LIGHTWELL, DER LESEKÖNIG

25. Dezember 2018

Patenkind mit Buch in der Hand

LIGHTWELL MIT EINEM BUCH IN DER HAND – KAUM MEHR WEGZUDENKEN.

Lightwell ist kein World Vision-Patenkind, aber das Patenschaftsprogramm in seiner Gemeinde Moyo ist auch für ihn aufregend. Denn dadurch hat sich in seinem Dorf vieles zum Guten verändert. Früher gingen die Kinder zwar zur Schule, lesen konnten sie oft dennoch nicht. Dank der von World Vision initiierten Lesecamps ist das Lesen lernen heute für alle ein grosser Spass und fällt den Kindern deshalb auch viel leichter.

Shepherd Chilombe ist für das Lesecamp verantwortlich. Er sorgte dafür, dass Gemeindemitglieder – Bauern, Ladenbesitzer und sogar Lehrer – in einer neuen Methode weitergebildet wurden, die den Unterricht spielerisch gestaltet. «Jedes Kind kann zum Lesecamp kommen – Patenkinder und Nicht-Patenkinder», erklärt er. Für Lightwell ist das Camp eine ganz neue Erfahrung, von der er sehr profitiert: «Im Lesecamp stand mir jemand so lange zur Seite, bis ich wirklich lesen konnte.»

«LESEN IST MEINE LIEBLINGSBESCHÄFTIGUNG. ICH MAG LESEN SOGAR MEHR ALS FUSSBALL», SAGT LIGHTWELL.

Spielerisch lernen

Einmal in der Woche, am Sonntagnachmittag, üben geschulte Freiwillige mit den Kindern und nehmen sich viel Zeit für sie. Für die Kinder ist das Lesecamp aufregend. Es gibt dort viel Abwechslung: Sie lernen lesen, spielen aber auch Basketball und Fussball. Und wer erst einmal die Faszination des Lesens kennengelernt hat, der will gar nicht mehr aufhören. Dann öffnen sich Türen in fremde Welten und zu neuem Wissen. Schreiben und lesen sind die Schlüssel zu einer besseren Zukunft.

LIGHTWELL LIEBT DAS LESECAMP: «DER LEHRER IN DER SCHULE GIBT MIR NICHT DIE AUFMERKSAMKEIT, DIE ICH HIER BEKOMME.»

Wie bei den Lesecamps können auch an den Geburtstagsfeiern, die einmal im Jahr stattfinden, alle Kinder einer Gemeinde teilnehmen, ob sie nun Patenkind sind oder nicht. Die Geburtstagsfeiern werden mit einem speziellen Fonds aus den Patenbeiträgen finanziert. In Moyo dauert die Geburtstagsfeier üblicherweise einen ganzen Tag. Die Kinder singen und tanzen, es gibt kleine Theaterstücke und alle erhalten ein Geschenk wie zum Beispiel einen Rucksack, gefüllt mit Schulmaterialien.

Raus aus der Armut
Von den Patenschaften hat Lightwells Familie auch auf andere Weise profitiert: «Früher litt unsere Familie Hunger», erzählt seine Mutter Lillian, 27 Jahre. «Das Leben war schwer für uns. Wir hatten nur eine Mahlzeit am Tag.» Das hat sich geändert, als die Familie im Jahr 2014 Ziegen bekam. «Wir können jetzt einen Teil unserer Tiere verkaufen und davon Dinge kaufen, die wir dringend brauchen wie Haushaltsartikel und Decken. Ich kann die Schulgebühren für die Kinder bezahlen und wir können dreimal am Tag essen», erklärt Lightwells Mutter.

LIGHTWELLS MUTTER KANN NICHT LESEN. DANK DER PATENSCHAFT KANN IHR SOHN IHR JETZT VORLESEN.

Lillian ging nur bis zur 6. Klasse in die Schule. «Mit 13 Jahren wurde ich schwanger. Ich wäre gerne weiter zur Schule gegangen», erzählt sie. Lesen hat sie nie richtig gelernt. Das wird sich jetzt ändern, denn dank der Patenschaften startet in Moyo demnächst ein Programm zum Lesen lernen für Erwachsene. Lillian will sich gleich dafür anmelden. «Meine grösste Freude wäre es, die Lesung in der Kirche zu halten», sagt sie und ergänzt: «Dank der Paten hat sich unser Leben verändert. Gott segne alle, die uns durch World Vision unterstützt haben.»

Lightwell und seine vier Freunde Debby, Beatrice, Brendah und Adam haben alle von einer einzigen Patenschaft profitiert. Blicken Sie in den Alltag der Kinder aus Sambia und sehen Sie, was Ihre Hilfe Grosses bewirkt.

Schenken Sie einem Kind wie Lightwell, seiner Familie und dem ganzen Dorf eine hoffnungsvolle Zukunft. Und jemandem, der Ihnen nahesteht, ein Abenteuer mit Sinn und Herz: Mit einer Kinderpatenschaft!

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