COVID-19: Armut und Hunger wie seit Jahrzehnten nicht mehr

16. Juli 2020

Bangladesch: Eine Mutter hat ihr Kind auf dem Schoss. Neben ihr steht ein Sack mit Nahrungsmitteln von World Vision.

Bangladesch: Das südasiatische Land ist laut einer Studie von World Vision eines der Länder, die von den Folgen von COVID-19 besonders hart getroffen werden.

Text: Tamara Fritzsche, World Vision Schweiz

Für den Bericht hatte World Vision 14’000 Haushalte in neun asiatischen Ländern befragt. Besonders finanziell schwache Familien sind von den COVID-19-Massnahmen wie Ausgangssperren, geschlossene Märkte etc. betroffen, da sie über keine oder nur schwache Reserven an Geld und Nahrungsmitteln verfügen. «Wenn dann ein Teil des Einkommens wegfällt, stehen die Betroffenen vor dem Nichts. Sie sind in ihrer Existenz bedroht. Das hat auch Auswirkungen auf das Leben ihrer Kinder», erklärt Norbert Hsu, Partnership Leader Global Impact bei World Vision International. Als Folge könnten bis zu acht Millionen Kinder durch Betteln, Kinderarbeit und Frühverheiratung jede Chance auf Bildung und ein eigenständiges Leben verlieren, weil die Eltern es sich nicht leisten können, genügend Lebensmittel zu kaufen. 

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Auch Afrika und Lateinamerika sind betroffen 
Aber auch in anderen Weltregionen verschlechtert sich die Situation für Kinder deutlich. World Vision hat in Afrika 2400 Kleinunternehmen, die häufig Familienbetriebe sind, nach Folgen der COVID-19-Massnahmen für ihre Existenz befragt. 92 Prozent berichten von teils deutlichen Einkommensverlusten. Das wirke sich direkt auf die Nahrungsversorgung aus, berichten die Befragten, denn ohne Einkommen gäbe es keine Möglichkeit, ausreichend Lebensmittel zu kaufen. Besonders betroffen von den Folgen sind Menschen, die bereits unter schwierigen Umständen leben, wie etwa Flüchtlinge. Ein ähnliches Bild ergab eine Umfrage unter venezolanischen Migranten in sieben lateinamerikanischen Ländern: Dort berichteten 84 Prozent über einen erheblichen Einkommensrückgang. Jedes dritte befragte venezolanische Kind erklärte, dass es hungrig zu Bett gehe. 

Hilfe von aussen
World Vision unterstützt betroffene Familien in Asien, Afrika und Lateinamerika mit finanziellen Mitteln und Hilfsgütern. Regierungen und internationale Organisationen müssen jetzt gemeinsam handeln, um kinderfreundliche Schutzprogramme auszuweiten, die Nahrungsmittel- und Marktsysteme am Laufen zu halten und Arbeitsplätze und Lebensgrundlagen zu schützen. «Ohne sofortige Massnahmen riskieren wir eine Zunahme von extremer Armut und Hunger, wie es sie seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat», erklärt Hsu.

Die Haupterkenntnisse der Studie
(Die Studie ist ausschliesslich in englischer Sprache erschienen.) 

Die gesamte Studie finden Sie hier.

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