MEHR BÄUME, WENIGER (HUNGER-)KATASTROPHEN

13. Oktober 2018

World Vision Entwicklungsexperte zeigt in Äthiopien wie man Renaturierungsprojekte durchführt.

Tony Rinaudo: «Natürliche Regeneration kann eine wichtige Rolle bei der Milderung der Klimaveränderungen und der Veränderung des Welthungers spielen.»

Eine nicht immer offensichtliche aber trotzdem nicht wenig folgenreiche Nebenerscheinung der weltweit grossen Anzahl von Migranten, ist die Verschlechterung der Bodenqualität. Die zunehmende Ausbreitung von Wüsten ist sowohl Ursache, als auch Folge. Die Rodung von Bäumen und Wälder für Feuerholz hinterlässt nicht nur öde Landschaften, die Bewohner sind dadurch auch nicht mehr vor Überflutungen geschützt, beispielsweise bei heftigen Niederschlägen. Der Boden bietet keinen Raum mehr für Biodiversität und somit Nahrung. 

Der australische World Vision-Mitarbeiter Tony Rinaudo hat vor 35 Jahren im Niger entdeckt, dass zerstörte Wälder in einem unterirdischen Wurzel-Netzwerk weiterleben und wiederbelebt werden können. Daraus entwickelte er ein Konzept namens FMNR (Farmer Managed Natural Regeneration), das die lokalen Landwirte dazu befähigt, die natürliche Regeneration anzustossen und zu nutzen. Heute wird diese kosteneffiziente Methode in mehr als 20 Ländern erfolgreich angewendet. Dank FMNR konnten alleine im Niger ca. 6 Mio. Hektar Wald wieder aufgeforstet werden. 



Alternativer Nobelpreis für Rinaudos Lebenswerk
Viele Dorfgemeinschaften haben erkannt, dass sie durch die natürliche Regeneration nicht nur der den Bäumen wieder Raum schaffen, sondern auch Ernteerträge verbessern und Dürren abmildern können. Tony Rinaudos unermüdlicher Kampf, wüstenähnliche Landschaften in Wälder und fruchtbares Ackerland zu verwandeln, wird nun auch international als wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Hungersnöten sowie zur Reduzierung von Armut und Umweltzerstörung anerkannt. Der World Vision-Entwicklungshelfer, der auch als «Waldmacher» bekannt wurde, hat für sein Lebenswerk den Right Livelihood Award erhalten. Die Stiftung würdigt mit dem renommierten Preis, der auch als «Alternativer Nobelpreis» bekannt ist, mutige Menschen und Organisationen für visionäre Lösungen globaler Probleme. 

Eine nachhaltige Methode für Gross und Klein
Für viele Bauern ist die FMNR-Methode ein Türöffner zu einer vielfältigen und nachhaltig profitableren Landwirtschaft, die oft auch Bienenzucht und sogar die medizinische Verwertung von Baumfrüchten umfasst. Nicht nur Männer und Frauen, sondern auch Kinder sind an den World Vision-Renaturierungsprojekten beteiligt. In Kenia beispielsweise haben etliche Schulen bereits eigene schattenspendende Wäldchen neben Obstgärten angelegt, die von den Kindern sowohl gepflegt als auch für Spiel- und Freizeit genutzt werden. 
 

Diesen Beitrag teilen:


0 Kommentare Anzeigen und kommentieren

Kommentar schreiben

Ihr E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht


Das könnte Sie auch interessieren

Kontaktieren Sie uns

Kinderhilfswerk
World Vision Schweiz
Kriesbachstrasse 30
8600 Dübendorf

info@worldvision.ch
T +41 44 510 15 15

Haben Sie Fragen?

+41 44 510 15 15

info@worldvision.ch

ZERTIFIZIERUNGEN

    

FOLGEN SIE UNS

     

 

 

UNSERE PARTNER

Newsletter abonnieren

ALLGEMEINE SPENDEN    Postkonto: 80-142-0  |  Bank: IBAN CH98 0900 0000 8000 0142 0

World Vision Schweiz ist eine gemeinnützige und somit steuerbefreite Organisation. CHE-333.958.696

World Vision verwendet Cookies, um Ihr Online-Erlebnis zu verbessern.
Mit der weiteren Nutzung von worldvision.ch akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen