COVID-19: Zur aktuellen Situation in unseren Projektländern

30. April 2020

Südsudan: Eine Frau häng ein Informationsplakat auf, auf dem steht, wie man sich vor COVID-19 schützen kann.

SÜDSUDAN: SENSIBILISIERUNGSARBEIT IST EIN WICHTIGER TEIL UNSERER ARBEIT IM KAMPF GEGEN COVID-19.

Text: Barbara Mooser und Tamara Fritzsche, World Vision Schweiz

Leider breitet sich das Virus und damit COVID-19 inzwischen auch in den Ländern aus, in denen wir langfristige Entwicklungsprojekte umsetzen. Dort leiden die Menschen, allen voran die Kinder, schon jetzt unter mangelnder Hygiene- und Gesundheitsversorgung. Die zusätzliche Belastung macht die Lage katastrophal. World Vision bereitet sich deshalb in allen Projektgebebieten schon seit März intensiv auf die Pandemie vor. Im Fokus stehen dabei Präventionsmassnahmen und Informationen für die Bevölkerung, Unterstützung der lokalen Gesundheitssysteme z.B. mit Schutzmaterial und der Schutz der Kinder. 

Was wir bereits an Hilfen leisten und wie Sie dazu beitragen können, lesen Sie hier.
Als globales Netzwerk hat World Vision für insgesamt 72 Mio. betroffene Menschen in 70 Länder ein 350 Mio. US-Dollar schweres Notfallpaket geschnürt, um die Auswirkungen der Pandemie abzufedern.

Lageberichte aus unseren Projektländern
Sicher möchten Sie wissen, wie die aktuelle Lage in den Projekten ist, die Sie unterstützen. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die Situation in den Projektländern von World Vision Schweiz (Stand: Ende April 2020).
Hier geht’s direkt zum jeweiligen Land:

Afrika: Mali, Mauretanien, Mosambik, Niger, Simbabwe, Tansania
Asien: Bangladesch, Indien, Mongolei, Nepal, Vietnam
Lateinamerika: Bolivien, Dominikanische Republik, Nicaragua, Peru
Osteuropa: Armenien, Georgien

Südsudan: Eine Mitarbeiterin von World Vision verpackt Hilfspakete für Betroffene von COVID-19.

Mali: Die Arbeit geht weiter, so gut es geht
Mali bestätigte am 24. März seinen ersten COVID-19-Fall. Die Regierung hat daraufhin Massnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus in Kraft gesetzt. World Vision arbeitet mit den lokalen Gesundheitsdiensten zusammen, um in unseren Projektregionen verstärkt für eine Verbesserung der Hygienesituation zu sorgen. Entsprechende Massnahmen, wie Schulungen, Handwaschstationen, Latrinen, haben wir seither intensiviert. Darüber hinaus schulen wir die Verantwortlichen in den Gemeinden, wie sich COVID-19 ausbreitet und wie es gestoppt werden kann. Als Multiplikatoren geben sie diese Botschaften dann an ihre Gemeinden weiter. 

In den Projektgebieten ist unsere Arbeit aufgrund von Sicherheitsmassnahmen und Restriktionen eingeschränkt, was wahrscheinlich zu einigen Verzögerungen führen wird. Wir haben unsere Programme jedoch so angepasst, dass wir sie unter Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien weiterhin durchführen könne. Einige Mitarbeitende von World Vision Mali arbeiten jetzt von zu Hause aus. 

Mauretanien: Alle Schulen sind zu
Am 13. März wurde der erste COVID-19-Fall in Mauretanien bestätigt. Als Reaktion darauf schloss die Regierung alle Land- und Flussgrenzen und Flughäfen, verhängte eine 14-tägige Quarantäne für Reisende, die aus stark betroffenen Gebieten zurückgekehrt waren, schloss Schulen und Universitäten, verbot alle öffentlichen Versammlungen und verhängte eine Ausgangssperre von 18:00 Uhr bis 08:00 Uhr täglich. COVID-19 verschärft die vorher schon kritische humanitäre Situation, vor allem in ländlichen Gebieten, die durch fehlende Niederschläge im vergangenen Jahr entstanden war. 

World Vision unterstützt das Gesundheitsministerium mit medizinischer Ausrüstung. Alle Gemeinden, mit denen wir in Mauretanien zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen mit Einschränkungen konfrontiert, was wahrscheinlich zu einigen operationellen Verzögerungen führen wird. Wir unterstützen die Kinder und Familien in unseren Projektgebieten jedoch weiterhin. Die Mitarbeitenden von World Vision Mauretanien arbeiten grösstenteils von zu Hause aus. Unser COVID-19-Team trifft sich online, um sicherzustellen, dass die Sicherheit von Kindern und Gemeinden gewährleistet ist. 

Mosambik: Informationen über WhatsApp
In Mosambik wurden Ende März die ersten COVID-19-Fälle bestätigt. Die Regierung hat alle Schulen geschlossen, Versammlungen auf weniger als 50 Personen beschränkt, die meisten Grenzen geschlossen und die meisten internationalen Flüge gestoppt. Das Gesundheitssystem gerät zunehmend unter Druck und die öffentlichen Krankenhäuser versorgen nur noch Notfälle, Schwangere und chronisch Kranke. 

World Vision arbeitet mit der lokalen Regierung zusammen, um die Reaktionspläne zu koordinieren. Wir haben Informationskampagnen gestartet, um das Bewusstsein für die Prävention von COVID-19 zu schärfen, darunter die Schulung von 47 Glaubensführern in fünf Distrikten, die ihre Anhänger über WhatsApp informieren. Unsere Kinderpatenschaftsaktivitäten wurden entsprechend angepasst. Ab sofort wird bei allen Aktivitäten über COVID-19 informiert, um die Kinder und Familien in den Projektgebieten zu schützen. In allen Gemeinden, mit denen wir in Mosambik zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. 

Niger: Hygienemittel für 20'000 Haushalte
Mit mehr als 450’000 Binnenvertriebenen in Niger stellt COVID-19 für viele Menschen ein grosses Risiko dar. Die Regierung hat alle öffentlichen Versammlungen verboten, eine tägliche Sperre von 19:00 Uhr bis 6:00 Uhr eingeführt und Reisen innerhalb des Landes eingeschränkt. World Vision arbeitet daran, das Bewusstsein für die Prävention von COVID-19 zu schärfen. Wir bereiten uns darauf vor, 20’000 Haushalte mit Hygienepaketen, einschliesslich Seife, Gesichtsmasken, Wassereimern und Wasserbehältern, zu versorgen, um Kindern und Familien zu helfen, gesund zu bleiben. Darüber hinaus statten wir 156 Gesundheitszentren mit Schutzausrüstungen, Handwaschsets und Infrarot-Thermometern aus. 

In allen Gemeinden, mit denen wir in Niger zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen Verzögerungen im Betrieb führen werden. Einige Mitarbeiter von World Vision Niger arbeiten jetzt von zu Hause aus. 

Simbabwe: Nahrungsmittelhilfe an 1,4 Mio. Menschen
Als Reaktion auf die COVID-19-Krise hat die Regierung in Simbabwe einen nationalen Lockdown verhängt. World Vision arbeitet mit dem Welternährungsprogramm (WFP) zusammen, um Nahrungsmittelhilfe an mehr als 1,4 Millionen Menschen, darunter die Familien von 69’000 Patenkindern, zu verteilen und mobile Geldtransfers zu ermöglichen. Wir haben Schutzausrüstung, darunter Kittel, Handschuhe und Atemschutzgeräte, an Gesundheitseinrichtungen in den Provinzen zur Verfügung gestellt. 

Alle Gemeinden, mit denen wir in Simbabwe zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen eingeschränkt, was wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen wird. Die World Vision-Büros in Simbabwe sind geschlossen. Einige Mitarbeitende arbeiten von zu Hause aus und nutzen WhatsApp und ähnliche Kommunikationskanäle, um Kinder und Gemeinden über die aktuelle Situation zu informieren.

Tansania: Hilfspakete in Flüchtlingscamps
Die Regierung in Tansania hat alle Schulen und Universitäten geschlossen und öffentliche Versammlungen und internationale Reisen eingeschränkt. Mitarbeitende von World Vision Tansania setzen einen Bereitschafts-, Präventions- und Reaktionsplan für COVID-19 ein. Wir unterstützen die Regierung dabei, in Gebieten mit bestätigten Fällen zu reagieren, und setzen die Verteilung von Nahrungsmitteln in den Flüchtlingscamps fort, um die Sicherheit von Kindern und Gemeinden zu gewährleisten. 
Alle Gemeinden, mit denen wir in Tansania zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen mit Einschränkungen konfrontiert, was wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen wird. 

Mongolei: Eine World Vision-Mitarbeiterin verteilt ein Hilfspaket an einen Bedürftigen.

Bangladesch: Seife für 100'000 Menschen
Bangladesch bestätigte am 7. März seinen ersten Fall von COVID-19. Die Regierung hat die Bewegungsfreiheit im ganzen Land eingeschränkt und die Menschen aufgefordert, nach Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. World Vision hat sich dafür eingesetzt, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen, indem Kinder, Familien und Gemeinden in Präventionsmethoden geschult werden. 

Wir haben bereits Tausende von Menschen durch COVID-19-Aufklärungsplakate und über Social Media-Kampagnen erreicht. Mehr als 100’000 Menschen erhielten Seife, Kinderschutzbeauftragte wurden für die aktuelle Situation sensibilisiert und Lebensmittelpakete wurden verteilt. Ausserdem bieten wir Kindern, die Unterstützung benötigen, psychologische Hilfe an. Alle Gemeinden, mit denen wir in Bangladesch zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen mit Einschränkungen konfrontiert, was wahrscheinlich zu einigen Verzögerungen bei der Durchführung unserer Projektarbeit führen wird. Die meisten Mitarbeitenden von World Vision Bangladesch arbeiten von zu Hause aus. Wir haben geplante Lernveranstaltungen und Versammlungen auf Eis gelegt, um Kinder und Gemeinden zu schützen. 

Indien: Shutdown gefährdet Ernährung
In Indien gibt es Tausende von bestätigten Fällen von COVID-19. Die Regierung verhängte am 24. März einen landesweiten Lockdown. Mehrere Bundesstaaten haben Gesetze gegen öffentliche Versammlungen, nicht lebenswichtige Reisen und zur Durchsetzung sozialer Distanzierung erlassen. Der Eisenbahn-, Strassen- und Luftverkehr, kurz der gesamte Personenverkehr, wurde eingestellt. 

World Vision arbeitet mit der Regierung und anderen Organisationen auf Gemeindeebene zusammen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, indem wir die Familien aufklären und mit dem Wissen und den Hilfsmitteln ausstatten, die sie für eine angemessene Hygiene benötigen. Darüber hinaus stärken wir das örtliche Gesundheitspersonal durch die Bereitstellung von Schutzausrüstung wie Masken, Handschuhe und Thermometer. Wir unterstützen von COVID-19 betroffene Familien, deren Einkommen beeinträchtigt wurde, durch die Bereitstellung von Bargeld und Gutscheinen, damit sie ihre Kinder weiter ernähren können. In allen Gemeinden, mit denen wir in Indien zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. Die Mitarbeitenden von World Vision Indien arbeiten von zu Hause aus, treffen sich aber weiterhin online, um für die Sicherheit der Kinder und Gemeinden zu sorgen. 

Mongolei: Schutzmassnahmen gegen häusliche Gewalt
Die Mongolei schottete sich bereits kurz nach Ausbruch von COVID-19 im benachbarten China von der Aussenwelt ab. Die Regierung hat die Einreise über internationale Flughäfen eingeschränkt und schult das Gesundheitspersonal am Arbeitsplatz, wie sie sich vor COVID-19 schützen können. World Vision arbeitet eng mit den Vereinten Nationen zusammen und hat in Partnerschaft mit UNICEF mehr als 7’000 Familien mit Lebensmittel- und Hygienekits versorgt. 

In Zusammenarbeit mit der Regierung lancierte World Vision eine Social Media-Kampagne, um Kinder vor häuslicher Gewalt während der Quarantäne zu schützen. Alle Gemeinden, mit denen wir in der Mongolei zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen mit Einschränkungen konfrontiert, was wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen in der Projektarbeit führen wird. 

Nepal: Prävention über das Radio
In Nepal hat die Regierung als Reaktion auf COVID-19 alle nicht lebensnotwendigen Operationen eingestellt, alle Inlands- und internationalen Flüge und den öffentlichen Langstreckentransport verboten sowie die Grenzen zu China und Indien geschlossen. World Vision arbeitet mit der Regierung und anderen Partnern zusammen, um das Bewusstsein für die Prävention von COVID-19 zu schärfen und Gesundheitspersonal mit Schutzausrüstung auszustatten, damit Kinder und Gemeinden sicher sind. 

Wir haben bereits 250’000 Menschen durch Radiosendungen mit Präventions- und Kinderschutzbotschaften erreicht. Weitere 31’400 Menschen wurden über andere digitale Plattformen erreicht, um das Bewusstsein für COVID-19 zu schärfen. In allen Gemeinden, mit denen wir in Nepal zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, was wahrscheinlich zu einigen Verzögerungen in der Projektarbeit führen wird. Die Mitarbeitenden von World Vision Nepal arbeiten jetzt von zu Hause aus. Über Mobiltelefone stehen wir in ständigem Kontakt mit den Patenkindern und ihren Familien und unterstützen sie so weiterhin.

Vietnam: Gemeinsam weiterarbeiten
Die vietnamesische Regierung hat in dem Bemühen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, alle Schulen geschlossen und grosse öffentliche Versammlungen verboten. Kleine Versammlungen sind jedoch erlaubt, so dass einige Projektmassnahmen weitergeführt werden können. Andere mussten ob der aktuellen Situation auf Eis gelegt werden. World Vision klärt die Gemeinden, in denen wir Projektarbeit betreiben, über den Schutz vor COVID-19 auf und hilft ihnen bei der Stressbewältigung. Wir arbeiten mit der Regierung, dem Gesundheitspersonal und der Polizei zusammen, um die Bevölkerung zu schützen. Die meisten Mitarbeitenden von World Vision Vietnam arbeiten jetzt von zu Hause aus. Unsere Projektarbeit haben wir der ausserordentlichen Situation im Land angepasst.

Ecuador: Eine World Vision-Mitarbeiterin verteilt ein Hilfspaket an einen Bedürftigen.

Bolivien: Kampagne zur Prävention
Bolivien bestätigte am 10. März seinen ersten Fall von COVID-19. Die Regierung hat den nationalen Notstand ausgerufen und eine nationale Abriegelung einschliesslich der Schliessung von Schulen verfügt. World Vision arbeitet mit der Regierung zusammen, um die Reaktion auf COVID-19 zu unterstützen, unter anderem mit einer Medienkampagne zur Förderung von Hygiene und Prävention. Darüber hinaus stellen wir Familien und Gesundheitszentren Hygienesets zur Verfügung und verteilen Aufklärungsmaterial darüber, wie die Ausbreitung des Virus verhindert werden kann, damit Kinder und Gemeinden gesund bleiben. 

In allen Gemeinden, mit denen wir in Bolivien zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. Die Mehrheit der Mitarbeitenden von World Vision Bolivien arbeitet jetzt von zu Hause aus. Freiwillige Helfer aus den Gemeinden überwachen jedoch weiterhin das Wohlergehen der Patenkinder und berichten den Mitarbeitenden beispielsweise über WhatsApp von der aktuellen Situation.

Dominikanische Republik: Hohe Infektionsrate
Die Dominikanische Republik hat viele COVID-19-Fälle und bereits mehrere bestätigte Todesfälle. Die Regierung hat alle kommerziellen Aktivitäten eingestellt, der Bevölkerung geraten, zu Hause zu bleiben, und eine Ausgangssperre von 18:00 Uhr bis 5:00 Uhr täglich verhängt. World Vision bemüht sich im Rahmen einer öffentlichen Medienkampagne um die Verbreitung von Informationen darüber, wie COVID-19 verhindert werden kann. 

Wir verteilen Hygiene-Sets an Familien, darunter 27’000 Kinder. In allen Gemeinden, mit denen wir in der Dominikanischen Republik zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. Die Mitarbeitenden von World Vision in der Dominikanische Republik arbeiten von zu Hause aus, um eine Nothilfe im Rahmen unserer Programme zu planen. 

Nicaragua: Eigeninitiative ist gefragt
In Nicaragua wurden bestätigte Fälle von COVID-19 registriert, die Regierung hat jedoch (noch) keinen Notstand ausgerufen und keine Einschränkungen verhängt. Die Menschen haben jedoch eigenen Schutzmassnahmen ergriffen. Unter anderem haben viele Unternehmen ihre Mitarbeitenden gebeten, von zu Hause aus zu arbeiten. 

World Vision konzentriert sich auf die Lieferung von Hygienesets an die Gemeinden, die Aufklärung der Menschen über das Händewaschen und die Schulung von Gesundheitspersonal zur COVID-19-Prävention, um die Sicherheit von Kindern und ganzen Gemeinden zu gewährleisten. Die meisten Mitarbeitenden von World Vision Nicaragua arbeiten von zu Hause aus. 

Peru: Migranten mit einbeziehen
Die Regierung von Peru hat einen nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, mit Schliessungen und Einschränkungen von Häfen, Flughäfen, Landesgrenzen, Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln, öffentlichen Räumen und vielen Arbeitsorten. World Vision überwacht weiterhin das Wohlergehen der Menschen in den Projektgebieten. 

Wir schulen Freiwillige in der Prävention von COVID-19 und in der Kommunikation mit Migranten und Flüchtlingen. Und wir bereiten Hygiene-Sets und Zelte vor, die bei Bedarf an Isolationszentren verteilt werden können. In allen Gemeinden, mit denen wir in Peru zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. 

Armenien: Mitarbeiterinnen von World Vision verpacken Hilfspaket für Betroffene von COVID-19.

Armenien: Hilfe beim Homeschooling
Die Regierung Armeniens hat als Reaktion auf die COVID-19-Krise den Notstand ausgerufen, Schulen geschlossen und die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung eingeschränkt. World Vision hat Lebensmittelpakete und Hygieneartikel an über 400 Familien verteilt. Wir arbeiten mit dem Bildungsministerium zusammen, um Wege zu finden, wie das Lernen von Kindern aus der Ferne unterstützt werden kann. 

Alle Gemeinden, mit denen wir in Armenien zusammenarbeiten, sind aufgrund von Sicherheitsmassnahmen mit Einschränkungen konfrontiert, was wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen wird. Die meisten Mitarbeitenden von World Vision Armenien arbeiten jetzt von zu Hause aus. Programmaktivitäten, wie Schulungen, werden, wo immer möglich und unter den nötigen Sicherheitsmassnahmen, durchgeführt, um Kinder und Gemeinden zu schützen. 

Georgien: Kinder im Fokus
Angesichts der bestätigten Fälle von COVID-19 in Georgien hat die Regierung den Ausnahmezustand ausgerufen. Schulen sind geschlossen, alle Geschäfte mit Ausnahme von Apotheken und Lebensmittelmärkten wurden angewiesen zu schliessen und alle Mitarbeitenden wo möglich von Zuhause aus arbeiten zu lassen. World Vision hat Lebensmittel- und Hygienepakete an über 1’500 gefährdete Familien verteilt. Wir konzentrieren uns auf die Unterstützung der durch COVID-19 gefährdeten Kinder und haben Programme zur Förderung von Hygiene, Sicherheit und Bildung entwickelt. World Vision Georgien hat nötige Massnahmen entwickelt, um sich während der Zeit, in der die Schulen geschlossen sind auch um das emotionale Wohlbefinden der Kinder zu kümmern. 

In allen Gemeinden, mit denen wir in Georgien zusammenarbeiten, gibt es aufgrund von Sicherheitsmassnahmen Einschränkungen, die wahrscheinlich zu einigen operativen Verzögerungen führen werden. Die Mitarbeitenden von World Vision Georgien arbeiten von zu Hause aus. Wir überwachen weiterhin die Gesundheit, die finanzielle Situation der Familie und das Wohlergehen der Kinder über unsere Gemeinde-Netzwerke und per Mobiltelefon. 

Alle erwähnten Zahlen entsprechen dem Stand vom 24.04.20.

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