Früher war Felisa Patenkind,
heute ist sie Anwältin für Kinderrechte.

Ein schönes Gefühl.


Felisa (31), Bolivien

Felisa kämpft für Gerechtigkeit

Entgegen der Tradition in Bolivien verfolgte Felisa ihren grossen Traum, an der Universität zu studieren. Heute setzt sie sich als Anwältin in Oruro für den Schutz und die Rechte von Kindern ein.

«Schon als Kind wusste ich, dass ich an die Uni will», erzählt die junge Frau. «Doch damals galt nur schon die Idee, dass ein Mädchen studieren könnte, in meinem Dorf in Bolivien als absolut abwegig. Man glaubte, dass Mädchen nur bis zur fünften Klasse in die Schule gehen dürfen. So dachten auch meine Eltern.»

Felisa wurde als Kind in das Patenschaftsprogramm aufgenommen und immer wieder ermutigt, zu studieren. Sie lernte im Kinderclub, dass alle Kinder ein Recht auf Bildung haben. «So konnte ich meine Eltern überzeugen, mich in die Sekundarschule und später aufs Gymnasium gehen zu lassen», erzählt sie weiter. «Ich war das erste Mädchen in der ganzen Umgebung, das die Matura gemacht hat. Heute sind meine Eltern stolz auf mich und meinen Beruf.»

Inzwischen ist Felisa selbst Mitarbeiterin bei World Vision und setzt sich in einem Kinderschutzprojekt gegen Menschenhandel ein. «World Vision ist für unsere Region wirklich ein Segen. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich selbst ein Patenkind war. Heute kann ich zurückgeben, was ich damals empfangen habe», sagt Felisa.

 

Erfolgreiche Projektarbeit in Lateinamerika

Projektstart:

40% der Haushalte haben Zugang zu sauberem Wasser

40% der 15-Jährigen können lesen und schreiben

61% der Kinder unter 5 Jahren sind untergewichtig

68% der Kinder im Schulalter besuchen die Primarschule

Projektende:

96% der Haushalte haben Zugang zu sauberem Wasser

82% der 15-Jährigen können lesen und schreiben

0% der Kinder unter 5 Jahren sind untergewichtig

99% der Kinder im Schulalter besuchen die Primarschule

Quelle: Fortschritts-/Abschlussberichte aus World Vision-Projekten in Lateinamerika 2017