Unsere Erde – ausgeliehen von unseren Kindern

26. Juli 2022

Rumänien/Ukraine: Bunte Kinderzeichnung eines geflüchteten Kindes.

Bunt und fröhlich: Geflüchtete Kinder malen in einem Kinderschutztzentrum Zeichnungen von einer Welt, die sie hoffentlich auch in Zukunft so erleben dürfen.

Text: By Kerin Ord, Global Sector Lead for Education

 

«Wir erben die Erde nicht von unseren Vorfahren, wir leihen sie uns von unseren Kindern.» [1]

 

Am Weltumwelttag , dem 5. Juni, rief die Kampagne #OnlyOneEarth dazu auf, politische Massnahmen und Entscheidungen zu ändern. Sie wies hin auf die Notwendigkeit, nachhaltig und im Einklang mit der Natur zu leben. Und sie forderte dazu auf, sowohl durch politische Massnahmen als auch durch individuelle Entscheidungen zu einem grüneren Lebensstil überzugehen.

Es ist jedoch schwer, nicht beunruhigt zu sein angesichts dessen, was uns die Wissenschaft über den Klimawandel sagt und was immer mehr von uns in selbst erleben. Kinder, die im Jahr 2020 geboren werden, werden im Durchschnitt zwei- bis siebenmal häufiger mit extremen Wetterereignissen konfrontiert sein als ihre Grosseltern. [2] UNICEF schätzt, dass 88 Prozent der weltweiten Krankheitslast, die auf den Klimawandel zurückzuführen ist, von Kindern unter fünf Jahren getragen wird. [3] Anstatt die Welt in einem besseren Zustand zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben, laufen wir Gefahr, einen Planeten zu hinterlassen, der nicht mehr in der Lage ist, die Menschen zu ernähren, die auf ihm leben.

 

Indien: Ein Junge hält ein Herbarium in den Hände.

 

Ein Hoffnungsschimmer

Ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft ist, dass sich Kinder zu Wort melden und sich in Aktionen und Aktivismus engagieren, um einen Wandel herbeizuführen. Auf globaler Ebene mit jungen Aktivistinnenwie Greta Thunberg und Vanessa Nakate.  Aber auch  auf lokaler Ebene mit Helden wie Peter in Kenia: Er leitete eine eigene grüne Revolution durch FMNR (Farmer Managed Natural Regeneration) ein− die Erben der Erde warten nicht auf uns, sondern gehen den Weg voran.

World Vision sensibilisiert Kinder mit Büchern für den Umweltschutz

World Vision hofft, mehr Kinder und Jugendliche dazu zu ermutigen, sich für die Umwelt einzusetzen. Zu diesem Zweck stellen wir im Rahmen unserer Partnerschaft mit der UN-Dekade für die Wiederherstellung von Ökosystemen ein Paket von Kinderbüchern für unsere Projektarbeit «Unlock Literacy» zusammen und schulen Kinder aktiv in nachhaltiger Umweltkunde und FMNR.

Einige Buchbeispiele:

  • Layla's Project: Eine Geschichte über einen Grossvater, der seine Enkelin dazu inspiriert, im Kampf gegen die globale Erwärmung eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Sie zeigt, wie wichtig es ist, Mädchen zu befähigen, eine Führungsrolle zu übernehmen, um Veränderungen zu bewirken und die Welt zu verbessern.
  • The Garbage Monster: Eine fantasievolle Geschichte über einen Jungen, der auf innovative Weise Probleme in seiner Gemeinde löst, indem er die Gemeindemitgliederin das Recycling und die Wiederverwendung ihres Mülls einführt.
  • Grandpa's Car: Ein Bilderbuch über ein Mädchen und ihre Freunde, die das alte Auto ihres Grossvaters recyceln und in ein Kunstwerk verwandeln.
  • Aristoteles, die Wasserflasche: Eine Geschichte über das Recycling anhand der Reise einer Wasserflasche, die grosse Träume hat und nicht aufhört, bis sie diese erreicht hat.
     

Gemeinsam mit World Vision für unsere Umwelt: Jetzt den Klimawandel bei der Wurzel anpacken!

 

Quellenangaben:

[1] Mehrere Autoren unter anderem Chief Seattle, Oscar Wilde, Wendell Barry
[2] https://www.savethechildren.net/born-climate-crisis 
[3] https://www.unicef.org/media/105376/file/UNICEF-climate-crisis-child-rights-crisis.pdf 

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