Eine Berufsmesse für die Jugend Boliviens

19. Januar 2022

Bolivien: Drei Jugendliche präsentieren stolz ihre Backwaren.

Für die Berufsmesse wurde auch fleissig gebacken. Bäcker – ein Beruf mit Zukunft.

Text: Neva Terrazas Carafa, Communications Specialist bei World Vision Bolivien & Emile Stricker, International Programmes Manager bei World Vision Schweiz

Das bolivianische Bildungsministerium will unterschiedliche unternehmerische Fähigkeiten in den Schulen Boliviens fördern und damit die Berufschancen der Jugendlichen stärken. Die Unternehmermesse «Bolivia Produce» war eine der Massnahmen. World Vision Bolivien unterstützte das Bildungsministerium dabei als wichtiger Partner.

Vorbereitung auf die Messe

In der ersten Phase vor der eigentlichen Messe wurden zwei virtuelle Seminare zum Thema «Aprendiendo Emprendo» (unternehmen lernen) abgehalten. 11'500 Sekundarschullehrer und -lehrerinnen nahmen daran teil. In diesen Foren stellte World Vision Bolivien den Teilnehmenden eine Unterrichtsmethode vor, mit der Lehrpersonen die Schülerinnen und Schüler optimal auf den Arbeitsmarkt vorbereiten.

Ebenso wurde ein viertägiges Seminar mit 425 Schülern aus Schulen, die als potenzielle Teilnehmende der Messe identifiziert worden waren, abgehalten. In diesem wurden sie für die Teilnahme an der Messe motiviert und darauf vorbereitet.

Bolivien: Drei Jugendliche stellen unter anderem biologisch abbaubare Seife und Shampoo her.

Diese drei Jugendlichen stellten biologisch abbaubares Material her, darunter auch Shampoo und Spülmittel.

Innovative Ideen an der Messe

Nach Abschluss der Vorbereitungsphase fand die Bolivianische Unternehmermesse dann am 18. und 19. November statt. 308 Schülerinnen und Schüler aus 77 Schulen aus dem ganzen Land nahmen teil. Während zweier Tage stellten sie ihre erfundenen Produkte und Ideen vor. Sie zeigten damit nationalen Unternehmern und Vertretern des Bildungsministeriums ihr gelerntes, unternehmerisches Denken und ihre neu erworbenen Fähigkeiten. Die Bandbreite der innovativen Ideen der Schülerschaft war gross: Sie stellten beispielsweise Öko-Ziegel her, Produkte auf Quinoa-Basis wurden als Schulfrühstück verteilt. Weitere Ideen waren ein Traktor aus recyceltem Material, Gemeinschaftsalarmanlagen, Mineralienextraktoren, handgefertigte Textilien, Coronaschutzmassnahmen usw.

Youth Ready: Mit Perspektiven in die Zukunft

Die Unterstützung der Unternehmermesse war Teil des Youth Ready-Programms von World Vision. Youth Ready ist ein Ansatz, der von World Vision International entwickelt wurde, um Jugendlichen den Weg in eine würdevolle Zukunft mit Perspektiven zu ermöglichen. Das Youth Ready-Programm bereitet Jugendliche auf die Arbeitswelt vor, indem es ihnen wichtige Lebenskompetenzen vermittelt sowie sie in der Ausbildung unterstützt.

 

 

Diesen Beitrag teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Mongolei: Eine junge Frau setzt sich gegen den Klimawandel ein.

30. April 2022

«Lie­be Er­wach­se­ne, den Kli­ma­wan­del zu igno­rie­ren, ist nicht der rich­ti­ge Weg»

Ein paar Monate nach der UN Klimakonferenz COP26 denkt die 16-jährige Mongolin und Jugendanwältin Nomudari darüber nach, ob sich etwas geändert hat und was das für die Zukunft ihrer Generation bedeutet.


Jugendlicher mit seinem Grossvater.

21. April 2022

Bo­li­vi­en: «Ich möch­te Vor­bild und In­spi­ra­ti­on sein»

Nemer wächst ohne Eltern auf und schafft es, sich Wissen anzueignen und sich für die Zukunft fit zu machen. Schon jetzt ist er Vorbild für andere Jugendliche in seinem Dorf.


Nepal: Die 16-jährige Pinky vor ihrer Schule in einem Gang und lächelt in die Kamera.

16. Juli 2021

Pin­ky aus Ne­pal: vom schüch­t­er­nen Mäd­chen zur Bot­schaf­te­rin für Kin­der­rech­te

Die 16-jährige Pinky aus dem Distrikt Sarlahi im Süden Nepals hat sich von einer stillen und schüchternen Schülerin zu einem selbstbewussten Mädchen entwickelt, das in ihrer Gemeinde Veränderungen bewirken will und aktiv gegen Kinderheirat vorgeht.


Südsudan: Ajok, 13 in Schuluniform springt mit geschlossenen Augen in die Luft.

26. Mai 2021

Die un­sicht­ba­re Pan­de­mie: Men­ta­le Ge­sund­heit in Ge­fahr

Kinder sind sehr sensibel und feinfühlig. So sehr sich viele Eltern auch bemühen, traumatische Erfahrungen und Ängste von Ihnen fernzuhalten, sie spüren es dennoch. So auch während der Corona-Krise. Weder entgeht den Kindern, wie sehr ihre Eltern um die Existenz der Familie bangen und gegen die Armut kämpfen, noch sind sie selbst davor gefeit, von der Angst vor dem Virus beherrscht zu werden.

WIR SIND FÜR SIE DA:

Kinderhilfswerk
World Vision Schweiz und Liechtenstein
Kriesbachstrasse 30
8600 Dübendorf

info@worldvision.ch
T +41 44 510 15 15

World Vision ist die Sicherheit und Privatsphäre der Kinder in unseren Patenschafts-Programmen ein grosses Anliegen. [ ]

Wenn Sie Grund zur Annahme haben, dass eines dieser Kinder gefährdet ist, geben Sie uns bitte umgehend Bescheid: Rufen Sie uns an unter +41 44 510 15 93 oder schicken Sie uns ein E-Mail an protection@worldvision.ch.

Newsletter abonnieren

instagram

 

 

ALLGEMEINE SPENDEN    Postkonto: 80-142-0  |  Bank: IBAN CH98 0900 0000 8000 0142 0

World Vision Schweiz und Liechtenstein ist eine gemeinnützige und somit steuerbefreite Organisation. CHE-333.958.696

World Vision verwendet Cookies, um Ihr Online-Erlebnis zu verbessern.
Mit der weiteren Nutzung von worldvision.ch akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen