DIE KINDER(-SOLDATEN) AUS DEM SÜDSUDAN: «BITTE NICHT WEGSEHEN»

24. Mai 2019

Text: Tamara Fritzsche, World Vision Schweiz

World Vision-Botschafter Jerome Flynn reiste im vergangenen März in den Südsudan, wo World Vision ehemalige Kindersoldaten dabei unterstützt, wieder ein Leben frei von Angst zu führen. Er sprach dort mit Familien, die durch den Konflikt im Land auseinandergerissen wurden und unsagbar Schreckliches erlebt haben: «Geschichten, die zu schmerzhaft sind, um sie ertragen zu können.»

Wenn Sie sich, wie Jerome Flynn, für Kinder in grösster Not einsetzen möchten, unterstützen Sie unserer Arbeit an den gefährlichsten Orten der Welt als Kindheitsretter!

Jetzt KINDHEITSRETTER werden

Der durch seine Rolle in «Game of Thrones» bekannte Schauspieler besuchte im Südsudan eine Familie, deren sechs Kinder alle am selben Tag von den Rebellen entführt wurden. Die Geschwister waren auf dem Weg zum Feld, um Erdnüsse und Reis zu ernten. Auf einmal tauchten bewaffnete Rebellen auf und nahmen die Kinder gefangen. Gewaltsam zogen sie die Kinder hinter sich her. Irgendwann hörten sie auf sich zu wehren. Das Leben bei den Rebellen war schlimm: Unschuldige Menschen wurden geschlagen, gefoltert und getötet. Auch die Mädchen wurden gezwungen zu töten.

 

Das sind doch nur Kinder…

Nur die vier Mädchen konnten fliehen und sind heute wieder Zuhause – ihre jüngeren Brüder haben sie nie wiedergesehen. Eine Geschichte, die nicht nur Jerome Flynn traurig macht: «Wie soll man damit umgehen? In diesem Alter so behandelt zu werden? Das sind nur Kinder… Alles, was sie bekommen sollten, ist Liebe. Aber das ist das Gegenteil.»

Der Südsudan ist das jüngste Land der Welt. Seit seiner Unabhängigkeit tobt im ostafrikanischen Staat ein Krieg zweier Volksgruppen. Als Folge der blutigen Auseinandersetzungen sind viele Einwohner erneut gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen: Heute sind fast eine Million Menschen auf der Flucht, die meisten innerhalb der Landesgrenzen. Über 19’000 Kinder wurden in verschiedene bewaffnete Gruppen eingezogen.

 

Als KINDHEITSRETTER setzen Sie sich für Kinder in Not ein – Kindersoldaten, Kinder in Katastrophengebieten oder Kinder in Flüchtlingslagern.

 

Krieg, Flucht, Kinderarbeit und Missbrauch

Über eine Milliarde Kinder erleben jedes Jahr Gewalt – sei es im Krieg, auf der Flucht, durch Kinderarbeit oder Missbrauch. Allein 250’000 Jungen und Mädchen werden weltweit als Kindersoldaten missbraucht. Besonders an Orten mit gewaltsamen Konflikten erfahren Kinder aufgrund fehlender staatlicher Strukturen oft keinen ausreichenden Schutz.

Wer als Kind Gewalt erlebt, leidet ein Leben lang darunter. Jede Form der Gewalt bedroht die Entwicklung, die Gesundheit und letztlich die ganze Zukunft. KINDHEITSRETTER unterstützen World Vision-Projekte für besonders bedürftige und verletzliche Kinder an den gefährlichsten Orten der Welt – unter anderem auch die Reintegration ehemaliger Kindersoldaten im Südsudan.

 

Was Ihre Unterstützung bewirkt

DRC, Demokratische Republik Kongo: Betreuung und Behandlung traumatisierter Kinder. Die Umrisse einer Frau vor einem hellen Vorhang.In unserem Rebound-Projekt für ehemalige Kindersoldaten konnten Jugendliche professionell betreut werden.

 

Jordanien: Frühkindliche Bildung in Flüchtlingslagern. Drei Mädchen sitzen an einem Pult. Vor ihnen sind Schulhefte aufgeschlagen.In Amman und in den ebenfalls in Jordanien gelegenen Flüchtlingslagern Azraq und Zarqa profitieren 15'800 Kinder von Frühförderungs-Programmen.

 

Bangladesch: Ernährung für Kleinkinder in Flüchtlingslagern. Eine Mutter hält ihr Kleinkind auf dem Schoss und fütterst es.In Cox Bazar, dem grössten Flüchtlingslager der Welt, konnten  19'635 Kleinkinder vor akuter Unterernährung gerettet werden.

 

Südsudan: Ausbildung für ehemalige Kindersoldaten. Einige junge Männer stehen aufgereiht und in Militärkleidung. Man sieht nur die Rücken.In der Demokratischen Republik Kongo wird jährlich 70 bis 80 Jugendlichen der Weg in eine eigenverantwortliche Existenz ermöglicht.

 

Indien: Notversorgung für Kinder in Katastrophen. Ein Mädchen steht vor einem World Vision-Plakat. In ihren Händen hält sie ein Nothilfepaket.Die Opfer von Naturkatastrophen wie dem Zyklon Fani versorgen wir unter anderem mit Nahrung, Hygienepaketen und warmer Kleidung.

 

Bangladesch: Geschützte Spielzentren in Flüchtlingslagern. Eine Gruppe Kinder sitzt lachend in einem bunten Spielzimmer. Einige halten ihre Hände in die Höhe.In Jordanien haben schon über 10'000 Kinder an Spiel- und Betreuungsangeboten in geschützten Spielzentren teilgenommen.

Mit Ihrer monatlichen Spende helfen Sie, das Leid dieser Kinder zu beenden und ihnen ein Stück Kindheit zurückzugeben. Mehr zum Kindheitsretter.

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