Kindertag: Nulltoleranz gegenüber Gewalt

1. Juni 2018

Schulklasse in der Dominikanischen Republik.

Die 9-jährige Drittklässlerin und Patenkind Crolina (Mitte) aus der Dominikanischen Republik spielt in der Anti-Mobbing-Schulaufführung eine Schlüsselrolle.

Gewalt gegen Kinder darf einfach nicht sein! Damit jedes Kind in einem geschützten und geborgenen Umfeld aufwachsen kann, arbeiten wir als Kinderhilfswerk mit der lokalen Bevölkerung und auch den örtlichen religiösen Leitern zusammen. So können wir die Nöte der Kinder einzeln identifizieren, nachhaltig helfen und das Umfeld für Kinderrechte und Kinderschutz sensibilisieren. 

Die Ursachen für Gewalt an Kindern sind vielschichtig. Instabile politische und ökonomische Verhältnisse spielen ebenso eine Rolle, wie Traditionen und kulturelles Umfeld. Drei Beispiele, wie sich World Vision in unterschiedlichen Ländern konkret für den Kinderschutz einsetzt:  

Dominikanische Republik: Anti-Mobbing-Initiative
Weltweit wurden fast 130 Mio. Studenten zwischen 13 und 15 Jahren schon einmal gemobbt. Kinder, die Zuhause physisch und verbal missbraucht werden, laufen Gefahr, das gleiche Verhalten mit in den Klassenraum zu bringen. Dort schlagen sie ihre Freunde, spielen gewalttätige Spiele und spielen sich im Unterricht auf. Um dieser Gewalt entgegenzuwirken, bildet World Vision in der Dominikanischen Republik Lehrpersonal im Bereich «Anti-Mobbing» aus.  

Bangladesch: Schluss mit Kinderarbeit 
Fast 1,7 Mio. Kinder zwischen 5 und 17 Jahren leisten in Bangladesch illegale Kinderarbeit. Damit sie nicht weiterhin als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden (müssen), sondern zur Schule gehen können, lanciert World Vision für ihre Eltern einkommensfördernde Projekte. Jugendliche ohne Ausbildung erhalten mittels Berufskursen die Chance, auf eine besser bezahlte Arbeit umzusatteln. Eine Schlüsselrolle spielen auch die kinderfreundlichen Lern- und Freizeitcentren. Kinder die Gefahr laufen, als Kinderarbeiter eingesetzt zu werden oder es bereits sind, erhalten dort ausserschulischen Unterricht und Unterstützung bei der Widereingliederung in die öffentliche Regelschule. 

Südsudan: Hilfe für Kindersoldaten
Kinder in besonders fragilen Kontexten, wie dem kriegsgebeutelten Südsudan, zu helfen, ist schwierig und kompliziert. Im Februar 2018 haben bewaffnete Gruppen hunderte von Kindern freigelassen, die sie zuvor als Kindersoldaten oder Kindersklaven missbraucht hatten. Gemeinsam mit Sozialarbeitern unterstützen und begleiten World Vision Mitarbeitende die Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zur Besserung. Sie stehend nicht nur beratend zur Seite sondern vereinen sie wo möglich auch wieder mit ihren Familien. Damit sie sich wieder im Leben und der Gesellschaft zurecht finden, erhalten sie die Möglichkeit, mit ihrer Schulbildung fortzufahren oder einen Berufskurs abzuschliessen. 

Game of Thrones-Star Liam Cunningham unterstützt das World Vision-Kinderschutzprogramm im Südsudan. Helfen auch Sie uns dabei die Gewalt gegen Kinder zu eliminieren. Mit einer Kinderpatenschaft kommen wir unserem Ziel Schritt für Schritt näher. 
 

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