Weltgesundheitstag: «Die jüngeren Kinder sind gesünder»

7. April 2017

Mutter und zwei Kinder in Mosambik vor einer Hütte

Lucia mit den jüngsten zwei ihrer 10 Kinder. Diese beiden sind dank Massnahmen von World Vision gesünder aufgewachsen.

Lucia Pinto lebt im ländlichen Nordosten Mosambiks, im Entwicklungsprojekt Muecate von World Vision Schweiz. Die Mutter von 10 Kindern hat von der vor- und nachgeburtlichen Betreuung von World Vision profitiert. Anhand ihrer Kinder verschiedenen Alters konnte sie selbst den Einfluss der umgesetzten Gesundheitsmassnahmen feststellen und einen Unterschied beobachten. «Meine jüngsten Kinder sind im Vergleich zu den älteren schnell und gesund gross geworden. Dies habe ich der Betreuung und Beratung der freiwilligen Gesundheitshelfer von World Vision zu verdanken», sagt Lucia.

Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind 45% aller Kindertodesfälle (unter 5 Jahren) auf Unterernährung zurück zu führen. World Vision setzt im Projektgebiet den sogenannten «Timed and Targeted Counseling»-Ansatz um. Dieser verfolgt das Ziel, Schwangere und Kleinkinder in den ersten 1000 Tagen – von der Empfängnis bis zum 2. Geburtstag des Babys - mit zeitlich relevanten Informationen und Massnahmen im Bereich Gesundheit und Ernährung zu versorgen. Werden diese umgesetzt, haben sie einen direkten Einfluss auf die Mütter- und Kindersterblichkeit. Sie sind daher von grosser Bedeutung.

Damit die Mütter die Ratschläge und Empfehlungen zur richtigen Zeit erhalten, führen die Gesundheitshelfer Hausbesuche durch. So wird sichergestellt, dass die Frauen nicht auf einmal mit Informationen überhäuft werden und diese im Laufe der Zeit wieder vergessen. Lucia erinnert sich: «Als ich schwanger war, habe ich gelernt, wie ich mich selbst gesund ernähre, damit auch mein Kind gesund heranwachsen kann. Nach der Geburt wurde mir beigebracht, was für hygienische Massnahmen ich treffen muss, wenn ich mein Kind stille.»

Geburt in einer Gesundheitsstation
Durch die verschiedenen Besuche der Gesundheitshelfer hat Lucia ihre Einstellung zu Kindergesundheit und lebensrettenden Vorsichtsmassnahmen geändert. Sie erklärt: «Bei meinen letzten Kindern habe ich zum ersten Mal vorgeburtliche Untersuchungen durchführen lassen und Domingos (4 Jahre) und Laurencia (2 Monate) in einer Gesundheitsstation zur Welt gebracht. Es war viel weniger schmerzhaft als die Geburten zu Hause, da man mir Schmerzmittel gegeben hat.»

Für den World Vision-Gesundheitsspezialisten Mario ist es entscheidend, dass Geburten in einer Gesundheitsstation durchgeführt werden. Denn nur so besteht die Möglichkeit, bei Komplikationen den Tod von Mutter und Kind zu verhindern: «Es ist wichtig, dass Schwangere ihre Kinder in einer Gesundheitsstation zur Welt bringen. Nur so können wir ihnen spezialisierte Unterstützung bei Geburtsschwierigkeiten anbieten. Wenn diese Unterstützung vor Ort fehlt, kann man sie immer noch rechtzeitig in das nächstgelegene Spital bringen, wo sie die nötige Hilfe erhalten» erklärt Mario.

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