VIETNAM: VOM WAISENKIND ZUM CHEFKOCH

7. August 2018

Bub hält Schild in Vietnam

Es ist noch nicht lange her, da war Waisenbub Son noch Analphabet. Mit Freude hält er ein Schild hoch auf dem steh «Mein Name ist Son, ich weiss wie man liest und schreibt und bin heute Koch!!!»

Noch vor wenigen Jahren war der heute 20-jährige Son ein hagerer Bub, der seine Augen stets auf den Boden richtete und nur selten lächelte. Er konnte seinen eigenen Namen nicht schreiben und kaum lesen. Seit seinem achten Lebensjahr muss er nicht nur ohne Eltern auskommen, sondern auch ohne Kleidung und genügend zu essen. Sein grosser Traum, einmal Koch zu werden, schien unerreichbar. Stattdessen ging er jeden Tag an der Hand seiner Grossmutter auf den Markt, um ein wenig Kleingeld zu erbetteln. Sein Traum schien ihm mehr und mehr zu entgleiten, bis eines Tages Frau Nhung auftauchte, die Vorsitzende einer Frauenkooperative im Bezirk Lac Vien. 

Schritt für Schritt zum Ziel
Son erinnert sich: «Sie trug ein blaues Hemd mit vielen merkwürdigen Buchstaben auf ihrem Rücken, die ich nicht entziffern konnte.» Frau Nhung begleitete Son zum Kulturhaus für Kinder im Distrikt Ngo Quyen, damit er dort an einer Life-Skill-Schulung teilnehmen konnte, die von der Frauenkooperative und World Vision organisiert wurde. Unter Tränen erzählte er dort seine Lebensgeschichte – und auch seinen Traum. Er konnte es nicht fassen, dass man ihm in dieser Jugendgruppe dabei helfen würde, seinen Herzenswunsch zu erfüllen. «Ich wusste, dass alles davon abhängt, wie schnell ich lesen und schreiben lerne,» erzählt Son. Der Waisenbub gab sein Bestes, kam regelmässig in die Schulungen und half nebenbei noch in einer Restaurantküche aus. Unterstützt und begleitet von Frau Thuong, einer Leiterin des Jugendclubs, schaffte er es, seine Zocker-Stunden im Internet, mit denen er sich nachts etwas dazuverdiente, gegen Abendklassen einzutauschen. Schritt für Schritt lernte er, Kochbücher zu lesen und zu verstehen. 

Harte Arbeit zahlt sich aus
Mit einem breiten Lächeln und funkelnden Augen erzählt er: «Ich habe keinen einzigen Schultag versäumt! Das Gericht, das ich am besten zubereiten konnte, war frittierter Tintenfisch.» Einen Monat und viele intensive Übungsstunden später erreicht Son seinen Traum und besteht mit seinem Tintenfischgericht die Abschlussprüfung zum Koch. Er arbeitete sich von den niedrigsten Arbeiten in der Küche bis zum Koch durch und ist heute Chefkoch in einem Enten-Restaurant. Sein monatliches Gehalt übergibt er seiner Grossmutter, damit sie nicht mehr auf der Strasse betteln muss. Son hat sich ein Elektrovelo zugelegt, damit er schneller bei der Arbeit ist. Sein nächstes Ziel ist es, für sich und seine Oma ein neues Haus zu kaufen. Verschmitzt erklärt er: «Heute weiss ich, was auf Frau Nhungs Rücken stand: Wage es zu denken – wage es anzupacken– wage es erfolgreich zu sein.» 

Unterstützen auch Sie mit einer Kinderpatenschaft ein benachteiligtes Kind und werden Sie Teil seiner Erfolgsgeschichte. 

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