World Vision Schweiz http://www.worldvision.ch/de/rss Engagieren Sie sich gemeinsam mit World Vision Schweiz für eine Welt, in der Kinder geschützt, umsorgt und gesund aufwachsen können. de-de Fri, 28 Jan 2022 11:58:18 +0100 Fri, 28 Jan 2022 11:58:18 +0100 article-45507 Wed, 26 Jan 2022 01:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 Stiftungsrat Severin Reichenbach in der Dominikanischen Republik https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/stiftungsrat-severin-reichenbach-in-der-dominikanischen-republik/ Als Stiftungsrat und Mitglied des Finanz-, Prüfungs- und Risikoausschusses von World Vision Schweiz besuchte Severin Reichenbach während eines privaten Aufenthalts in der Dominikanische Republik die lokale Vertretung von World Vision. Er wollte sich, zum ersten Mal seit seiner Wahlannahme vor zwei Jahren, ein Bild vor Ort machen. Besonders erstaunt hat ihn, welche Wirkung ein Brief «aus dem Westen» haben kann. Text: Severin Reichenbach, Stiftungsrat World Vision Schweiz

Elisabeth Dolores, die Leiterin von World Vision Dominikanische Republik, empfing mich im Büro in der Innenstadt und trank einen Kaffee mit mir. Wir unterhielten uns über die Auswirkungen von Covid auf unsere Projekte, die sich akzentuierende Krise in Haiti sowie weitere Herausforderungen für das nationale Büro hier in der Dominikanischen Republik.

Dominikanische Republik: Ein Junge hält ein Getränk in den Händen und winkt in die Kamera.

Besuch im Kinderclub im Entwicklungsprojekt Canaan. Ein Ort, an dem die Kinder gemeinsam Spass haben, spielen und nebenbei auch lesen lernen.

Eine Herausforderung ist die Mittelbeschaffung auf dem lokalen Markt. Man konnte in den letzten Jahren gute Beziehungen zu staatlichen Gebern aufbauen, aber es ist noch nicht gelungen, direkt die stark wachsende dominikanische Mittelschicht zu erreichen. Ich habe erfahren, dass das Patenschaftsmodell in diesem Markt wohl daher noch nicht gut funktioniert, weil die erforderlichen Beiträge für die lokale Bevölkerung zu hoch sind. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es für World Vision Dominikanische Republik eine grosse Herausforderung ist, neben der Arbeit im Projektgebiet, der es an Qualität nicht mangeln darf, mit dem lokalen Fundraising zu beginnen.

Dominikanische Republik: Blick auf ein Kleidergeschäft.

Viele der Geschäftsbesitzer in den Strassenn Canaans haben eine Ausbildung bei World Vision gemacht oder sind ehemalige Patenkinder.

Projekt Canaan kurz vor der Übergabe

Das Projekt Canaan befindet sich in der Endphase, das konnte ich spüren. Und ich meine das im positiven Sinne. An der gebauten Wasserstation herrscht rege Betriebsamkeit und sie wird von den Einheimischen gewartet und betrieben. Die Kinderleseclubs werden von Freiwilligen geleitet, und eine Mutter erzählte ausführlich, wie sich in den letzten Jahren vieles zum Besseren gewendet hatte: Die Gesundheitssituation sei heute deutlich besser, die Beziehungen zwischen Eltern und ihren Kindern gestärkt und auch der Zusammenhalt in der Gemeinschaft sei gewachsen. Als wir durch das Viertel fuhren, sahen wir Dutzende von Geschäften (Kleidung, Friseure, Restaurants usw.), von denen viele Besitzer eine Unternehmerschulung bei World Vision absolviert haben oder in der Vergangenheit Patenkinder waren. Das Viertel ist zwar arm, aber nicht mehr arm dran. Die Bauten sind einfach, aber mit fliessendem Wasser und Latrinen inzwischen einigermassen bewohnbar. Die Menschen scheinen den Umständen entsprechend sehr zufrieden zu sein.

Dominikanische Republik: Eine blau bemalte Wasserstelle.

Die im Zuge des Projekts gebauten Wassersysteme werden fleissig gebraucht und von der Bevölkerung selbst gewartet.

Es war spannend zu erfahren, dass mein Fahrer (John Pinà) selbst einmal ein Patenkind war und jetzt als Manager für World Vision arbeitet und in der Hauptstadt Santo Domingo ein Leben in der Mittelschicht führt. Während des Gesprächs betonte er, dass die persönliche Beziehung zu seinem Paten für seine Entwicklung von entscheidender Bedeutung gewesen war. Wir hatten zuvor über die Herausforderungen des Patenschaftsmodells gesprochen, und gerade in Bezug auf den persönlichen Kontakt zwischen Pate und Kind bin ich stets etwas kritisch. Seine Schilderung hat mich jedoch nachdenklich gemacht, denn es hat mich überrascht, dass für ihn der Kontakt und die Ermutigung aus dem «Westen» so entscheidend war, um es dahin zu bringen, wo er heute ist.

 

Eine Patenschaft ist viel mehr als eine Geldspende: Starten Sie ins Abenteuer Kinderpatenschaft und verändern Sie Leben. Jetzt Pate/Patin werden!

 

 

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article-45504 Wed, 19 Jan 2022 01:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 Eine Berufsmesse für die Jugend Boliviens https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/eine-berufsmesse-fuer-die-jugend-boliviens/ Das Bildungsministerium veranstaltete mit Unterstützung von World Vision Bolivien die Unternehmermesse «Bolivia Produce» und schafft damit wichtige Perspektiven für Jugendliche. Text: Neva Terrazas Carafa, Communications Specialist bei World Vision Bolivien & Emile Stricker, International Programmes Manager bei World Vision Schweiz

Das bolivianische Bildungsministerium will unterschiedliche unternehmerische Fähigkeiten in den Schulen Boliviens fördern und damit die Berufschancen der Jugendlichen stärken. Die Unternehmermesse «Bolivia Produce» war eine der Massnahmen. World Vision Bolivien unterstützte das Bildungsministerium dabei als wichtiger Partner.

Vorbereitung auf die Messe

In der ersten Phase vor der eigentlichen Messe wurden zwei virtuelle Seminare zum Thema «Aprendiendo Emprendo» (unternehmen lernen) abgehalten. 11'500 Sekundarschullehrer und -lehrerinnen nahmen daran teil. In diesen Foren stellte World Vision Bolivien den Teilnehmenden eine Unterrichtsmethode vor, mit der Lehrpersonen die Schülerinnen und Schüler optimal auf den Arbeitsmarkt vorbereiten.

Ebenso wurde ein viertägiges Seminar mit 425 Schülern aus Schulen, die als potenzielle Teilnehmende der Messe identifiziert worden waren, abgehalten. In diesem wurden sie für die Teilnahme an der Messe motiviert und darauf vorbereitet.

Bolivien: Drei Jugendliche stellen unter anderem biologisch abbaubare Seife und Shampoo her.

Diese drei Jugendlichen stellten biologisch abbaubares Material her, darunter auch Shampoo und Spülmittel.

Innovative Ideen an der Messe

Nach Abschluss der Vorbereitungsphase fand die Bolivianische Unternehmermesse dann am 18. und 19. November statt. 308 Schülerinnen und Schüler aus 77 Schulen aus dem ganzen Land nahmen teil. Während zweier Tage stellten sie ihre erfundenen Produkte und Ideen vor. Sie zeigten damit nationalen Unternehmern und Vertretern des Bildungsministeriums ihr gelerntes, unternehmerisches Denken und ihre neu erworbenen Fähigkeiten. Die Bandbreite der innovativen Ideen der Schülerschaft war gross: Sie stellten beispielsweise Öko-Ziegel her, Produkte auf Quinoa-Basis wurden als Schulfrühstück verteilt. Weitere Ideen waren ein Traktor aus recyceltem Material, Gemeinschaftsalarmanlagen, Mineralienextraktoren, handgefertigte Textilien, Coronaschutzmassnahmen usw.

Youth Ready: Mit Perspektiven in die Zukunft

Die Unterstützung der Unternehmermesse war Teil des Youth Ready-Programms von World Vision. Youth Ready ist ein Ansatz, der von World Vision International entwickelt wurde, um Jugendlichen den Weg in eine würdevolle Zukunft mit Perspektiven zu ermöglichen. Das Youth Ready-Programm bereitet Jugendliche auf die Arbeitswelt vor, indem es ihnen wichtige Lebenskompetenzen vermittelt sowie sie in der Ausbildung unterstützt.

 

 

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article-45503 Tue, 18 Jan 2022 00:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 C'était notre année 2021 https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/cetait-notre-annee-2021/ Avec cette vidéo et une brève rétrospective, nous souhaitons vous remercier pour l'année écoulée, pour votre confiance et votre engagement. Texte : Tamara Fritzsche, World Vision Suisse

2021 a été à l'image de l'année précédente : marquée et guidée par une pandémie mondiale. Mais malgré les nouveaux défis qui en ont découlé dans les pays de projets et en Suisse, les lockdowns et le télétravail, notre année 2021 a été une année au cours de laquelle nous avons pu créer de nouvelles perspectives pour de nombreuses personnes – grâce à vous.

 

Grâce à vous, en 2021...

...1,3 million de personnes ont directement bénéficié de notre coopération au développement.

...142 128 enfants ont appris ce que sont leurs droits.

...69 047 enfants ont participé à des programmes d'éducation. 

... et tant d'autres choses encore. Notre vidéo de remerciement 2021 vous en donne un petit aperçu.

 

 

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article-45502 Mon, 17 Jan 2022 01:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 Das war unser Jahr 2021 https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/das-war-unser-jahr-2021/ Mit diesem Video und einem kurzen Rückblick möchten wir uns bei Ihnen für das vergangene Jahr, für Ihr Vertrauen und Engagement bedanken. Text: Tamara Fritzsche, World Vision Schweiz

2021 war wie sein Vorgänger: geprägt und geleitet von einer weltweiten Pandemie. Doch trotz damit einhergehenden neuen Herausforderungen in den Projektländern und der Schweiz, Lockdowns und Home Office war unser 2021 ein Jahr, in dem wir neue Perspektiven für viele Menschen schaffen konnten – dank Ihnen. 

 

Dank Ihnen haben 2021…

…1,3 Millionen Menschen direkt von unserer Entwicklungszusammenarbeit profitiert.

…142 128 Kinder gelernt, was ihre Rechte sind.

…69 047 Kinder an Bildungsprogrammen teilgenommen. 

… und so vieles mehr. Ein kleiner Einblick gibt Ihnen unser Dankesvideo 2021.

 

 

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article-45501 Tue, 11 Jan 2022 01:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 Afghanistan: schlimmste Krise weltweit https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/afghanistan-schlimmste-krise-weltweit/ Die Krise in Afghanistan entwickelt sich zur schlimmsten humanitären Krise weltweit. Die Vereinten Nationen stellten heute zusammen mit Hilfsorganisationen ihre Hilfspläne für Afghanistan vor. Text: World Vision

  • Die UNO will Afghanistan und Nachbarländer mit afghanischen Flüchtlingen 2022 mit mindestens 4.5 Milliarden Euro unterstützen.
  • Laut dem UNO-Nothilfebüro handelt es sich hierbei um den grössten humanitären Spendenaufruf, den die Vereinten Nationen je für ein Land verfasst haben.
  • «Es zeichnet sich eine riesige humanitäre Katastrophe ab», sagte UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths.

Asuntha Charles, Landesdirektorin von World Vision Afghanistan, bestätigt nach Besuchen in mehreren Provinzen, dass sich die humanitäre Lage im Land gerade bedrohlich verschlechtert, und zwar sehr schnell. «Mütter und Väter verkaufen alles, sogar ihre Organe, damit die Kinder überleben. Trotzdem müssen sich kleine Kinder schon die Krankenhausbetten teilen und sterben an Unterernährung. Die Bedingungen, denen die Menschen tagtäglich ausgesetzt sind, müssten die Welt erschüttern, und die internationale Gemeinschaft hat in Afghanistan eine Verantwortung, die grundlegendsten Menschenrechte zu schützen.»

24,4 Millionen Menschen – mehr als die Hälfte der Bevölkerung – werden nach UN-Angaben in diesem Jahr humanitäre Hilfe benötigen, rund 30 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. In allen 34 Provinzen des Landes ist die Ernährungslage kritisch, in einigen Provinzen bereits katastrophal. Hierzu beigetragen hat neben den lang andauernden Konflikten und dem Wegfall internationaler Hilfen seit der Machtübernahme der Taliban auch die schlimmste Dürre der letzten 27 Jahre.

«Es ist hier wie in der Hölle», sagte eine Frau zu Asuntha Charles über den Zustand des staatlichen Krankenhauses, das sie aufsuchte, um Hilfe für ihren ausgezehrten kleinen Jungen zu bekommen. Das Baby war zu schwach, um die Augen zu öffnen oder auch nur zu schreien; es lag auf mangels freiem Bett auf dem Boden und kämpfte darum, Luft in seine kleine Lunge zu bekommen. Wenn die derzeitige Situation anhält, werden laut UN-OCHA 1,1 Millionen akut unterernährte Kinder unter fünf Jahren keinen Zugang zu Behandlungsdiensten haben und bis zu 131'000 Kinder könnten im Jahr 2022 sterben. 

 

Ihr Hilfe wird gebraucht - jetzt mehr denn je! Jetzt spenden für die Menschen in Afghanistan.

 

 

 

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article-45498 Mon, 03 Jan 2022 01:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 Welcome on Board Marc Hauser! https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/welcome-on-board-marc-hauser/ Im September 2021 stiess Abenteurer und Unternehmer Marc Hauser als neuer Botschafter zu uns. Marc hat Höhenangst - und trotzdem ist er er erste Mensch der Welt, der aus 7400 Metern Höhe in den Jetstream gesprungen ist. Dies brachte ihn auf interessante neue Ideen.  Text: Miriam Volz, Community Engagement Manager bei World Vision Schweiz

Im September 2021 stiess Abenteurer und Unternehmer Marc Hauser als neuer Botschafter zu uns. Marc hat Höhenangst und ist der erste Mensch der Welt, der in den Jetstream gesprungen ist. Im Jahr 2018 gelang ihm dies mit seinem Fallschirm aus 7400 Metern Höhe. Bereits 2012 hatte er einen Weltrekord aufgestellt: Bei einem Fallschirmsprung in Spanien erreichte er eine Geschwindigkeit von 304 Kilometern pro Stunde. Während der Geschwindigkeitsrekord ihm einen Eintrag ins Guinnessbuch bescherte, liess ihn der Sprung in den Jetstream nachdenken darüber, wie man diese starken natürlichen Winde als alternative Energiequelle nutzen kann.

Wenn Marc nicht gerade an seiner nächsten sportlichen Herausforderung feilt oder in seiner Kommunikationsagentur «Erfolgswelle AG» neue Namen für Unternehmen und Produkte ersinnt, ist er international als Keynote Speaker unterwegs und berichtet davon, wie man Grenzen überwindet – und, zum Beispiel, trotz Höhenangst in freiem Fall aus dem Flugzeug springt. 

Was Marc motiviert, sich als Botschafter für World Vision Schweiz einzusetzen?

«Wir sind in der Schweiz unfassbar privilegiert, in fast jeder Hinsicht» sagt er. «Dieses Übermass an Luxus muss man schlicht teilen – es ist ein Gebot der Menschlichkeit.» Marc vertraut auf internationale Hilfsorganisationen, die in den Ziel-Ländern seit langem verankert sind und das Knowhow vor Ort haben. «Und World Vision passt zu meinen Werten. Aus diesen Gründen bin ich begeisterter Botschafter von World Vision.»

Marc Hauser ist neuer Botschafter von World Vision Schweiz.

Marc Hauser (World Vision Botschafter seit 2021) Weltrekordhalter, Keynote Speaker, Unternehmer (erfolgswelle AG / Zenventures GmbH)

 

4 (unknown) Facts über Marc

  1. Begeisterter Lizenzen-Sammler: Segelflug, Motorflug, Akrobatik, Fallschirm, Tauchen, Hochsee-Segelschein, Kiten, Motorboot, Motorrad. (Bond war immer mein Vorbild, nur hätte ich nicht gedacht, dass es für all die Abenteuer immer eine Lizenz braucht...)
  2. Ich hätte gerne zu Zeiten von Cook gelebt und wäre in See gestochen, um Neuland zu erobern. Und auch heute noch gibt es unzählige Gelegenheiten, persönliches Neuland zu betreten.
  3. Viele Menschen leben auf Sparflamme und haben den Wellness-Grundgedanken aus meiner Sicht falsch verstanden. Relaxen sollte als Ausgleich zum Auspowern verstanden werden und kein reiner Selbstzweck sein. Ich möchte dereinst komplett verbraucht von diesem Planeten abtreten. Und ich möchte bis dahin alles gegeben haben. Ein Leben mit dauernd angezogener Handbremse entspricht mir nicht.
  4. Marc kann auch Hausmann: Seine beiden heute erwachsenen Töchter umsorgte er zehn Jahre lang 50% Zuhause.

 

Mehr Informationen zu unseren Botschaftern finden Sie HIER.

 

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article-45499 Mon, 03 Jan 2022 01:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 COP26 in Glasgow: Eine persönliche Einschätzung https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/cop26-in-glasgow-eine-persoenliche-einschaetzung/ Der Klimagipfel COP26 ist bereits Geschichte. Die Ziele, das notwendigen 1,5-Grad-Ziel zu erreichen und bereits bewirkte Klimaschänden zu kompensieren, sind es noch nicht. Eine kritische Einschätzung von Klimaaktivistin Marie-Claire Graf zur aktuellen Situation. Text: Miriam Volz, Community Engagement Manager bei World Vision Schweiz

Die 26. Weltklimakonferenz hat es verfehlt, die nötigen Massnahmen zu verabschieden, um eine lebenswerte Zukunft für die heutigen und zukünftigen Generationen zu sichern. Wir sind weiterhin nicht auf dem Weg, um das notwendigen 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, noch die bereits entstehenden Schäden zu kompensieren. Damit kommen die Staaten ihrer Pflicht zum Schutz der Bevölkerung und des Klimas nicht nach. Es wird weiterhin am Status Quo festgehalten und stattdessen werden die Interessen der fossilen Industrie geschützt. Um die desaströse Klimakrise abzuwenden, braucht es dringend zusätzliche und systemische Anstrengungen von allen, denn die Kluft zwischen den Diskursen und den gemeinsam vereinbarten Schritten ist immens. Es fehlt dabei am Willen, qualifiziertem Personal, Finanzen und guter Regierungsführung – Probleme, die weitgehend national gelöst werden müssen.

Marie-Claire Graf hat die Interessen von Kindern und jungen Menschen als globale Vertretung in den Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen vertreten und war an der 26. Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow dabei. Sie hat die 16. Weltjugendkonferenz mitorganisiert sowie die globale Jugendposition, welche hier abrufbar ist, koordiniert.

Die Klimakrise betrifft jeden, aber am meisten sind die Kinder gefährdet. Hier könnt ihr nachlesen, wie wir darauf reagieren: «Sechs Wege wie World Vision die Klimakrise angeht»

 

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article-45497 Fri, 24 Dec 2021 10:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 #Hoffnungsschimmer - Der einzige Weihnachtswunsch ist, etwas zu essen zu haben https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/hoffnungsschimmer-der-einzige-weihnachtswunsch-ist-etwas-zu-essen-zu-haben/ Wenn in Kenia im Dezember kein Regen fällt, wird es kein Weihnachtsessen geben. Schuld daran ist der Klimawandel.  

Text: Chelsea MacLachlan, Fotos Martin Muluka

Normalerweise beginnt es in Kenia im Dezember zu regnen. Das ist für alle ein aufregender Moment. Er stellt nicht nur den Beginn der Regenzeit dar, sondern verspricht auch eine gute Ernte und Nahrung für das kommende Jahr. So kann zu Weihnachten jeder aufatmen: Alle wissen, dass die Feiertage auch tatsächlich gefeiert werden können.

Kein Regen – kein Festessen

Die Bäuerin Anastacia erinnert sich gut an die Vorjahre. «Wenn es regnete, war Weihnachten schön, weil ich meinen Kindern ein feines Essen kochte», sagt sie. «Sie lieben Chapati und Mungbohnen.»

Aber zum ersten Mal seit langer Zeit wird Anastacia dieses Jahr keine Chapati und Mungbohnen für ihre Kinder kochen können.

Die Folgen des Klimawandels haben jede Vorhersagbarkeit der Niederschläge in ihrem Dorf Muukuni verunmöglicht. Teile des Landes befinden sich bereits seit 2014 in verschiedenen Stadien der Dürre und dieses Jahr war besonders schlecht für Muukuni. Die zusätzliche Belastung durch die Pandemie hat die Lebensmittelpreise in die Höhe schnellen lassen und Anastacias Familie an den Rand des Überlebens gedrängt. Sie gehören zu jenen zwei Millionen Kenianerinnen und Kenianern, die aufgrund von Nahrungsmittel- und Wasserknappheit hungern. 

Anastacias 12-jährige Tochter Nzilani sagt: «Wenn ich von der Schule nach Hause komme, esse ich etwas gekochten Mais. Ich esse nur einmal, manchmal zweimal am Tag.»

Leider ist nicht nur Muukuni mit einer Hungerpandemie konfrontiert. Oder Kenia. Oder auch Afrika. Im Jahr 2021 hat die tödliche Mischung aus Klimawandel, Konflikten und den wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 über 40 Länder an den Rand einer Hungersnot gebracht. 41 Millionen Menschen weltweit sind nur einen Schritt vom Hungertod entfernt. 


Kenia: Eine Frau sitzt auf dem Boden und hat eine Pflanze in der Hand, sie wendet sich einem kleinen Kind zu, dass neben ihr steht. Anastacia bei der Herstellung von Sisal-Seilen. So versucht sie das nötige Geld zusammenbekommen, um ihre Kinder zu ernähren.
 

Als Anastacias Ernten ausfielen, wandte sie sich der Herstellung von Seilen aus Sisal (einer faserigen Pflanze, die in trockenen Ländern wächst) zu, die sie sammelte. «Ich benutze das Geld, das ich bekomme, um Essen für meine Kinder zu kaufen», sagt sie, aber es ist nicht genug. «Ich bin traurig, weil ich vielleicht nicht einmal Weizenmehl und -öl kaufen kann, weil sie zu teuer sind», sagt sie.

An Orten wie Muukuni sind die Menschen der Bedrohung durch Klimawandel und Covid-19 ausgesetzt. Hier arbeitet World Vision besonders hart daran, die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft für Katastrophen-Situationen aufzubauen. Eine Intervention, die sich als erfolgreich erweist, ist den klimatischen Bedingungen angepasstes landwirtschaftliches Training. Zudem werden die Menschen im Umgang mit Finanzen geschult.  


Kenia: eine Frau und ein Junge stehen vor einem Baum mit Früchten und winken lachend in die Kamera.Victoria und ihr 13-jähriger Sohn Damaris vor einem der Bäume auf ihrer Farm. Sie freuen sich über ihre Ernte.
 

Interventionen, die Grund zur Hoffnung geben

Victoria, die nur ein paar Meilen von Anastacia entfernt lebt, trat dem Programm Anfang dieses Jahres bei. Sie profitiert bereits: Ihre Farm ist ein grüner Garten Eden verglichen mit der verbrannten staubigen Landschaft ihrer Nachbarn. 

«Dieses Jahr wird Weihnachten Spass machen, weil ich eine gute Ernte hatte», sagt Victoria. «Dies ist vor allem auf das Landwirtschafts-Training zurückzuführen, das ich von World Vision erhalten habe. Und dank einer Dammschutzfolie fürs Regenauffangbecken konnte ich genug Wasser für die Bewässerung und die Fischzucht sammeln. Seit ich mit diesen Projekten begonnen habe, ist das Leben gut für uns», erzählt Victoria. «Meine Kinder haben genug zu essen, ich habe genug Geld für ihre Ausbildung und Feiertage wie Weihnachten werden jetzt Spass machen, weil wir als Gemeinschaft feiern können.»

Zum ersten Mal seit langer Zeit träumt Victoria von einem Weihnachtsessen für ihre Familie, aber Millionen wie Anastacia können es nicht.  Es ist an der Zeit, den Verlauf dieser Krise zu ändern.  Schenken Sie einem Kind und seiner Familie eine hoffnungsvolle Zukunft –  werden Sie Patin oder Pate und machen Sie einen Unterschied!

 

 

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article-45496 Sat, 18 Dec 2021 10:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 #Hoffnungsschimmer – Was, wenn Grosszügigkeit ansteckend ist? https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/hoffnungsschimmer-was-wenn-grosszuegigkeit-ansteckend-ist/ Was wäre, wenn eine durch eine Patenschaft unterstützte Familie, die zum ersten Mal seit langer Zeit wieder genug zu essen hat, ihren Überfluss mit ihren Nachbarn teilen würde? Die 17-jährige Sierralyn ist der Beweis dafür, dass die Grosszügigkeit einer Patenschaft einer ganzen Gemeinschaft zugute kommt und gerade zu Weihnachten Hoffnung bringt.  

Text: Lanelyn Carillo und Aimée Pearce, World Vision

Sierralyn ist eines von sechs Kindern und hat zusammen mit einem ihrer Geschwister seit ihrer Grundschulzeit eine Patenschaft in ihrer Gemeinde in Batangas, Philippinen. Die Patenschaft hatte ganz unterschiedliche Auswirkungen auf Sierralyns Leben.

Die Patenschaft ermöglichte es ihrer Gemeinde an Schulungen in biologischer Landwirtschaft teilzunehmen. Sierralyns Eltern wenden die erlernten Anbaumethoden weiterhin an, und die Familie erntet jetzt auf ihrem sieben Hektar grossen Hof Gemüse und Obst und kümmert sich um Mahagoni und andere Nutzbäume.

Durch den Verkauf der Erzeugnisse haben sie ein zuverlässiges Einkommen, das sie in die Zukunft ihrer Kinder investieren. Mit dem Einkommen aus der Farm werden die Universitätsgebühren für zwei von Sierralyns älteren Schwestern bezahlt und Sierralyn muss sich keine Sorgen machen, ob sie sich die Uniformen, Bücher und Schulsachen, die sie braucht, leisten kann.

 

Philippinen: Ein Mädchen überreicht einer Frau einen Korb mit Ananas.Sierralyn, 17, hat gelernt zu geben. Einen Teil der Ernte verkauft die Familie auf dem Markt, ein Teil ist für den Eigenbedarf und ein Teil für die Nachbarn. 
 

Die Grosszügigkeit ihrer Paten hat eine ebenso tiefgreifende Wirkung wie ihre neue finanzielle Stabilität. Von Anfang an haben Sierralyns Eltern etwas weitergegeben, indem sie alles, was sie hatten, mit den Menschen in ihrer Umgebung geteilt haben, und sie geben auch weiterhin von jeder Ernte einen Teil an ihre Nachbarn ab, bevor sie den Rest verkaufen.

Jetzt haben sie World Vision sogar eine Fläche zur Verfügung gestellt, um auf ihrem Land ein landwirtschaftliches Ausbildungszentrum zu errichten, damit mehr Menschen in der Gemeinde landwirtschaftliche Fähigkeiten erlernen können. «Wir wollen lernen und unser Leben verbessern», sagt Sierralyns Vater Greg. 

«Ich bewundere meine Eltern für ihre Grosszügigkeit gegenüber anderen», sagt Sierralyn. «Die Menschen hier respektieren und lieben sie dafür. Ich möchte auch so werden wie sie. Es ist ein gutes Gefühl, zu geben.»

 

Philippinen: Ein Mädchen im pinken Shirt und mit Hut hält einen Korb mit Ananas, hinter ihr steht ein Mann und schaut sie an.Sierralyn ist stolz auf ihre Familie und die Ernte, die sie dank der Unterstützung durch die Patenschaft regelmäßig einfahren.
 

Eine grosse Vision

Sierralyn ist eine grosse Visionärin. Sie hat bereits Pläne, wie ihren Eltern ihr Geschäft ausbauen und ihre Produkte online verkaufen können. Die jahrelange Teilnahme an Förder- und Schulaktivitäten half Sierralyn, ihre Schüchternheit und Selbstzweifel zu überwinden, die sie als Kind hatte. Heute hat sie das Ziel, Anwältin zu werden.

«Es gibt hier viele Kinder, die lieber zu Hause bleiben würden, weil sie schüchtern sind», sagt sie. «Ich war früher wie sie. Ich habe an mir selbst gezweifelt und war unsicher.»

Jetzt möchte Sierralyn anderen Kindern in ihrem Dorf helfen, ihr Selbstwertgefühl zu stärken. «World Vision bietet viele teambildende Aktivitäten an. Das liebe ich.»

 

Freude aufs Weihnachtsfest

In einem Jahr, das von der Härte und Ungewissheit der Pandemie geprägt war, waren Teamarbeit und Widerstandsfähigkeit für Sierralyns Gemeinschaft noch nie so wichtig gewesen. Doch trotz der Herausforderungen, die das neue Jahr mit sich bringen wird, freut sich Sierralyn zum ersten Mal seit langer Zeit wieder auf das Weihnachtsfest.

«Wegen des unerwarteten Ausbruchs der Pandemie hat sich alles verändert», sagt Sierralyn. «Trotzdem ist Weihnachten immer noch Weihnachten! Es ist eine Chance, Dankbarkeit und Wertschätzung zu zeigen.» Und das tut Sierralyns Familie über ihre vier Wände hinaus und bringt so auch anderen Familien Hoffnung an Weihnachten.

Übernehmen Sie noch heute eine Patenschaft für ein Kind wie Sierralyn und helfen Sie mit, diese Weihnachten das Leben für eine ganze Gemeinschaft zu verändern.

 

 

 

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article-45468 Sun, 12 Dec 2021 10:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 #hoffnungsschimmer – Ashmitha: Von der Covid-Waisen zum Patenkind https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/hoffnungsschimmer-ashmitha-von-der-covid-waisen-zum-patenkind/ Die 9-jährige Ashmitha freut sich auf das neue Jahr, und ihr einziger Wunsch ist ein Jahr 2022 ohne Lockdown. Sie möchte sich einfach nur normal fühlen - zum ersten Mal seit langer Zeit.  

Text: World Vision Schweiz

Als Covid-19 zum ersten Mal zuschlug, hatte Ashmitha - wie alle anderen von uns - keine Ahnung, wie viel sich ändern würde. Als die Schulen zum ersten Mal geschlossen wurden, freute sie sich, mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen zu können. «Es war fast wie Urlaub», erinnert sie sich in ihrem Haus in Bangalore, Indien. Ein Highlight, auf das sie sich am meisten freute, war der tägliche Spaziergang mit ihrem Vater. «Ich wartete immer sehnsüchtig auf den Abend, damit ich mit ihm spazieren gehen konnte», sagt sie. Auch ihr Vater Murugan genoss die gemeinsame Zeit. «An manchen Tagen kaufte er mir Snacks und Spielzeug», erzählt sie. 

Doch dann änderte sich alles. Als Indien von einer heftigen zweiten Welle erfasst wurde, erkrankte Ashmithas Vater an Covid-19. Als Tagelöhner in einer Räucherstäbchenfabrik war er die einzige Einnahmequelle für seine Familie und konnte es sich nicht leisten, eine Auszeit zu nehmen. Daher spielte er seine Krankheit vor seiner Familie herunter. Doch Murugan konnte seinen Zustand nicht lange verbergen. «Er begann stark zu husten, bekam Fieber und war oft müde», sagt Ashmithas Mutter Amudhavalli. 
 

Indien: Ein junges Mädchen sitzt auf dem Boden und betrachtet ein grosses gerahmtes Bild eines Mannes, dass sie in den Händen hält.Ein Leben ohne ihren Vater war für Ashmitha nicht vorstellbar. Oft muss sie weinen, wenn sie daran denkt, dass er nicht mehr da ist.

 

Kein Platz und Sauerstoff im Krankenhaus

Als sie Murugan ins Krankenhaus brachten, erlebte die Familie einen weiteren Rückschlag. Die Krankenhausbetten waren voll und die Sauerstoffvorräte gingen zur Neige. Man sagte ihnen, dass neue Patienten nur aufgenommen werden könnten, wenn jemand im Krankenhaus starb oder entlassen wurde. Doch Murugan hatte nicht so viel Zeit. Zu diesem Zeitpunkt war seine Lunge bereits infiziert und seine Sauerstoffwerte sanken drastisch.

Amudhavalli brachte ihn an einem Tag in zehn Krankenhäuser. Schliesslich, als es dunkel wurde, fand sie ein Bett und nahm einen Kredit auf, um es zu sichern. Ashmitha schlief in dieser Nacht gut, denn sie wusste, dass die Ärzte sich um ihren Vater kümmern würden. Aber sie erwachte in ihrem schlimmsten Albtraum. Die Sauerstoffvorräte waren über Nacht geschrumpft und reichten nicht mehr aus, um Murugan am Leben zu erhalten. Er war gestorben, ohne dass sie sich von ihm hatte verabschieden können. 

Mit ihren neun Jahren konnte sich Ashmitha ein Leben ohne ihren Vater nicht vorstellen. «Ich vermisse ihn, wenn er beim Essen neben mir sitzt», sagt sie. Der Geruch von Weihrauch lässt sie immer noch denken, dass er gleich um die Ecke sein muss, auf dem Weg von der Fabrik nach Hause. Die folgenden Monate brachten für Ashmitha einige der dunkelsten Momente mit sich. Während sie und ihre Mutter mit dem emotionalen Trauma kämpften, den Menschen zu verlieren, den sie am meisten liebten, wurden sie gleichzeitig noch tiefer in die Armut gestürzt, weil sie auch Murugans Einkommen verloren hatten. 


 Indien: Ein junges Mädchen sitzt im Schneidersitz auf dem Boden. Auf ihrem Knie liegt ein Heft, sie hält einen Stift und neben ihr steht ein Rucksack mit dem World Vision Logo.Dank einer World Vision-Patenschaft geht es nun für Ashmitha und ihre Familie wieder bergauf. Ashmithas liebt es zu lernen und kann sich wieder auf die Schule freuen.

 

Ein Licht am Ende des Tunnels

Traurigerweise ist Ashmithas Geschichte kein Einzelfall. Drei ihrer Freunde haben ihre Väter ebenfalls durch das Virus verloren. In Indien sind diese Kinder als «Covid-Waisen» bekannt geworden, und ihre Häufigkeit ist eine der tragischsten Folgen dieser Pandemie. 

Obwohl sie so viel verloren hat, gibt es für Ashmitha noch einen Hoffnungsschimmer: eine Patenschaft. «Nachdem ich meinen Vater verloren hatte, besuchte World Vision mich oft», sagt sie. «Sie haben mich und meine Familie beraten, und obwohl ich nach dem Tod meines Vaters viel geweint habe, fühle ich mich jetzt stärker.»

Die Patinnen und Paten von World Vision haben sich auf unglaubliche Weise für die Kinder in Indien eingesetzt. Während der Pandemie erhielten mehr als 1’000 Patenkinder besondere Geschenke oder zusätzliche Unterstützung von ihren Paten und trugen so dazu bei, dass World Vision mit Covid-19 gezielt auf die dringenden Bedürfnisse der Gemeinschaft eingehen konnte. In Ashmithas Dorf bedeutete dies zusätzliche Unterstützung für 900 Familien beim Wiederaufbau ihrer Existenzgrundlage, Lebensmittelpakete, die regelmässig an 500 Familien geliefert wurden, und ein spezielles Projekt, das Kindern wie Ashmitha helfen soll, die ihre Eltern durch Covid-19 verloren haben. Dieses Programm hilft ihnen, ihre Ausbildung fortzusetzen und gleichzeitig eine spezielle psychosoziale Betreuung zu erhalten. 

«Ich fühle mich von meinem Paten geliebt und umsorgt», sagt Ashmitha. «Sie ermutigen mich, gut zu lernen. Und obwohl ich meinen Vater verloren habe, helfen sie uns, das zu überwinden.»

Zurzeit erleben viele Kinder ihr erstes Weihnachtsfest ohne Eltern oder geliebte Menschen. Aber Sie können einem Kind ein Stück Hoffnung auf eine bessere Zukunft schenken. Machen Sie dieses Jahr zu etwas Besonderem, indem Sie heute eine Patenschaft für ein Kind und seine Gemeinschaft übernehmen. 

 

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article-45469 Fri, 10 Dec 2021 10:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 Der erste Schritt in eine unabhängige Zukunft für Mary und Sunday https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/der-erste-schritt-in-eine-unabhaengige-zukunft-fuer-mary-und-sunday/ West-Äquatoria, seit 2011 ein Teil von Südsudan, ist seit vielen Jahren von bewaffneten Konflikten betroffen. Das konfrontiert die Menschen dieses Landesteils mit vielen Herausforderungen im alltäglichen Leben, vor allem Menschen mit Behinderungen sind stark benachteiligt. So auch beim Zugang zu Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Doch World Vision schafft Abhilfe. Wie? Das erfahren Sie von Mary und Sunday.  

Text: World Vision Schweiz

Die 14-jährige Mary kann nicht laufen. Ihr Vater Martin, 35, sagte, Mary sei eine Frühgeburt gewesen und habe erst im Alter von zwei Jahren krabbeln und laufen können. Als kleines Kind erkrankte sie an Malaria – der Grund für ihre Beeinträchtigung.

«Als Vater habe ich alles getan, um meine Tochter wieder laufen zu sehen, aber ohne Erfolg. Ich habe sogar mein Motorrad für ihre Behandlung verkauft, aber das hat nicht funktioniert", erinnert sich Martin.


Südsudan: Ein junges Mädchen in gelbem Oberteil kniet auf dem Boden und bewegt sich. Bevor Mary ihr Dreirad erhielt, bewegte sie sich auf ihren Knien krabbelnd fort oder wurde von ihrem Vater getragen. 

 

Mary erzählt: «Aufgrund meines Zustands bin ich immer auf die Unterstützung meiner Eltern angewiesen(...). Wenn sie den ganzen Tag auf der Farm sind, bin ich bewegungsunfähig, bis sie wieder zu Hause sind. Ich führe ein Leben voller Selbstmitleid. Manchmal stelle ich mir vor, eines Morgens aufzuwachen und allein gehen zu können. Andere Kinder machen sich über meinen Zustand lustig, was mich dazu bringt, mein eigenes Leben zu hassen.»

Marys Vater fällt es schwer, seine Tochter leiden zu sehen: «Ich spüre den Schmerz meines Kindes. Jedes Mal, wenn ich sie ins Krankenhaus trage und sie leise fragt: 'Baba, bist du müde?' Es bricht mir das Herz, aber ich kann nichts tun», fügt Martin hinzu.

 

Ein Dreirad für Mary und Sunday

Um beeinträchtigten Menschen wie Mary den Zugang zu der für sie enorm wichtigen Gesundheitsversorgung zu erleichtern, unterstützt World Vision mit Mitteln aus dem Health Pooled Fund (HPF) 75 Gesundheitseinrichtungen in West-Äquatoria. Diese Einrichtungen wurden so umgebaut, dass sie auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich sind.

Mary erhielt ausserdem von World Vision ein eigens für ihre Beeinträchtigung konzipiertes Dreirad. Vor der Übergabe des Dreirads stattete World Vision-Sozialarbeiter John Nduguyo Mary mehrere Besuche in ihrem Haus ab, um sie psychosozial zu unterstützen und ihr das Dreiradfahren beizubringen.

«Die Besuche und die Unterstützung von World Vision gaben mir das Gefühl, wertgeschätzt und umsorgt zu werden. Das Dreirad erfüllt mir einen grossen Traum. Am Anfang hatte ich Angst, aber nach mehreren Trainings mit John fühlte ich mich wohl, als hätte ich meine Beine wieder», fügt Mary hinzu.

 

Südsudan: Ein junges Mädchen sitzt auf einem grossen Dreirad, welches sie mit ihren Händen betreibt. Hinter ihr hält ein lächelnder Mann ihre Rückenlehne.Marys Vater Martin muss seine Tochter nun nicht mehr tragen und freut sich über ihre neu gewonnene Freiheit.

 

Marys Vater ist erleichtert und glücklich: «Ich bin World Vision dankbar, dass sie meiner Tochter ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich kann jetzt an ihrer Seite gehen, wenn sie alleine ins Krankenhaus fährt oder wo auch immer sie hin muss.»  

Auch die 20-jährige Sunday, eine Mutter von zwei Kindern erhielt eines der Dreiräder. Seit ihrem sechsten Lebensjahr muss sie mit ihrer Behinderung leben. «Normalerweise spielte ich mit meinen Freunden und half meiner Mutter beim Wasserholen, aber eines Morgens wachte ich auf und stellte fest, das etwas nicht stimmt. Ich war lange Zeit nicht in der Lage, das zu akzeptieren. Ein Krüppel zu sein ist schwierig, vor allem, wenn man aus einer armen Familie stammt», sagt sie.

 

Südsudan: Eine junge Frau sitzt mit einem Baby auf dem Schoss auf dem Boden und hält einen Stickrahmen mit pinkem Stoff in den Händen.Sunday hat gelernt, das beste aus ihrer Situation zu machen: «Ich habe von meinen Geschwistern gelernt, wie man Bettlaken näht, und so haben wir unseren Lebensunterhalt verdient. 

 

Ein Alltag geprägt von Stigmatisierung und Ignoranz

Oft werden Menschen wie Mary und Sunday in ihren Gemeinden stigmatisiert und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Sunday berichtet von ihren Erfahrungen: «In meiner Gemeinde wird Menschen mit Behinderungen keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Oft werden wir als nutzlos angesehen.», fügt sie hinzu.

Sundays Geschwister sind bereits verheiratet und ausgezogen. Sie ist das einzige Kind ihrer Familie, dass noch bei ihren Eltern lebt, denn sie ist auf Unterstützung im Alltag angewiesen. Vor allem die Gesundheitsversorgung stellte für Sunday eine grosse Herausforderung dar. Für den Weg in die 20 Minuten entfernte Gesundheitseinrichtung musste sie ein Motorrad mieten und war darauf angewiesen, dass der Fahrer sie trug.

Dank World Vision wurde Sundays Wunsch nach einem Dreirad erfüllt: «Mit dem Dreirad fühle ich mich genauso wie die anderen Menschen. Wenn mein Sohn Given krank ist, ist es jetzt einfach, Medikamente zu besorgen. Ich plane jetzt, ein Geschäft auf dem Markt zu eröffnen.»


Südsudan: eine sitzende junge Frau mit einem kleinen Kind auf dem Schoss, wird von einer Krankenschwester von hinten an der Rückenlehne geschoben.Über die neu gebaute Rampe kann Sunday mit ihrem Dreirad nun ganz entspannt von einer Krankenschwester in das Gesundheitszentrum geschoben werden.

 

In der gesamten Region wurden 430 Mädchen mit Fahrrädern ausgestattet, 20 von ihnen bekamen Dreiräder. Der World Vision-Projektmanager Stephen Leonard Epiu freut sich über die positiven Effekte des Projektes: «Die Initiative zur Gleichstellung der Geschlechter und zur sozialen Eingliederung im Rahmen des HPF war äusserst wichtig, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse dieser einst vernachlässigten Gruppe endlich berücksichtigt werden.»

Menschen mit Behinderung haben wie alle Menschen ein Recht auf ein selbst­bestimmtes, unab­hängiges Leben und dürfen nicht vergessen werden. Mit unserer Arbeit ist uns daran gelegen, Diskriminierung und Stigmatisierung ein Ende zu bereiten. Wir wollen Menschen wie Mary und Sunday eine Stimme geben und grundlegende Menschenrechte wie ein barrierefreier Zugang zu Gesundheitseinrichtungen für alle gleichermassen gewährleisten. Unterstützen Sie uns dabei als Patin oder Pate. 

 

 

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article-45471 Thu, 09 Dec 2021 00:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 Mongolei: Endlich ein sicheres Zuhause https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/mongolei-endlich-ein-sicheres-zuhause/ Ein eigenes, sicheres Zuhause ist keine Selbstverständlichkeit. In Ländern wie der Mongolei, wo die Temperaturen im Winter weit in den Minusbereich sinken und viele Familien in grosser Armut leben, sollte es das aber sein. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung hat World Vision zwischen Juni und September 2021 Häuser für zehn Familien gebaut. Text: Tamara Fritzsche, World Vision Schweiz

Da sich die Mongolei im zentralasiatischen Hochland befindet, erlebt das Land eines der extremsten Klimata der Welt. Im Sommer steigen die Temparaturen über 30 Grad Celsius, im Winter bis weit unter -30 Grad. Dicke Mäntel, warme Schuhe und ein gut isoliertes, sicheres Haus sind in der kalten Jahreszeit deshalb überlebenswichtig. Leider leben noch heute viele Familien in sehr ärmlichen Verhältnissen und in traditionellen Jurten, mit beschränkter Privatsphäre. Viele Eltern können es sich nicht leisten, ihren Kindern eine angemessene Wohnsituation oder ein Eigenheim und damit eine sichere Lebensgrundlage zu ermöglichen. Nicht wenige Eltern lassen ihre Frustration und Auswegslosigkeit auch an ihren Kindern aus. Häusliche Gewalt ist in der Mongolei leider nach wie vor ein grosses Problem. Kein Eigenheim bedeutet deshalb häufig auch kein Ort für ein sicheres Aufwachsen für Kinder, denen damit auch Perspektiven für eine Zukunft genommen wird. 

World Vision ist es ein Anliegen, Kindern ein sicheres Leben und Umfeld zu bieten. Angefangen bei ihren eigenen vier Wänden. Mitarbeitende von World Vision trafen sich deswegen mit dem Gouverneur der Provinz Khentii, um ein Hausbauprojekt und die Auswahl der Begünstigten zu besprechen. Es wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe für die Projektumsetzung eingesetzt, die sich aus Vertretern der lokalen Behörden und World Vision-Mitarbeitenden zusammensetzte. Die Arbeitsgruppe stellte eine Liste von Familien der Region zusammen, die die folgenden Kriterien erfüllten: 

  • Obdachlose Familien (ohne eigene Unterkunft) oder Haushalte, die ihr Lebensumfeld verbessern müssen
  • Extrem gefährdete Familien mit unterdurchschnittlichem Lebensstandard, die bessere Lebensbedingungen benötigten
  • Gefährdete Haushalte, die mindestens drei Kinder im Alter von 0-18 Jahren haben.
  • Alleinstehende Eltern mit Kinder

Gemäss den Anforderungen für die Projektdurchführung besuchte die Arbeitsgruppe die auf der Liste stehenden Haushalte, informierte sie über das Projekt und tauschte sich mit den Familienmitgliedern aus, um sie so in das Projekt miteinzubeziehen. 

Selbst ist der Mann  und die Frau

In einer weiteren Phase lernten die Familien von einem erfahrenen Ingenieur wie sie ein sicheres Zuhause selbst bauen; vom Bau eines Zauns bis zum Giessen des Fundaments, des Mauerwerks, das Aufbauen des Dachs und der Verkleidung. Das Projekt deckte die Kosten für das Baumaterial, das Gehalt des Ingenieurs, der die Familien unterstützte, und die Transportkosten. Die lokale Regierung stellte das Grundstück zur Verfügung. Auch die Begünstigten trugen einen Teil der Kosten für das Baumaterial. Ein lokales Elektrizitätsunternehmen beteiligte sich ausserdem an den Kosten für den Stromanschluss und den damit verbundenen Transportkosten.

Seit Beginn der Bauarbeiten überwachten die Arbeitsgruppe wöchentlich die Umsetzung, hielten Versammlungen ab, um die Familien zu unterstützen, hörten sich ihre Anliegen an und stellten sicher, dass das Projekt reibungslos ablief.

In zusätzlichen Schulungen lernten die Eltern ausserdem, wie sie ihre Kinder liebevoll und ohne körperliche Gewalt erziehen, wie man seine Familie wertschätzt und wie man Geld auf die Seite legt, um in Notsituationen reagieren zu können. 

Das Projekt war ein voller Erfolg: Wo Kinder früher ohne Perspektiven aufwuchsen, leben heute zehn Familien in einem sicheren Zuhause und mit Zukunftschancen.

 

Bieten Sie Kindern in der Mongolei eine Zukunft mit Perspektiven: Übernehmen Sie eine Patenschaft.

 

Dieses Projekt wurde von der Gebauer Stiftung finanziert. Vielen Dank an dieser Stelle für die wertvolle Unterstützung.

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article-45467 Sun, 05 Dec 2021 10:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 #Hoffnungsschimmer – Sonis Weg zurück in die Schule https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/hoffnungsschimmer-sonis-weg-zurueck-in-die-schule/ Als ihr Vater stirbt, verlässt die 11-jährige Soni die Schule und kümmert sich fortan um den Haushalt der Familie. Die Schule vermisst sie sehr. Von einer Nachbarin bekommt sie den Tipp, sich an World Vision zu wenden. Das hat Soni getan und geht heute wieder zur Schule.  

Text: World Vision Schweiz

Es ist jetzt ein Jahr her, dass der 11-jährigen Soni der Boden unter den Füssen weggezogen wurde, aber sie braucht nur die Augen zu schliessen, um den Moment noch einmal zu erleben, als sie erfuhr, dass ihr Vater gestorben war. 

Es war ein Morgen wie jeder andere in ihrem Haus in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Sonis Mutter Thuli war mit der Hausarbeit beschäftigt, ihre drei Schwestern und ihr Bruder taten das, was sie normalerweise auch tun, und ihr Vater Mlangdung war zu einem Treffen mit Freunden in einem örtlichen Teeladen gegangen. Doch dann kam eine Nachbarin zur Tür herein, und alles änderte sich. 

Im Alter von nur 49 Jahren hatte Mlangdung einen Herzinfarkt erlitten. Man hatte ihn in ein Herzkrankenhaus in der Stadt gebracht, aber er konnte nicht mehr gerettet werden. Thuli und ihre Kinder waren plötzlich auf sich allein gestellt.

«Ich hatte das Gefühl, alles verloren zu haben. Ich hatte fünf Kinder und keine Arbeit; ich wusste nicht, wie ich mich um sie kümmern sollte», erinnert sich Thuli.

 

Nepal: Drei Frauen und ein Junge sitzen vor einer Hütte und schauen in die Kamera, sie tragen alle einen Mund-Nasenschutz.Soni (rechts) mit ihrer Mutter Thuli, ihrem Bruder Sangita (23), und ihrer Schwester Sanjay (14) vor ihrer Hütte in Kathmandu.

 

Sonis Schwestern ernähren jetzt die Familie 

Sonis zwei ältere Schwestern, Sangita, 23, und Sumita, 20, wurden die Ernährerinnen der Familie. Sangita ist Lehrerin an einer örtlichen Schule und Sumita arbeitet als Hausmädchen, wann immer sie eine Stelle findet. Zusammen verdienen sie etwa 79 Schweizer Franken im Monat. 

«Nach dem Tod meines Mannes haben wir uns irgendwie durchgeschlagen», sagt Thuli. Das Geld reicht kaum aus, um Miete und Essen für die Familie zu bezahlen. 

Sonis andere Schwester Somiya ist 18 Jahre alt und hat bereits einen Ehemann und zwei eigene Kinder zu ernähren. 

«Sie war erst 15 Jahre alt, als sie heiratete - wir haben ihr gesagt, dass es falsch ist, aber sie hat nicht darauf gehört», sagt Thuli. Somiya lebt bei der Familie ihres Mannes. Sonis 13-jähriger Bruder Sanjay hat ein Stipendium für ein Internat, wo er während der Schulzeit lebt. 

 

Eine schwere Entscheidung

Thuli macht sich ständig Sorgen um Soni. «Ich bin schwach und alt, und wir haben kein Geld, um ihre Ausbildung fortzusetzen», sagt Thuli. «Der Kauf von Schulmaterial, Uniformen und die Schulgebühren sind sehr teuer.»

Deshalb beschloss Soni, die Schule im März dieses Jahres, am Ende der 5.Klasse, zu verlassen. Nach einem Jahr Pandemie, die sie vom Unterricht fern hielt, während ihre Familie täglich mit Trauer und Armut zu kämpfen hatte, konnte Soni einfach nicht mehr weitermachen.

«Seit dem Tod meines Vaters hat meine Mutter sehr zu kämpfen», erklärt Soni. «Wir haben nicht einmal genug Geld, um uns selbst zu ernähren, geschweige denn meine Ausbildung fortzusetzen. Ich möchte einfach nur erwachsen werden, damit ich meiner Mutter und meiner Familie helfen kann.»

 

Nepal: Ein junges Mädchen blickt in die Kamera, sie trägt einen Mund-Nasenschutz.Soni ist froh, dass sie wieder zur Schule gehen kann. Ihr Lieblingsfach ist Naturwissenschaft und sie lernt jeden Tag Zuhause.

 

Ein Lichtblick: das Kinderpatenschaftsprogramm

Doch dann nahm Sonis Geschichte eine Wende. Eine Nachbarin erzählte Thuli von dem World Vision-Kinderpatenschaftsprogramm und wie es ihrer Familie helfen könnte, wieder auf die Beine zu kommen. Thuli beschloss, Soni anzumelden - sie sagt, die Kinderpatenschaften seien ein Geschenk des Himmels für ihre Familie gewesen.

«Seitdem haben wir Schulsachen für Soni und Hygienesets erhalten, damit wir gesund bleiben können. Wir haben sogar Lebensmittel erhalten - Reis, Linsen, Speiseöl und mehr. Diese Unterstützung hat uns in diesen schwierigen Zeiten sehr geholfen», sagt Thuli.

Noch besser ist, dass Soni im Juli wieder zur Schule gehen konnte. Mitarbeitende von World Vision und Partner einer lokalen Organisation in Sonis Gemeinde setzten sich für sie in einer örtlichen Schule ein, und ihr wurde ein kostenloser Platz in der 6.Klasse angeboten. 

Zum ersten Mal seit langer Zeit gibt es für Soni und ihre Familie wieder Hoffnung am Horizont. «Soni ist ein aufgewecktes Kind, und sie möchte studieren», sagt Thuli. «Ich bin so erleichtert, dass sie ihre Ausbildung beenden kann.»

Soni lernt jetzt fleissig und hat einen neuen Traum, inspiriert durch die Erinnerung an ihren Vater: «Ich weiss, wie wichtig es ist, das Leben von Menschen zu retten. Wenn ich gross bin, möchte ich Ärztin werden und bedürftigen Menschen kostenlos helfen», sagt sie.

Wollen Sie auch einem Kind wie Soni eine hoffnungsvolle Zukunft bescheren? Dann werden Sie Patin oder Pate und machen Sie einen Unterschied.

 

 

 

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article-45267 Fri, 03 Dec 2021 11:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 #COMMENTENFAIT FÊTE-T-ON NOËL EN AMÉRIQUE LATINE ? https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/commentenfait-fete-t-on-noel-en-amerique-latine/ World Vision intervient dans une centaine de pays. Chaque pays connaît des traditions différentes pour les fêtes de Noël. Dans notre série #CommentEnFait, nous présentons quelques traditions d'Amérique latine. Parmi elles, par exemple : Le gâteau de Pâques pour la fête de Noël. Text: World Vision Schweiz

Pour beaucoup, les bougies, les décorations et les guirlandes lumineuses font partie de Noël, et dans l'idéal, la neige aussi. Du moins dans des pays comme la Suisse, la France, l'Allemagne ou l'Autriche. En Amérique latine, les traditions sont différentes : Lorsque les températures sont estivales, les célébrations dans la partie sud du continent se déroulent dans les rues ou sur la plage.

La Colombie célèbre le début de la période de Noël le 7 décembre avec la nuit des petites bougies (« Noche de las Velitas ») : partout, les gens installent des bougies et des lanternes qu'ils allument dès que la nuit tombe. Ils célèbrent la nuit où l'archange Gabriel a annoncé à Marie qu'elle avait été choisie comme mère de Jésus. La fête se prolonge sans interruption jusqu'au jour férié du 8 décembre, le « jour de l'Immaculée Conception », appelé en Colombie « Dia de las Velitas ».

Neuf prières pour neuf mois

La journée du 16 décembre se poursuit non seulement en Colombie, mais aussi au Venezuela et en Équateur, avec la « Novena de Aguinaldos » ou « Novena de Navidad », littéralement les neuf prières des cadeaux de Noël. Selon la tradition, il y a d'abord une prière pendant neuf jours consécutifs, chacune en commémoration d'un mois jusqu'à la naissance. Ensuite, il y a un repas en famille et avec le voisinage, au cours duquel on chante également des chants de Noël (« villancicos »).

Jungen mit einer Krippen-Figur in Guatemala.Souvenir de Bethléem : lors des « posadas », les Guatémaltèques demandent symboliquement un abri. Garçons et filles portent les figurines lors de la procession traditionnelle.

Le 16 décembre également, les « posadas » commencent en Bolivie, au Guatemala et au Mexique : des processions au cours desquelles des groupes traversent le village et cherchent symboliquement un logement, comme Marie et Joseph à l'époque. Ils portent sur leurs épaules des figures bibliques. Et dans la dernière maison, une grande fête est organisée pour tous avec du punch et des piñatas. Ces dernières sont d'ailleurs un symbole très chrétien : Traditionnellement en forme d'étoile à sept branches, une piñata symbolise les péchés capitaux, qui sont détruits, après quoi les friandises tombent en pluie en guise de récompense.

Mädchen mit einer Piñata in Mexiko.Symbole chrétien : au Mexique, les enfants brisent la piñata, un symbole chrétien traditionnel. Le péché est détruit et des friandises sont distribuées en récompense.

D'abord les Rois mages, puis la messe du coq

En Bolivie, la fête est tout aussi colorée et joyeuse au-delà des posadas : Ceux qui peuvent se le permettre décorent un sapin (en plastique bien sûr) et embellissent leur maison avec des feuilles de palmier et des guirlandes lumineuses. Sur les places et devant les maisons, on installe des crèches devant lesquelles dansent des enfants déguisés en rois mages. Ils parcourent le quartier et gagnent ainsi des friandises la veille de Noël.

Mädchen mit Mütze in BolivienUn temps joyeux : pour les enfants et leur famille, Noël est une période particulière en Bolivie. Les parrainages permettent aussi aux enfants pauvres d'avoir une grande fête et un cadeau.

De retour à la maison, ils posent leurs chaussures avec leurs vœux à la fenêtre, en espérant que l'enfant Jésus les exaucera avant le matin. Le soir même, il y a un grand repas de fête, de préférence en famille, avec le traditionnel ragoût « Picana de Navidad », dans lequel mijotent surtout de la viande et du maïs. Ensuite, tout le monde se rend à la messe de Noël, la « Misa de Gallo », dont le nom rappelle le coq qui, selon la légende, aurait été le premier à annoncer la naissance de Jésus-Christ.

Crèches et scènes bibliques

De telles scènes traditionnelles jouent un grand rôle en Amérique latine, que ce soit lors de processions ou de « pastorelas », des représentations de scènes bibliques. On trouve des crèches partout : en Équateur, des personnes se rendent en pèlerinage auprès d'elles sur des lamas décorés et chargés, afin d'implorer la bénédiction de Dieu avec leurs offrandes. Ici aussi, la fête est suivie d'une grande grillade de viande.

Familie mit Jesus-Figur in ChileScène biblique : partout en Amérique latine, les gens recréent des scènes bibliques à Noël, comme par exemple la famille Raquileo au Chili, qui raconte la naissance de Jésus.

Au Paraguay, le repas de Noël classique est un grand jeu de confusion : la « sopa » (soupe) que l'on sert volontiers est en fait un gâteau à base de farine de maïs, d'œufs et de fromage. Mais le champion de la confusion est le Chili : ici, Noël s'appelle Pâques (« Pascua ») dans de nombreuses régions. Pour la fête, un pain de Noël appelé gâteau de Pâques (« Pan de Pascua »), une sorte de panetone avec des noix et des fruits confits. Et les cadeaux sont apportés par le « Viejito Pascuero », le Père Noël, qui porte en fait Pâques dans son nom.

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article-45461 Fri, 03 Dec 2021 10:00:00 +0100 47.4026392 8.616362200000026 #WieEigentlich feiert man Weihnachten in Lateinamerika? https://www.worldvision.ch/de/aktuelles/newsroom/news/wieeigentlich-feiert-man-weihnachten-in-lateinamerika-1/ In rund 100 Ländern ist World Vision aktiv. Jedes Land kennt andere Traditionen zum Weihnachtsfest. In unserer Serie #WieEigentlich, stellen wir einige Traditionen aus Lateinamerika vor. Darunter etwa: Osterkuchen zum Weihnachtsfest. Text: World Vision Schweiz

Kerzen, Schmuck und Lichterketten gehören für viele zu Weihnachten dazu, im Idealfall auch Schnee. Zumindest in Ländern wie der Schweiz, Frankreich, Deutschland oder Österreich. In Lateinamerika gibt es andere Traditionen: Bei sommerlichen Temperaturen finden die Feiern im südlichen Teil des Kontinents auf den Strassen statt oder am Strand.

Den Start in die Vorweihnachtszeit feiert Kolumbien am 7. Dezember mit der Nacht der kleinen Kerzen («Noche de las Velitas»): Überall stellen Menschen Kerzen und Laternen auf, die sie entzünden, sobald es dunkel wird. Sie feiern die Nacht, in der der Erzengel Gabriel Maria verkündete, dass sie als Mutter Jesu auserwählt worden sei. Das Fest geht nahtlos in den Feiertag am 8. Dezember über, den «Tag der unbefleckten Empfängnis», in Kolumbien «Dia de las Velitas».

Neun Gebete für neun Monate

Weiter geht es am 16. Dezember nicht nur in Kolumbien, sondern auch in Venezuela und Ecuador mit den «Novena de Aguinaldos» oder «Novena de Navidad», wörtlich übersetzt die neun Gebete der Weihnachtsgaben. Laut Tradition erfolgt neun Tage lang in Folge erst ein Gebet, je in Gedenken an einen Monat bis zur Geburt. Dann gibt es ein Essen im Kreis der Familie und Nachbarschaft, bei der auch Weihnachtslieder («Villancicos») gesungen werden.

Jungen mit einer Krippen-Figur in Guatemala.Andenken an Bethlehem: Bei den «Posadas» erbitten Menschen in Guatemala symbolisch eine Unterkunft. Jungen und Mädchen tragen die Figuren bei der traditionellen Prozession.

Ebenfalls am 16. Dezember beginnen in Bolivien, Guatemala und Mexiko die «Posadas»: Prozessionen, bei denen Gruppen durch das Dorf ziehen und symbolisch wie damals Maria und Josef nach einer Unterkunft suchen. Auf ihren Schultern tragen sie biblische Figuren. Und im letzten Haus gibt es für alle ein grosses Fest mit Punsch und Piñatas. Die sind im Übrigen ein sehr christliches Symbol: Traditionell in Form eines Sterns mit sieben Zacken symbolisieren eine Piñata die Todsünden, die zerstört werden, woraufhin es zur Belohnung Süssigkeiten regnet.

Mädchen mit einer Piñata in Mexiko.Christliches Symbol: Kinder in Mexiko zerbrechen die Piñata, ein traditionelles christliches Symbol in Mexiko. Die Sünde wird zerstört, zur Belohnung gibt es Süsses.

Erst Heilige Drei Könige, dann Messe des Hahns

Ähnlich bunt und fröhlich wird in Bolivien auch jenseits der Posadas gefeiert: Wer es sich leisten kann, schmückt einen Tannenbaum (natürlich aus Plastik) und verschönert sein Haus mit Palmenblättern und Lichterketten. Auf den Plätzen und vor den Häusern werden Krippen aufgebaut, vor denen Kinder tanzen, die als Heilige Drei Könige verkleidet sind. Sie ziehen durch die Nachbarschaft und verdienen sich so am Abend vor Weihnachten Süssigkeiten.

Mädchen mit Mütze in BolivienFrohe Zeit: Für Kinder und ihre Familie ist Weihnachten in Bolivien eine besondere Zeit. Patenschaften ermöglichen auch armen Kindern ein grosses Fest und ein Geschenk.

Wieder zuhause stellen sie ihre Schuhe mit Wünschen ans Fenster, in der Hoffnung, dass das Christkind sie ihnen bis zum Morgen erfüllt. Noch am Abend gibt es ein grosses Festessen, am besten im Kreis der gesamten Familie und mit dem traditionellen Eintopf «Picana de Navidad», in dem vor allem Fleisch und Mais schmoren. Dann geht es für alle in die Weihnachtsmesse, die «Misa de Gallo», deren Name an den Hahn erinnert, der der Legende nach als erster die Geburt Jesus Christus verkündet haben soll.

Krippen und biblische Szenen

Solche traditionellen Szenen spielen in Lateinamerika eine grosse Rolle, ob bei Prozessionen oder «Pastorelas», Aufführungen biblischer Szenen. Krippen finden sich überall: In Ecuador pilgern Menschen auf geschmückten und bepackten Lamas zu ihnen, um mit ihren Gaben um Gottes Segen zu bitten. Auch hier gibt es im Anschluss ein Fest, bei dem viel Fleisch gegrillt wird.

Familie mit Jesus-Figur in ChileBiblische Szene: Überall in Lateinamerika stellen Menschen zu Weihnachten biblische Szenen nach, wie zum Beispiel die Familie Raquileo in Chile die Geburt Jesu.

In Paraguaya ist das klassische Weihnachtsessen ein grosses Verwirrspiel: Denn die «Sopa» (Suppe), die gerne gereicht wird, ist eigentlich ein Kuchen ist aus Maismehl, Eiern und Käse. Meister der Verwirrung ist aber Chile: Denn hier heisst Weihnachten in vielen Teilen Ostern («Pascua»). Zum Fest ein Weihnachtsbrot, das Osterkuchen heisst («Pan de Pascua»), eine Art Panetone mit Nüssen und kandidierten Früchte. Und die Geschenke bringt der «Viejito Pascuero», der Weihnachtsmann, der eigentlich Ostern in seinem Namen trägt.

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