Indonesien: Schon viel erreicht, noch viel zu tun

11. Januar 2019

Mitarbeiter in Indonesien kümmert sich in der Kinderschutzzone um Kinder

EINE WORLD VISION-MITARBEITERIN KÜMMERT SICH UM DIE KINDER IN DER KINDERSCHUTZZONE.

Am Freitag, den 28. September 2018 um 17.02 Uhr Ortszeit, erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,4 die Provinz Zentral-Sulawesi in Indonesien. Dem Erdbeben folgte ein bis zu drei Meter hoher Tsunami und mehrere Nachbeben.

Insgesamt kamen 2'101 Menschen ums Leben. 4'438 wurden schwer verletzt. Laut dem indonesischen Katastrophenschutz mussten rund 83'000 Kinder ihre Heimat verlassen. Viele haben alles verloren und leben in grosser Armut. 1'373 Menschen gelten als vermisst. Noch immer fehlt 191'000 Menschen der Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen.

Weil World Vision in Indonesien schon seit vielen Jahren mit einer eigenen lokalen Organisation vertreten ist und in Palu, direkt im Erdbebengebiet, ein Büro unterhält, konnten wir, obwohl einige Mitarbeitenden selbst betroffen waren, noch am ersten Tag mit den Nothilfemassnahmen beginnen. Mehr dazu im Augenzeugenbericht unserer Kollegin aus Palu, Sabtarina Dwi Febriyanti, vom 9. Oktober.



World Vision vor Ort
World Vision leistet seit Ende September Nothilfe vor Ort und verteilt Notfallversorgungspakete, einschliesslich Lebensmittelpaketen, Unterkunftssets und Hygieneartikel. Sauberes Wasser, Nahrung und Schutz ist vor allem für Frauen und Kinder wichtig – sie leiden am meisten unter den Folgen von Naturkatastrophen. Auf dem Bürogelände von World Vision in der Stadt Palu wurde zum Beispiel ein Ernährungszentrum eingerichtet, um Müttern bei der Betreuung und Ernährung ihrer Kinder zu helfen.


26’595 SOLCHER LEBENSMITTELPAKETE WURDEN AN BEDÜRFTIGE MENSCHEN VERTEILT. SIE ENTHALTEN WICHTIGE GRUNDNAHRUNGSMITTEL.

Nach dem Notstand kommt der Wiederaufbau
Die Katastrophe hinterliess bei vielen Kindern aber nicht nur körperliche, sondern auch ernstzunehmende, emotionale Verletzungen; viele stehen noch immer unter Schock. Geschätzte 460'000 Kinder sind direkt oder indirekt von der Katastrophe betroffen. Um den Kindern psychologische Unterstützung, Schutz und die Gelegenheit zum Spielen zu bieten, hat World Vision spezielle Kinderschutzzonen errichtet. Ausserdem unterstützen wir mit dem Bau von temporären Schulen, Schulmaterial und einem speziell für Notsituationen konzipierten Schulunterricht, damit die Kinder den Anschluss nicht verlieren.

«Durch die Katastrophe haben sich die hygienischen Bedingungen drastisch verschlechtert. Insbesondere Kinder, schwangere Frauen und ältere Menschen sind einem hohen Risiko ausgesetzt, sich mit übertragbaren Krankheiten anzustecken», erklärt Dr. Rachmat Willy Sitompul, Gesundheits- und Ernährungsspezialist bei World Vision. World Vision ermöglicht betroffenen Gemeinden den Zugang zu sauberem Wasser und unterstützt sie dabei sanitäre Anlagen zu errichten. Dazu werden Programme zur Hygieneförderung durchgeführt


EIN JUNGER INDONESIER FÜLLT SAUBERES WASSER IN DEN EIMER SEINER FAMILIE. DAS WASSER WIRD AUS EINEM TANK VON WORLD VISION GEPUMPT.

Notstand beendet – die Not aber noch lange nicht
Drei Monate nach der Katastrophe geht es jetzt um den Wiederaufbau. Am 14. Dezember 2018 hat die Regierung den Masterplan für die Wiederherstellung und den Wiederaufbau in Zentral-Sulawesi veröffentlicht.

Der Notstand in Zentral-Sulawesi wurde am 26. Oktober 2018 für beendet erklärt, was aber nicht bedeutet, dass nicht nach wie vor Tausende Menschen dringende Hilfe benötigen. Die staatlich geführte Hilfe und die Unterstützung verschiedener NGOs und den Vereinten Nationen wird aber auch in der sogenannten Erholungsphase fortgesetzt, um den Bedarf an Notfallmassnahmen abzudecken. Das Hilfsprogramm von World Vision sieht nach der 6-monatigen Soforthilfe-Phase, die noch bis 31. März weiterläuft, weitere 18 Monate Unterstützung für den Wiederaufbau vor. Wir werden uns also vor Ort weiterhin für die Kinderrechte, die Verbesserung der humanitären Bedingungen, die Sicherheit auf dem Gelände und in den Unterkünften und insbesondere für Zugang zu sauberem Wasser einsetzten. Dazu sind wir auch weiterhin auf Ihre Hilfe angewiesen.

Leisten Sie Soforthilfe für Kinder und ihre Familien in Indonesien, die durch die Katastrophe fast alles verloren haben!

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