Wir wollen einen friedlichen Weltfriedenstag!

21. September 2015

Abdul und Noor hoffen auf einen friedlichen Weltfriedenstag

Die Hälfte aller syrischen Flüchtlinge sind Kinder wie Abdul und Noor, die an der serbisch-ungarischen Grenze warten. Auch sie hoffen auf einen friedlichen Weltfriedenstag.

Auf der ganzen Welt dauern mehrere Dutzend Kriege und bewaffnete Konflikte seit Anbeginn ununterbrochen bis heute an. Einer dieser Kriege brach 2011 aus und nimmt ein immer grösseres Ausmass an: jener in Syrien. Angesichts immer neuer Kämpfe auch in grösseren Städten wie Aleppo werden mehr und mehr Menschen gezwungen, ihr Heimatland zu verlassen. Doch auch in den Flüchtlingslagern in den Nachbarländern verschlechtert sich die Versorgungslage zunehmend. Für die Versorgung von Flüchtlingen etwa in den Lagern in Jordanien, im Libanon und in der Türkei steht immer weniger Geld zur Verfügung, berichten die World Vision-Mitarbeiter vor Ort. Das liege vor allem daran, dass ein grosser Teil der zugesagten Hilfsgelder noch nicht ausgezahlt wurde.

In der Syrienkrise fehlen die Mittel, um selbst grundlegende Dinge zum Überleben bereitzustellen – beispielsweise Lebensmittel, Trinkwasser oder medizinische Hilfe. Das Welternährungsprogramm der UNO sah sich vor ca. 2 Monaten gezwungen, im Libanon die Vergabe von Essensgutscheinen markant zu reduzieren, da nur knapp 25 % der benötigten Hilfsgelder beschafft werden konnten. Momentan erhält eine Person nur gerade 13.50 Dollar pro Monat für Essen. «Die Menschen sind völlig auf sich allein gestellt oder auf die Unterstützung von Hilfsorganisationen angewiesen», so Ekkehard Forberg, Friedensexperte von World Vision. «Das erhöht den Druck noch zusätzlich, etwa nach Europa zu fliehen.»

Keine Bildung für 13 Millionen Kinder
Auch die fehlenden Bildungs- und Zukunftsperspektiven der Kinder sind ein Grund für Familien aus Krisengebieten, ihre Heimat zu verlassen und Zuflucht in Europa zu suchen. Dies zeigt die kürzlich veröffentlichte Studie «Education Under Fire» von UNICEF. Demnach sind fast 9 000 Schulen in Syrien, Irak, Jemen und Libyen zerstört oder unbenutzbar. Tausende Lehrer sind ebenfalls geflohen und viele Eltern behalten ihre Kinder zuhause, um sie nicht auf den lebensgefährlichen Schulweg schicken zu müssen. Wegen der Konflikte im Nahen Osten und Nordafrika gehen derzeit über 13 Millionen Kinder nicht zur Schule. Das entspricht rund 40 % aller Kinder im Schulalter. Um zumindest einem Teil dieser Kinder ein Stück Alltag und Normalität zu ermöglichen, betreibt World Vision Kinderschutzzonen für die Betroffenen. Dort können sie lernen, spielen und erhalten psychologische Betreuung. Dennoch ersetzen solche Massnahmen die reguläre Schule nicht. «Eine dauerhafte Lösung kann nur durch eine Friedensinitiative erreicht werden», so Forberg.

Vom 25. – 27. September werden in New York die neuen Nachhaltigkeitsziele der UNO (SDGs) verabschiedet. Erstmals ist eines der Ziele die Schaffung von Frieden. Eine Friedensinitiative zum Beispiel für Syrien wäre ein guter Anfang zur Umsetzung dieses Ziels und ein Ausblick auf einen friedlichen Weltfriedenstag.

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