«Ich mache das für meine Mutter»

27. August 2021

Die 15-jährige Cavo* wünscht sich, sie könnte zur Schule gehen, wie die anderen Mädchen. Aber Cavo ist nicht wie die anderen Mädchen, nicht mehr. Cavo trägt die alleinige Verantwortung für die Versorgung ihrer Mutter und Grossmutter und sie arbeitet. Trotz drei verschiedener Jobs reicht es selten für alle zum Essen. An manchen Tagen isst die Familie deshalb nur aufgewärmte Blätter. Cavo arbeitet auf dem örtlichen Markt, sammelt Wäsche und hat, da sie keine anderen Möglichkeiten hat, angefangen, ihren jungen Körper zu prostituieren. Cavo kennt das Stigma und die Gefahren dieser Arbeit, und sie schämt sich dafür. Mutig hat sie uns ihre Geschichte erzählt.

«Die Dürre macht uns sehr zu schaffen. Wenn wir nichts bekommen, gehen wir ins Bett, ohne etwas zu essen», erzählt sie. «Gestern haben wir nichts gegessen und heute mussten wir sehr früh aufstehen, um ein paar Blätter zu sammeln, die wir angebaut haben. Das ist alles, was wir heute zu essen haben. »

«Ich schlafe mit Männern, weil ich meine Mutter unterstützen muss. Ich tue das wegen meiner Mutter. Sie leidet wegen des Hungers. So kann ich meine Mutter und meine Grossmutter mit Essen unterstützen.»

Die Realität ist herzzerreissend

Cavo ist eines von Millionen von Mädchen und Frauen, die mit grausamen Realitäten wie dieser konfrontiert sind. Angesichts alarmierender Nahrungsmittelknappheit, Preissteigerungen und der Zerstörung von Ernten werden Klima und Ernährung zu zwei der kritischsten Themen, denen sich die Schwächsten der Welt gegenübersehen.

Cavo fährt fort, die herzzerreissende Realität der Situation zu erklären.

«Wenn Männer kommen, dann schlafe ich mit ihnen. Wenn ich sie abweise, wie soll ich dann überleben?»

«Wenn ich mit ihnen schlafe, dann werden sie mir etwas geben. Manchmal lügen sie und geben mir am Ende nur 500 oder 200 Kwanzas (1 USD oder 40 Cents). Wenn es die Dürre und den Hunger nicht gäbe, wäre ich nicht hier und würde das hier tun. Ich würde arbeiten und studieren wie andere Kinder.»

Cavo ist nicht allein.

Mädchen steht vor seiner Wohnhütte.Cavo kennt das Stigma der Prostitution im Dorf, aber sie sieht keinen anderen Weg, um das Überleben ihrer Familie zu sichern.

Überall auf der Welt, in städtischen Slums, abgelegenen Dörfern oder Camps, sehen wir die Auswirkungen des Klimawandels und wie dieser mit schwerer Nahrungsmittelknappheit verbunden ist, die zu Ausbeutung führt, insbesondere von Frauen und Mädchen.

Die Geschichte von Cavo steht für die menschlichen Kosten des Klimawandels. Ungerechterweise sind es die am wenigsten Verantwortlichen, die den höchsten Preis zahlen.

Wir müssen über die Wissenschaft und unsere natürliche Welt hinausgehen, um auch die menschlichen Kosten des Klimawandels zu sehen. Um sicherzustellen, dass Kinder nicht durch Ausbeutung verloren gehen und Gemeinschaften eine nachhaltige Zukunft aufbauen können.

*Name zum Schutz der Identität geändert

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