Ehemaliges Patenkind aus Bangladesch startet durch

13. September 2017

Ehemaliges Patenkind Rumpa aus Bangladesch.

Rumpa arbeitet für ein Olinemagazin, das vor allem die Ansichten und Rechte der Unterdrückten und Unterprivilegierten im Land veröffentlicht.

Job: Stellvertretende Nachrichtenredakteurin eines Onlinemagazins. Studium: Masterstudentin Kommunikation und Journalismus an der Universität von Chittagong. Zukunftspläne: Studium im Ausland, Reisen, Karriere im Journalismus. Ein Steckbrief, der von einer jungen Schweizerin sein könnte. In diesem Fall handelt es sich aber um Rumpa – einem ehemaligen Patenmädchen, das aus ärmlichen Familienverhältnissen stammt.

Keine Aussichten auf Schulabschluss
Rumpa wuchs in einer 10-köpfigen Familie im Süden von Bangladesch auf. Sie ist sich bewusst, dass sie ohne die Unterstützung von World Vision niemals alle Schulklassen hätte besuchen können, um studieren zu können. «World Vision spielte eine wichtige Rolle in meinem Leben und hat mir dabei geholfen, die Person zu werden, die ich heute bin», erzählt Rumpa. «Als ich ins Patenschafts-Programm aufgenommen wurde, war ich in der dritten Klasse. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich die Schule bis zum Schluss besuchen könnte. Mein Vater arbeitete im Stahlwerk und meine Mutter war Hausfrau. Ich und meine sieben älteren Geschwister wuchsen in grosser Armut auf. Keiner von ihnen hat über die zehnte Klasse hinaus die Schule besucht. Meine ältesten drei Schwestern mussten sich alle Bücher teilen – und das in derselben Klasse! Sie hatten sich so sehr ihren eigenen Schülerthek gewünscht. Aber meinem Vater war es nicht möglich, für alle Ausgaben der acht Kinder aufzukommen.»

Vom ersten Notizheft zum Master-Examen
Rumpa erinnert sich zurück, wie es damals als Patenkind war: «Nachdem ich ins Patenschafts-Programm aufgenommen wurde, erhielt ich als erstes Schulmaterial von World Vision – etwas, was mir meine Eltern nie hätten ermöglichen können. Durch diese Unterstützung lag mir noch mehr daran, fleissig zu sein und zu lernen. Heute studiere ich Kommunikation und Journalismus und werde mein Examen für den Master-Abschluss ablegen. Auch wenn ich heute keinen Kontakt mehr zu World Vision habe, haben mir die Kurse und Projekte zu Themen wie Gesundheit und soziale Entwicklung, Drogen sowie Kinderheirat sehr geholfen.»

Patenschaft wirkt weiter
Als Rumpa gefragt wird, was eine Patenschaft bringt, antwortet sie: «Ein Kind zu unterstützen bedeutet, eine ganze Familie zu unterstützen. Auch wenn dies nur indirekt geschieht. Aber ich habe heute z.B. die Möglichkeit, meine Geschwister finanziell zu unterstützen. Ich hoffe, dass es noch vielen weiteren Kindern so ergehen wird wie mir und sie ebenfalls Erfolg haben. Ich bin World Vision so dankbar, dass sie in mein und das Leben anderer Familien in unserem Dorf gekommen sind. Die Versprechen, die sie machen, sind wahr und es wird immer Hoffnung für uns geben.»

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