In Muktagacha haben die Kinder selbst gewählt

21. April 2021

Bangladesch: Ein Patenkind hält am Chosen-Event das Foto seines Paten in den Händen.

Shakil hat gewählt: Stolz hält er das Foto seines Paten in der Hand, das er unter 44 weiteren Fotos ausgewählt hatte.

Text: World Vision Schweiz

Wie an so vielen Orten auf der Welt hat die Corona-Pandemie auch die Menschen in unserem Entwicklungsprojekt Muktagacha in Bangladesch hart getroffen. Menschen also, die bereits vor der Pandemie wenig hatten. Doch an diesem einen sonnigen Dienstag im Februar war etwas anders: Die Stimmung war hoffnungsvoll und feierlich. Mütter trugen bunte Tücher, Kinder ihre schönsten Kleider, einige Mädchen hatten sich nach bangladeschischem Brauch die Augen mit Kajal geschminkt. An zwei langen Schnüren hingen 45 Bilder von lachenden Gesichtern aus der Schweiz, einem Land in weiter Ferne. Die Kinder und ihre Familien hatten sich an diesem Tag in dem Festzelt von World Vision eingefunden, um sich einen Paten oder einen Patin selbst auszuwählen.

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Bangladesch: Ein Mädchen zeigt zielstrebig auf das Foto seines Wunschpaten.

Gleich geht es los: World Vision-Mitarbeiterin Nomrota gibt den Kindern und ihren Eltern letzte Instruktionen, bevor sich die Kinder ihre Paten aus der Schweiz auswählen dürfen.

Zukunft in Kinderhänden

Die Fotos zeigten Schweizer Patinnen und Paten, die sich entschieden haben, sich von den Kindern auswählen zu lassen und ihnen so die Möglichkeit geben, selbst Entscheidungen zu treffen und ihre Zukunft mitzugestalten. «Mit diesem neuen Einstieg in die Patenschaft zeigen wir den Kindern von Anfang an, dass wir sie ernst nehmen und ihre Wünsche achten. Die Würde aller Menschen, mit denen wir arbeiten, ist Kern unserer Tätigkeit», sagt Christoph von Toggenburg, CEO von World Vision Schweiz.

Bangladesch: Ein Mädchen zeigt zielstrebig auf das Foto seines Wunschpaten.

Zielstrebig zeigte Suraiya auf ihre Wunschpatin. Die Kontinenten-übergreifende Freundschaft kann beginnen.

Nach und nach zupfte jedes der Kinder ein Foto von der Schnur, einige überlegten einen Moment, andere steckten es rasch in ihren Hosensack und rannten zurück in die Arme ihrer Mütter. Einige schienen unsicher, in den Augen anderer sah man die Hoffnung auf eine bessere Zukunft leuchten, die in Muktagacha alles andere als sicher ist. Hier münden chronische Unterernährung, eine schlechte Gesundheitsversorgung und eine hohe Analphabetenrate in einen Armutskreislauf, dem die Kinder ohne Unterstützung kaum entkommen können. Doch an diesem Tag hatten die Kinder selbst eine Entscheidung für ihre Zukunft getroffen und erlebt, wie jemand an sie glaubt. Eine Kontinent-übergreifende Freundschaft begann.

Startschuss in eine hoffnungsvolle Zukunft

Nachdem von jedem Kind ein Foto gemacht wurde, schrieben sie ihren neuen Freunden auf anderen Kontinenten einen Willkommensbrief, der den Startschuss in das Abenteuer Kinderpatenschaft gibt. «Mich begeistert es zu sehen, wie die Augen der Kinder strahlen, wenn sie selbst ihre Patin oder ihren Paten auswählen und dann die ersten Fragen formulieren oder einfach von sich und ihrer Familie erzählen,» erinnert sich Christoph von Toggenburg. «Dabei ist die Stimmung ausgelassen und die Neugier gross. Für die meisten ist es das erste Mal, mit einem Menschen aus einem anderen Land in Kontakt zu treten. Für das Patenkind und die Patin oder den Paten beginnt damit eine abenteuerliche Freundschaft, die für beide Seiten eine grosse Bereicherung ist.»

Die ausgewählten Kinderpaten oder -patinnen unterstützen nicht nur das eigene Patenkind, sondern das gesamte Projektgebiet mit dem langfristigen Ziel, dass alle Kinder eines Tages ausgewogen ernährt, gut ausgebildet – und vor allen Dingen hoffnungsvoll – Verantwortung für ihre Familien, ihr Dorf und ihre ganze Region übernehmen können.

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