Durchbruch: Geburtsurkunden für Kinder Asiens

28. November 2014

Paula und ihr Zwillingsbruder Paulo aus den Philippinen erhalten endlich eine Geburtsurkunde

Paula und ihr Zwillingsbruder Paulo aus den Philippinen erhalten im Alter von acht Jahren endlich eine Geburtsurkunde und können nun die Schule besuchen.

Es ist ein wichtiger Tag für die Kinder Asiens: Über 40 Länder des Kontinents haben sich bereit erklärt, die Rahmenbedingungen für die allgemeine Registrierung von Kindern zu unterzeichnen. Die Vertreter der Regierungen trafen sich im Rahmen der «Ministerial Conference on Civil Registration and Vital Statistics» in Bangkok vom 24. bis heute, 28. November. World Vision setzt sich gemeinsam mit weiteren internationalen Kinderhilfswerken dafür ein, die Regierungen vom Sinn und Zweck von Geburtsurkunden zu überzeugen. An der von der UNO veranstalteten Konferenz leitet World Vision deshalb verschiedene Workshops zum Thema.

Kinder, die für den Staat nicht existieren
Wenn ein Kind keine Geburtsurkunde hat, also nicht registriert ist, hat dies negative Auswirkungen auf seine Zukunft. Ein Schulbesuch ist oftmals nur mit Geburtszertifikat möglich und die Behandlung in einem Krankheitsfall kann auch davon abhängig sein. «Noch immer sind zu viele Kinder weltweit von Grundrechten wie Bildung, Gesundheitsversorgung und Schutz ausgeschlossen, da sie nicht registriert sind», erklärt Reto Gerber, Geschäftsführer von World Vision Schweiz. «Für den Staat existieren diese Kinder ohne Geburtszertifikat überhaupt nicht und entsprechend werden sie auch nicht von ihm versorgt.» Umso wichtiger sei laut Gerber, dass die Regierungsvertreter heute dieses Abkommen unterzeichnen und anfangen, dem Problem in ihren Ländern entgegenzuwirken.

Ein weltweites Problem
Weltweit besitzen über 250 Millionen Menschen keine Geburtsurkunde. Genau kann man diese Gruppe aber nicht beziffern, da die Betroffenen nicht registriert sind. Auch in Lateinamerika leben viele Kinder ohne Geburtsurkunde. Deshalb setzt sich World Vision Schweiz beispielsweise in den Entwicklungsprojekten in der Dominikanischen Republik dafür ein, dass die Kinder eine Geburtsurkunde und damit Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Schutz erhalten.

Diesen Beitrag teilen:


1 Kommentar Anzeigen und kommentieren

Kommentar schreiben

Ihr E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht


Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Juba, Südsudan: Ein Mädchen hält ihre kleine Schwester in den Armen.

23. Juni 2020

Süd­s­u­dan: vom Schul­mäd­chen zur Mut­ter von drei Kin­dern

Der Südsudan kämpft seit Jahren gegen Armut und eine anhaltende Hungersnot. Die COVID-19-Pandemie verschlimmert die Situation im Land um ein vielfaches. Die 11-jährige Paska treffen die Umstände besonders hart.


Afghanistan: Ein Mädchen steht neben einem deutlich älteren Mann. Sie trägt ein Kopftuch.

16. Juni 2020

Afg­ha­nis­tan: Ehe­frau und Ma­ma mit 12

Ihre 12-jährige Tochter an einen um vieles älteren Mann als Ehefrau zu verkaufen, brachte Beneshs Familie das nötige Geld um zu überleben. Die Hochzeit war eine Folge der Not und Gewalt im Land, die unzählige Familien zur Flucht zwingt.


Kambodscha: Ein Junge mit Werkzeug über den Schultern arbeiten.

12. Juni 2020

Kin­der­ar­beit: Für im­mer arm?

Rund jedes 10. Kind muss arbeiten. Das raubt Kindern ihre Kindheit und die Chance, durch Bildung der Armut zu entkommen. Auch wenn sich NGOs wie World Vision seit Jahren dagegen einsetzen, ist Kinderarbeit nach wie vor ein grosses Problem. Was kann die Welt dagegen tun?


Simbabwe: Eine Frau mit Mundschutz bedient ein Lernprogramm auf ihrem Mobiltelefon.

9. Juni 2020

Sim­b­ab­we: Die Schu­le muss wei­ter­ge­hen!

Naturkatastrophen oder Pandemien gefährden in armen Ländern wie Simbabwe nicht nur das tägliche Überleben, sondern auch die Zukunft der Kinder. Weil die Eltern nicht so einfach das «Home Schooling» übernehmen können, fällt das Lernen oft einfach aus. Mit einem mobilen Unterrichtsersatz sorgt World Vision dafür, dass die Schule auch in Krisen weitergeht.

WIR SIND FÜR SIE DA:

Kinderhilfswerk
World Vision Schweiz
Kriesbachstrasse 30
8600 Dübendorf

info@worldvision.ch
T +41 44 510 15 15

Kinderschutz

World Vision ist die Sicherheit und Privatsphäre der Kinder in unseren Patenschafts-Programmen ein grosses Anliegen. [ ]

Wenn Sie Grund zur Annahme haben, dass eines dieser Kinder gefährdet ist, geben Sie uns bitte umgehend Bescheid: Rufen Sie uns an unter +41 44 510 15 93 oder schicken Sie uns ein E-Mail an protection@worldvision.ch.

Newsletter abonnieren

instagram

 

 

ALLGEMEINE SPENDEN    Postkonto: 80-142-0  |  Bank: IBAN CH98 0900 0000 8000 0142 0

World Vision Schweiz ist eine gemeinnützige und somit steuerbefreite Organisation. CHE-333.958.696

World Vision verwendet Cookies, um Ihr Online-Erlebnis zu verbessern.
Mit der weiteren Nutzung von worldvision.ch akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen