Ihre Patenschaft in der Coronakrise
 

Covid-19 betrifft uns alle. Sicher sorgen auch Sie sich um die Situation in dem von Ihnen unterstützten Projekt. Wir haben für Sie auf dieser Seite die wichtigsten Fragen und aktuelle Informationen aus unseren Projektändern zusammengefasst.

Ist mein Patenkind betroffen?

Nach aktuellem Stand sind uns keine Fälle von Covid-19-Erkrankungen bei Patenkindern oder ihren Familien bekannt. Falls sich daran etwas ändert, informieren wir Sie schnellstmöglich. 

Damit unsere Arbeit vor Ort weitergehen kann und die Gesundheit der Kinder gewährleistet bleibt, benötigen wir gerade jetzt weiterhin Ihre Unterstützung. Mit einer Kinderpatenschaft fördern Sie langfristig die Gesundheitsversorgung.

Zu unseren Aktivitäten gehören Massnahmen zur Vorsorge sowie zur Eindämmung des Virus. Dabei greifen wir auf unsere jahrelange, umfassende Erfahrung zurück, die wir z.B. durch die Bekämpfung von Ebola oder Zika haben. 

Fragen und Antworten zur COVID-19-Situation

Was passiert, wenn sich mein Patenkind in einer von Covid-19 betroffenen Gemeinde befindet?

Mitarbeitende und Freiwillige von World Vision überwachen die Corona-Virus-Situation genau und passen die Programme laufend an die sich ändernden Bedürfnisse an. Für die 54 Länder, in denen Patenkinder leben, gibt es je nach aktueller Lage drei verschiedene Szenarien:

  1. Unsere Patenschaftsprogramme funktionieren wie gewohnt. Zusätzlich bereiten wir uns intensiv auf die Ausbreitung des Virus vor und/oder reagieren aktiv. Wir konzentrieren uns darauf, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und seine Auswirkungen abzuschwächen. Wir arbeiten auch mit Gesundheitsbehörden zusammen, um unseren Community-Partnern aktuelle, genaue und offizielle Informationen über das Corona-Virus zu übermitteln.
     
  2. Unsere Patenschaftsprogramme laufen, jedoch mit einigen Einschränkungen. Wir haben einige unserer weniger zeitkritischen Arbeiten unterbrochen, um den engen Kontakt zwischen Kindern und anderen Menschen zu begrenzen. Alle anderen Arbeiten werden jedoch fortgesetzt.
     
  3. Unsere Patenschaftsprogramme werden ausgesetzt und es wird ein Notfallplan durchgeführt. Mitarbeitende und Freiwillige konzentrieren sich darauf, die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. Dazu gehört die Verhinderung von sozialer Isolation oder Stigmatisierung der Kindern während der Quarantäne oder auch die Unterstützung beim Lernen zu Hause, indem wir Schulmaterialien und -aktivitäten bereitstellen, wenn Schulen geschlossen sind.

+ Was passiert, wenn mein Patenkind an Covid-19 erkrankt?

Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder, haben für uns höchste Priorität. Wenn Ihr Patenkind aufgrund eines Corona-Virus oder einer anderen Krankheit schwer krank wird, werden wir Sie entsprechend informieren, sobald dies betrieblich möglich ist.

+ Was passiert, wenn mein Patenkind aufgrund von Covid-19 einen Elternteil oder einen Betreuer verliert?

Wir wissen aus unseren Erfahrungen in der Ebola-Krise und anderen Krankheitsausbrüchen, dass die sekundären Auswirkungen des Corona-Virus für in Armut lebende Kinder verheerend sein können, insbesondere der Verlust eines Elternteils oder einer nahestehenden Kontaktperson. Wenn Ihr Patenkind einen Elternteil oder Betreuer – aus welchem Grund auch immer - verliert, werden wir Sie entsprechend informieren, sobald dies betrieblich möglich ist.

+ Kann ich meinem Patenkind noch einen Brief schreiben?

Ja. Wir fänden es sogar schön, wenn Sie es machen!
In solch unsicheren Zeiten könnte Ihr Patenkind oder seine Familie Angst, Isolation oder Unsicherheit ausgesetzt sein und davon profitieren, wenn sie wissen, dass Sie an sie denken und/oder für sie beten. In fast allen Ländern sind Postdienste noch in Betrieb, und die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass das Corona-Virus durch Briefe nicht übertragen wird. In betroffenen Gebieten kann es jedoch länger dauern, bis Ihr Brief zugestellt wird. Sie können jedoch sicher sein, dass wir diesen Service so gut es geht aufrechterhalten. Wenn für Länder, in denen wir arbeiten, internationale Postbeschränkungen gelten, werden wir darüber informieren.

+ Wenn Sie gerade einen Brief an Ihr Patenkind geschrieben haben, erhalten Sie eine Antwort?

Ja. Wenn sich Ihr Patenkind nicht in einem von Covid-19 betroffenen Gebiet befindet, erhalten Sie innerhalb des üblichen Zeitraums eine Antwort von ihm. Wenn sich Ihr Patenkind jedoch in einem betroffenen Gebiet befindet, kann es länger als gewöhnlich dauern, bis Sie eine Antwort erhalten. Dies liegt eventuell daran, dass unsere Bewegungsmöglichkeiten von den Gesundheitsbehörden beschränkt werden. Wenn für Länder, in denen wir arbeiten, internationale Postbeschränkungen gelten, werden wir darüber informieren.

+ Kann ich meinem Patenkind trotzdem ein Geschenk schicken?

Ja. In Gemeinden, in denen unsere Patenschaftsprogramme wie gewohnt ablaufen, werden Geschenke auch wie gewohnt an Kinder und Gemeinden geliefert. In vom Virus betroffenen Gemeinden kann der Prozess etwas länger dauern als gewöhnlich, da wir der Sicherheit von Kindern und ihren Familien Priorität einräumen. Und wenn dies betrieblich möglich ist, erhalten Sie einen Brief und ein Foto, um die Wirkung Ihres Geschenks zu zeigen!

+ Erhalte ich weiterhin einen jährlichen Fortschrittsbericht von meinem Patenkind?

Zu diesem Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass Sie den jährlichen Fortschrittsbericht sowie ein aktuelles Foto Ihres Patenkindes erhalten werden. Aufgrund des dynamischen Charakters dieser Pandemie und weil unsere Priorität immer die Sicherheit der Kinder, ihrer Familien sowie unserer Mitarbeitenden und Freiwilligen ist, kann es jedoch zu Verzögerungen oder Schwierigkeiten im Versand kommen. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

+ Erhalte ich weiterhin Fotos und Videos von meinem Patenkind?

Wie bei den Fortschrittsberichten kann es auch hier je nach Situation vor Ort zu Verzögerungen beim Empfang von Foto- und Video-Updates von ihrem Patenkind und der Kindergemeinschaft kommen. In diesem Fall bitten wir Sie um Geduld und halten Sie auf dem Laufenden, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

Aufgrund der Ausnahmesituation können wir einige unserer Aktivitäten wie Geburtstagsaktionen und Besuche vor Ort nicht wie gewohnt aufrechterhalten. Auch Briefe und Pakete können betroffen sein. Bitte nutzen Sie Ihr Patenportal myWorldVision, um Ihrem Patenkind eine Nachricht zukommen zu lassen.
Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen vor Ort stellen wir uns auf die aktuelle Situation ein und führen Massnahmen durch, um die Kinder und ihre Familien zu schützen. In engem Austausch mit Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitssektor müssen wir die Situation in den betroffenen Regionen regelmässig neu bewerten, um sowohl die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die der Familien zu gewährleisten. 

Aktuelle Informationen zum Coronavirus aus unseren Projektländern

Afrika

1. Juli 2021

+ Mali

Mali bestätigte am 24. März 2020 seinen ersten Covid-19-Fall. Bis jetzt gab es 14'420 bestätigte Fälle. 179'634 Impfdosen konnten bereits verabreicht werden. Die Regierung führte im März 2020 Lockdown-Massnahmen ein, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, darunter die Schliessung von Grenzen, Märkten, Bars, Universitäten und Schulen, das Verbot öffentlicher Versammlungen und die Verhängung einer landesweiten Ausgangssperre. Die Ausgangssperre wurde wieder aufgehoben und das Reisen zwischen den Städten ist wieder möglich. Angesichts der grossen Zahl von Vertriebenen und der Tatsache, dass viele von ihnen keinen Zugang zu grundlegender Gesundheits- und Wasserversorgung haben, sind viele Menschen in hohem Masse durch die Sekundärfolgen von Covid-19 betroffen. 

Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, indem wir Mitarbeitende, freiwillige Helfer aus der Gemeinde, Gemeindeausschüsse, christliche und muslimische Glaubensführer und Patenkinder schulen, damit sie Präventionsinformationen an lokale Gemeinden weitergeben können. Wir verbreiten Präventionsbotschaften über Radio, installieren Wasserstellen in den Gemeinden, damit sich die Menschen die Hände waschen können, bringen den Menschen bei, wie man Seife herstellt und verteilen Handwaschsets. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitspersonal im Umgang mit Covid-19 schulen und Gesundheitseinrichtungen mit Hygiene-Kits, Isolierzelten und Treibstoff für Krankenwagen ausstatten. Wir verringern auch die Auswirkungen der Krise auf gefährdete Familien, indem wir Bargeld verteilen, psychosoziale Unterstützung für Kinder ermöglichen und Glaubensführer zur psychologischen Unterstützung von Gemeinden mobilisieren. Und wir setzen uns für eine stärkere staatliche Kinderschutzpolitik ein.

In Mali kann unsere Projektarbeit derzeit ohne Einschränkungen fortgeführt werden.

+ Mauretanien

Am 13. März 2020 wurde der erste Covid-19-Fall in Mauretanien bestätigt. In der Zwischenzeit wurden 20'676 Fälle bestätigt. 167'604 Imfdosen konnten bereits verabreicht werden. Die Regierung schloss im März 2020 alle Land- und Flussgrenzen und Flughäfen, Schulen, Universitäten, Restaurants, Märkte und Kirchen, verbot alle öffentlichen Versammlungen und verhängte eine Ausgangssperre von 18.00 Uhr bis 08.00 Uhr täglich. Die Beschränkungen wurden grösstenteils aufgehoben und die Schulen im Juli wiedereröffnet. Im Dezember folgten erneute Restriktionen, die immer noch anhalten: öffentliche Versammlungen sind verboten und es gilt eine Ausgangssperre in der Nacht. Ausserdem ist das Tragen einer Masken an öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden Pflicht. Die Regierung hat eine Covid-19-Hotline eingeführt. Covid-19 verschärft eine bereits kritische humanitäre Situation, vor allem in ländlichen Gebieten, die durch die ausbleibenden Regenfälle im vergangenen Jahr entstanden ist. 

World Vision arbeitet daran, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, indem wir Präventionsbotschaften über Fernsehen, Radio, SMS und mit gedrucktem Material verbreiten, indem wir Glaubensführer und kommunale Führungspersönlichkeiten zur Förderung von Präventionsbotschaften ausbilden. Wir stärken auch die Gesundheitssysteme, indem wir persönliche Schutzausrüstung wie Masken und Handschuhe verteilen, Hygienesets und Handwascheinrichtungen in Gesundheitszentren bereitstellen und Sanitärbedarf und -ausrüstung für das Gesundheitsministerium finanzieren. Wir unterstützen Kinder, die von Covid-19 betroffen sind, indem wir Geldtransfers und Nahrungsergänzungsmittel für ihre Familien ermöglichen und Schulmaterial für Kinder bereitstellen. Und wir setzen uns für die Rechte und den Schutz der Kinder während der Krise ein. Mit diesen Hilfsmassnahemen will World Vision 1, 25 Millionen Menschen in Mauretanien erreichen.

In Mauretanien kann unsere Projektarbeit derzeit nur mit gewissen Restriktionen fortgeführt werden.

+ Mosambik

In Mosambik konnten bist jetzt 438'382 Impfdosen verabreicht werden. Bis dato wurden 75'422 Covid-19-Fälle bestätigt. Als Reaktion darauf schloss die Regierung alle Schulen, beschränkte Versammlungen auf weniger als 50 Personen, schloss die Grenzen und stoppte die meisten internationalen Flüge. Es gilt immer noch der Ausnahmezustand und öffentliche Versammlungen bleiben verboten. Universitäten und Kirchen sind seit August wieder geöffnet und die Schulen wurden im September wieder geöffnet. Nachts gilt eine Ausgangssperre und die Schulen wurden nach einem Anstieg der Fallzahlen im Februar 2021 bis auf weiteres geschlossen. Private gesellschaftliche Veranstaltungen, Freizeit- und Sportveranstaltungen wurden verboten und es wurde eine die Begrenzung der Kapazitäten bei Gottesdiensten und Konferenzen, in Fitnessstudios, Museen und anderen kulturellen Einrichtungen eingeführt. Das Gesundheitssystem steht unter Druck, und die öffentlichen Krankenhäuser versorgen bisher nur Notfälle, Schwangere und chronisch Kranke. Ziel von World Vision ist es, mit unserer Hilfsaktion 700'000 Menschen direkt zu erreichen, darunter 400'000 Kinder, und 15 Millionen Menschen indirekt.

Wir arbeiten daran, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, indem wir Präventionsbotschaften im Radio, durch gedrucktes Material und durch die Ausbildung von Glaubensführern verbreiten, indem wir die Haushalte mit Seife und Desinfektionsmitteln versorgen und indem wir die Haushalte mit sauberem Wasser und Materialien zum Bau von Handwaschanlagen versorgen. Wir haben Schulungen für den Rat der Religionen von Mosambik durchgeführt, und der Rat hat seinerseits Schulungsveranstaltungen für 300 Glaubensführer in anderen Provinzen durchgeführt. Wir stärken die Gesundheitssysteme, indem wir Gemeindegesundheitspersonal in der Prävention von Covid-19 und im Kinderschutz schulen, Gesundheitspersonal mit persönlicher Schutzausrüstung wie Handschuhen und Masken ausstatten, Wasserspeicher, Handwasch- und Toilettenanlagen in Gesundheitseinrichtungen und Isolierstationen installieren und Hygienesets für Menschen in Isolation bereitstellen. Wir unterstützen auch Kinder, die von Covid-19 betroffen sind, indem wir Schulen bei der Verteilung von Lernmaterialien und der Entwicklung von Lernprogrammen für das Gemeinschaftsradio unterstützen, Lebensmittel, Bargeld und Gutscheine an die am stärksten gefährdeten Familien verteilen und die Haushalte mit Saatgut, Vieh und anderen einkommensschaffenden Geräten und Schulungen versorgen. Und wir setzen uns dafür ein, den Kinderschutz während der gesamten Reaktion der Regierung auf Covid-19 zu stärken.

Zurzeit ist die Projektarbeit in Mosambik nur mit Einschränkungen möglich.

+ Uganda

Es gibt 79'089 bestätigte Covid-19-Fälle und 956 Todesfälle in Uganda (Stand: 29. Juni 2021). Bis zum 27. Juni 2021 wurden 937’417 Impfstoffdosen verabreicht. Die Regierung führte Ende März 2020 eine landesweite Abriegelung ein, schloss Schulen und Kirchen, verbot öffentlicher Versammlungen sowie öffentliche und private Verkehrsmittel, schloss die Grenzen, schloss alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte und verhängte eine nächtliche Ausgangssperre. Die Einschränkungen wurden im Juli 2020 gelockert und ab März 2021 begann die Regierung mit der schrittweisen Wiedereinführung des Präsenzunterrichts für alle Schulklassen. Als Reaktion auf den jüngsten Anstieg der Covid -19-Fälle kündigte die ugandische Regierung am 18. Juni 2021 eine Reihe neuer Restriktionen an, darunter die Einstellung des öffentlichen und privaten Verkehrs, die Schliessung von Schulen, Gebetsstätten, Sportveranstaltungen, Bars, Diskotheken, Sportwetten und Kinos sowie ein Verbot öffentlicher Versammlungen für 42 Tage. Ausserdem gilt eine Ausgangssperre, am Arbeitsplatz dürfen jeweils nur 10 % des Personals arbeiten, soziale Zusammenkünfte sind eingeschränkt und die wöchentlichen Non-Food-Märkte sind ausgesetzt. Uganda beherbergt 1,1 Millionen Flüchtlinge, und diese Menschen und viele andere im Land sind durch die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid -19 stark gefährdet. World Vision hat sich zum Ziel gesetzt, fünf Millionen Menschen, darunter 2,9 Millionen Kinder, mit unserer Hilfe zu erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium Informationen über Covid -19 entwickeln, übersetzen, drucken und verteilen; wir schulen Gesundheitshelfer, religiöse Führer und andere Gemeindeleiter, damit sie Präventionsbotschaften in ihren Gemeinden und in Radio-Talkshows verbreiten; wir versorgen Haushalte mit Seife und Hygienesets; wir stellen Handwaschanlagen in kommunalen Gesundheitszentren und auf Märkten bereit; und wir versorgen Schulen mit Zugang zu sauberem Wasser und Wasserhähnen, um das Händewaschen zu ermöglichen. Wir stärken die Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitspersonal und Gemeindegesundheitshelfer mit Schutzausrüstung ausstatten und in Covid -19 und psychosozialer Unterstützung schulen, den Transport von Covid -19-Patienten unterstützen und mit Gemeindeteams Covid -19-Überwachung durchführen. Ausserdem unterstützen wir Kinder, die von Covid -19 betroffen sind, indem wir Gemüsesamen und Bargeldtransfers für bedürftige Haushalte bereitstellen, Menschen in guten landwirtschaftlichen Praktiken schulen und technische Beratung anbieten, mit VisionFund zusammenarbeiten, um Notfallkredite zur Geschäftsbelebung bereitzustellen, das Bildungsministerium bei der Bereitstellung von Selbstlernmaterialien für Kinder und der Entwicklung von Radiosendungen unterstützen, das Bewusstsein der Gemeinde für den Schutz von Kindern schärfen und helfen, Überweisungssysteme und -dienste zu stärken. Wir danken Ihnen für Ihre wichtige Unterstützung, um Kindern und ihren Familien zu helfen, die Herausforderungen von Covid -19 zu meistern.

+ Niger

Niger hat über 5'480 bestätigte Covid-19-Fälle. 255'587 Impfdosen konnten bereits verabreicht werden. Im März 2020 verbot die Regierung alle öffentlichen Versammlungen, schloss Schulen und Gebetsstätten, führte eine tägliche Sperre von 19.00 Uhr bis 06.00 Uhr ein und beschränkte die Reisemöglichkeiten in das Land und innerhalb des Landes. Schulen und Gebetsstätten wurden im Juni wieder geöffnet. Im Dezember wurden grössere Ansammlungen wieder verboten und es gabe neue Restriktionen für Bars und Nachtclubs. Es gilt Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen. Mit mehr als 450'000 Binnenvertriebenen und einem hohen Grad an Ernährungsunsicherheit in Niger stellt Covid-19 für viele Menschen ein grosses Risiko dar. Niger hat einen Gesundheits-Notstand ausgerufen. World Vision will mit der Hilfsaktion in diesem Jahr 133'000 Menschen erreichen.

Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, indem wir Gesundheitspersonal in den Gemeinden ausbilden, Präventionsbotschaften über Glaubensführer, gedrucktes Material und Fernsehsendungen weitergeben, Hygienesets, einschliesslich Seife und Eimer sowie persönliche Schutzausrüstung wie Gesichtsmasken an gefährdete Haushalte verteilen und Wasserversorgungssysteme in den Gemeinden bauen oder reparieren, um das Händewaschen zu ermöglichen. Wir stärken die Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitsarbeiter in den Gemeinden in der Kontaktverfolgung und Überweisung von Kontaktpersonen ausbilden, Treibstoff für Krankenwagen liefern und medizinische Hilfsgüter für isolierte Gebiete und Gesundheitseinrichtungen bereitstellen. Wir unterstützen auch Kinder, die von Covid-19 betroffen sind, indem wir sie mit Lernaktivitäten unterstützen, Gemeindeleiter und Glaubensführer im Bereich Kinderschutz und psychosoziale Unterstützung schulen und die am stärksten gefährdeten Haushalte mit Nahrungsmitteln, Bargeld und einkommensschaffender Hilfe versorgen. Und wir setzen uns gemeinsam mit unseren Partnern dafür ein, dass die Regierung während der Krise Massnahmen zur sozialen Grundversorgung und zum Schutz gefährdeter Menschen ergreift.

Die Projektarbeit in Niger ist zurzeit ohne Einschränkungen möglich.

+ Simbabwe

In Simbabwe gibt es 47'284 bestätigte Covid-19-Fälle. Bis jetzt konnten 1.14 Millionen Impfdosen verabreicht werden. Als Reaktion auf die Covid-19-Krise verhängte die Regierung Ende März 2020 eine landesweite Abriegelung, die Ende Juli verlängert wurde. Der im Januar 2021 eingeführte harte Lockdown wurde nach einer Öffnung wieder eingeführt. Geschäfte und Schulen dürfen nur zwischen 06.00 Uhr morgens und 20.00 Uhr abends geöffnet sein. In Restaurants gibt es nur Take Away-Esen. An öffentlichen Plätzen herrscht Maskenpflicht und Social Distancing muss eingehalten werden. Grosse Ansammlungen sind verboten, ausser bei Beerdigungen mit max. 30 Personen. Ziel von World Vision ist es, 398'000 Menschen mit der Hilfsaktion zu erreichen.

Wir arbeiten daran, die Ernährungssicherheit zu verbessern, indem wir Nahrungsmittel und Bargeld an Menschen in Gebieten verteilen, die von der Dürre betroffen sind, und stellen gleichzeitig Informationen über Covid-19 und Kinderschutz bereit.  Darüber hinaus geben wir Informationen über Covid-19 und den Kinderschutz per SMS, Radio und gedrucktes Material an Eltern, Lehrer und andere Gemeindemitglieder weiter. Darüber hinaus haben wir mehr als 1'400 Glaubensführer geschult, damit sie in ihren Gemeinden Informationen über Covid-19 weitergeben und über WhatsApp-Gruppen weiterverbreiten. Wir schulen diese Glaubenspartner auch in der Überwachung von Berichten über häusliche Gewalt und bieten Beratung zum Schutz von Kindern und anderen gefährdeten Menschen an. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir dem Gesundheitspersonal Leitfäden zu Infektion, Prävention und Kontrolle zur Verfügung stellen, die Reaktionskoordination auf nationaler, provinzieller und Distrikt-Ebene unterstützen, Gesundheitseinrichtungen mit Seife und Desinfektionsmitteln ausstatten und das Gesundheitsministerium mit persönlicher Schutzausrüstung und Testkits versorgen. Wir installieren auch saubere Wasserquellen und sanitäre Einrichtungen in Schulen und Gesundheitszentren. Und wir setzen uns dafür ein, dass starke Kinderschutzmassnahmen in die nationale Covid-19-Hilfsaktion aufgenommen werden.

In Simbabwe ist die Projektarbeit zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

+ Tansania

Die Regierung von Tansania hat seit April 2020 keine Zahlen zu Covid-19 herausgegeben.Die Regierung von Tansania hat noch keinen Impfstoff zugelassen. Die Regierung schloss im März 2020 alle Schulen und Universitäten und schränkte öffentliche Versammlungen und internationale Reisen ein. Im Mai wurden die Beschränkungen gelockert, und im Juni wurden Schulen und Universitäten wieder vollständig geöffnet. Covid-19 breitet sich in Tansania höchstwahrscheinlich weiter aus und es besteht die Gefahr, dass sich die Bevölkerung nicht an die Sicherheitsvorkehrungen haltet. World Vision will mit der Hilfsaktion mehr als 12,6 Millionen Menschen, darunter 5,5 Millionen Kinder, erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir Glaubensführer ausbilden, damit sie ihre Gemeinden für den Kinderschutz und wichtige Covid-19-Schutzmassnahmen sensibilisieren, und indem wir freiwillige Helfer der Gemeinden mit Desinfektionsmitteln, Masken, Handschuhen, Informationen über Covid-19 und Kinderschutzschulungen unterstützen. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitshelfer im Umgang mit Covid-19 schulen, beim Transport von Gesundheitshelfern und bei der Untersuchung von Proben helfen, Gesundheitshelfer, Gesundheitseinrichtungen und Isolations-/Quarantänestätten mit medizinischer Ausrüstung und Material versorgen und uns bei der Regierung für stärkere Sozialdienste, Kinderschutz und geschlechtsspezifische Gewaltprävention einsetzen. Wir unterstützen auch Kinder, die von Covid-19 betroffen sind, indem wir Lehrer und lokale Gemeindeleiter in psychischer Gesundheit und psychologischer Unterstützung schulen, bei der Verteilung von Lernmaterialien des Tansanischen Bildungsinstituts in entlegenen Gebieten und für Kinder mit Behinderungen helfen, Nahrungsmittel und Bargeld für gefährdete Haushalte bereitstellen, Kinder in der Schule mit Mahlzeiten versorgen und Haushalte mit Ressourcen zur Einkommenserzielung wie Saatgut, Hühnern und Werkzeug ausstatten.

Die Projektarbeit in Tansania ist zum grössten Teil wieder uneingeschränkt möglich, nur in wenigen Projekten gibt es noch starke Einschränkungen.

Asien

1. Juli 2021

+ Bangladesch

Bangladesch hat 904'436 bestätigte Covid-19-Fälle. Bis heute wurden fast 10.1 Millionen Impfstoffdosen verabreicht. Die Regierung verhängte im März 2020 eine landesweite Schliessung, schränkte die Bewegungsfreiheit der Menschen ein, schloss Schulen, Märkte und Geschäfte, verbot öffentliche Versammlungen und verhängte eine nächtliche Ausgangssperre. Die Beschränkungen wurden bis August verlängert und machen es sehr schwierig, in den Gemeinden, die am 20. Mai 2020 vom Zyklon Amphan heimgesucht wurden, dringend benötigte Hilfe zu leisten. Die Regierung verlängerte die landesweite Abriegelung bis zum 5. Mai und die tägliche Ausgangssperre von 18 Uhr bis 6 Uhr morgens bleibt bestehen. Krankenhäuser, Apotheken und Lebensmittelgeschäfte bleiben geöffnet, während der öffentliche Nahverkehr und Bankdienstleistungen eingeschränkt bleiben. Shoping Malls, Trainingscenters etc. sind geschlossen. In Restaurant gibt es nur Take Away. Soziale, politische oder religiöse Veranstaltungen bleiben verboten.

World Vision wechselt jetzt vom unserem Nothilfemodus in ein Reaktions- und Wiederaufbauprogramm und in unsere übliche langfristige Entwicklungsarbeit. Unsere Beobachtungen zeigen, dass der Bedarf an Lebensgrundlagen und Ernährungssicherheit aufgrund der sekundären Auswirkungen der Pandemie wächst. Daher stellen wir weiterhin Bargeld und Nahrungsmitteln für gefährdete Kinder und ihre Familien bereit, erhöhen die Einbeziehung von Finanzdienstleistungen und den sozialen Schutz und helfen Familien, Gemüsegärten anzulegen, um Nahrungsmittel und Einkommen zu Hause zu sichern. Gesundheit, Ernährung und Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene haben weiterhin Priorität. Wir unterstützen auch das lokale Gesundheitspersonal mit persönlicher Schutzausrüstung wie Masken, Handschuhen, Hygieneartikeln sowie Handwascheinrichtungen, Hygienesets und Informationen zur Prävention von Covid-19. Die örtlichen Gesundheitsdienste unterstützen wir bei der Durchführung von Covid-19-Tests und -Behandlungen sowie bei der prä- und postnatalen Betreuung, der Geburtshilfe und der Bereitstellung von Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder unter zwei Jahren. Bildung und Kinderschutz sind ebenfalls wichtige Bestandteile unserer Arbeit. Wir bieten psychosoziale und beratende Unterstützung für Kinder und ihre Familien, versorgen Familien mit dem Wissen und der Hilfe, die sie benötigen, um Kinderarbeit, Heirat und Schulabbruch von Kindern zu verhindern, und stärken den Kinderschutz durch Meldemöglichkeiten für Gewalt und Missbrauch. Ausserdem arbeiten wir weiterhin mit der Regierung und anderen Organisationen zusammen, um uns für die schwächsten Menschen, darunter Kinder, Frauen, Flüchtlinge und Menschen mit Behinderungen, einzusetzen.

Die Projektarbeit in Bangladesch ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

+ Indien

Mehr als 30.3 Millionen Fälle von Covid-19 sind in Indien bestätigt worden. Die Fallzahlen in den meisten Bundesstaaten Indiens sind in den letzten Juniwochen zurückgegangen, aber viele Gesundheitseinrichtungen sind noch dabei, sich von der Belastung durch die zweite Covid-19-Welle zu erholen, die im Mai 2021 ihren Höhepunkt erreichte.  Der enorme Anstieg der Covid-19-Fälle hat die ohnehin schon überlasteten Gesundheitssysteme schwer gelähmt. Schwere Engpässe bei Krankenhausbetten und Sauerstoff führten dazu, dass Hunderte von Menschen starben, ohne die notwendige Behandlung erhalten zu können. Krematorien und Bestattungsplätze waren in vielen Teilen des Landes mit der Zahl der Toten überfordert. Auch lebensrettende Medikamente zur Behandlung von Covid-19 sind im ganzen Land Mangelware. Bis zum 18. Juni 2021 wurden in ganz Indien mehr als 276,2 Millionen Covid-19-Impfstoffdosen verabreicht. Die hohe Infektionsrate und die Knappheit bei der Herstellung und Lieferung von Impfstoffen stellen jedoch ernsthafte Herausforderungen bei der Bereitstellung von Impfstoffen für alle dar. Als die Pandemie zum ersten Mal ausbrach, reagierte World Vision mit der Verteilung von Masken, Handschuhen, Personenschutzausrüstung für Ärzte, Hygieneartikeln, Lebensmittelpaketen, Trockenrationen, Schulmaterial für Kinder und Unterstützung bei der Existenzsicherung.  Wir riefen einen nationalen Notstand aus, um der landesweiten Zunahme der Covid-19-Fälle zu begegnen, und baten um 7 Millionen US-Dollar für die sofortige Reaktion und Wiederherstellung. Um auf die zweite Welle von Covid-19 zu reagieren, wird der Aufruf von World Vision Indien über 7 Millionen US-Dollar in der ersten Phase auf die dringenden Bedürfnisse reagieren. Zunächst, von Mai bis Juli 2021, wird sich World Vision auf die Unterstützung und Stärkung der Gesundheitssysteme und die Ausweitung von Präventionsmaßnahmen konzentrieren, um die Ausbreitung der Krankheit zu begrenzen. Mit dieser kurzfristigen Reaktion sollen zwei Millionen Menschen erreicht werden. Längerfristig für das nächste Jahr planen wir, die Präventionsbemühungen, die Stärkung der Gesundheitseinrichtungen und die Impfstoffförderung zu verstärken und auch den Gemeinden zu helfen, mit dieser zweiten Welle der Pandemie fertig zu werden. Wir danken Ihnen für Ihre wichtige Unterstützung, um Kindern und ihren Familien zu helfen, die Herausforderungen von Covid-19 zu meistern.   

+ Mongolei

Es gibt 113'232 bestätigte Fälle von Covid-19 und 548 Todesfälle im Land Mongolei (Stand: 30. Juni 2021). Bis zum 17. Juni 2021 wurden über 3,59 Millionen Impfstoffdosen verabreicht. Im Januar 2020 schränkte die Regierung den Reiseverkehr über internationale Häfen und zwischen den Provinzen ein, schloss Schulen und verbot Kindern den Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen und verlängerte diese Massnahmen bis September 2020. Die meisten Beschränkungen wurden im September aufgehoben und die Schulen wieder geöffnet, aber im November 2020 wurde als Reaktion auf Ausbrüche in mehreren Provinzen eine strenge Abriegelung wieder eingeführt. Im März wurden die Schulen wieder geöffnet und Reisen zwischen den Provinzen wurden mit Genehmigung eines Regierungsausschusses erlaubt. Die mongolische Regierung verlängerte den aktuellen Status der "erhöhten Notfallbereitschaft" bis zum 30. Juni. Ab dem 22. Mai wurden die internationalen Grenzen der Mongolei zu etwa 10 anderen Ländern geöffnet, aber Ausländer müssen vollständig geimpft sein, um in die Mongolei einzureisen.

World Vision will mit Hilfsaktionen 93'000 Kinder und 38'000 Erwachsene sowie eine Million Menschen mit Informationen erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir Präventionsbotschaften in Form von Comics, Zeichentrickfilmen und Demonstrationsvideos zum Händewaschen verbreiten, bei der Sanierung von Schulen, Kindergärten und Schlafsälen helfen, Grenzinspektoren und staatliches Gesundheitspersonal mit persönlicher Schutzausrüstung ausstatten und die sanitären und hygienischen Einrichtungen in Schulen renovieren. Wir unterstützen Familien, die von Covid-19 betroffen sind, durch die Bereitstellung von Bargeld, Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln, durch die Entwicklung und Verteilung von Unterrichtsmaterialien für das Lernen zu Hause und durch die Bereitstellung von Tablets für den Zugang der Kinder zu Unterrichtsmaterialien. In Zusammenarbeit mit der Regierung haben wir eine Fernseh- und Sozialmedienkampagne zur Prävention von Covid-19 und zum Kinderschutz lanciert, und haben Informationsblätter für Eltern über positive Disziplin, Stressbewältigung und wertvolle Zeit mit Kindern erstellt. Und wir arbeiten mit anderen Organisationen zusammen, um die Hilfsaktion zu koordinieren. 

Die Projektarbeit in der Mongolei ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich. 

+ Nepal

Im Land Nepal gibt es 636'916 bestätigte Covid-19-Fälle und 9'071 Todesfälle (Stand: 30. Juni 2021). Bis zum 17. Juni 2021 wurden über 3,23 Millionen Impfstoffdosen verabreicht. Die Regierung schloss zunächst alle nicht lebensnotwendigen Betriebe und Schulen, verbot öffentliche Versammlungen, setzte alle inländischen und internationalen Flüge und den öffentlichen Fernverkehr aus und schloss als Reaktion darauf die Grenzen zu China und Indien. Viele Beschränkungen wurden Mitte Juli 2020 aufgehoben, aber Mitte August wurde eine vollständige Abriegelung des Kathmandutals verhängt, die die Schliessung aller nicht lebensnotwendigen Geschäfte erforderte. Die Beschränkungen wurden gelockert und die Grenzen wieder geöffnet, aber am 26. April kündigte die Regierung eine Abriegelung von Kathmandu an, die bis zum 5. Juli verlängert wurde.Im Kathmandutal wurden einige Abriegelungen ebenfalls bis zum 28. Juni verlängert. 

Die Auswirkungen von Covid-19 auf das Land sind gross: Viele Menschen haben infolge der Regierungsrestriktionen ihren Arbeitsplatz und ihre Einkommensquellen verloren, saisonale Überschwemmungen und Erdrutsche verschlimmern die Situation der Bevölkerung zusätzlich. Im Rahmen unseres Covid-19-Programms integrieren wir nun auch Aktivitäten, die sich auf die Ernährung, Gesundheit, Bildung und den Schutz von Kindern konzentrieren. 

Wir arbeiten weiter daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir Präventionsbotschaften über Radio und animierte Videos für das Fernsehen und soziale Medien entwickeln und verbreiten, Hygienesets für Familien bereitstellen und Handwascheinrichtungen in Schulen und Quarantänestationen installieren. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir persönliche Schutzausrüstungen und anderes Material wie Desinfektionsmittel und Thermometer bereitstellen, Handwascheinrichtungen in Gesundheitsposten installieren und Isolations- und Quarantänestationen mit Hygieneartikeln ausstatten. Wir unterstützen auch Kinder, die von Covid-19 betroffen sind, durch die Ausstrahlung von Fernlernprogrammen in Radio und Fernsehen, durch die Stärkung von Kinderschutzdiensten, durch die Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Organisation, die den Gemeinden psychosoziale Unterstützungsdienste anbietet, und durch die Versorgung gefährdeter Familien mit Nährstoffzusätzen, Nahrungsmittelhilfe, Geldgutscheinen und landwirtschaftlichen Geräten und Betriebsmitteln. Und wir arbeiten mit der Regierung und anderen Organisationen zusammen, um die nationale Hilfsaktion zu koordinieren.

Die Projektarbeit in Nepal ist zurzeit nur mit Einschränkungen möglich.

+ Vietnam

In Vietnam wurden insgesamt 16'507 Fälle von Covid-19 und 80 Todesfälle bestätigt (Stand: 30. Juni 2021). Bis zum 17. Juni 2021 wurden über zwei Millionen Impfstoffdosen verabreicht. Im März 2020 schloss die Regierung alle Schulen und viele Unternehmen, schränkte Reisen ein und verbot grosse öffentliche Versammlungen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Im April 2020 wurden die Beschränkungen gelockert und die Schulen wieder geöffnet, aber im Februar 2021 wurden die Schulen erneut geschlossen und die Schliessungen in mehreren Gebieten, einschliesslich Hanoi, als Folge lokaler Ausbrüche wieder eingeführt. Die aktuellen Einschränkungen variieren je nach Stadt oder Region. Die Regierung hat mehrere Gemeinden und Veranstaltungsorte in 48 Ortschaften, in denen kürzlich Covid-19-Fälle bestätigt wurden, isoliert, um einen Ausbruch zu verhindern. Ab dem 22. Juni durften Restaurants und Friseursalons in Hanoi wieder öffnen. In Ho Chi Minh wurde ab dem 20. Juni bekannt gegeben, dass alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte und Restaurants (ausser Take-Away) bis auf weiteres geschlossen bleiben. Da Nang hat seit dem 9. Juni die meisten nicht lebensnotwendigen Geschäfte wieder geöffnet. Weitreichende Überschwemmungen, die durch einen Taifun im Oktober 2020 verursacht wurden, haben die Covid-19-Massnahmen erschwert. World Vision hat sich zum Ziel gesetzt, 612'000 Menschen, darunter 207'000 Kinder, in 35 Gebieten, in denen Kinder mit unserer Hilfe unterstützt werden, direkt und 1,1 Millionen Menschen indirekt zu erreichen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, indem wir Informationen zum Händewaschen und zu anderen Präventionsmaßnahmen an Kinder und Betreuer verteilen, Haushalte mit Masken, Seife und Desinfektionsmitteln versorgen und Wassertanks und Handwaschstationen in Gesundheitszentren und Schulen bauen oder warten. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir Gesundheitszentren mit Thermometern, Betten, Decken und persönlicher Schutzausrüstung wie Masken und Handschuhen ausstatten. Wir unterstützen Kinder, die von Covid-19 betroffen sind, indem wir bedürftige Haushalte mit Reis, Nudeln und Milch sowie mit landwirtschaftlichen Schulungen und Hilfsgütern wie Saatgut und Vieh versorgen. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass Kinder geschützt und bei den Maßnahmen bevorzugt behandelt werden, indem wir mit der Regierung und einer nationalen Arbeitsgruppe für Kinderrechte zusammenarbeiten und den Kinderschutz in den Gemeinden stärken, indem wir Sozialarbeiter und Kinderschutzkomitees zum Thema Kinderschutz im Zusammenhang mit Covid-19 schulen und Informationskampagnen zur Gewaltprävention in den Gemeinden durchführen. Vielen Dank für Ihre wichtige Unterstützung, während wir weiterhin Kindern und ihren Familien helfen, die Herausforderungen von Covid-19 zu meistern.

Die Projektarbeit in Vietnam ist zum grössten Teil uneingeschränkt möglich.

Lateinamerika

1. Juli 2021

+ Bolivien

In Bolivien gibt es 435'568 bestätigte Covid-19-Fälle. 2.36 Millionen Impfdosen konnten bis dato verabreicht werden. Die Regierung rief im März 2020 den nationalen Notstand und eine landesweite Abriegelung aus. Schulen, Grenzen und nicht lebensnotwendige Geschäfte wurden geschlossen, Menschen unter 20 und über 65 durften ihre Häuser nicht verlassen und alle anderen Personen durften ihre Häuser nur an einem Tag in der Woche verlassen, um Vorräte zu holen. Die Bewegungseinschränkungen wurden im Juni 2020 gelockert, die Grenzen sind nun offen. Auch die Schulen wurden im Februar 2021 teilweise wieder geöffnet. An öffentlichen Orten sind Gesichtsmasken vorgeschrieben. Lokale Lockdowns sind jederzeit möglich. 

Wir gehen jetzt zu mittel- und langfristigen Massnahmen über, die den Menschen helfen werden, dem Virus vorzubeugen und sich von den sekundären Auswirkungen der Pandemie zu erholen. Weiterhin stärken wir die Gesundheitssysteme durch die Bereitstellung von medizinischen Hilfsgütern, Desinfektionsmitteln, persönlicher Schutzausrüstung, Wiederbelebungsgeräten und Tragen. Wir unterstützen Kinder, die von Covid-19 betroffen sind, durch die Verteilung von Grundnahrungspaketen an die am stärksten gefährdeten Familien und durch die Schaffung virtueller Lernräume und die Einbeziehung der Kinder in virtuelle Herausforderungen für schnelles Lesen und Geschichtenschreiben, durch die Bereitstellung psychosozialer Unterstützung für Kinder durch Lieder und Videos; und durch die Unterstützung von Betreuern beim Zugang zu Mikrofinanzierung und beim Wiederaufbau von Kleinunternehmen und landwirtschaftlicher Produktion. Wir setzen uns aktiv für den Kinderschutz ein. 

Die Projektarbeit in Bolivien ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

+ Dominikanische Republik

Die Dominikanische Republik hat 324'364 Covid-19-Fälle und 3'815 Todesfälle bestätigt (Stand: 30. Juni 2021). Bis zum 24. Juni 2021 wurden über 7,48 Millionen Impfstoffdosen verabreicht. Die Regierung verhängte im März 2020 den Ausnahmezustand, wobei alle kommerziellen Aktivitäten und öffentlichen Versammlungen verboten, Grenzen und Schulen geschlossen und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wurden. Die Beschränkungen wurden im Juni 2020 aufgehoben, aber Pläne zur weiteren Lockerung der Beschränkungen wurden verschoben, da die Fälle weiter angestiegen sind und im Dezember eine landesweite Ausgangssperre wieder eingeführt wurde. Eine überarbeitete landesweite Ausgangssperre wurde am 3. März eingeführt. Die Menschenmassen und die fehlende Verwendung einer Maske, die während der Osterfeiertage beobachtet wurden, beginnen sich in einem Anstieg der Fälle und Krankenhauseinweisungen niederzuschlagen, so die täglichen Berichte der Behörden über das Auftreten des Virus im Land. Eine Ausgangssperre bleibt von 18 Uhr bis 5 Uhr morgens in Kraft, mit einer Schonfrist bis 21 Uhr für Bewegungen. Grossveranstaltungen und alle öffentlichen Versammlungen sind ausgesetzt und es wurde eine nationale Covid-19-Hotline eingerichtet. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung von Covid-19 einzuschränken, indem wir Präventionsbotschaften verbreiten, Handwaschmittel und Masken verteilen und mit religiösen Führern zusammenarbeiten, um Covid-19-Informationen an ihre Gemeinden weiterzugeben. Wir unterstützen die lokalen Gesundheitssysteme durch die Bereitstellung von Handschuhen und Desinfektionsmittel-Kits für das Gesundheitspersonal und unterstützen medizinische Einrichtungen bei der Covid-19-Prävention und -Reaktion. World Vision wird weiterhin die Förderung der Covid-19-Impfung unterstützen. Außerdem unterstützen wir die von Covid-19 betroffenen Kinder, indem wir Nahrungsmittel für die am stärksten gefährdeten Familien bereitstellen und die Betreuer mit Schulungen und Ressourcen wie Werkzeugen und Vieh versorgen, damit sie ihre Lebensgrundlage wieder aufbauen können. Und wir arbeiten daran, die Kinderschutzsysteme auf nationaler Ebene durch die Children NGO Coalition zu stärken und koordinieren uns mit dem Rat der Kirche Gottes, um den Kinderschutz in den Kirchen zu fördern. World Vision konzentriert sich auch darauf, die Bildungssysteme zu stärken und den Prozess der sicheren Rückkehr der Schüler in die Schule zu unterstützen, während wir gleichzeitig die Kapazitäten des Lehr- und Verwaltungspersonals stärken. Wir arbeiten auch daran, die Gemeinden auf das Hurrikan-System im Zusammenhang mit der aktuellen Pandemie vorzubereiten.Wir danken Ihnen für Ihre wichtige Unterstützung, während wir weiterhin Kindern und ihren Familien helfen, die Herausforderungen von Covid-19 zu meistern.

Die Projektarbeit in der Dominikanischen Republik ist derzeit nur mit Einschränkungen möglich.

+ Nicaragua

In Nicaragua gibt es 6604 bestätigte Covid-19-Fälle. 167'500 Impfdosen konnten verabreicht werden. Die Regierung hat wegen des hohen Anteils der Bevölkerung, die ihren Lebensunterhalt mit Kleinunternehmen bestreitet, keine Einschränkungen erlassen. Öffentliche Schulen sind nach wie vor in Betrieb. Die Menschen ergreifen ihre eigenen Präventivmassnahmen, und viele Unternehmen haben ihre Mitarbeitenden gebeten, von zu Hause aus zu arbeiten. World Vision setzt sich zum Ziel mit der Hilfsaktion 337'000 Menschen zu erreichen.

Wir arbeiten daran, die Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern, indem wir Hygiene- und Präventionsbotschaften über Glaubensführer und freiwillige Helfer in Schulen und Gemeinden sowie über Lokalradio, Videos und Plakate verbreiten, die Haushalte mit Reinigungssets und persönlicher Schutzausrüstung wie Gesichtsmasken ausstatten und in Gesundheitszentren Wasser- und Sanitäreinrichtungen wie Wasserspeichersysteme und Handwaschhähne bauen oder instand halten. Wir haben uns auch mit anderen Organisationen zusammengetan, um Präventionsinformationen in Miskito-Sprache zu erstellen, die an der Karibikküste verteilt werden sollen. Wir stärken die lokalen Gesundheitssysteme durch die Ausbildung von Gesundheitshelfern, wir stellen Gesundheitseinrichtungen und anderen Diensten an vorderster Front Reinigungssets und persönliche Schutzausrüstung wie Handschuhe und Masken zur Verfügung und unterstützen medizinische Einrichtungen bei Präventions- und Reaktionsmassnahmen im Zusammenhang mit Covid-19, einschliesslich des Transports von Testproben. Wir unterstützen auch Kinder, die von Covid-19 betroffen sind, indem wir Glaubensführer, Gemeindemitglieder, Kinder und Jugendliche in friedlicher Konfliktlösung und Kinderschutz schulen, Grundschulen mit Lernmaterialien und Aktivitätspaketen für Kinder aus der Ferne ausstatten, Betreuer und Freiwillige aus der Gemeinde ausbilden, um sie beim Lernen zu Hause zu unterstützen, Geschäftsschulungen für Jugendliche anbieten, um sie auf zukünftige Arbeitsmöglichkeiten vorzubereiten, Lebensmittelpakete an die am meisten gefährdeten Familien verteilen und Familien mit landwirtschaftlichen Geräten und Ressourcen für den Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen versorgen. 

Die Projektarbeit in Nicaragua ist nur mit einigen Einschränkungen möglich.

+ Peru

Peru hat über zwei Millionen Fälle von Covid-19 und über 192'163 Todesfälle bestätigt (Stand: 30. Juni 2021). Bis zum 24. Juni 2021 wurden in Peru über 6,87 Millionen Impfstoffdosen verabreicht. Die Regierung rief zunächst den nationalen Gesundheitsnotstand aus und verhängte eine Abriegelung, die Grenz- und Schulschließungen, eine nächtliche Ausgangssperre und Verbote für Bewegungen zwischen den Provinzen und alle nicht lebensnotwendigen Aktivitäten beinhaltete. Im Juli 2020 kehrten die Schulen in einigen Regionen zurück und im Oktober wurden einige Einschränkungen aufgehoben, aber in einigen Gebieten gelten immer noch Einschränkungen, einschließlich Ausgangssperren. Im Februar verlängerte die Regierung den Gesundheitsnotstand um weitere 180 Tage bis zum 2. September 2021. In Arequipa gilt seit dem 21. Juni für 15 Tage eine strenge Abriegelung, da es vermehrt Fälle von Covid-19 gibt. Die aktuellen regionalen Alarmstufen und Einschränkungen wurden bis zum 11. Juli verlängert und diese Maßnahmen für die öffentliche Gesundheit werden alle drei Wochen angepasst. Im Rahmen dieser Massnahmen werden alle Regionen Perus als hoch, sehr hoch oder extrem eingestuft, mit entsprechenden Einschränkungen. World Vision möchte mit seiner Hilfe über eine Million Menschen erreichen, darunter 365'000 Kinder. Wir gehen nun zu mittel- und langfristigen Maßnahmen über, die den Menschen helfen sollen, dem Virus vorzubeugen und sich von den sekundären Auswirkungen der Pandemie zu erholen. Wir arbeiten daran, die Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern, indem wir Hygiene- und Präventionsbotschaften sowie Informationen über Ernährung an Kinder, Familien, lokale Partnerorganisationen, Gemeindeleiter und Freiwillige weitergeben. Außerdem stellen wir den Gemeinden Handwaschstationen zur Verfügung, arbeiten mit Suppenküchen zusammen, um Hygiene- und Lebensmittelmanagementpraktiken zu stärken, und sensibilisieren die Gemeinden für Pläne zur Katastrophenvorsorge. Wir unterstützen die lokalen Gesundheitssysteme, indem wir persönliche Schutzausrüstung und Hygienesets für das Gesundheitspersonal und die freiwilligen Helfer in den Gemeinden bereitstellen, die an vorderster Front der Covid-19-Gesundheitsversorgung arbeiten. Wir unterstützen Kinder, die von Covid-19 betroffen sind, indem wir Freiwillige und Partnerorganisationen in der Betreuung von Kindern schulen, sozio-emotionale und medizinische Unterstützung am Telefon für von Covid betroffene Familien anbieten, Spielkits an gefährdete Kinder über Schulen und lokale Partnerorganisationen verteilen, Schulen dabei helfen, Covid-sicher zu werden, Familien dabei helfen, kleine Unternehmen zu gründen und Zugang zu Geschäftskrediten zu erhalten, und die am meisten gefährdeten Familien mit lebensnotwendigen Gütern wie Lebensmitteln und Bargeld versorgen. Wir arbeiten auch mit anderen Organisationen zusammen, um den Kinderschutz zu stärken und den Stimmen der Kinder innerhalb der nationalen Covid-19-Reaktion mehr Gehör zu verschaffen. Vielen Dank für Ihre wichtige Unterstützung, damit wir Kindern und ihren Familien weiterhin helfen können, die Herausforderungen von Covid-19 zu meistern.

Die Projektarbeit in Peru ist zurzeit nur mit starken Einschränkungen möglich.

Osteuropa

1. Juli 2021

+ Armenien

Armenien hat 225'095 bestätigte Fälle von Covid-19. Bis dato konnten bereits 64'293 Impfdosen verabreicht werden. Ein im März 2020 verhängter Ausnahmezustand zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 wurde Mitte September wieder aufgehoben. Ein kurz darauf ausgebrochener Grenzkonflikt mit Aserbaidschan hat jedoch Zehntausende von Menschen vertrieben und die Covid-19-Bekämpfung sehr herausfordernd gemacht. Im November 2020 wurde ein Waffenstillstand unterzeichnet, aber eines von drei Kindern in Armenien lebt in Armut, sodass viele von den Auswirkungen der Covid-19-Krise und des Konflikts betroffen sind.

Zusätzlich zum Start einer Nothilfeaktion, um auf die Bedürfnisse der vom Konflikt betroffenen Kinder und Familien zu reagieren, hat World Vision 9'200 Menschen direkt mit unserer Covid-19-Hilfe erreicht, darunter 5'300 Kinder, und 27'000 Menschen indirekt mit Informationen. Wir bekämpfen die Ausbreitung des Virus, indem wir Hygiene- und Präventionsbotschaften über soziale Medien und andere Online-Kanäle verbreiteten, Handwasch- und Hygienesets mit Seife und Masken an gefährdete Familien und Kindergärten verteilten und mit religiösen Führern zusammenarbeiteten, um Covid-19-Informationen an ihre Gemeinden weiterzugeben. Wir haben dazu beigetragen, die Gesundheitssysteme zu stärken, indem wir Online-Schulungen zu Covid-19 und medizinische Hilfsmittel wie Masken und Thermometer für das Gesundheitspersonal bereitgestellt haben. Wir haben Kinder unterstützt, die von Covid-19 betroffen sind, indem wir Lebensmittelpakete an gefährdete Kinder verteilten, Kinder, die derzeit keine Schulbildung erhalten, verteilten und die Informationen an das Bildungsministerium weitergaben, den Internetzugang für gefährdete Kinder sicherstellten, damit sie Zugang zu Online-Bildungsplattformen haben, Mitarbeitende an vorderster Front zum Thema Kinderschutz schulten und Kinder bei Bedarf mit Online-Sozialarbeitern und Psychologen in Kontakt setzten. Jetzt konzentrieren wir uns auf den Kinderschutz, bieten sozialpsychologische Unterstützung und Dienstleistungen sowie kinderfreundliche Räume, um im kommenden Jahr 19'000 Kinder, Eltern, Gesundheitsarbeiter und andere Gemeindemitglieder direkt zu erreichen, und stellen weiterhin Nahrungsmittelhilfe, Hygieneartikel und Notunterkünfte für Kinder und Familien bereit, die von dem Konflikt betroffen sind. 

Die Projektarbeit in Armenien ist zurzeit mit einigen Einschränkungen möglich.

+ Georgien

In Georgien gibt es 366'078 bestätigte Fälle von Covid-19 und es wurden 5316 Todesfälle registriert (Stand 30. Juni 2021). Bis zum 19. Juni 2021 sind 229'948 Impfstoffdosen verabreicht worden. Die Regierung rief zunächst den Ausnahmezustand aus und Schulen und alle Geschäfte außer Apotheken und Lebensmittelmärkten wurden geschlossen. Der Ausnahmezustand wurde im Mai 2020 aufgehoben und die meisten Einschränkungen wurden gelockert, wobei einige Schulen im Oktober 2020 wieder öffneten. Im November 2020 wurden aufgrund neuer Ausbrüche neue Einschränkungen eingeführt, darunter eine Ausgangssperre, Einschränkungen im öffentlichen Verkehr und Geschäftsschliessungen, die jedoch seit Februar 2021 gelockert wurden, wobei die Ausgangssperre am 1. Juli aufgehoben wurde. Seit dem 22. Juni müssen im Freien keine Masken mehr getragen werden. World Vision kümmert sich nun um die sekundären Auswirkungen der Covid-19-Pandemie durch eine auf den Wiederaufbau ausgerichtete Programmierung, neben einer kontinuierlichen Reaktion, die darauf abzielt, die Ausbreitung von Covid-19 zu begrenzen und die lokalen Gesundheitssysteme zu stärken, um mit dem Virus fertig zu werden. Unser Ziel ist es, im kommenden Jahr 49'000 Menschen direkt mit unserer Hilfe zu erreichen. Wir verteilen Lebensmittel und Gutscheine an bedürftige Familien und unterstützen 100 der am stärksten gefährdeten Familien bei der Bewirtschaftung ihrer Parzellen, um Lebensmittel und Einkommen zu erzielen. Darüber hinaus bieten wir psychische und psychosoziale Unterstützung für betroffene Kinder und ihre Familien an und unterstützen die Fernschulung von Kindern durch die Entwicklung und Bereitstellung von Lernmaterialien für zu Hause sowie die Unterstützung von Betreuern bei der Heimschulung. Außerdem versorgen wir das Gesundheitspersonal weiterhin mit Desinfektionsmitteln und persönlicher Schutzausrüstung wie Masken und Handschuhen, stellen Familien Hygienesets und Schulen Desinfektionsmittel zur Verfügung und produzieren Videos mit Informationen zur Covid-19-Prävention und zum Kinderschutz, die in den sozialen Medien verbreitet werden. Vielen Dank für Ihre wichtige Unterstützung, damit wir weiterhin Kindern und ihren Familien helfen können, die Herausforderungen von Covid-19 zu meistern.

In Georgien ist die Projektarbeit zurzeit unter Einschränkungen möglich.

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