INDONESIEN: TOD UND ZERSTÖRUNG NACH ERDBEBEN UND TSUNAMI

3. Oktober 2018

Frau bewegt sich in den Trümmern nach Erdbeben und Tsunami.

Das Erdbeben und der darauffolgende Tsunami haben auf der indonesischen Insel Sulawesi massive Zerstörung angerichtet. Über 2 Mio. Menschen sind betroffen und dringend auf Nothilfe angewiesen.

Die indonesische Insel Sulawesi liegt in Trümmern. Das Beben und der darauffolgende Tsunami haben die Bevölkerung völlig unvorbereitet getroffen. Die Folgen für das ganze Land sind verheerend, mehr als zwei Millionen Menschen sind betroffen. Das wahre Ausmass wird erst nach und nach ersichtlich. World Vision hat bereits damit angefangen, die grundlegendsten Nöte von Kindern und deren Familien zu decken, die alles durch die Naturkatastrophe verloren haben. Aus unseren zentralen Lagern sind bereits Erste-Hilfe-Pakete mit Planen, Decken und Matten unterwegs. Da jedoch das Epizentrum, Palu, nur noch via Luftweg oder einer 20-stündigen Autofahrt zu erreichen ist, verzögert sich die Hilfe.

EINE 3 METER HOHE WELLE HAT NACH DEM VERHEERENDEN ERDBEBEN DIE INSEL ÜBERSCHWEMMT.

Vor allem Familien mit Kindern sind auf Fürsorge und Schutz angewiesen. Das World Vision Büro in Palu konnte jedoch bereits Mütter mit Babynahrung versorgen. Den Überlebenden in Sulawesi fehlt es an Nahrung, Wasser und Obdach. Erste Meldungen von Wasser- und Nahrungsmittelknappheit sind bereits eingegangen. Eine weitere Hürde für eine rasche Hilfe ist die zerstörte Infrastruktur: Stromleitungen, Brücken, Verkehrswege und Wasserversorgung sind grösstenteils unterbrochen. Strassen sind durch Erdrutsche blockiert und Menschen, die unter den Trümmern gefangen sind, können wegen fehlenden Räumungsgeräten nicht geborgen werden.

Der World Vision-Zonal-Manager, Radika Pinto, ist vor Ort in Palu und hat die weitreichende Zerstörung miterlebt: «Viele Gebäude haben Risse und sind eingestürzt. Die meisten Menschen bauen sich Notunterkünfte in den Hügeln, weit weg vom Wasser. Sie haben grosse Panik, dass ein weiterer Tsunami kommen könnte. Viele sind hungrig und haben nichts zu trinken. Die Spitäler sind beschädigt und das Gesundheitspersonal versorgt die Menschen so gut es geht im Freien. Medizinische Versorgungsgüter sind ebenfalls dringend notwendig.»

EIN MITARBEITER VON WORLD VISION UNTERHÄLT SICH NACH DER VERTEILUNG EINES NOTHILFE-KITS FÜR FAMILIEN MIT KINDERN UND ERWACHSENEN.

Insgesamt wohnen und arbeiten 38 World Vision-Mitarbeitende ständig in der betroffenen Region, weil das Kinderhilfswerk dort langfristige Entwicklungsprojekte durchführt. Diejenigen, deren Häuser beschädigt wurden, campieren nun auf dem Bürogelände in Palu. Die Verteilung der Hilfsgüter wird voraussichtlich am 3. Oktober 2018 beginnen. Herzlichen Dank, dass Sie uns mit einer Spende helfen, tausende Menschen mit Hygiene-, Familien- und Kinder-Kits auszustatten.

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