Gaza: Stellungnahme zu Vorwürfen gegen palästinensischen Mitarbeiter

10. Mai 2018

Mohammad El Halabi, Mitarbeiter von World Vision Jerusalem, Westbank, Gaza plädiert weiterhin in allen gegen ihn erhobenen Anklagepunkten auf nicht schuldig. Für ihn gilt bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung. World Vision wurden keine Beweise vorgelegt, die die Vorwürfe gegen Mohammad El Halabi bestätigen.

World Vision hat 2017 eine gründliche und umfangreiche Prüfung der Projekte durchgeführt. Diese umfasst u.a. eine forensische Untersuchung durch eine renommierte internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Diese hat bis heute keine Beweise für die Abzweigung von World Vision-Hilfsgeldern an die Hamas gefunden.

Die Sichtung möglicher Beweise würde helfen, eventuell vorliegende Lücken im Kontrollsystem zu identifizieren und zu schließen. World Vision verurteilt jeden Missbrauch von Hilfsgeldern, sowie jegliche Form von Terrorismus oder die Unterstützung dieser Aktivitäten aufs Schärfste. Bereits seit mehreren Monaten hat World Vision die Arbeit in Gaza eingestellt. Mit einer weiterhin offenen und transparenten Herangehensweise ist World Vision bestrebt, so schnell wie möglich zu einer schnellen und lückenlosen Aufklärung des Sachverhalts beizutragen.

Kinder leiden am stärksten
Die Mitarbeiter der Organisation sind weiterhin zutiefst betroffen und besorgt über die negativen Auswirkungen auf die Projekte für die Kinder und ihre Familien in Gaza. Mehr als 1,1 Millionen Menschen in der Region sind auf Hilfe der internationalen Gemeinschaft angewiesen. Viele Kinder benötigen zudem dringend psychosoziale Hilfe.
World Vision leistet humanitäre Hilfe in besonders schwierigen und gefährlichen Regionen und Ländern. Unser Fokus liegt dabei immer auf dem Wohlergehen der Kinder. Es ist tragisch, dass dieser Vorfall die so wichtige Arbeit in der Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit, die Millionen Kinder auf der ganzen Welt betreffen, überschattet. Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, transparent und dem laufenden Gerichtsverfahren gegenüber mit Respekt zu handeln, was auch unseren Werten als christliche Hilfsorganisation entspricht.

Im Umfeld des Prozesses, der anfangs unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hat, gibt es vielfältige Reaktionen und Recherchen. So hat beispielsweise der Deutschlandfunk einen ausführlichen Hintergrundbericht veröffentlicht, der die Komplexität und politische Dimension der Situation beleuchtet. Am 6. Dezember 2016 hat auch das ARD Studio in Tel Aviv die Radioreportage von Peter Kapern veröffentlicht.

 

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