COVID-19-Krise in Indien: Kampf um Leben

5. Mai 2021

Text: Brett Tarver, World Vision Kanada


Hier in der Schweiz sehen wir die erschreckenden Schlagzeilen aus Indien, wo die täglichen Infektionen und Todesfälle inmitten einer zweiten Welle von COVID-19 einen neuen Höchststand erreicht haben. Diese schrecklichen Berichte über Menschen, die vor Krankenhäusern warten und sterben, und die bewegenden Bilder von Kremationsfeuern, die Tag und Nacht brennen, sind klare Anzeichen dafür, dass Indien und andere Entwicklungsländer jetzt am härtesten von COVID-19 getroffen werden. Das Schlimmste der weltweiten Pandemie ist vielleicht noch nicht vorbei. «Die Menschen sterben auf der Strasse, weil es an Sauerstoff und an Krankenhausbetten mangelt», sagt Mridula Narayan von World Vision Indien, während sie vor einer der vielen überlasteten Gesundheitseinrichtungen in Delhi steht. Mridula und ihre junge Familie haben sich zu Beginn der zweiten Welle mit dem Virus angesteckt. Ihr Mann musste 10 Tage lang im Krankenhaus bleiben, aber alle haben sich inzwischen erholt.

World Vision Indien gibt Vollgas

World Vision Indien verdoppelt jetzt die Anstrengungen, die Ausbreitung von COVID-19 zu stoppen, und unterstützt Spitäler, Gesundheitszentren und Gemeinden mit persönlichen Schutzanzügen, chirurgischen Masken, Desinfektionsmittel, Sauerstoffgeräten und temporären Strukturen für die Patienten, die keinen Platz in den Spitälern haben. Weiterhin werden die Mitarbeitenden die ärmsten Familien mit lebenswichtigen Dingen unterstützen. «Indien durchläuft eine der schwierigsten Phasen der Krise, und das Auftreten neuer Stämme hat die Bemühungen, den Virus unter Kontrolle zu behalten, massiv erschwert», sagt der nationale Direktor von World Vision Indien, Madhav Bellamkonda. «Es besteht die Gefahr, dass einige wichtige Erfolge, die Indien im Kampf gegen COVID-19 erzielt hat, verloren gehen.»

Indien: Ein Junge sitzt vor seinem Haus. In seinem Land wütet die Pandemie.Der 14-jährige Patenjunge Sufian hat seinen Vater durch das Coronavirus verloren. «Mein Vater hatte gut für uns gesorgt. Ich vermisse seine Liebe... Das vermisse ich am meisten», sagt er.

World Vision hat bereits 4,8 Millionen Menschen in Indien geholfen, die verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen früherer Lockdowns und COVID-19-Präventionsmassnahmen zu bewältigen. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit religiösen Leitern und Leiterinnen, um der Bevölkerung sachliche Informationen zur Impfungen zu vermitteln und sich für eine faire und gerechte Verteilung der Impfstoffe einzusetzen. Denn Zögern, Fehlinformationen und voraussichtliche Impfstoffknappheit wirken sich ebenfalls auf die Verteilung von Impfstoffen aus und könnten die Anstrengungen behindern, die Pandemie zu beenden.
Die Zahl der Todesopfer hat weltweit bereits die Drei-Millionen-Grenze überschritten und steigt weiter an. Es dauerte neun Monate, um eine Million Todesfälle zu erreichen, vier Monate, um zwei Millionen zu erreichen und nur drei Monate, um drei Millionen zu erreichen. World Vision beobachtet Länder wie Bolivien, Ecuador, Mexiko, Syrien und Papua-Neuguinea genau, wo sich neue Spitzen in der Zahl der Todesfälle abzeichnen.

Helfen Sie jetzt, Leben vor COVID-19 zu schützen.

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