieren, wird World Vision die Arbeit in 27 Ländern in Subsahara-Afrika fortsetzen. Wir treffen vorbeugende Massnahmen, um die Ausbreitung von Covid-19 zu begrenzen sowie Gesundheitssysteme und Arbeitnehmer zu stärken.  Von Covid-19 betroffene Kinder unterstützen wir in den Bereichen Bildung, Kinderschutz, Ernährungssicherheit und Lebensunterhalt und wir setzen uns dafür ein, dass gefährdete Kinder geschützt werden. Wir arbeiten auch daran, die Akzeptanz von Covid-19-Impfstoffen zu fördern. Unsere Kinderpatenschafts-Projekte in der Region werden weitergeführt, um die Sicherheit von Kindern und ihren Gemeinden während der Pandemie zu gewährleisten. Durch verschiedene Kommunikationsmethoden wie WhatsApp und Videoanrufen stehen wir weiterhin in engem Austausch mit den Projekten vor Ort.

Asien-Pazifik

28. September 2021

Länder im asiatisch-pazifischen Raum erlebten Anfang 2021 Spitzen bei ihren täglichen Covid-19-Fallraten. Die Fälle stiegen in Indien, bevor sie sich auf die Nachbarländer ausbreiteten. Während der Trend in Indien inzwischen (Stand Sept. 21) zu sinken scheint, wurde in den letzten Monaten in Indonesien, Thailand, Myanmar und Bangladesch ein Anstieg der Fälle verzeichnet. Die Impfrate ist in der Mongolei mit 65 Prozent die höchste der Region.

World Vision reagiert weiterhin auf die Auswirkungen von Covid-19 in 17 Ländern und Territorien im asiatisch-pazifischen Raum, insbesondere an Orten, an denen Kinder und Familien am stärksten gefährdet sind. Im gesamten asiatisch-pazifischen Raum hat World Vision über 6,2 Millionen Menschen mit Aufklärung über vorbeugende Maßnahmen wie Händewaschen und Social Distancing erreicht. Über 5 Millionen Masken und 1,8 Millionen Hygiene-Kits wurden verteilt, um die Gesundheitssysteme zu stärken und die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Mehr als 2,9 Millionen Menschen in der Region haben Bargeld oder Nahrungsmittelnothilfe erhalten, um Familien bei der Erfüllung der Grundbedürfnisse ihrer Kinder zu unterstützen. 

Lateinamerika und Karibik

28. September 2021

Die Fälle von Covid-19 sind in Lateinamerika besonders hoch, wobei mit vier von zehn Fällen und fast die Hälfte aller Todesfälle in dieser Region auftreten - obwohl sie nur acht Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren. Brasilien, Mexiko und Peru haben tödliche zweite und dritte Wellen des Virus erlebt und repräsentieren drei der fünf Länder mit der höchsten Anzahl von Todesfällen. Brasilien steht bei der weltweiten Zahl der Fälle an dritter Stelle. Chile hat über 70 Prozent seiner Bevölkerung vollständig geimpft, aber andere Länder in der Region waren nicht in der Lage, genügend Impfstoffe zu beschaffen. Schätzungsweise 170 Millionen Kinder in der Region gehen nicht zur Schule. Diese Bildungskrise droht Ungleichheiten und Armut zu verstärken, da sie bereits Gewalt, Missbrauch und Kinderarbeit verstärkt hat.

Um auf die anhaltende Krise zu reagieren, wird World Vision unsere Arbeit in 15 Ländern in der lateinamerikanischen und karibischen Region fortsetzen, um vorbeugende Maßnahmen zur Begrenzung der Ausbreitung der Krankheit zu verstärken, Gesundheitssysteme und Arbeitnehmer zu stärken. Von Covid-19 betroffene Kinder unterstützen wir in den Bereichen Bildung, Kinderschutz, Ernährungssicherheit und Lebensunterhalt; ausserdem setzt sich World Vision dafür ein, dass gefährdete Kinder geschützt werden. In Peru hat World Vision eine Reihe von Bildungsmaterialien veröffentlicht und über 3000 Tablets verteilt, um Kinder beim Fernlernen zu unterstützen. In Venezuela haben wir 9000 Ernährungskits verteilt, um sicherzustellen, dass gefährdete Kinder und Familien genug zu essen haben.

Naher Osten und Osteuropa

28. September 2021

Der Nahe Osten und Osteuropa sind weiterhin stark von Covid-19 betroffen, was andere Herausforderungen in der Region noch verschärft. Seit Anfang April hat Bosnien und Herzegowina durchweg die dritthöchste Covid-19-Sterberate der Welt (pro Kopf), wobei bis Mitte August nur elf Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft waren.  Afghanistan erlebte bereits seit Beginn der dritten Welle im Juni einen exponentiellen Anstieg der Fallzahlen und es gibt Bedenken, dass der Ausbruch zunehmen und die Impfraten seit den jüngsten Unruhen weiter sinken werden.

Um auf die anhaltende Krise zu reagieren, wird World Vision unsere Arbeit in 13 Ländern im Nahen Osten und in Osteuropa fortsetzen, um vorbeugende Massnahmen zur Begrenzung der Ausbreitung der Krankheit zu verstärken, Gesundheitssysteme und Arbeitnehmer zu stärken, von Covid-19 betroffene Kinder mit Bildung, Kinderschutz, Ernährungssicherheit und Lebensunterhalt zu unterstützen und zusammenzuarbeiten und sich dafür einzusetzen, dass gefährdete Kinder geschützt werden. In Syrien hat World Vision das Bewusstsein für den begrenzten Zugang zu Impfstoffen für nicht registrierte syrische Flüchtlinge in der Türkei und Binnenvertriebene in Nord-Zentralsyrien geschärft.  Die aktuelle politische Instabilität in Afghanistan hat die Sorgen um die Ernährungssicherheit und die Ausbreitung von Covid-19 verschärft. Die Auswirkungen der Pandemie auf Armut und Ernährungssicherheit sind ein weit verbreitetes regionales Anliegen.

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