Partner für Menschenrechte und Frieden

10. Dezember 2020

Zwei Männer für die Nothilfe in Haiti.

Seite an Seite für Menschen in Not: zwei Mitarbeiter von World Vision und vom Welternährungsprogramm nach den Erdbeben in Haiti 2010.

Text: World Vision

Eine riesige Staubwolke, aus der sich langsam, aber deutlich ein Konvoi herausbildet, eine Reihe von 20 Lastwagen, die Hilfsgüter in den vom Krieg zerstörten Südsudan bringen: Das ist es, woran sich Steve Reynolds erinnert, wenn er an das Welternährungsprogramm der UN denkt (World Food Programme, WFP). Seit 37 Jahren arbeitet Reynolds für World Vision. 1989 war er vor Ort, als die Lastwagen kamen und dringend benötigtes Getreide brachten, Nahrung, Saatgut und Werkzeuge, um den Familien und Bauern ein Überleben zu sichern. Die Partnerschaft zwischen beiden Hilfsorganisationen hatte gerade erst angefangen.

Seit 1961 koordiniert und organisiert das WFP internationale Einsätze und Hilfsmassnahmen gegen den Hunger. Für ihren Einsatz in von Konflikten betroffenen Regionen hat es jetzt den Friedensnobelpreis erhalten. Ein Einsatz, der eine logistische Meisterleistung ist. Und der nicht möglich wäre ohne das Netzwerk aus Organisationen, die bei der Umsetzung helfen. Seit 16 Jahren ist World Vision der grösste nichtstaatliche Partner des WFP. 10,7 Millionen Menschen haben beide zusammen im letzten Jahr erreicht, über die Hälfte davon Kinder.

Eine Frau mit Kind in der Demokratischen Republik KongoSchon 2004 haben World Vision und das WFP Familien in der Demokratischen Republik Kongo geholfen und etwas gegen Mangelernährung getan.

Eines der ersten gemeinsamen Projekte fand 2004 in der Demokratischen Republik Kongo statt, ein Land, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, obwohl es über viele Rohstoffe verfügt. Kriege und Konflikte haben das Land zerrüttet, trotz der Friedensverhandlungen war und ist die humanitäre Krise gross. World Vision, das Welternährungsprogramm und UNICEF haben 2004 bedürftige Familien identifiziert und ihnen geholfen. Sie haben Lebensmittel verteilt und Mütter aufgeklärt, wie sie einer Mangelernährung vorbeugen. «Unwissenheit tötet mehr als alles andere», sagte Masika Kachumbano, Mutter von vier Kindern. Noch immer ist World Vision in der Demokratischen Republik Kongo aktiv und setzt sich unter anderem für Bildung und Kinderrechte ein.

Eine Frau mit Baby in Sri Lanka.Nothilfe nach dem Tsunami: In Sri Lanka hat 2004 World Vision Familien versorgt und eine Absichtserklärung mit dem Welternährungsprogramm unterzeichnet.

In Sri Lanka hat World Vision im Jahr 2004 Familien versorgt, deren Häuser durch den Tsumani zerstört wurden. Die Hilfe war eingebettet in eine gemeinsame Absichtserklärung mit dem World Food Programme und Regierungsbehörden, ein Programm für die Schulspeisung auf den Weg zu bringen, was 2005 erfolgte. Die Unterstützung für Sri Lanka hält bis heute an und ist immer wieder wichtig, weil neue Unwetter und Naturkatastrophen das Land treffen. Auch in anderen Ländern Asiens greift die Partnerschaft von World Vision und WFP bis heute, zum Beispiel in Bangladesch, um den aus Myanmar geflohenen Rohingyas zu helfen und ein elektronisches Gutscheinsystem aufzubauen, mit dem sich Flüchtlinge auch selbstbestimmt versorgen können.

Ein Soldat und eine Menschenschlange auf Haiti.Hilfe für Millionen: Ein ganzes Netzwerk aus Organisationen hat nach dem Erdbeben auf Haiti im Jahr 2010 geholfen, auch World Vision und das WFP.

Immer wieder erfordern Konflikte und Naturkatastrophen eine schnelle Nothilfe, für die sich die Partnerschaft zwischen World Vision und dem WFP auszahlt. Zum Beispiel 2010 beim verheerendsten Erdbeben des Jahrhunderts auf Haiti. Mehrere hunderttausend Menschen starben, knapp zwei Millionen wurden obdachlos. Auch Gefängnisse wurden zerstört und erhöhten die Kriminalität in den Slums, wodurch die Unterstützung des US-Militärs und der UN nötig war. Es sind solche Aktionen, die zeigen, wie wichtig es ist, Kräfte zu bündeln und gemeinsam zu helfen, um den Hunger zu beenden. Darum ist World Vision stolz, seit 16 Jahren der grösste Partner des Welternährungsprogramms und damit eines Friedensnobelpreisträgers zu sein.

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