Tansania: Wasserkanal wird zur Lebensader

3. Oktober 2017

World Vision Schweiz Mitarbeiter mit Kleinbauern im Maisfeld

Der Länderverantwortliche von World Vision Schweiz, Mike Nielsen (1. v. l.) begutachtet die Gurken-Ernte von Aly (2. v. l) und dessen Kleinbauern-Kollegen in Makindube.

Im World Vision-Projektgebiet Makindube ist fliessendes Wasser für viele ein Fremdwort. Flache Täler und sandiger Boden prägen das Landschaftsbild. Damit Bauernfamilien ihre Kinder regelmässig und ausgewogen ernähren können, sind sie auf erfolgreiche Ernten angewiesen. Ausbleibender Regen gefährdet diese jedoch zunehmend und reduziert damit die Nahrungsmittelsicherheit der Familien. Eine schlechte Ernte bedeutet für Kleinbauern auch weniger Einkommen. Darunter leiden Eltern und Kinder gleichermassen.

Neue Chancen dank Patenschaft
Aly ist einer der Kleinbauern aus Makindube, die dringend auf das fliessende Nass für ihre Felder angewiesen sind. Er kann sich noch an die harten Zeiten erinnern, als er mit seiner Frau Anna und seinen drei Kindern in einem bescheidenen Lehmhaus mit Strohdach wohnte. «Wir mussten uns ein einziges Bett teilen. Wenn jemand krank war, wussten wir nicht, wo wir das Geld für die Behandlung hernehmen sollten», erzählt Aly. Dank dem Patenschaftsprogramm von World Vision Schweiz, in das auch seine Tochter Leah aufgenommen wurde, hat sich das Leben der ganzen Familie verändert.. Aly erinnert sich: «Zusammen mit World Vision haben wir einen 250 Meter langen Bewässerungskanal gebaut. Durch ihn können heute 600 Äcker bewässert werden. Früher waren es gerade mal 60! Heute profitieren rund 560 Kleinbauern davon.»

Grössere Wirkung dank Reinvestition
Dank dem Bewässerungskanal werden Bohnen, Gurken, Wassermelonen, Mais und Reis angepflanzt. Die Bauern können mehrmals pro Jahr Erzeugnisse ernten und Überschüssiges auf dem lokalen Markt verkaufen. Auch Aly freut sich über das zusätzliche Einkommen: «Ich habe einen Teil des Verkaufserlöses in ein neues Feld investiert, auf dem ich Ingwer anpflanze. Deren Wurzeln werfen einen besonders hohen Gewinn auf dem Markt ab.» Er investierte auch in den Bau eines neuen Backsteinhauses und in die Einrichtung einer Solaranlage. Über die Belichtung freute sich besonders Leah, die nun auch abends in der Dämmerung Hausaufgaben machen kann. «Ich freue mich, dass die Kinder heute mehr Platz haben und ihr eigenes Bett. Auch ihre Ernährung hat sich verbessert. Meine Frau kocht viel mehr Gemüse und Fisch als früher», berichtet Aly glücklich. Sein grösster Traum für seine Kinder ist, dass sie Bildung erhalten und später fähig sind, eine Anstellung zu finden.

Auch in diesem Jahr sind weitere Bewässerungskanäle im Entwicklungsprojekt Makindube geplant. Damit werden weitere 217 Kleinbauern Wasser für ihre Felder erhalten und ihre Anbaufläche von heute 332 Hektaren auf 434 Hektaren erweitern können.

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