HALLO, ICH BIN OLAF

10. Mai 2019

Vietnam: Ein Mann schiesst ein Gruppenfoto in Vietnam.

PEACE AUS VIETNAM: OLAF SCHÖNSEE BEIM BESUCH EINES ENGLISCH-LERN-CLUBS.

Georgien: Eine Gruppe Kinder und Erwachsene posiert freudig vor einem selbstgemalten Plakat von World Vision.«IN STRAHLENDE, NEUGIERIGE KINDERAUGEN BLICKEN ZU KÖNNEN, IST DAS SCHÖNSTE», SAGT OLAF. HIER BESUCHT ER UNSER AUFFANG-PROJEKT FÜR STRASSENKINDER IN GEORGIEN.

Name: Olaf Schönsee
Seit wann bei World Vision: Mai 2015
Länderzuständigkeit: Süd-Kaukasus (Georgien und Armenien), Vietnam

Warum diese Länder? 
In meiner Zeit vor World Vision habe ich in Armenien und Vietnam gelebt und gearbeitet.

Woher kommst du?
Nach meinem Studium des Bauingenieurwesens und einigen Jahren Arbeit in Deutschland, habe ich als Ergänzungsstudium «Wasserwirtschaft in den Tropen und Sub-Tropen» studiert. Die Spezialisierung auf diesem Gebiet war für mich der Einstieg in die Entwicklungszusammenarbeit. Meine erste Auslandsmission brachte mich dann 2007 nach Indonesien, wo immer noch Spuren des verheerenden Tsunamis von 2004 zu beseitigen waren. Dort habe ich auch meine jetzige Frau kennengelernt. Auch unsere Tochter ist in Indonesien geboren.
Nach einigen Jahren Arbeit als Bauingenieur in internationalen Grossprojekten (KfW, Weltbank, ADB u. ä.) habe ich mich entschlossen, für die notleidendsten Menschen zu arbeiten und mich bei World Vision zu bewerben.

Dort wurde ich anfänglich als Berater für den Bereich WASH (water, sanitation & hygiene = Frischwasser, Abwasser & Hygieneerziehung) angestellt. Den Bereich betreue ich auch weiterhin; und dies nicht nur für unser Büro, sondern auch für unsere europäischen Partnerbüros.

Warum hast du ausgerechnet diesen Beruf gewählt? 
Reisen war schon immer ein Hobby. Auf einer Reise in Zentralamerika habe ich dann 2003 gemerkt, dass mir Tourismus nicht genug ist. Und so beschloss ich, Hobby und Beruf zu verbinden. Als Bauingenieur liebe ich komplexe technische Herausforderungen. Ich habe gelernt, Probleme mit meinem westlichen Wissen und Verständnis zu lösen. Was mich antreibt ist zu lernen, wie andere Kulturen das gleiche Problem lösen und zwar auf eine Art, die mir nicht vertraut ist. Solche verschiedenen Lösungsansätze zu diskutieren, von- und miteinander zu lernen und gemeinsam die beste Lösung zu finden, fasziniert mich immer wieder aufs Neue.

Armenien: Ein Mann schaut ein Baby an, dass auf dem Arm eines Mädchens ist.
GEORGIEN: OLAF BESUCHT EINE FAMILIE, DIE SICH MIT UNTERSTÜTZUNG VON WORLD VISION AUS EXTREMER ARMUT BEFREIEN KONNTE. 

Was war dein schönstes Projekterlebnis?
Jeder Projektbesuch hat seine schönen und manchmal auch nicht so schönen Seiten. Das schönste Erlebnis für mich ist, in strahlende, neugierige Kinderaugen zu schauen. Das gibt mir Vertrauen und Kraft für die Arbeit bei World Vision.

Was war dein überraschendstes Projekterlebnis?
Am herzlichsten habe ich gelacht, als ich unsere Projekte in Tansania besuchen durfte und sich ein lokaler Kollege unerwartet als «Wolfgang» vorstellte. Auf Nachfrage erklärte Wolfgang mir, dass der beste Freund seines Vaters ein Deutscher namens Wolfgang war. Und ihm zu Ehren, gab sein Vater ihm diesen Namen.

Was fasziniert dich besonders an der Arbeit für World Vision?
Ganz klar - World Vision ist ein Kinderhilfswerk. Ein Kind ist das wertvollste und gleichzeitig fragilste, was ein Mensch «besitzen» kann. Seit der Geburt meiner Tochter, habe ich mich verändert. Wenn sie mich eines Tages fragt «Und, Papa, wo warst du? Was hast du gemacht?», dann kann ich ihr ruhigen Gewissens antworten. Denn ich widme einen Teil meines Lebens, den Menschen, die es nicht so gut haben wie wir.
Zwar ist World Vision eine globale Organisation, besteht aber aus vielen kleinen fast eigenständigen Organisationseinheiten. Das lässt auf der einen Seite jedem einzelnen Partner Spielraum für seine eigene Strategie, verbindet aber auf der anderen Seite zu einem grossen einflussreichen Netzwerk. Wenn wir von World Vision sagen, dass wir im ländlichen Bereich arbeiten, dann heisst das, dass wir da arbeiten, wo sonst niemand arbeitet. An Orten, die oft von anderen NGOs und meist von der Regierung vergessen wurden, ist World Vision mit lokalen Kolleginnen und Kollegen im Einsatz, um mit und für die Menschen in den ärmsten Regionen der Welt ein würdevolles Leben zu gestalten.

Vietnam: Frauen in traditionell vietnamischen Kleidern schütteln einem Mann in einem T-Shirt von World Vision die Hand.MUSIK (MÖGLICHST) IM TAKT: OLAF UND DIE VIETNAMESINNEN KLOPFEN DAFÜR MIT STÄBEN IN DEN BEARBEITETEN BAUMSTAMM. ZUERST WIRD ABER BEGRÜSST. 

Wer von den Menschen, die du während deiner Tätigkeit für World Vision kennengelernt hast, hat dich am meisten beeindruckt?
Eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten ist Dr. Emmanuel Opong. Dr. Opong ist eine Institution für alle, die bei World Vision im Bereich WASH arbeiten. Er hat eine Engelsgeduld, mit der er Meetings leitet oder sein Wissen an die Jüngeren weitergibt. Dr. Opong leitet den Bereich WASH in der Region südliches Afrika  und arbeitet von Eswatini (ehemals Swasiland) aus.
 

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