HALLO, ICH BIN AMIE

15. Mai 2019

Simbabwe: Die Bildcollage besteht aus drei Fotos, auf denen eine Frau mit roten Haaren einen gelben Eimer auf dem Kopf transportiert.

GAR NICHT SO EINFACH! AMIE HEATH KRIEGT EINE EINFÜHRUNG INS AUF-DEM-KOPF-TRANSPORTIEREN VON SAND FÜR DEN BAU EINER GESUNDEITSKLINIK IM SÜDWESTEN SIMBABWES.

Name: Amie Heath
Seit wann bei World Vision: Januar 2015
Länderzuständigkeit: Teamleiterin Internationale Programme
Hast du eine Patenschaft? Ja, ich unterstütze ein Dorf in Matobo Kezi als Dorfpatin.

Woher kommst du?
Ich habe einen Bachelor of Science Abschluss in «Marine Transportation» von der United States Merchant Marine Academy und eine 3-jährige Ausbildung in International Business absolviert. Nach 12 Jahren im Logistik und Supply Chain Management habe ich den Sprung zur Entwicklungszusammenarbeit gewagt. Ich half beim Aufbau einer lokalen gemeinnützigen Organisation in Charleston, South Carolina, die sich auf die Verbesserung der Bereiche Bildung und Gesundheit konzentriert. Der Umzug in die Schweiz vor fünf Jahren gab mir die Möglichkeit, meine Erfahrung in internationalem Business und der Entwicklungszusammenarbeit bei World Vision zu verbinden. 

Simbabwe: Eine Frau mit roten Haaren steht vor einer versammelten Runde mit dem Rücken zur Kamera. Auf ihrem World Vision-T-Shirt steht: Für Kinder. Für die Zukunft.FÜR KINDER, FÜR DIE ZUKUNFT: AMIE BEDANKT SICH BEI DER LOKALEN BEVÖLKERUNG IN SIMBABWE FÜR DIE TOLLE ZUSAMMENARBEIT. GEMEINSAM WURDE EINE KLINIK GEBAUT.

Warum hast du ausgerechnet diesen Beruf gewählt? 
Ich begann meine Ausbildung in der Hoffnung, die Welt bereisen zu können– das war aber einfacher gehofft als getan. Menschen auf der ganzen Welt stehen vor extremen Herausforderungen: Vielen fehlt die minimale Grundversorgung. Ihre Rechte werden weder eingehalten noch können sie ihre Stimme erheben, um für ihre Rechte zu kämpfen. Anstatt weiterhin nur zuzuschauen, wollte ich einen Unterschied machen – eben diese Stimme sein für jene, die keine haben. Also fing ich an: Nicht in fernen Ländern, sondern genau da, wo ich gerade war. Ich diskutierte mit meinen Mitmenschen über ihre Bedürfnisse. Gemeinsam versuchten wir Lösungen zu finden. Als ich dann eine eigene Organisation gründete, merkte ich immer wieder aufs Neue wie wichtig es ist, die Bevölkerung miteinzubeziehen, um nachhaltig Veränderung zu bewirken. Nicht umsonst beinhaltet das Wort «Entwicklungszusammenarbeit» das Wort «zusammen» – denn nur so geht’s.

Simbabwe: Eine Gruppe Menschen posiert strahlend für ein Foto. Die Sonne scheint. Im Hintergrund sind Bäume zu erkennen. «DAS WORT ‘ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT’ BESTEHT AUS DEM WORT ‘ZUSAMMEN’. NUR SO GEHT’S», WEISS AMIE, HIER MIT DER LOKALEN BEVÖLKERUNG IN TSHITSHI MADABE, SIMBABWE.

Wer von den Menschen, die du während deiner Tätigkeit für World Vision kennengelernt hast, hat dich am meisten beeindruckt?
Nach dem Erdbeben in Nepal im April 2015 hatte ich die Gelegenheit, mit unseren Teams vor Ort Programme zum Wiederaufbau und zur Verringerung des Risikos weiterer Katastrophen zu entwickeln. Es war unglaublich, mit dem nepalesischen Team zusammenzuarbeiten. Sie haben die Katastrophe hautnah miterlebt – einige haben sogar selbst geliebte Menschen verloren. Ihre grosse Hingabe motivierte auch mich, über den Trümmerhaufen hinauszuschauen, der vor uns lag, und zu träumen, was daraus entstehen könnte. 

Nepal: Eine Frau mit roten Haaren und einem roten T-Shirt steht vor einer Hängebrücke. Im Hintergrund sind Reisterassen zu erkennen. AMIE AUF PROJEKTREISE IN KATHMANDU, NEPAL.

Was fasziniert dich besonders an der Arbeit für World Vision?
Der Umfang der Arbeit von World Vision ist unglaublich – eine der grössten Hilfsorganisationen der Welt, die es schafft, gleichzeitig auf individueller Ebene zu agieren. Anfangs war ich skeptisch, ob die Arbeit der NGOs wirklich die Stimme des Einzelnen einbezieht. Umso mehr freut es mich, dass ich das bei meiner Arbeit bei World Vision – sei es bei der Konzeption oder der Umsetzung unserer Projekte – immer wieder erleben kann. Und dies sowohl bei einer humanitären Krise als auch in der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit. World Vision agiert global, handelt aber lokal und befähigt die Gemeinden, aktiv und verantwortungsbewusst sich selbst zu helfen. 

Simbabwe: Vier World Vision Mitarbeiter stehen lachend beisammen und blicken in die Kamera. Drei haben beige Kleidung an. Alle tragen Safari-Hüte.
AMIE MIT MITARBEITENDEN VON WORLD VISION SIMBABWE AUF BESUCH IN DER PROJEKTREGION.

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