Unsere Geheimwaffe gegen COVID-19

3. Juli 2020

Kolumbien: Eine freiwillige Mitarbeiterin von World Vision spielt mit Kindern in einem Projektgebiet.

Rund 162'000 Freiwillige arbeiten weltweit für World Vision. Sie sind das Herzstück unserer Entwicklungszusammenarbeit.

Text: Elissa Webster und Erica Bohorquez, World Vision

Da sich das Leben plötzlich nur noch Zuhause abspielt, sind die Nächsten auf einmal noch wichtiger als je zuvor – vor allem für die Kinder. Nicht in jedem Land sind die staatliche Dienste und Infrastrukturen so gut aufgebaut wie bei uns. Deshalb bieten die Menschen im engsten Umfeld oft die einzige Unterstützung im Lockdown-Alltag. 
Und hier kommen unsere freiwilligen Mitarbeitenden ins Spiel: World Vision verfügt über ein globales Netzwerk von über 162'000 freiwilligen Helferinnen und Helfern in über 1250 Gemeinden weltweit. Sie sind unsere Geheimwaffe gegen das grassierende Virus. 

Unsere Freiwilligen: jetzt wichtiger denn je
Freiwillige Helferinnen und Helfer waren schon immer ein wichtiger Teil unserer Arbeit: Sie überprüfen, ob es den Kindern in den Projektgebieten gut geht, vermitteln den Gemeinden neues Wissen und unterstützen die Kinder und ihre Familien auf vielfältige Weise. Durch die COVID-19-bedingten Einschränkungen hat sich aber auch ihre Arbeit radikal verändert – ausgerechnet jetzt, wenn die Kinder besondere Aufmerksamkeit brauchen.
Seit die Restriktionen in unseren Projektländern begonnen haben und die Angestellten von World Vision plötzlich ihre Dörfer und Gemeinden nicht mehr verlassen durften, um die teils abgelegenen Projekte zu besuchen, übernehmen Freiwillige diese Arbeit. Die Freiwilligen leben oft selbst im Projektgebiet. Per Telefon, Instant Chat und Social Media bleiben sie in stetigem Kontakt mit unseren Mitarbeitenden im Büro. So kann der individuelle Austausch mit den Kindern und Familien im Projekt auch für die Dauer der Einschränkungen fortgesetzt werden.

Für Komborero Choga, dem Senior Director of Sponsorship Field Operations and Services von World Vision, sind Freiwillige eine grosse Bereicherung. Sie bauen in den Projektregionen Gemeinschaftskompetenzen, lokale Eigenverantwortung, Empowerment und Vertrauen auf. Ihre Arbeit verschafft uns einen direkten Zugang zu lokalem Wissen und Einfluss, sie erhöhen unsere Reichweite sowie Effizienz und sorgen für eine nachhaltige Wirkung. «Ohne sie könnten wir das, was jetzt so dringend nötig ist, gar nicht tun», sagt er. «Sie stehen an vorderster Front, wenn es darum geht, in ihren eigenen Gemeinden Veränderungen herbeizuführen – und sie bauen so ihre Fähigkeiten und Führungskompetenzen auf.» Zieht sich World Vision nach langjähriger Entwicklungszusammenarbeit aus dem Projekt zurück, übernehmen diese Freiwilligen eine wichtige Rolle, um die Entwicklung in der Region weiter voranzutreiben. 

Beispiel Kolumbien: Mit viel Herz für Veränderung
Eine unserer Freiwilligen ist die 26-jährige Marly aus Bucaramanga, Kolumbien. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern im Stadtteil Ciudadela del Oriente und arbeitet seit einem Jahr als Freiwillige in ihrem Quartier. «Ich sorge für die Gesundheit der Kinder und dafür, dass ihre Rechte nicht verletzt werden», erklärt Marly. «Es gefällt mir, dass ich ständig geschult werde und immer lerne.»

Leidy Karina Jacome, Programmleiterin in Bucaramanga, Kolumbien, weiss, dass die Arbeit ihrer 490 Freiwilligen unbezahlbar ist. «Es ist eine Ehre, mit so freundlichen Menschen zu arbeiten. Sie leben oft in schwierigen familiären Situationen – in Vierteln, die von verschiedenen sozialen Problemen betroffen sind – aber dennoch haben sie Freude daran, zu teilen und zu dienen», sagt Jacome. 

Vereint in der Entschlossenheit, das Leben und die Zukunft der Kinder ihrer Gemeinde zu verändern, arbeitet jeder der Freiwilligen in Bucaramanga durchschnittlich 10 bis 15 Stunden pro Woche, und das schon vor COVID-19. Ihre Arbeit vervielfacht unsere Wirkung: Denn was sie in unseren Schulungen gelernt haben, geben Sie an die Menschen in ihren Heimatgemeinden weiter. 

Die Mitarbeitenden von World Vision Kolumbien spielen zwar eine wichtige Rolle, doch für Jacome sind die 490 Freiwilligen das Herzblut der Arbeit. Es sind ihre vertrauten Gesichter, in die die Kinder sehen – auch jetzt noch, während des Lockdowns. «Für viele Kinder sind die Freiwilligen Vertrauenspersonen, auf die sie sich verlassen und an die sie sich wenden können. Für die Erwachsenen ist der Freiwillige ein Freund, der sie bei der Erziehung ihrer Kinder unterstützt. Ihre Arbeit ist unerlässlich für unsere Arbeit und das Wohlergehen von Familien, Jugendlichen und Kindern», führt Jacome aus.

Gerade jetzt, während die COVID-19-Beschränkungen unsere Mitarbeitenden daran hindert, vor Ort zu arbeiten, sind engagierte Freiwillige, die bereits in der Gemeinde leben und sich die Betreuung und Unterstützung von Kindern ausgebildet sind, wichtiger denn je. Denn gerade jetzt sind Kinder einem erhöhten Risiko von Ernährungsunsicherheit, Bildungsstörungen, psychosozialem Stress und Trauma, Krankheit sowie Missbrauch und Ausbeutung ausgesetzt. 

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